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Verordnung des Bundesministers für Gesundheit und Konsumentenschutz und des Bundesministers für wirtschaftliche Angelegenheiten betreffend die Abgabe und Kennzeichnung bestimmter Arzneimittel im Kleinverkauf (Abgrenzungsverordnung)

Geltender Text a fecha 1995-08-31

Präambel/Promulgationsklausel

Auf Grund des § 5 des Arzneimittelgesetzes, BGBl. Nr. 185/1983, zuletzt geändert durch die Bundesgesetze BGBl. Nr. 107/1994 und BGBl. Nr. 1105/1994 wird durch den Bundesminister für Gesundheit und Konsumentenschutz, auf Grund des § 59 Abs. 3 des Arzneimittelgesetzes durch den Bundesminister für Gesundheit und Konsumentenschutz und den Bundesminister für wirtschaftliche Angelegenheiten verordnet:

Abgabe von Arzneimitteln

§ 1. Die in Anlage 1 genannten Stoffe oder Zubereitungen aus Stoffen dürfen, sofern diese gemäß § 1 Abs. 1 des Arzneimittelgesetzes als Arzneimittel einzustufen sind, im Kleinverkauf nur abgegeben werden

1.

in Apotheken,

2.

durch Gewerbetreibende, die zur Ausübung des Gewerbes der Drogisten gemäß § 216 der Gewerbeordnung 1994, BGBl. Nr. 194, in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. Nr. 314/1994 berechtigt sind, oder

3.

durch Gewerbetreibende, die zur Herstellung, Abfüllung oder Abpackung von Arzneimitteln gemäß § 213 Abs. 1 Z 1 der Gewerbeordnung 1994 oder zur Sterilisierung und Imprägnierung von Verbandmaterial mit Arzneimitteln gemäß § 213 Abs. 1 Z 3 der Gewerbeordnung 1994 berechtigt sind.

§ 2. Die Stoffe oder Zubereitungen aus Stoffen im Sinne des § 1 müssen

1.

dem Arzneibuch im Sinne des § 1 des Arzneibuchgesetzes, BGBl. Nr. 195/1980, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl. Nr. 1105/1994, oder, sofern sie darin nicht beschrieben sind,

2.

der Beschreibung gemäß Anlage 3

entsprechen.

§ 3. Sofern es sich bei den in Anlage 1 genannten Arzneimitteln um solche pflanzlicher Herkunft handelt, dürfen diese durch die im § 1 Z 2 und 3 genannten Gewerbetreibenden im Kleinverkauf nur

1.

als Ganzdroge,

2.

in grob geschnittenem Zustand oder

3.

in einem in Anlage 1 beschriebenen Zustand

abgegeben werden.

§ 4. (1) Arzneimittel im Sinne des § 1 dürfen im Kleinverkauf nur abgegeben werden, wenn sie durch folgende Angaben gekennzeichnet sind:

1.

deutsche Bezeichnung gemäß Anlage 1,

2.

Name oder Firma und Sitz der abgebenden Apotheke oder des abgebenden Gewerbetreibenden,

3.

Datum der Abgabe,

4.

abgegebene Menge und

5.

die in Anlage 1 für den jeweiligen Stoff oder die Zubereitung aus Stoffen vorgesehene Kennzeichnung.

Sofern im Abs. 2 nicht anderes bestimmt ist, darf die Kennzeichnung darüber hinaus keine Angaben enthalten, die sich auf die Eigenschaften, die Wirksamkeit und die Anwendungsgebiete des Arzneimittels beziehen.

(2) Der Apotheker ist berechtigt, auf Grund ärztlicher Anordnung oder in begründeten Einzelfällen, die er nach dem Stand der pharmazeutischen Wissenschaft individuell beurteilt hat, Ergänzungen der Kennzeichnung vorzunehmen. Die Ergänzungen sind im jeweiligen Einzelfall in Gegenwart des Verbrauchers individuell handschriftlich auf dem Behältnis anzubringen und mit der Paraphe des kennzeichnenden Apothekers zu versehen. Die Verwendung vorformulierter Texte, wie Aufkleber oder Vordrucke, ist verboten. Es sind Aufzeichnungen über den Inhalt der Ergänzungen zu führen.

(3) Die Abs. 1 und 2 gelten nicht für zugelassene Arzneispezialitäten.

§ 5. Der Betrieb eines Gewerbetreibenden im Sinne des § 1 Z 2 oder 3 muß, sofern dieser Arzneimittel im Kleinverkauf abgibt, technisch und apparativ so ausgestattet sein, daß die gemäß § 5 Abs. 3 des Arzneibuchgesetzes vorgeschriebenen Prüfungen im Betrieb durchgeführt werden können.

Bestandteile von Arzneispezialitäten

§ 6. (1) Die in Anlage 2 angeführten Stoffe dürfen, sofern diese gemäß § 1 Abs. 1 des Arzneimittelgesetzes als Arzneimittel einzustufen sind, im Kleinverkauf nur in Apotheken abgegeben werden. Arzneispezialitäten, die diese Stoffe als wirksame Bestandteile enthalten, dürfen auch von Gewerbetreibenden gemäß § 1 Z 2 und 3 abgegeben werden.

(2) Die Stoffe im Sinne des Abs. 1 müssen

1.

dem Arzneibuch im Sinne des § 1 des Arzneibuchgesetzes oder, sofern sie darin nicht beschrieben sind,

2.

der Beschreibung gemäß Anlage 3

entsprechen.

Schlußbestimmungen

§ 7. (1) Diese Verordnung tritt mit 1. September 1995 in Kraft.

(2) Die Abgrenzungsverordnung, BGBl. Nr. 580/1989, tritt mit Ablauf des 31. August 1995 außer Kraft.

Anlage 1

Stoff oder Zubereitung Kennzeichnung gemäß § 4 Abs. 1 Z 5
Acidum ascorbicum (Askorbinsäure) Bei allen Formen des Askorbinsäuremangels, wie zB bei starker körperlicher Belastung, während der Schwangerschaft und Stillzeit, bei Erkältungs- und Infektionskrankheiten. 1 bis 2 Messerspitzen voll täglich in etwas Flüssigkeit gelöst einnehmen. Nach Entnahme wieder dicht verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Acidum citricum (Zitronensäure) Nach Entnahme wieder dicht verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Acidum tartaricum (Weinsäure, Weinsteinsäure) Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Aethanolum (Äthylalkohol, Alkohol 96%) Nicht unverdünnt verwenden. Vorsicht feuergefährlich! Nach Entnahme wieder dicht verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Aethanolum dilutum (Verdünnter Äthylalkohol, Alkohol 70%) Zur hygienischen Händedesinfektion: Die Hände mit einer ausreichenden Menge der Lösung befeuchten und bis zur Trockenheit reiben. Für Kühlumschläge: Die Lösung mit gleichen Teilen Wasser verdünnt anwenden. Bei Hauteinreibungen mit verdünntem Äthylalkohol können Hautrötungen und leichtes Brennen auftreten. Verdünnter Äthylalkohol ist nicht zur Desinfektion groß flächiger, offener Wunden geeignet. Vorsicht feuergefährlich! Nach Entnahme wieder dicht verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Alumen (Alaun) Zur äußerlichen Anwendung bei übermäßiger Schweißbildung. Für Waschungen 1 bis 2 Teelöffel in 1/4 Liter Wasser lösen. Nicht einnehmen! Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Aqua carminativa (Windwasser) Bei Blähungen mehrmals täglich 1 Teelöffel voll einnehmen. Nach Entnahme wieder dicht verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Bulbus Allii sativi (Knoblauchzwiebel) *) Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Calcium carbonicum praecipitatum (Gefälltes Kalziumkarbonat) Bei Sodbrennen 1 Teelöffel voll in Wasser aufgeschlämmt einnehmen Bei länger andauernden Beschwerden ist ein Arzt aufzusuchen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Carbo adsorbens (Adsorbierende Kohle, Medizinische Kohle) Bei Durchfall bis zur Normalisierung des Stuhlganges. Bis 3mal täglich 1 Eßlöffel voll mit Flüssigkeit einnehmen. Warnhinweis: Darf nicht bei fieberhaftem Durchfall angewendet werden. Tierkohle soll nicht mit anderen Arzneimitteln eingenommen werden, da deren Wirksamkeit vermindert werden kann. Sollte die Behandlung nach 3 Tagen erfolglos geblieben sein, ist ein Arzt aufzusuchen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Carrageen (Irländische Alge) Schleimlösendes Mittel bei Husten. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit Wasser 15 Minuten lang kochen und anschließend abseihen. Mehrmals täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee trinken. Nach Entnahme wieder dicht verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Cera alba (Weißes Wachs) Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Cera flava (Gelbes Wachs) Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Cera Lanae (Wollwachs) Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Cetylum palmitatum (Cetylpalmitat) *) Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Collodium (Kollodium) Nur zur äußerlichen Anwendung. Vorsicht feuergefährlich! Nach Entnahme wieder dicht verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Cortex Cinnamomi ceylanici (Ceylonzimtrinde) Bei leichten Magenbeschwerden. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Warnhinweis: Bei Magen- oder Darmgeschwüren und in der Schwangerschaft sind Zimtrindenzubereitungen nicht anzuwenden. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Cortex Cinnamomi chinensis (Chinesische Zimtrinde) *) Bei leichten Magenbeschwerden. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Warnhinweis: Bei Magen- oder Darmgeschwüren und in der Schwangerschaft sind Zimtrindenzubereitungen nicht anzuwenden. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Cortex Condurango (Kondurangorinde) Appetitanregendes Mittel. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kaltem Wasser übergießen, nach ½ Stunde abseihen. Mehrmals täglich eine Tasse Tee ½ Stunde vor den Mahlzeiten trinken. Der Tee kann auch etwas aufgewärmt eingenommen werden. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Cortex Hamamelidis (Hamamelisrinde) *) Bei leichten Hautverletzungen sowie bei Entzündungen von Zahnfleisch und Mundschleimhaut. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit Wasser 15 Minuten lang kochen und anschließend abseihen. Bei Zahnfleisch- und Mundschleimhautentzündungen mehrmals täglich mit der Abkochung spülen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Cortex Quercus (Eichenrinde) Bei Entzündungen von Zahnfleisch und Mundschleimhaut. Bei vermehrter Fußschweißsekretion. Als ergänzende Behandlung bei Frostbeulen und Analfissuren. Zur Bereitung von Spül, Wasch- und Gurgellösungen 2 Eßlöffel voll in ½ Liter Wasser 15 Minuten lang kochen, anschließend abgießen. Bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum mehrmals täglich gurgeln. Als Sitz- oder Fußbad 15 bis 20 Minuten lang 2mal täglich anwenden. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Faex medicinalis siccata (Trockenhefe) Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Flos Althaeae (Eibischblüte) *) Bei leichten Schleimhautentzündungen im Mund- und Rachenraum sowie Magen-Darm- Trakt. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Mehrmals täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Flos Aurantii (Orangenblüte) Bei Unruhezuständen und Einschlafstörungen. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. 2- bis 3mal täglich und vor dem Schlafengehen eine Tasse frisch bereiteten Tee trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Flos Caryophylli (Gewürznelke) Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Flos Calendulae (Ringelblumenblüte) *) Nur zur äußerlichen Anwendung in Form eines Aufgusses bei Entzündungen der Haut sowie bei Riß-, Quetsch- und Brandwunden. Zur Bereitung des Aufgusses 1 bis 2 Teelöffel voll Ringelblumenblüten mit etwa 1/8 Liter kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Zur Anwendung Leinen oder ein ähnliches Material mit dem Aufguß durchtränken und auf die zu behandelnden Körperstellen legen. Die Umschläge mehrmals täglich wechseln. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Flos Chamomillae romanae (Blüte der Großen Kamille) Bei Beschwerden, wie Völlegefühl, Blähungen und leichten krampfartigen Magen-Darm-Störungen, und bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum. Für eine Tasse Tee 1 Eßlöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. 3- bis 4mal täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee warm zwischen den Mahlzeiten trinken oder zur Spülung im Mund- und Rachenraum anwenden. Achtung: zur allfälligen Anwendung eines Teeaufgusses im Augenbereich für Reinigungszwecke nur teilchen- und faserfreie, klare Lösungen verwenden! Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Flos Chamomillae vulgaris (Blüte der Kleinen Kamille) Bei Magen-Darm-Beschwerden sowie bei Reizung der Mund- und Rachenschleimhaut sowie der oberen Atemwege. Für eine Tasse Tee 1 Eßlöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Zur Inhalation 1 bis 2 Eßlöffel voll mit kochendem Wasser übergießen. Bei Erkrankungen im Magen-Darm-Bereich 3- bis 4mal täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee warm zwischen den Mahlzeiten trinken. Bei Entzündungen der Schleimhaut im Mund- und Rachenbereich mit einem frisch bereiteten Teeaufguß mehrmals täglich spülen und gurgeln. Bei Entzündungen der oberen Atemwege die Dämpfe eines frisch bereiteten Teeaufgusses einatmen. Achtung: zur allfälligen Anwendung eines Teeaufgusses im Augenbereich für Reinigungszwecke nur teilchen- und faserfreie, klare Lösungen verwenden! Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Flos Graminis (Heublumen) *) Nur zur äußerlichen Anwendung in Form heißer Kompressen. Feuchtheiße Kompressen 1- bis 2mal täglich ½ bis 1 Stunde lang auflegen. Bei Wiederholung die behandelten Stellen zwischen durch kalt abwaschen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Flos Hibisci (Nubiablüte) *) Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Flos Lavandulae (Lavendelblüte) Bei Befindensstörungen, wie Unruhezuständen, Einschlafstörungen, Befindensstörungen, Blähungen und nervösen Darmbeschwerden. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Mehrmals täglich, besonders abends vor dem Schlafengehen, eine Tasse frisch bereiteten Tee trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Flos Malvae (Malvenblüte) Bei Erkältungskrankheiten und bei leichten Schleimhautentzündungen im Mund- und Rachenraum. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Mehrmals täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Flos Primulae (Schlüsselblumenblüte) Zur Förderung der Schleimsekretion und zur Reizlinderung bei Katarrhen der oberen Luftwege. Für eine Tasse Tee 1 bis 2 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Mehrmals täglich, besonders morgens nach dem Aufstehen und abends vor dem Schlafengehen, eine Tasse frisch bereiteten Tee möglichst heiß trinken. Warnhinweis: Nach Kontakt der Blüten mit der Haut können in seltenen Fällen Überempfindlichkeiten in Form von Hautrötungen mit Bläschenbildung auftreten. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Flos Pruni spinosae (Schlehdornblüte) *) Mildes Abführ- und leicht harntreibendes Mittel. Für eine Tasse Tee 1 bis 2 gehäufte Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. 1 bis 2 Tassen frisch bereiteten Tee täglich zwischen den Mahlzeiten trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Flos Rhoeados (Klatschmohnblüte) *) Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Flos Sambuci (Holunderblüte) Schweißtreibendes Mittel bei Erkältungskrankheiten. Für eine Tasse Tee 2 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 5 Minuten abseihen. Mehrmals täglich, besonders in der zweiten Tageshälfte, 1 bis 2 Tassen frisch bereiteten Tee heiß trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Flos Tiliae (Lindenblüte) Zur Milderung des Hustenreizes. Schweißtreibendes Mittel bei Erkältungskrankheiten. Für eine Tasse Tee 1 bis 2 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 5 Minuten abseihen. Mehrmals täglich, besonders in der zweiten Tageshälfte, 1 bis 2 Tassen frisch bereiteten Tee heiß trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Flos Verbasci (Königskerzenblüte) Mildes schleimlösendes Mittel bei Erkältungskrankheiten und Husten. Für eine Tasse Tee 1 Eßlöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. 3- bis 4mal täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee zwischen den Mahlzeiten trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Folium Althaeae (Eibischblatt) Bei Erkältungskrankheiten, bei Schleimhautentzündungen im Mund- und Rachenraum sowie im Magen-Darm-Bereich. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Mehrmals täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Folium Betulae (Birkenblatt) Als harntreibendes Mittel zur Erhöhung der Harnmenge zur Vorbeugung von Harnsteinen. Für eine Tasse Tee 1 bis 2 Eßlöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 15 Minuten abseihen. 3- bis 4mal täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee trinken. Warnhinweis: Der Tee darf nicht bei Wasseransammlungen (Ödemen) in Folge eingeschränkter Herz- oder Nierentätigkeit angewendet werden. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Folium Cynarae (Artischockenblatt) *) Als verdauungsförderndes Mittel. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. 2- bis 3mal täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Folium Eucalypti (Eukalyptusblatt) *) Zur Inhalation bei Katarrhen der oberen Atemwege. 2 Teelöffel voll mit ½ Liter kochendem Wasser übergießen, die Dämpfe des noch heißen Teeaufgusses tief einatmen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Folium Fragariae (Erdbeerblatt) *) Zur Behandlung leichter Durchfälle. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Mehrmals täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee zwischen den Mahlzeiten trinken. Sollten die Durchfälle länger als 3 Tage anhalten, ist ein Arzt aufzusuchen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Folium Hamamelidis (Hamamelisblatt) *) Bei leichten Hautverletzungen, bei Entzündungen von Zahnfleisch und Mundschleimhaut. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit Wasser 15 Minuten lang kochen und anschließend abseihen. Mehrmals täglich auf die entsprechenden Hautpartien auftragen. Bei Zahnfleisch- und Mund Schleimhautentzündungen mehrmals täglich mit der Abkochung spülen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Folium Juglandis (Nußbaumblatt) *) Als unterstützen des Mittel bei Hauterkrankungen. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. 3- bis 4mal täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee zwischen den Mahlzeiten trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Folium Lauri (Lorbeerblatt) *) Als verdauungsförderndes Mittel. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. 1- bis 2mal täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Folium Malvae (Malvenblatt, Käsepappelblatt) Bei Erkältungskrankheiten, bei leichten Schleimhautentzündungen im Mund- und Rachenraum sowie im Magen-Darm-Bereich. Bei Katarrhen der oberen Luftwege. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Mehrmals täglich und abends vor dem Schlafengehen 1 Tasse Tee trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Folium Mate (Mateblatt) *) Als Anregungsmittel. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 5 Minuten abseihen. Mehrmals täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Folium Melissae (Melissenblatt) Bei Einschlafstörungen und nervösen Magen-Darm-Beschwerden sowie zur Appetitanregung. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Mehrmals täglich 1 Tasse frisch bereiteten Tee trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Folium Menthae piperitae (Pfefferminzblatt) Bei leichten Magen-, Darm- und Gallebeschwerden. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. 3- bis 4mal täglich 1 Tasse frisch bereiteten Tee warm zwischen den Mahlzeiten trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Folium Menyanthis (Bitterkleeblatt, Fieberkleeblatt) Zur Appetitanregung. Für eine Tasse Tee ½ Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. 2- bis 3mal täglich 1 Tasse Tee ½ Stunde vor den Mahlzeiten einnehmen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Folium Orthosiphonis (Orthosiphonblatt) *) Als harntreibendes Mittel zur Erhöhung der Harnmenge zur Vorbeugung von Harnsteinen. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. 2- bis 3mal täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee trinken. Warnhinweis: Der Tee darf nicht bei Wasseransammlungen (Ödemen) infolge eingeschränkter Herz- oder Nierentätigkeit angewendet werden. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Folium Plantaginis (Spitzwegerichblatt) Zur Reizlinderung bei Katarrhen der oberen Luftwege und bei Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Mehrmals täglich 1 Tasse frisch bereiteten Tee langsam trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar
Folium Rosmarini (Rosmarinblatt) *) Als verdauungsförderndes Mittel. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 15 Minuten abseihen. 2- bis 3mal täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee trinken. Warnhinweis: Zubereitungen aus Rosmarinblättern sollen während der Schwangerschaft nicht eingenommen werden. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Folium Rubi fruticosi (Brombeerblatt) *) Zur Behandlung leichter Durchfälle. Für eine Tasse Tee 2 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Mehrmals täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee zwischen den Mahlzeiten trinken. Sollten die Durchfälle länger als 3 Tage anhalten, ist ein Arzt aufzusuchen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Folium Rubi idaei (Himbeerblatt) *) Zur Behandlung leichter Durchfälle. Für eine Tasse Tee 2 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Mehrmals täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee zwischen den Mahlzeiten trinken. Sollten die Durchfälle länger als 3 Tage anhalten, ist ein Arzt aufzusuchen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Folium Salviae (Salbeiblatt) Bei Entzündungen von Zahnfleisch, Mund- und Rachenschleimhaut. Zur Unterstützung bei der Behandlung von Magen-Darm-Katarrhen. Zur Behandlung von Magen-Darm-Beschwerden für eine Tasse Tee ½ Teelöffel voll, zur Behandlung von Entzündungen im Bereich der Mundhöhle 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Bei Entzündungen der Schleimhaut im Mund- und Rachenbereich mehrmals täglich mit einem noch warmen Teeaufguß spülen oder gurgeln. Zur Behandlung von Magen-Darm-Beschwerden mehrmals täglich 1 Tasse warmen Tee ½ Stunde vor den Mahlzeiten trinken. Salbeitee soll nicht über längere Zeit eingenommen werden. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Folium Taraxaci (Löwenzahnblatt) *) Bei Beschwerden im Bereich von Magen und Darm, wie Völlegefühl, Blähungen und Verdauungsbeschwerden sowie zur Anregung der Nierentätigkeit. Für eine Tasse Tee 1 bis 2 Teelöffel voll mit Wasser kurz aufkochen und nach 15 Minuten abseihen. Morgens und abends eine Tasse frisch bereiteten Tee trinken. Wechselweise kann auch Löwenzahnwurzeltee eingenommen werden. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Folium Theae nigrae (Teeblatt) *) Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 2 bis 5 Minuten abseihen. Mehrmals täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee trinken. Zur Unterstützung der Therapie bei leichten Durchfallerkrankungen: Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Mehrmals täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Folium Urticae (Brennesselblatt) *) Zur Erhöhung der Harnmenge, zur Unterstützung bei der Behandlung von Beschwerden beim Wasserlassen. Für eine Tasse Tee 2 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. 3- bis 4mal täglich eine Tasse eines frisch bereiteten Teeaufgusses trinken. Warnhinweis: Brennesselblätter dürfen nicht bei Wasseransammlungen (Ödemen) infolge eingeschränkter Herz- und Nierentätigkeit getrunken werden. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Folium Uvae ursi (Bärentraubenblatt) Zur Unterstützung bei entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit Wasser 15 Minuten lang kochen und anschließend abseihen. 3- bis 4mal täglich 1 Tasse trinken. Hinweise: Durch reichliche pflanzliche Nahrung soll dafür Sorge getragen werden, daß ein alkalischer Harn gebildet wird. Bärentraubenblättertee soll ohne Rücksprache mit dem Arzt nicht länger als 2 bis 3 Tage angewendet werden. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Folium Vitis-idaeae (Preiselbeerblatt) Zur Behandlung leichter Durchfälle. Für Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit Wasser 15 Minuten lang kochen und anschließend abseihen. Mehrmals täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee zwischen den Mahlzeiten trinken. Sollten die Durchfälle länger als 3 Tage anhalten, ist ein Arzt aufzusuchen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Fructus Anisi (Anis) Zur Förderung der Schleimlösung bei Katarrhen der Atemwege; bei Blähungen und krampfartigen Beschwerden im Magen-Darm-Bereich, besonders bei Säuglingen und Kleinkindern. Für eine Tasse Tee 1 bis 2 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Zur Förderung der Schleimlösung morgens nach dem Aufstehen und abends vor dem Schlafengehen eine Tasse frisch bereiteten Tee trinken. Bei Magen- und Darmbeschwerden mehrmals täglich 1 Eßlöffel voll Tee einnehmen. Säuglinge und Kleinkinder erhalten jeweils 1 Teelöffel voll. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Fructus Anisi stellati (Sternanis) Zur Förderung der Schleimlösung bei Katarrhen der Atemwege sowie bei Blähungen und krampfartigen Beschwerden im Magen-Darm-Bereich. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Zur Förderung der Schleimlösung morgens nach dem Aufstehen und abends vor dem Schlafengehen eine Tasse frisch bereiteten Tee trinken. Bei Magen- und Darmstörungen mehrmals täglich 1 Eßlöffel voll Tee einnehmen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Fructus Aurantii immaturus (Unreife Bitterorangenfrucht) *) Zur Appetitanregung. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Mehrmals täglich eine Tasse Tee kalt oder mäßig warm ½ Stunde vor den Mahlzeiten trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Fructus Berberidis (Sauerdornfrucht) *) Für eine Tasse Tee 2 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Fructus Capsici (Paprika) auch in gepulvertem Zustand Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Fructus Cardamomi (Kardamomen) *) Zur Appetitanregung. Für eine Tasse Tee 2 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Mehrmals täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee ½ Stunde vor den Mahlzeiten trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Fructus Cardui Mariae (Mariendistelfrucht) Mittel bei leichten Verdauungsbeschwerden. Für eine Tasse Tee wird 1 Teelöffel voll Mariendistelfrüchte zerstoßen und mit kochendem Wasser übergossen. Nach 10 Minuten wird abgeseiht. 3- bis 4mal täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee mäßig warm eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Fructus Carvi (Kümmel) Bei Beschwerden, wie Völlegefühl, Blähungen und leichten, krampfartigen Magen-Darm-Störungen, sowie bei Verdauungsbeschwerden bei Säuglingen. Für eine Tasse Tee 1 bis 2 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. 2- bis 4mal täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee warm zwischen den Mahlzeiten trinken. Säuglinge und Kleinkinder erhalten 1 Teelöffel voll Teeaufguß, eventuell in der Flasche. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Fructus Coriandri (Koriander) Bei Beschwerden, wie Völlegefühl, Blähungen und leichten, krampfartigen Magen-Darm-Störungen. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Mehrmals täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee warm zwischen den Mahlzeiten trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Fructus Cynosbati (Hagebuttenfrucht) *) Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Fructus Foeniculi (Fenchel) Bei Blähungen und krampfartigen Beschwerden im Magen-Darm-Bereich, besonders bei Säuglingen und Kleinkindern, sowie zur Schleimlösung in den Atemwegen. Für eine Tasse Tee 1 bis 3 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. 2- bis 4mal täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee warm zwischen den Mahlzeiten trinken. Bei Säuglingen und Kleinkindern kann der Tee auch zum Verdünnen von Milch oder Breinahrung verwendet werden. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Fructus Juniperi (Wacholderbeere) Bei Verdauungsstörungen, wie Aufstoßen, Sodbrennen und Völlegefühl. Für eine Tasse Tee ½ Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. 3- bis 4mal täglich eine Tasse Tee trinken. Warnhinweise: Wacholderbeerenzubereitungen dürfen während der Schwangerschaft und bei Entzündungen im Nierenbereich nicht angewendet werden. Bei länger dauernder Anwendung oder bei Überdosierung können Nierenschäden auftreten. Tee aus Wacholderbeeren ohne Rücksprache mit dem Arzt nicht länger als 1 Woche einnehmen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Fructus Myrtilli (Heidelbeere) Zur Unterstützung der Therapie bei Durchfallerkrankungen. Für eine Tasse Tee 1 Eßlöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Mehrmals täglich bis zum Abklingen der Durchfälle 1 Tasse frisch bereiteten Tee kalt trinken. Sollte die Behandlung nach 3 Tagen erfolglos geblieben sein, ist ein Arzt aufzusuchen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Fructus Pimentae (Piment, Nelkenpfeffer) *) Mittel gegen leichte Verdauungsbeschwerden. Für eine Tasse Tee 1 bis 2 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. 3mal täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee zwischen den Mahlzeit en trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Fructus Piperis albi (Weißer Pfeffer) *) Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Fructus Piperis nigri (Schwarzer Pfeffer) Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Fructus Vanillae (Vanillefrucht) *) Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Gallerta saponata camphorata (Opoldeldok) Zur äußerlichen Anwendung als Einreibung. Zur Unterstützung bei der Therapie von Muskel- und Gelenkschmerzen. Mehrmals täglich auf die betroffenen Körperstellen auftragen und einmassieren. Nicht in die Augen, auf Schleimhäute und offene Wunden bringen. Nach Entnahme wieder dicht verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Gelatina alba (Gebleichte Gelatine) Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Glandula Lupuli (Hopfendrüse) Bei Überregbarkeit, Unruhe und Schlafstörungen. 2- bis 3mal täglich und vor dem Schlafengehen ½ Teelöffel voll mit Flüssigkeit einnehmen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Glucosum (Glukose, Traubenzucker) Erschöpfungszuständen. Mehrmals täglich 1 Teelöffel voll mit Flüssigkeit einnehmen. Für Diabetiker nicht geeignet. Nach Entnahme wieder gut verschließen.
Glycerolum (Glyzerin) Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Herba Absinthii (Wermutkraut) Bei Magenbeschwerden, wie zB durch mangelnde Magensaftbildung, sowie zur Appetitanregung. Für eine Tasse Tee ½ Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Mehrmals täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee ½ Stunde vor den Mahlzeiten trinken. Warnhinweise: Wermutkrauttee darf bei Magen- und Darmgeschwüren nicht angewendet werden. In hohen Dosen eingenommen, können Zubereitungen aus Wermutkraut Vergiftungen mit Erbrechen, starken Durchfällen, Harnverhaltung, Benommenheit und Krämpfen hervorrufen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Herba Agrimoniae (Odermennigkraut) Bei Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Mehrmals täglich mit frisch bereitetem Tee spülen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Herba Allii ursini (Bärlauchkraut) *) Zur Anregung der Sekretion bei leichten Beschwerden im Magen-Darm-Bereich. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. 2- bis 3mal täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee zwischen den Mahlzeiten trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Herba Artemisiae (Beifußkraut) *) Appetitanregendes Mittel. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Mehrmals täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee ½ Stunde vor den Mahlzeiten trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Herba Basilici (Basilikumkraut) *) Verdauungsförderndes Mittel. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. 2- bis 3mal täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee zwischen den Mahlzeiten trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Herba Capilli veneris (Frauenhaarkraut) *) Als schleimlösendes Mittel bei leichten Erkrankungen der Atemwege. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Mehrmals täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Herba Cardui benedicti (Kardobenediktenkraut) Appetitanregendes Mittel. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Mehrmals täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee ½ Stunde vor den Mahlzeiten trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Herba Centaurii (Tausendguldenkraut) Appetitanregendes Mittel. Für eine Tasse Tee ein Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Eine Tasse frisch bereiteten Tee mäßig warm ½ Stunde vor den Mahlzeiten trinken. Warnhinweis: Tausendguldenkrauttee darf nicht bei Magen- und Darmgeschwüren angewendet werden. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Herba Droserae (Sonnentaukraut) *) Als hustenlinderndes Mittel. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. 3- bis 4mal täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Herba Equiseti (Schachtelhalmkraut) Zur Erhöhung der Harnmenge bei Katarrhen im Bereich der Niere und Blase. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit Wasser 15 Minuten lang kochen und anschließend abseihen. Mehrmals täglich eine Tasse einer frisch bereiteten Teeabkochung zwischen den Mahlzeiten trinken. Warnhinweis: Schachtelhalmkrauttee darf nicht bei Wasseransammlungen (Ödemen) infolge eingeschränkter Herz- oder Nierentätigkeit angewendet werden. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Herba Galeopsidis (Hohlzahnkraut) *) Bei leichten Katarrhen der Atemwege als unterstützendes Mittel. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Mehrmals täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Herba Herniariae (Bruchkraut) Als unterstützen des Mittel bei leichten Erkrankungen der Harnwege. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit Wasser 15 Minuten lang kochen und anschließend abseihen. Mehrmals täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee zwischen den Mahlzeiten trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Herba Majoranae (Majorankraut) *) Zur Anregung der Magensaftsekretion und bei Blähungen. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Mehrmals täglich 1 Tasse frisch bereiteten Tee ½ Stunde vor den Mahlzeiten trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Herba Marrubii (Andornkraut) Unterstützen des Mittel bei leichten Erkrankungen der Gallenwege. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. 2- bis 3mal täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee zwischen den Mahlzeiten trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Herba Millefolii (Schafgarbenkraut) Bei leichten krampfartigen Magen-Darm-Galle-Störungen sowie zur Appetitanregung. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. 3- bis 4mal täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee warm zwischen den Mahlzeiten trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Herba Origani (Dostenkraut) *) Als verdauungsförderndes Mittel. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. 2- bis 3mal täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee zwischen den Mahlzeiten trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Herba Polygoni (Vogelknöterichkraut) Schwach schleimlösendes Mittel bei leichten Katarrhen der oberen Atemwege. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Mehrmals täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee zwischen den Mahlzeiten trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Herba Saturejae (Bohnenkraut) *) Als verdauungsförderndes Mittel. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. 2- bis 3mal täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee zwischen den Mahlzeiten trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Herba Serpylli (Feldthymiankraut) *) Bei Anzeichen von Bronchitis sowie bei Katarrhen der oberen Atemwege. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Mehrmals täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Herba Thymi (Thymiankraut) Bei Anzeichen von Bronchitis sowie bei Katarrhen der oberen Atemwege. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Mehrmals täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Herba Urticae (Brennesselkraut) *) Zur Erhöhung der Harnmenge, zur Unterstützung bei der Behandlung von Beschwerden beim Wasserlassen. Für eine Tasse Tee 2 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. 3- bis 4mal täglich eine Tasse eines frisch bereiteten Teeaufgusses trinken. Warnhinweis: Brennesselkrauttee darf nicht bei Wasseransammlungen (Ödemen) infolge eingeschränkter Herz- oder Nierentätigkeit getrunken werden. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Herba Veronicae (Ehrenpreiskraut) *) Leicht schleimlösendes Mittel bei Katarrhen der oberen Atemwege. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Mehrmals täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee zwischen den Mahlzeiten trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Herba Violae tricoloris (Stiefmütterchenkraut) Bei leicht schuppen den Hauterkrankungen, zB Milchschorf bei Kindern. Für Umschläge 3 Teelöffel voll mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Ein Umschlag kann mehrmals täglich mit einem frisch bereiteten Aufguß vorgenommen werden. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Hydrogenium peroxydatum dilutum (Verdünnte Wasserstoffperoxydlösung) Zur Reinigung von Wunden unverdünnt verwenden. Als Munddesinfiziens bei Mundgeruch sowie zum Spülen bei Zahnfleischblutungen und Mund Schleimhautentzündungen: Vor der Anwendung auf die zehnfache Menge mit Wasser verdünnen (1 Eßlöffel auf 1 Glas Wasser). Nicht trinken! Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. Nicht über 25 ºC aufbewahren.
Lactosum (Milchzucker) Bei Verstopfung. Für Säuglinge und Kleinkinder 1 bis 3 Teelöffel voll in Breinahrung verrühren. Erwachsene nehmen 2 bis 3 Eßlöffel voll ein. Warnhinweis: Milchzucker ist nicht anzuwenden bei Milchzuckerunverträglichkeit, bei Störungen des Milchzuckerstoffwechsels und bei Diabetesmellitus (Zuckerkrankheit). Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Lecithinum vegetabile (Pflanzenlecithin) Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Lichen islandicus (Isländische Flechte) Zur Reizlinderung bei Katarrhen der oberen Atemwege. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit Wasser 10 Minuten lang kochen und anschließend abseihen. Mehrmals täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Manna (Manna) Mildes Abführmittel. 2 Eßlöffel voll mit Flüssigkeit einnehmen. Nach Entnahme wieder dicht verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Myrrha (Myrrhe) Nicht zum Einnehmen. Nach Entnahme wieder dicht verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Natriumhydrogencarbonicum (Natriumhydrogenkarbonat, Speisesoda) Bei akuten Fällen von Magenübersäuerung (Sodbrennen) 1 Teelöffel voll in Wasser gelöst einnehmen. Hinweis: Bei Einnahme größerer Mengen wird der Magensaft alkalisch, wodurch vorübergehend die Verdauung aufgehoben wird. Bei länger andauernden Beschwerden ist ein Arzt aufzusuchen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Oleum Amygdalae (Mandelöl) Nicht zum Einnehmen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Oleum Arachidis (Erdnußöl) Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Oleum Arachidis hydrogenatum (Gehärtetes Erdnußöl) Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Oleum Cacao (Kakaobutter, Kakaofett) Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Oleum Lauri (Lorbeeröl) Nicht zum Einnehmen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Oleum Lini (Leinöl) Nicht zum Einnehmen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Oleum Olivae (Olivenöl) Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Oleum Sesami (Sesamöl) Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Paraffinum liquidum (Flüssiges Paraffin) Nicht zum Einnehmen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Pasta Zinci (Zinkpaste) Zur Abdeckung und zum Schutz der gesunden Haut bei stark nässenden Hautausschlägen, ferner bei infizierten Wunden und Geschwüren; auch an Übergängen von Haut und Schleimhaut (zB Genitalbereich, Mundbereich). Zinkpaste einmal täglich auf die betroffenen Hautpartien auftragen und mit Verbandmull abdecken. Vor der Anwendung anderer Salben ist die Zinkpaste vollständig zu entfernen. Nicht auf entzündete, nässende Haut und Wunden auftragen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Pericarpium Aurantii amari (Bitterorangenschale) Unterstützen des Mittel bei Magenbeschwerden, zB durch mangelnde Magensaftbildung, sowie zur Appetitanregung. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Mehrmals täglich eine Tasse Tee kalt oder mäßig warm ½ Stunde vor den Mahlzeiten trinken. Warnhinweis: Bitterorangenschalentee darf bei Magen- und Darmgeschwüren nicht eingenommen werden. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Radix Althaeae (Eibischwurzel) Zur Reizlinderung bei Schleimhautentzündungen im Mund- und Rachenraum, der oberen Luftwege, sowie im Magen-Darm-Kanal. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kaltem Wasser übergießen, nach ½ Stunde abseihen. Mehrmals täglich 1 Tasse frisch bereiteten Tee trinken. Der Tee kann vor dem Trinken leicht erwärmt werden. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Radix Angelicae (Angelikawurzel) Bei Beschwerden wie Völlegefühl, Blähungen und leichten, krampfartigen Magen-Darm-Störungen sowie bei Magenbeschwerden, wie mangelnde Bildung von Verdauungssäften. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Mehrmals täglich eine Tasse Tee mäßig warm ½ Stunde vor den Mahlzeiten trinken. Für die Dauer der Anwendung sollte auf längere Sonnenbäder oder intensive UV-Bestrahlung verzichtet werden. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Radix Cichorii (Wegwartwurzel) *) Leicht galletreibendes Mittel bei Störungen im Bereich des Gallenabflusses. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit Wasser 15 Minuten lang kochen und anschließend abseihen. Mehrmals täglich 1 Tasse frisch bereiteten Tee trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Radix Gentianae (Enzianwurzel) Appetitanregendes Mittel. Für eine Tasse Tee ½ Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Täglich eine Tasse Tee kalt oder mäßig warm ½ Stunde vor den Mahlzeiten trinken. Gelegentlich können bei bitterstoffempfindlichen Personen nach Anwendung von Enzianzubereitungen Kopfschmerzen ausgelöst werden. Warnhinweis: Tee aus Enzianwurzel darf nicht bei Magen- und Darmgeschwüren angewendet werden. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Radix Graminis (Queckenwurzel) *) Zur Erhöhung der Harnmenge bei Katarrhen der ableitenden Harnwege. Ferner als Ergänzung bei Behandlung von Katarrhen der oberen Atemwege. Für eine Tasse Tee 4 Teelöffel voll mit Wasser 15 Minuten lang kochen und anschließend abseihen. Bis zu 4mal täglich 1 Tasse frisch bereiteten Tee trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Radix Levistici (Liebstöckelwurzel) Bei Verdauungsbeschwerden wie Aufstoßen, Sodbrennen und Völlegefühl. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Mehrmals täglich 1 Tasse frisch bereiteten Tee zwischen den Mahlzeiten trinken. Warnhinweis: Tee aus Liebstöckelwurzel darf bei Entzündungen der Niere und der ableitenden Harnwege sowie bei eingeschränkter Nierentätigkeit nicht angewendet werden. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Radix Ononidis (Hauhechelwurzel) Zur Erhöhung der Harnmenge bei Nierenbecken- und Blasenkatarrhen, Harngries und zur Vorbeugung von Harnsteinen. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit Wasser 15 Minuten lang kochen und anschließend abseihen. 1- bis 3mal täglich 1 Tasse Tee zwischen den Mahlzeiten trinken. Warnhinweis: Tee aus Hauhechelwurzel darf nicht bei Wasseransammlungen (Ödemen) infolge eingeschränkter Herz- oder Nierentätigkeit getrunken werden. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Radix Pimpinellae (Bibernellwurzel) *) Mildes auswurfförderndes Mittel bei Erkrankungen der oberen Atemwege. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Mehrmals täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee zwischen den Mahlzeiten trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Radix Primulae (Primelwurzel) Zur Förderung der Schleimsekretion und zur Reizlinderung bei Katarrhen der oberen Atemwege. Für eine Tasse Tee ½ Teelöffel voll mit kaltem Wasser ansetzen, zum Sieden erhitzen, 5 Minuten lang stehen lassen und anschließend abseihen. Mehrmals täglich, besonders morgens nach dem Aufstehen und abends vor dem Schlafengehen, 1 Tasse frisch bereiteten Tee möglichst heiß trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Radix Ratanhiae (Ratanhiawurzel) Bei Entzündungen von Zahnfleisch und Mundschleimhaut. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll Ratanhiawurzel mit Wasser 15 Minuten lang kochen und anschließend abseihen. 2- bis 3mal täglich mit der frisch bereiteten Abkochung spülen oder gurgeln. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Radix Senegae (Senegawurzel) Zur Förderung der Schleimsekretion und zur Reizlinderung bei Katarrhen der oberen Atemwege. Für eine Tasse Tee ½ Teelöffel voll mit kaltem Wasser ansetzen, zum Sieden erhitzen, 5 Minuten lang stehen lassen und anschließend abseihen. Mehrmals täglich, besonders morgens nach dem Aufstehen und abends vor dem Schlafengehen, 1 Tasse frisch bereiteten Tee heiß trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Radix Taraxaci (Löwenzahnwurzel) Bei Beschwerden im Bereich von Magen und Darm, wie Völlegefühl, Blähungen und Verdauungsbeschwerden, sowie zur Anregung der Nierentätigkeit. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit Wasser kurz aufkochen und nach 15 Minuten abseihen. Morgens und abends 1 Tasse frisch bereiteten Tee trinken. Wechselweise kann auch Löwenzahnblättertee eingenommen werden. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Radix Tormentillae (Tormentillwurzel) Bei Entzündungen von Zahnfleisch und Mundschleimhaut, bei Prothesendruckstellen sowie bei leichten Durchfällen. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit Wasser 15 Minuten lang kochen und anschließend abseihen. Bei Schleimhautentzündungen im Mund- und Rachenraum mehrmals täglich mit dem lauwarmen Tee spülen. Bei Durchfallerkrankungen 2- bis 3mal täglich 1 Tasse frisch bereiteten Tee zwischen den Mahlzeiten trinken. Sollte die Behandlung der Durchfälle nach 3 Tagen erfolglos geblieben sein, ist ein Arzt aufzusuchen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Radix Valerianae (Baldrianwurzel) Bei nervösen Erregungszuständen, bei Einschlafstörungen sowie bei nervös bedingten, krampfartigen Schmerzen im Magen-Darm-Bereich. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. 2- bis 3mal täglich und vor dem Schlafengehen eine Tasse frisch bereiteten Tee trinken. Warnhinweis: Zubereitungen aus Baldrianwurzel können die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Radix Zingiberis (Ingwerwurzel) Zur Vorbeugung gegen die Symptome der der Reisekrankheit, wie Schwindel, Übelkeit und Erbrechen. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 15 Minuten abseihen. Mehrmals täglich 1 Tasse Tee ½ Stunde vor den Mahlzeiten trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Sapo kalinus (Kaliseife) Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Semen Colae (Kolasame) Als Anregungsmittel. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Mehrmals täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Semen Cydoniae (Quittensame) *) Nur zur äußerlichen Anwendung in Form reizlindernder Umschläge. 1 Teil Droge mit der zehnfachen Menge Wasser übergießen und nach 10 Minuten anwenden. Umschläge mehrmals täglich erneuern. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Semen Foenugraeci (Bockshornsame) Äußerlich bei Entzündungserscheinungen der Haut, wie kleine Furunkel und Karbunkel. Zerstoßene Samen mit Wasser zu einem Brei kochen und, auf Leinwand aufgetragen, auf die erkrankte Stelle bringen. Umschläge mehrmals täglich erneuern. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Semen Lini (Leinsame) Quellstoff-Abführmittel bei Verstopfung. Zur Unterstützung bei der Behandlung von entzündlichen Magen-Darm-Erkrankungen. 1 Eßlöffel voll Leinsamen 2- bis 3mal täglich unzerkleinert oder auch frisch geschrotet mit reichlich Flüssigkeit zu den Mahlzeiten einnehmen. Die Wirkung tritt nach 12 bis 24 Stunden ein. Bei entzündlichen Darmerkrankungen soll Leinsamen nur in vorgequollenem Zustand angewendet werden. Warnhinweis: Bei mißbräuchlicher Anwendung von zu hohen Dosen kann es zu Störungen des Wasser- und Elektrolythaushaltes mit Verlusten von Kalium kommen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Semen Plantaginis ovatae (Indischer Flohsame) *) Als Quellstoff-Abführmittel bei Verstopfung: 1 Eßlöffel voll Indischer Flohsamen 2- bis 3mal täglich unzerkleinert mit wenig Wasser vorquellen lassen und mit reichlich Flüssigkeit zu den Mahlzeiten einnehmen. Die Wirkung tritt nach 12 bis 24 Stunden ein. Warnhinweis: Bei unklaren Bauchbeschwerden mit Verdacht auf Darmverschluß nicht anwenden. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Semen Psyllii (Flohsame) Als Quellstoff-Abführmittel bei Verstopfung: 1 Eßlöffel voll Flohsamen 2- bis 3mal täglich unzerkleinert mit wenig Wasser vorquellen lassen und mit reichlich Flüssigkeit zu den Mahlzeiten einnehmen. Die Wirkung tritt nach 12 bis 24 Stunden ein. Warnhinweis: Bei unklaren Bauchbeschwerden mit Verdacht auf Darmverschluß nicht anwenden. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Semen Sinapis (Senfsame) Zur äußerlichen Anwendung bei Erkrankungen der Atemwege. Gepulverte Samen mit lauwarmem Wasser zu einem Teig anrühren und in Leinwand gepackt für 10 Minuten auf die Brust legen. Anschließend mit lauwarmem Wasser die Stelle reinigen. Bei Kindern nicht länger als 3 bis 5 Minuten einwirken lassen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar
Sirupus Althaeae (Eibischsirup) Zur Reizlinderung bei Katarrhen der oberen Atemwege. 3- bis 4mal täglich 1 Eßlöffel (Kinder 1 Teelöffel) voll einnehmen. Für Diabetiker nicht geeignet. Nach Entnahme wieder dicht verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Sirupus Aurantii amari (Bitterorangensirup) Zur Appetitanregung. ½ Stunde vor dem Essen 1 Eßlöffel (Kinder 1 Teelöffel) voll einnehmen. Für Diabetiker nicht geeignet. Nach Entnahme wieder dicht verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Sirupus Plantaginis (Spitzwegerichsirup) Zur Reizlinderung bei Katarrhen der oberen Atemwege. 3- bis 4mal täglich 1 Eßlöffel (Kinder 1 Teelöffel) voll einnehmen. Für Diabetiker nicht geeignet. Nach Entnahme wieder dicht verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Sirupus Primulae (Primelsirup) Zur Förderung der Schleimsekretion und Reizlinderung bei Katarrhen der oberen Atemwege. 3- bis 4mal täglich 1 Teelöffel voll einnehmen. Für Diabetiker nicht geeignet. Nach Entnahme wieder dicht verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Sirupus Rubi idaei (Himbeersirup) Für Diabetiker nicht geeignet. Nach Entnahme wieder dicht verschließen.
Sirupus Senegae (Senegasirup) Zur Förderung der Schleimsekretion und und Reizlinderung bei Katarrhen der oberen Atemwege. 3- bis 4mal täglich 1 Teelöffel voll einnehmen. Für Diabetiker nicht geeignet. Nach Entnahme wieder dicht verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Sirupus Thymi (Thymiansirup) Bei Anzeichen von Bronchitis sowie bei Katarrhen der oberen Atemwege. 3- bis 4mal täglich 1 Eßlöffel (Kinder 1 Teelöffel) voll einnehmen. Für Diabetiker nicht geeignet. Nach Entnahme wieder dicht verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Solutio Aetheris spirituosa (Hoffmannstropfen) Bei Unpäßlichkeit als anregendes Mittel. Im Bedarfsfall, jedoch nur 1mal täglich, 30 Tropfen einnehmen. Vorsicht feuergefährlich! Hoffmannstropfen enthalten pro Einzeldosis etwa 0,35 g Alkohol. Für Alkoholkranke nicht geeignet. Nach Entnahme wieder dicht verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Solutio Aluminii acetico-tartarici (Essigsaure-weinsaure Tonerdelösung) Nur zur äußerlichen Anwendung. Zur Unterstützung bei der Therapie von Zerrungen, Prellungen und Verstauchungen. Für Umschläge auf die 10- bis 20fache Menge mit Wasser verdünnen. Umschläge mehrmals täglich erneuern. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Solutio Camphorae spirituosa (Alkoholische Kampferlösung) Nur zur äußerlichen Anwendung. Zur Förderung der Hautdurchblutung; zur Unterstützung bei der Therapie von Zerrungen, Prellungen, Verstauchungen, Muskel- und Gelenkschmerzen; bei Frostbeulen. Ein- bis mehrmals täglich auf die betroffenen Körperstellen auftragen und bis zur Verdunstung des Alkohols einmassieren. Nicht in die Augen, auf Schleimhäute und offene Wunden bringen. Nach Entnahme wieder dicht verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Solutio Saponis spirituosa (Alkoholische Seifenlösung, Seifengeist) Nur zur äußerlichen Anwendung. Als unterstützen des Mittel bei Schmerzen rheumatischer oder neuralgischer Art. Mehrmals täglich auf die betroffenen Körperstellen aufbringen und bis zur Verdunstung des Alkohols einmassieren. Nicht in die Augen, auf Schleimhäute und offene Wunden bringen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Species Althaeae (Eibischtee) Zur Reizlinderung bei Schleimhautentzündungen im Mund- und Rachenraum, der oberen Atemwege sowie im Magen-Darm-Kanal. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Mehrmals täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Species amaricantes (Bittertee) Zur Appetitanregung sowie bei Magenbeschwerden, wie zB durch mangelnde Magensaftbildung. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Mehrmals täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee mäßig warm ½ Stunde vor den Mahlzeiten trinken. Warnhinweis: Bittertee enthält 20% Wermutkraut. In hohen Dosen eingenommen, können Zubereitungen aus Wermutkraut Vergiftungen mit Erbrechen, starken Durchfällen, Harnverhaltung, Benommenheit und Krämpfen hervorrufen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Species carminativae (Windtreibender Tee) Zur Behandlung von Blähungen. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Mehrmals täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Species diureticae (Harntreibender Tee) Zur Erhöhung der Harnmenge bei Nierenbecken- und Blasenkatarrhen, Harngries und zur Vorbeugung von Harnsteinen. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. 2- bis 3mal täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee zwischen den Mahlzeiten trinken. Warnhinweis: Der Tee darf nicht bei Wasseransammlungen (Ödemen) infolge eingeschränkter Herz- oder Nierentätigkeit angewendet werden. Bei chronischen Nierenerkrankungen ist vor der Anwendung der Arzt zu befragen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Species pectorales (Brusttee) Zur Förderung der Schleimsekretion und Reizlinderung bei Erkrankungen der Atemwege. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Mehrmals täglich, besonders morgens nach dem Aufwachen und abends vor dem Schlafengehen, eine Tasse frisch bereiteten Tee trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Species sedativae (Nerventee) Bei nervösen Erregungszuständen und Einschlafstörungen. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. 2- bis 3mal täglich und vor dem Schlafengehen eine Tasse frisch bereiteten Tee trinken. Warnhinweis: Nerventee enthält 60 % Baldrianwurzel. Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Species urologicae (Blasentee) Zur Unterstützung bei der Therapie von Blasen- und Nierenbecken Katarrhen. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Warnhinweis: Der Tee darf nicht bei Wasseransammlungen (Ödemen) infolge eingeschränkter Herz- oder Nierentätigkeit angewendet werden. Bei chronischen Nierenerkrankungen ist vor der Anwendung der Arzt zu befragen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Spiritus Anisi compositus (Zusammengesetzter Anisspiritus) Zur Förderung der Schleimlösung bei Katarrhen der Atemwege. 2- bis 3mal täglich, jedenfalls aber morgens nach dem Aufstehen und abends vor dem Schlafengehen, 15 Tropfen mit etwas heißer Flüssigkeit einnehmen. Warnhinweis: Zusammengesetzter Anisspiritus enthält pro Einzeldosis etwa 0,35 g Alkohol. Für Alkoholkranke nicht geeignet. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Spiritus aromaticus compositus (Zusammengesetzter aromatischer Spiritus) Zur Behandlung von Unpäßlichkeit infolge leichter Magen- und Darmbeschwerden. 3- bis 4mal täglich 15 Tropfen, zweckmäßig mit etwas Flüssigkeit verdünnt, zwischen den Mahlzeiten einnehmen. Warnhinweis: Zusammengesetzter aromatischer Spiritus enthält pro Einzeldosis etwa 0,35 g Alkohol. Für Alkoholkranke nicht geeignet. Nach Entnahme wieder dicht verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Spiritus Menthae (Pfefferminzspiritus) Bei Magen-, Darm- und Gallebeschwerden. 3- bis 4mal täglich 15 Tropfen, zweckmäßig mit etwas Flüssigkeit verdünnt, zwischen den Mahlzeiten einnehmen. Warnhinweis: Pfefferminzspiritus enthält pro Einzeldosis etwa 0,35 g Alkohol. Für Alkoholkranke nicht geeignet. Nach Entnahme wieder dicht verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Strobulus Lupuli (Hopfenzapfen) *) Bei Übererregbarkeit, Unruhe und Schlafstörungen. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. 2- bis 3mal täglich und vor dem Schlafengehen eine Tasse frisch bereiteten Tee trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Tinctura Absinthii composita (Zusammengesetzte Wermuttinktur) Zur Appetitanregung sowie bei Magenbeschwerden, wie zB durch mangelnde Magensaftbildung. ½ Stunde vor den Mahlzeiten 15 Tropfen einnehmen. Die angegebene Menge kann mit etwas Wasser verdünnt eingenommen werden. Warnhinweis: Zusammengesetzte Wermuttinktur darf bei Magen- und Darmgeschwüren nicht angewendet werden. In hohen Dosen eingenommen, können Zubereitungen aus Wermutkraut Vergiftungen mit Erbrechen, starken Durchfällen, Harnverhaltung, Benommenheit und Krämpfen hervorrufen. Zusammengesetzte Wermuttinktur enthält pro Einzeldosis etwa 0,35 g Alkohol. Für Alkoholkranke nicht geeignet. Nach Entnahme wieder dicht verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Tinctura amara (Bittere Tinktur) Zur Appetitanregung sowie bei Magenbeschwerden, wie zB durch mangelnde Magensaftbildung. ½ Stunde vor den Mahlzeiten 15 Tropfen einnehmen. Die angegebene Menge kann mit etwas Wasser verdünnt eingenommen werden. Warnhinweis: Bittere Tinktur darf bei Magen- und Darmgeschwüren nicht angewendet werden. Bittere Tinktur enthält pro Einzeldosis etwa 0,35 g Alkohol. Für Alkoholkranke nicht geeignet. Nach Entnahme wieder dicht verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Tinctura aromatica (Aromatische Tinktur) Bei Beschwerden, wie Völlegefühl, Blähungen und leicht krampfartigen Magen-Darmstörungen. Nach den Mahlzeiten 15 Tropfen einnehmen. Bei mangelnder Bildung von Verdauungssäften 15 Tropfen, zweckmäßig mit etwas Wasser verdünnt, ½ Stunde vor den Mahlzeiten einnehmen. Warnhinweis: Aromatische Tinktur enthält pro Einzeldosis etwa 0,35 g Alkohol. Für Alkoholkranke nicht geeignet. Nach Entnahme wieder dicht verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Tinctura Aurantii amari (Bitterorangentinktur) Appetitanregendes Mittel. ½ Stunde vor den Mahlzeiten 15 Tropfen einnehmen. Die angegebene Menge kann mit etwas Wasser verdünnt eingenommen werden. Warnhinweis: Bitterorangentinktur darf bei Magen- und Darmgeschwüren nicht angewendet werden. Bitterorangentinktur enthält pro Einzeldosis etwa 0,35 g Alkohol. Für Alkoholkranke nicht geeignet. Nach Entnahme wieder dicht verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Tinctura Benzoes (Benzoetinktur) Bei Entzündungen von Zahnfleisch und Mundschleimhaut. Zur Mundspülung 10 Tropfen Benzoetinktur mit 1 Glas Wasser verdünnt anwenden. Nicht trinken! Nach Entnahme wieder dicht verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Tinctura Chamomillae (Kamillentinktur) Zur Behandlung leichter Magen-Darm-Beschwerden. 3- bis 4mal täglich 15 Tropfen, zweckmäßig mit etwas warmer Flüssigkeit verdünnt, zwischen den Mahlzeiten einnehmen. Warnhinweis: Kamillentinktur enthält pro Einzeldosis etwa 0,35 g Alkohol. Für Alkoholkranke nicht geeignet. Nach Entnahme wieder dicht verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Tinctura Gentianae (Enziantinktur) Zur Appetitanregung sowie bei Magenbeschwerden, wie zB durch mangelnde Magensaftbildung. ½ Stunde vor den Mahlzeiten bis 30 Tropfen einnehmen. Die angegebene Menge kann mit etwas Wasser verdünnt eingenommen werden. Warnhinweis: Enziantinktur darf bei Magen- und Darmgeschwüren nicht angewendet werden. Enziantinktur enthält pro Einzeldosis etwa 0,35 g Alkohol. Für Alkoholkranke nicht geeignet. Nach Entnahme wieder dicht verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Tinctura Myrrhae (Myrrhentinktur) Bei Entzündungen von Zahnfleisch und Mundschleimhaut. Auch zur Anwendung auf Prothesendruckstellen. Die betroffenen Stellen des Zahnfleisches oder der Mundschleimhaut 2- bis 3mal täglich mit der unverdünnten Myrrhentinktur einpinseln. Zur Mundspülung 5 bis 10 Tropfen auf 1 Glas Wasser. Nicht trinken! Bei unverdünnter Anwendung kann vorübergehend ein leichtes Brennen und eine Geschmacksirritation auftreten. Nach Entnahme wieder dicht verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Tinctura Ratanhiae (Ratanhiatinktur) Bei Entzündungen von Zahnfleisch und Mundschleimhaut sowie bei Prothesendruckstellen. Die betroffenen Stellen 2- bis 3mal täglich mit der unverdünnten Tinktur einpinseln. Zur Mundspülung 1 Teelöffel auf 1 Glas Wasser verwenden. Bei unverdünnter Anwendung können vorübergehend ein leichtes Brennen und eine Geschmacksirritation auftreten. Nicht trinken! Nach Entnahme wieder dicht verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Tinctura Salviae (Salbeitinktur) Bei Entzündungen von Zahnfleisch, Mund- und Rachenschleimhaut. Zur Mundspülung 1 Teelöffel voll auf 1 Glas Wasser verdünnt anwenden. Nicht trinken! Nach Entnahme wieder dicht verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Tinctura Valerianae (Baldriantinktur) Bei Unruhezuständen sowie bei nervös bedingten Einschlafstörungen. 2- bis 3mal täglich bis zu 30 Tropfen einnehmen. Bei Einschlafstörungen ½ Stunde vor dem Schlafengehen 30 Tropfen einnehmen. Die angegebene Menge Baldriantinktur wird zweckmäßig mit ½ Glas Wasser verdünnt eingenommen. Kindern kann die halbe Menge verabreicht werden. Warnhinweis: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen. Baldriantinktur enthält pro Einzeldosis etwa 0,35 g Alkohol. Für Alkoholkranke nicht geeignet. Nach Entnahme wieder dicht verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Unguentum aromaticum (Aromatische Salbe) Als Windsalbe für Säuglinge und Kleinkinder. Im Bedarfsfall dünn auf die Bauchhaut auftragen. Nach Entnahme wieder dicht verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Unguentum leniens (Kühlsalbe) Bei Hautrötung durch zu große Sonneneinstrahlung und bei leichten Verbrennungen. Im Bedarfsfall dünn auf die betroffenen Stellen auftragen. Nicht auf offene Wunden bringen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Unguentum Zinci oxydati (Zinkoxydsalbe) Decksalbe mit kühlender, austrocknender und schmerzlindernder Wirkung. Bei Wund sein der Haut durch Scheuern oder Feuchtigkeit sowie bei rissiger Haut. Zinkoxydsalbe ein- bis mehrmals täglich auf die betroffenen Hautpartien auftragen und mit Mull abdecken. Vor der Anwendung anderer Salben ist die Zinkoxydsalbe vollständig zu entfernen. Nicht bei Überempfindlichkeit gegenüber Wollwachsalkoholen anwenden! Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Vinum Chinae (Chinawein) Appetitanregendes Mittel. 1 bis 2 Eßlöffel voll ½ Stunde vor den Mahlzeiten einnehmen. Warnhinweis: Chinawein enthält pro Einzeldosis (1 Eßlöffel) etwa 3 g Alkohol. Für Alkoholkranke, Epileptiker, Schwangere und Kinder nicht geeignet. Chinawein kann ferner die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.

*) = Beschreibung siehe Anlage 3

Anlage 2

Aetheroleum Anisi (Ätherisches Anisöl)

Aetheroleum Aurantii floris (Ätherisches Orangenblütenöl)

Aetheroleum Carvi (Ätherisches Kümmelöl)

Aetheroleum Caryophylli (Ätherisches Nelkenöl)

Aetheroleum Chamomillae (Ätherisches Kamillenöl)

Aetheroleum Cinnamomi (Ätherisches Zimtöl)

Aetheroleum Citri (Ätherisches Zitronenöl)

Aetheroleum Citronellae (Ätherisches Zitronellöl)

Aetheroleum Eucalypti (Ätherisches Eukalyptusöl)

Aetheroleum Foeniculi (Ätherisches Fenchelöl)

Aetheroleum Lavandulae (Ätherisches Lavendelöl)

Aetheroleum Menthae arvensis (Ätherisches Ackerminzöl) *)

Aetheroleum Menthae piperitae (Ätherisches Pfefferminzöl) Aetheroleum Pini pumilionis (Ätherisches Latschenkieferöl) Aetheroleum Pini silvestris (Ätherisches Kiefernadelöl) *) Aetheroleum Rosmarini (Ätherisches Rosmarinöl)

Aetheroleum Salviae (Ätherisches Salbeiöl) *)

Aetheroleum Spicae (Ätherisches Spiköl) *)

Aetheroleum Thymi (Ätherisches Thymianöl)

Mentholum (Menthol)

Mentholum racemicum (Racemisches Menthol)


*) = Beschreibung siehe Anlage 3

Anlage 3

Die nachstehend genannten Drogen dürfen fremde Bestandteile nur in Mengen enthalten, die sich auch bei sorgfältiger Gewinnung der Droge nicht vermeiden lassen. Unter fremden Bestandteilen werden sowohl Teile anderer Pflanzen als auch jene der Stammpflanze selbst verstanden, welche bei der Beschreibung der Droge nicht erwähnt sind. Ferner sind darunter auch Beimengungen, wie Erde, Sand, Schimmelpilze und tierische Verunreinigungen, zu verstehen.

Von Schädlingen befallene Drogen sind von der Verwendung auszuschließen. Die Aufbewahrung der Drogen hat vor Licht geschützt, in gut schließenden Gefäßen zu erfolgen.

Aetheroleum Menthae arvensis

(Ätherisches Ackerminzöl)

Das durch Wasserdampfdestillation und anschließende teilweise Abtrennung des Menthols sowie Rektifizierung aus dem frischen, blühenden Kraut von Mentha arvensis L. var. piperascens HOLMES ex CHRISTY gewonnene ätherische Öl.

Farblose, schwach gelbe bis grüngelbe Flüssigkeit von charakteristischem Geruch und Geschmack mit nachfolgender kühlender Wirkung.

Relative Dichte: 0,839 bis 0,910

Optische Drehung: – 16 bis – 34°

Aetheroleum Pini silvestris

(Ätherisches Kiefernnadelöl)

Das durch Wasserdampfdestillation der frischen Nadeln und Zweigspitzen von Pinus silvestris L. gewonnene ätherische Öl.

Farblose bis gelbliche Flüssigkeit von angenehmem, balsamischem Geruch.

Relative Dichte: 0,860 bis 0,880

Optische Drehung: – 2 bis + 13°

Aetheroleum Salviae

(Ätherisches Salbeiöl)

Das durch Wasserdampfdestillation aus dem Kraut von Salvia officinalis L. gewonnene ätherische Öl. Gelbliche bis grüngelbliche Flüssigkeit von würzigem Geruch.

Relative Dichte: 0,909 bis 0,924

Optische Drehung: + 2 bis + 25°

Aetheroleum Spicae

(Ätherisches Spiköl)

Das durch Wasserdampfdestillation der Blüten von Lavandula latifolia MEDIK. gewonnene ätherische Öl.

Gelbliche Flüssigkeit von würzigem, an Rosmarin und Kampfer

erinnerndem Geruch.

Relative Dichte: 0,900 bis 0,913

Bulbus Allii sativi

(Knoblauchzwiebel)

Die Zwiebel von Allium sativum L.

Die mäßig große, rundlich bis eiförmige, zusammengesetzte, von mehreren trockenen Hüllen umgebene Zwiebel hat durchschnittlich einen Durchmesser von 4 cm.

Die Zwiebeln haben auf dem kurzen, trockenen Stock im Winkel einer jeden der weißlichen oder rötlichen zähen Zwiebeldecken mehrere 1 bis 5 cm lange, dicht beisammenliegende und dadurch kantige Nebenzwiebeln, die sogenannten „Zehen“. Sie sich an der Innenseite konkav, an der Außenseite konvex, nach oben zu verjüngt und bestehen aus einem Niederblatt des Rhizoms, das fleischig und röhrig ist.

Geruch charakteristisch, stark aromatisch.

Cetylum palmitatum

(Cetylpalmitat)

Eine Mischung von Estern aus gesättigten natürlichen Fettsäuren und gesättigten Alkoholen, welche vornehmlich aus Hexadecylhexadecanoat (C32H64O2) besteht.

Weiße, sich fettig anfühlende Schuppen oder Stücke mit typischem Geruch und Geschmack; praktisch unlöslich in Wasser und Alkohol von 20° C, leicht löslich in Benzin und Chloroform, löslich in siedendem Alkohol.

Brechungsindex: 1,431 bis 1,437, bei 75° C bestimmt.

Tropfpunkt: 43 bis 49° C

Cortex Cinnamomi chinensis

(Chinesische Zimtrinde)

Die getrocknete Rinde 2 bis 3 cm dicker Zweige von Cinnamomum aromaticum (NESS) BLUME.

Die Rindenstücke sind hart und spröde, 1 bis 3 mm dick, meist 2 bis 5 cm breit, röhren- oder halbröhrenförmig, je nach der Schälung von der Korkschicht befreit. Die Schälung ist nur sehr oberflächlich, oft sind noch Korkschichte und Epidermis erkennbar. Der Kork ist graubraun mit rundlichen Lentizellen. Die Farbe der geschälten Stellen ist hell- bis dunkelbraun. Die Innenseite ist feinkörnig oder fast glatt, von der gleichen Farbe. Der Bruch ist glatt, nur im inneren Teil faserig.

Cortex Hamamelidis

(Hamamelisrinde)

Hamamelisrinde besteht aus der getrockneten Rinde der Stämme und Zweige von Hamamelis virginiana L.

Die Rindenstücke sind rinnenförmig gebogen, seltener röhrig eingerollt oder bandförmig und bis 2 mm dick. Sie sind außen graubraun bis rötlich braun, häufig mit dünnem weißlichem oder graubraunem Kork bedeckt und mit quergestreiften Lentizellen versehen. Innen sind die Stücke heller, gelblich oder rötlich braun und längsgestreift. Gelegentlich haften ihnen geringe Reste des weißlich gelben Holzkörpers an. Größere Mengen davon dürfen nicht vorhanden sein. Der Bruch ist splittrig und langfaserig. Der Querschnitt zeigt bei Lupenbetrachtung eine helle Linie zwischen primärer und sekundärer Rinde.

Die Schnittdroge ist gekennzeichnet durch rotbraune, eingebogene Rindenstücke, die auf der Außenseite meist noch graubraune Korkreste zeigen, auf der rötlich braunen Innenseite längsgestreift sind und am Querbruch in der äußeren Hälfte eine helle Zone erkennen lassen.

Flos Althaeae

(Eibischblüte)

Eibischblüten bestehen aus den gut getrockneten Blüten von Althaea officinalis L.

Die Blüten haben einen Durchmesser von 3 bis 4 cm. Sie bestehen aus einem meist neunspaltigen Außenkelch und einem fünfzipfeligen Innenkelch. Die Blumenkrone ist fünfblättrig, regelmäßig gebaut, fleischfarben oder weißlich. Die Blüte besitzt zahlreiche Staubgefäße, die zu einer zehnteiligen Röhre verwachsen sind und den scheibenförmigen Fruchtknoten bedecken. Die Antheren besitzen eine purpurrote Farbe. Die Kronblätter sind seidig glänzend, dreieckig bis verkehrt eiförmig.

Flos Calendulae

(Ringelblumenblüte)

Ringelblumenblüten bestehen aus den getrockneten Zungenblüten (Randblüten) von Calendula officinalis L.

Die Blüten sind orangerot bis goldgelb, glänzend, bis 25 mm lang und 5 bis 7 mm breit. Die sind viernervig und an der Spitze dreizähnig. Der Fruchtknoten ohne Pappus ist nach innen gekrümmt und trägt einen in zwei Narben gegabelten Griffel. Am basalen, röhrenförmigen Teil der Zunge befinden sich charakteristische kleine Haare.

Die Schnittdroge besteht aus den etwas zerknitterten, orangeroten bis goldgelben, glänzenden ganzen Zungenblüten und kleinen Teilen derselben.

Flos Graminis

(Heublumen)

Heublumen bestehen aus den Blütenständen verschiedener Wiesengräser, gelegentlich auch von Kleearten und anderen Wiesengewächsen.

Heublumen werden durch Abrebeln von Wiesenheu gewonnen und durch mehrfaches Sieben einerseits von Staub, andererseits auch weitgehend von Stengeln und Halmen befreit.

Das Aussehen hängt daher von den auf der Wiese zur Zeit der Heumahd wachsenden Pflanzen ab. Den Hauptanteil bilden die gelblichgrünen oder rötlich überlaufenen Spelzen der verschiedenen Wiesengräser und die abgerebelten Blüten verschiedener Trifoliumarten.

Flos Hibisci

(Nubiablüte)

Der zur Fruchtzeit geerntete Kelch und Außenkelch von Hibiscus sabdariffa L.

Der Kelch ist meist 2 bis 3,5 cm lang, bis zur Mitte krugförmig verwachsen und darüber in fünf lang zugespitzte, oder zusammenneigende Zipfel geteilt. Die Zipfel sind von einem starken, etwas hervortretenden Mittelnerv durchzogen, über dem sich oberhalb der Kelchmitte eine dickliche, etwa 1 mm große, dunkle Nektardrüse befindet. Der Außenkelch besteht aus 8 bis 12 schmalen, am Grund verbreiterten, etwa 6 bis 5 mm langen Blättchen, die an der Basis des Kelches verwachsen sind. Kelch und Außenkelch sind fleischig, trocken, leicht brüchig, leuchtend hellrot bis dunkel violettrot gefärbt, an der Basis der Innenseite heller. Der Geruch ist schwach eigenartig.

Die Droge „Karkade“ stammt von einer rotstengeligen Varietät.

Flos Lavandulae

(Lavendelblüte)

Lavendelblüten bestehen aus den vor der vollständigen Entfaltung gesammelten, getrockneten Blüten von Lavandula angustifolia MILLER.

Die Blütenknospen zeigen einen röhrenförmigen, ungefähr 5 mm langen Kelch. Dieser ist in der oberen Hälfte blau, in der unteren graublau bis bräunlich gefärbt, filzig behaart, kurz gestielt und in der Mitte etwas erweitert. Er weist fünf Zähne auf, von denen vier sehr kurz sind und einer länger und lappenförmig ist. Die Korolle ist ursprünglich hellblau, in der Droge meist mißfarbig und stark geschrumpft. Sie überragt den Kelch und besitzt eine zweilappige Oberlippe sowie eine dreilappige Unterlippe und vier zweimächtige, an der Korollröhre angewachsene Staubblätter mit nierenförmigen Antheren. Der Fruchtknoten ist oberständig und erscheint vierteilig. Der Griffel trägt eine zweiteilige Narbe.

Flos Primulae

(Schlüsselblumenblüte)

Schlüsselblumenblüten bestehen aus den sorgfältig getrockneten, ganzen Blüten von Primula veris L.

Die Blüten sind stark geschrumpft und nehmen beim Einlegen in Wasser ihre ursprüngliche Form und Größe an. Der Blütenstiel ist 1 bis 2 cm lang, der Kelch ist röhrig, gelblich-grün, dicht flaumig behaart, mit fünf stark hervortretenden Rippen, fünf dreieckigen Zipfeln und einer 2 bis 2,5 cm langen, zehnnervigen, im oberen Teil glockenförmig erweiterten Röhre, die in fünf zitronen- bis eidottergelben Kronblattzipfeln endigt. Die einzelnen Lappen der Blumenkrone sind verkehrt herzförmig, am Grund mit orangegelben Flecken. Die Korollröhre umschließt fünf kurze Staubblätter und einen kugeligen, einfächerigen Fruchtknoten mit kopfiger Narbe.

Die Schnittdroge besteht aus den stark geschrumpften Teilen der gelben Kronblattröhre sowie dem gelblichgrünen, ganzen, fünfkantigen und etwas bauchig aufgetriebenen Kelchröhren.

Flos Pruni spinosae

(Schlehdornblüte)

Schlehdornblüten bestehen aus den noch vor Erscheinen der Blätter gesammelten, entfalteten, getrockneten Blüten von Prunus spinosa L.

Die Blüte ist 6 bis 8 mm lang, kurz gestielt und weiß gelblich bis bräunlich gefärbt. Der Blütenbecher ist klein, braun, am oberen Rand mit fünf zirka 2 mm langen, breitlanzettlichen, ganzrandigen Kelchblättern versehen. Die fünf Korollblätter sind gelblichweiß, oval 4 bis 6 mm lang und kurz genagelt.

Die Blüte hat zahlreiche Staubblätter mit langen Filamenten und eiförmigen Antheren.

Der Fruchtknoten ist einfächrig, in den Achsenbecher eingesenkt und trägt einen langen Griffel mit kopfförmiger Narbe.

Die Droge enthält gelegentlich auch kleine Laubblattknospen oder bereits entfaltete kleine junge Laubblätter. Diese sind länglich spitz, fein gesägt und schwach behaart.

Die Schnittdroge besteht aus 6 bis 8 mm langen Blüten und vereinzelt abgefallenen gelblichweißen, ovalen Korollblättern.

Flos Rhoeados

(Klatschmohnblüte)

Das getrocknete Kronblatt von Papaver rhoeas L.

Braune bis schmutzigviolette, samtartige, stark zerknitterte Kronblätter, breitoval, rundlich, ganzrandig, sehr zart, am Grunde vermälert und schwarzfleckig. Die vom Basalteil ausgehenden, strahlenförmig das Kronblatt durchziehenden Gefäßbündel schließen in einem zusammenhängenden Bogen in stets gleichem Abstand vom äußeren Blattrand ab.

Folium Cynarae

(Artischockenblatt)

Das getrocknete, im Herbst von mindestens zweijährigen Pflanzen geerntete Laubblatt von Cynara scolymus L.

Es werden nur die Blätter solcher Pflanzen verwendet, von denen der fleischiggewordene Blütenstandsboden und die fleischigen Hüllkelchblätter als Artischockengemüse jährlich abgeerntet worden sind. Die bis 70 cm langen, fast stachellosen Blätter sind einfach bis fiederspaltig und unterseits mehr oder weniger weißfilzig behaart.

Folium Eucalypti

(Eukalyptusblatt)

Eukalyptusblätter bestehen aus den von älteren Bäumen gesammelten, getrockneten Laubblättern von Eucalyptus globulus Labill.

Die Blätter sind schmal lanzettlich, sichelförmig zugespitzt, zirka 20 cm lang und 5 mm breit. Die Blattspreite ist dick und ledrig. Die Blattflächen erscheinen durch zahlreiche kleine, bräunliche Korkwarzen dunkel punktiert. Der Blattrand ist mitunter leicht gewellt, knorpelig verdickt und etwas umgebogen. Der Hauptnerv tritt unterseits hervor, die Seitennerven verlaufen in parallel zum Blattrand ziehenden Randnerven.

Im durchscheinenden Licht sind viele Exkretbehälter als drüsige Punktierung sichtbar. Mit der Lupe erkennt man zahlreiche weiße Pünktchen, die den Spaltöffnungen entsprechen.

Die Schnittdroge besteht aus kahlen, sehr dicken, steifen, grauen bis blaugrünen Stückchen, die oberseits mit braunen Warzen versehen sind. Die Nervatur ist wenig sichtbar. Nur vereinzelt sind Stücke mit gelblich-grünem Mittelnerv oder Stücke mit umgebogenem Rand und Randnerv vorhanden.

Folium Fragariae

(Erdbeerblatt)

Erdbeerblätter bestehen aus den während der Blütezeit gesammelten, getrockneten Laubblättern von Fragaria vesca L. und anderen Fragariaarten.

Die Blätter sind langgestielt, dreizählig. Die Teilblätter sind sitzend, das mittlere ist kurz gestielt. Die Oberseite der Blätter ist hellgrün, die Unterseite graugrün gefärbt und seidig behaart. Der Umriß des Blattes ist eiförmig, ungleichhälftig. Der Blattrand ist scharf und grob gesägt. Die Seitennerven sind fiederförmig angeordnet, fast parallel laufend, und endigen in den Randzähnen.

Die Schnittdroge besteht aus Blattfragmenten mit unterseits seidig glänzender Behaarung, scharf gesägtem Blattrand und parallellaufenden Seitennerven. In der Droge finden sich auch gelblich verfärbte Blüten, weißfilzige Blattknospen und rote Niederblattschuppen sowie vereinzelt auch dicht behaarte grüne bis blauviolette Stengelstückchen.

Folium Hamamelidis

(Hamamelisblatt)

Hamamelisblätter bestehen aus den getrockneten Laubblättern von Hamamelis viriginiana L.

Die Blätter sind kurz gestielt, eirund bis rhombisch, asymmetrisch, bis 12 cm lang und bis 7 cm breit. Der Blattgrund ist fast herzförmig unsymmetrisch.

Die Blattspreite ist dünn, kahl und brüchig, oberseits dunkelgrün, auf der Unterseite hell- bis braungrün. Der Blattrand ist ungleich gekerbt bis gewellt.

Die Nervatur ist fiederförmig, mit einem kräftigen Mittelnerv und sechs im spitzen Winkel abzweigenden Seitennerven, die in den stärksten Zähnen des Blattrandes enden. Sie sind durch feine parallellaufende Tertiärnerven verbunden. Herzförmige Blätter mit symmetrischem Blattgrund, doppelt gesägtem Blattrand und einer größeren Anzahl von Seitennerven dürfen nicht vorhanden sein (Blätter von Corylus avellana).

Folium Juglandis

(Nußbaumblatt)

Nußbaumblätter bestehen aus den getrockneten, von den Spindeln befreiten Fiederblättern von Juglans regia L.

Das Laubblatt ist unpaarig gefiedert, die Fiederblätter sind kurz gestielt, das Endblatt etwas länger gestielt. Die Blattfiedern sind 10 bis 20 cm lang, länglich eiförmig, asymmetrisch und kurz zugespitzt. Die Basis ist abgerundet.

Die Spreite ist grün, ledrig und ganzrandig. Junge Blätter sind in den Nervenwinkeln behaart, ältere Blätter sind fast kahl. Die Nervatur ist charakteristisch fiedrig mit Seitennerven 1. und 2. Ordnung. Dadurch entsteht einerechteckige Felderung, dazwischen ist Netznervatur.

Die Schnittdroge besteht aus dunkelgrünen, steifen, brüchigen Fragmenten mit auf der Unterseite deutlich hervorstehender netzartiger, brauner Nervatur. Blattstiele sind kaum vorhanden.

Folium Lauri

(Lorbeerblatt)

Das getrocknete Laubblatt von Laurus nobilis L.

Die Blätter sind länglich-lanzettlich, bis 10 cm lang und bis 4,5 cm breit, in eine stumpfe Spitze zulaufend und am Grunde in einen kurzen Stiel sich verschmälernd.

Der Blattrand ist knorpelig verdickt, gewellt und etwas nach unten umgebogen. Der kräftige Mittelnerv, die schlingenbildenden Seitennerven und das grobmaschige Adernetz sind von heller, grüngelblicher Färbung und treten vor allem auf der Blattunterseite deutlich hervor.

Die Blattfläche ist oberseits glänzend, dunkel-, blau- bis bräunlichgrün, auf der Unterseite matt und heller und von derber, ledriger Beschaffenheit. Im durchfallenden Licht ist das Blatt bei Lupenbetrachtung feindrüsig punktiert.

Folium Mate

(Mateblatt)

Das getrocknete Laubblatt von Ilex paraguariensis ST.HIL.

Die Blätter sind etwa 6 bis 12 cm lang, im Umriß länglich eiförmig, in den kurzen Blattstiel keilförmig vermälert, am stumpfen Ende manchmal ausgerandet.

Die Blattspreite ist kahl, steif, ledrig und dunkelbraungrün. Der Blattrand ist umgerollt und entfernt kerbig gesägt. Die Oberseite ist glatt, auf der Unterseite treten die kräftige Mittelrippe und die gegen den Rand hin schlingenden Sekundärnerven sowie das großmaschige Adernetz hervor.

Folium Orthosiphonis

(Orthosiphonblatt)

Das getrocknete Laubblatt von Orthosiphon aristatus BLUME MIO.

Die Blätter sind 5 bis 7 cm lang, etwa 2 cm breit, im Umriß eilanzettlich zugespitzt, an der Basis keilförmig, etwas geschweift und kurz gestielt.

Die Blattspreite ist oberseits gelblich bis sattgrün und unterseits hellgraugrün. Der Blattrand ist grob gezähnt. Blattrand und Nervatur sind meist blauviolett angelaufen.

Die Nervatur tritt an der Unterseite klar hervor, der Mittelnerv ist kräftig, die Seitennerven sind wechselständig unter spitzem Winkel vom Hauptnerv abzweigend und in kurzer Entfernung vom Blattrand bogenförmig zur Blattspitze hin verlaufend.

Folium Rosmarine

(Rosmarinblatt)

Das getrocknete, während und nach der Blüte gesammelte Laubblatt von Rosmarinus officinalis L.

Die 1 bis 3 cm langen und 2 bis 4 mm breiten Blätter sind schmallanzettlich, ungestielt, ledrig und sehr brüchig. Ihr Rand ist nach unten umgerollt.

Die Oberseite junger Blätter zeigt Büschelhaare. Alte Blätter sind auf der Oberseite kahl, runzelig und durch die eingesenkte Mittelrippe gefurcht. Diese springt auf der dicht weißbehaarten Unterseite stark hervor.

Folium Rubi fruticosi

(Brombeerblatt)

Brombeerblätter bestehen aus den während der Blütezeit gesammelten, getrockneten Laubblättern verschiedener Arten von Rubus fruticosus L. s.l.

Die Blätter sind drei- bis fünfzählig mit kurzgestielten Seitenblättchen und langgestieltem Endblättchen. Die Einzelblätter sind eiförmig, bis 7 cm lang.

Die Spreite ist oben dunkel-, unten hellgrün gefärbt und mehr oder weniger behaart. Der Blattrand ist zart gesägt. Die Nervatur ist fiedrig, auf der Unterseite sind an Blattstielen und Mittelnerven zahlreiche zurückgebogene Stacheln.

Die Schnittdroge besteht aus weichen Blattfragmenten, die Oberseite ist dunkelgrün, die Unterseite hellgrün und dicht behaart, mit feinen Stacheln an Hauptnerven und Stielen.

Folium Rubi idaei

(Himbeerblatt)

Himbeerblätter bestehen aus den im Frühjahr und Sommer gesammelten, getrockneten Laubblättern von Rubus idaeus L.

Die Blätter sind drei- bis fünfzählig, die Teilblättchen sind eiförmig zugespitzt und am Rand ungleich scharf gesägt. Die Oberseite ist schwach, die Unterseite stark filzig behaart. Vom Hauptnerv zweigen fiederförmig Seitennerven bis zu den Randzähnen ab.

Die Schnittdroge besteht aus Blattstückchen mit dunkel- bis braungrüner, schwach behaarter Oberseite und stark filzig behaarter Unterseite. Die Blattstückchen haben einen scharf gesägten Blattrand und haften klumpig zusammen. Weiters sind in der Droge graugrün oder rötlich angelaufene Stiel- und Stengelstückchen enthalten.

Folium Taraxaci

(Löwenzahnblatt, Kuhblumenblatt)

Löwenzahnblätter bestehen aus den vor der Blütezeit gesammelten, getrockneten Blättern von Taraxacum officinale WIGGERS.

Die verkehrt lanzettlichen Blätter sind schrotförmig gelappt, haben spatenförmige Endlappen und spitze Seitenlappen, die nach dem Blattgrund kleiner werden.

Die glänzende Blattspreite ist in dem breiten, oft violetten Blattstiel verschmälert. Der breite, fleischige Mittelnerv tritt stark hervor. Die Seitennerven sind randläufig. An der Blattunterseite ist über dem Hauptnerv eineschwach zottige Behaarung erkennbar, sonst ist das Blatt fast kahl.

Die Schnittdroge besteht aus dünnen, graugrünen, stark geschrumpften Blattfragmenten mit breiten, runzeligen, teilweise rötlich überlaufenden Nerven, fast kahler Spreite und schwacher Behaarung am Hauptnerv.

Folium Theae nigrae

(Teeblatt)

Das fermentierte und getrocknete junge Laubblatt nebst der Blattknospe von Camellia sinensis (L.) O.KUNTZE (Thea sinensis L.).

Die schlanke, ca. 15 mm lange Blattknospe ist infolge dichter Behaarung grauweiß, die mehr oder weniger zusammengerollten, lanzettförmigen bis länglich eiförmigen Blätter sind braunschwarz und infolge Abfallens der meisten Haare fast kahl. Weicht man sie in Wasser auf, so treten am Rande die Blattzähne hervor, deren Endzotte aber nur bei den jüngsten Blättern erhalten ist.

Folium Urticae

(Brennesselblatt)

Das getrocknete Laubblatt von Urtica dioica L. oder Urtica urens L.

Die stark geschrumpften, gestielten Blätter sind bis 10 cm lang und bis 5 cm breit. Sie sind eiförmig bis länglich, lang zugespitzt, am Blattgrund herzförmig oder abgerundet, am Rand grob gesägt, auf der Oberfläche schwarzgrün und auf der Unterseite hellgrün. Die Blätter sind mit großen, steifen Brennhaaren und kleinen Borstenhaaren besetzt.

Fructus Aurantii immaturus

(Unreife Bitterorangenfrucht)

Die getrocknete, unreife Frucht von Citrus aurantium L. ssp. aurantium.

Die fast kugeligen, sehr harten Früchte haben einen Durchmesser von 0,5 bis 2 cm. Sie sind außen dunkelgrün bis bräunlichgrau und durch zahlreiche punktförmige Vertiefungen (die eingetrockneten Ölbehälter) warzig oder runzelig. Im Querschnitt erkennt man bei Lupenbetrachtung die knapp unter der Oberseite liegenden Sekretbehälter und in der Mitte 8 bis 10, seltener 12 Fruchtknotenfächer, die um eine Mittelsäule angeordnet sind, von der in die Fächer die verschrumpften, zweizeilig übereinander gestellten Samenanlagen hineinragen. Der Geruch ist würzig-aromatisch, der Geschmack würzig und bitter.

Fructus Berberidis

(Sauerdornfrucht)

Die reife, getrocknete Frucht von Berberis vulgaris L.

Die getrockneten länglichen Beeren sind bis 1 cm lang. Die geschrumpfte Fruchtschale ist glänzend dunkelrot oder braunrot. Die Frucht enthält zwei, selten drei Samen von etwa 4 bis 6 mm Länge und 2 bis 3 mm Breite. Die Samen sind plankonvex und an einm Ende zugespitzt.

Der Geschmack ist angenehm sauer.

Fructus Cardamomi

(Kardamomen)

Die getrocknete, ungebleichte Kapselfrucht von Elettaria cardamomum L.WHITE et MATON.

Die Frucht ist länglich stumpf dreikantig, nach den Enden zu verschmälert, 1 bis 2 cm lang, bis 1 cm breit, längsgestreift, hellgelb bis graugelb und springt auch bei der Reife nicht auf.

Die Fruchtschale ist pergamentartig und umschließt drei Fruchtfächer, von denen jedes vier bis acht in zwei Reihen angeordnete, von einem häutigen Samenmantel umhüllte Samen enthält.

Die Samen sind 2 bis 3 mm lang, gegen 2 mm breit, unregelmäßig kantig, rotbraun und quergerunzelt.

Der Geruch ist aromatisch, die Fruchtschale schmeckt nur schwach, die Samen schmecken kräftig würzig und zugleich brennend.

Fructus Cardui Mariae

(Mariendistelfrucht)

Mariendistelfrüchte bestehen aus den vom Pappus befreiten Früchten von Silybum marianum (L.) GAERTNER.

Die Früchte sind schief eiförmig-länglich, etwas flachgedrückt, 6 bis 7 mm lang, bis 3 mm breit und etwa 1,5 mm dick, an der Basis mit einem seitlichen, rinnenförmigen Nabel versehen und oben mit einem vorspringenden, knorpeligen, glänzendgelben Rand.

Die Fruchtschale ist glänzend braunschwarz oder matt graubraun, dunkel- oder weißgrau gestrichelt. Sie umschließt einen geraden Samen mit zwei dicken Keimblättern.

Fructus Cynosbati

(Hagebuttenfrucht)

Hagebuttenfrüchte bestehen aus den reifen, getrockneten Scheinfrüchten von Rosa canina L. und anderen Wildrosen mit roten Früchten.

Die Scheinfrüchte bestehen aus dem fleischig weichen, eiförmigen, glänzend roten Achsenbecher, der stark eingefallen, innen krugförmig vertieft und mit Haaren ausgekleidet ist. Die Scheinfrucht ist zirka 2 cm lang, 1,5 cm breit und umschließt zahlreiche harte, einsamige, gelbbraune Nüßchen. Die Nüßchen sind 5 mm lang, 3 mm dick, spitz eiförmig und an den seitlichen Berührungsstellen abgeplattet (drei- oder mehrkantig).

Die Schnittdroge besteht aus den auf der Außenseite glatten, auf der Innenseite mit langen, seidig glänzenden Haaren besetzten, schwarz bis hellroten, braunen, stark gerunzelten und leicht eingerollten, fleischigen Stückchen der Achsenbecher, denen vielfach die eigentlichen Früchte, die hellgelben, kantigen Nüßchen anhaften, die sehr zahlreich auftreten.

Fructus Pimentae

(Piment, Nelkenpfeffer)

Die nicht ganz reife, noch grün gesammelte und an der Sonne getrocknete Beerenfrucht von Pimenta dioica (L.) MERRILL.

Die Beerenfrüchte sind kugelig bis eiförmig, ungestielt und 5 bis 8 mm lang. Die Oberfläche ist körnig rauh, stumpfgrau oder rotlichbraun. Am Grunde befindet sich eine kurze Stielnarbe, am Scheitel eine flache, ringförmige Vertiefung mit einem vierzähnigen Kelchsaum und dem Griffelrest in der Mitte.

Die Früchte sind zweifächerig und enthalten in jedem Fach einen schwarzbraunen Samen.

Fructus Piperis albi

(Weißer Pfeffer)

Die ausgereifte, durch Abreiben von der äußeren Schicht befreite, getrocknete, beerenartige Frucht von Piper nigrum L.

Die Frucht ist kugelig und glatt, der Durchmesser beträgt etwa 3 mm. Sie ist am Scheitel etwas abgeflacht und von weißlicher Farbe. Eine Anzahl von oben nach unten verlaufender Gefäßbündel lassen den Rest der Fruchtschale erkennen.

Der Same ist ursprünglich mit der Fruchtschale verwachsen.

Fructus Vanillae

(Vanillefrucht)

Die vor der Reife gesammelte und dann fermentierte Frucht der kultivierten Vanilla planifolia ANDREWS.

Die Kapselfrüchte sind 18 bis 25 cm lang, höchstens 1 cm breit, nach beiden Seiten verschmälert, mehr oder weniger flachgedrückt, längsfurchig, biegsam, glänzend schwarzbraun und mit feinsten Vanillinkristallen bedeckt. Am dünnen Ende befindet sich die Stielnarbe, an der Spitze die Narbe der abgefallenen Blütenteile.

Im Inneren sind zahlreiche rundliche, winzige, etwa 0,25 mm dicke, schwarze Samen in ein schwarzes, wohlriechendes Fruchtmus eingebettet.

Herba Allii ursini

(Bärlauchkraut)

Die zur Blütezeit gesammelten, getrockneten oberirdischen Teile von Ocimum basilicum L.

Die gestielten, bis 2 cm langen und etwa 12 mm breiten Blätter sind eiförmig oder eiförmig-länglich, stumpf oder zugespitzt. Der Blattrand ist gezähnt oder ganzrandig und behaart. Durch das kahle Blatt zieht ein Hauptnerv mit bogenläufigen Seitennerven.

Der Stengel ist vierkantig, im unteren Bereich fast kahl, zur Spitze hin aber weichhaarig.

Der Geruch ist angenehm aromatisch, der Geschmack würzig und leicht salzig.

Herba Artemisiae

(Beifußkraut)

Beifußkraut besteht aus den während der Blütezeit gesammelten, vorsichtig getrockneten Zweigspitzen von Artemisia vulgaris L.

Die halbstengelumfassenden Blätter sind oberseits dunkelgrün und unbehaart, unterseits weißfilzig. Die unteren Stengelblätter sind doppelt fiederspaltig und geöhrt, die mittleren nur einfach fiederspaltig, mit spitzen, lanzettlichen, gesägten oder ganzrandigen, etwas umgeschlagenen Zipfeln, die oberen ungeteilt lanzettförmig.

Die zu endständigen Rispen angeordneten rötlichen Blütenköpfchen sind eilänglich, haben einen halbkugeligen, unbehaarten Blütenboden und einen Hüllkelch, dessen dünnfilzige, lanzettliche Blättchen dachziegelartig angeordnet sind. Die Köpfchen haben weibliche, fast walzenförmige, schief gestutzte Randblüten und zwitterige, röhrenförmige Scheibenblüten.

Die Stengel sind dick, deutlich längsgerillt, rotviolett und markhaltig.

Die Schnittdroge ist gekennzeichnet durch die zahlreichen Blütenköpfchen mit den grauweißen, wollig behaarten Hüllkelchblättern und gelblichen oder auch rötlichen Blüten, durch unterseits weißfilzig behaarte und oberseits dunkel- bis schwarzgrüne, unbehaarte Blattstückchen und durch einzelne dicke, deutlich längsgerillte, rotviolette, markhaltige Stengelstücke.

Herba Basilici

(Basilikumkraut)

Die zur Blütezeit gesammelten, getrockneten oberirdischen Teile von Ocimum basilicum L.

Die gestielten, bis 2 cm langen und etwa 12 mm breiten Blätter sind eiförmig oder eiförmig-länglich, stumpf oder zugespitzt. Der Blattrand ist gezähnt oder ganzrandig und behaart. Durch das kahle Blatt zieht ein Hauptnerv mit bogenläufigen Seitennerven.

Der Stengel ist vierkantig, im unteren Bereich fast kahl, zur Spitze hin aber weichhaarig.

Der Geruch ist angenehm aromatisch, der Geschmack würzig und leicht salzig.

Herba Capilli veneris

(Frauenhaarkraut)

Frauenhaarkraut besteht aus den getrockneten Wedeln von Adiantum capillus-veneris L.

Die Wedel sind zwei- bis dreifach gefiedert und im Umriß eiförmig bis länglich. Der glänzend rotbraune bis schwarze Stiel ist kahl, lang, dünn und dreikantig.

Die kurzgestielten Fiederblättchen sind rhombisch bis verkehrteiförmig und kahl. Der Blattrand ist gezähnt. Unter den nach unten geschlagenen Lappen des vorne tief gekerbten Randes befinden sich die linienförmigen, kurzen Sori. Die Nervatur ist mehrfach gabelig verzweigt.

Die Schnittdroge besteht aus stark geschrumpften, weichen, grünen Fiederblättchen und einzelnen, dunkelbraun glänzenden Stielteilchen.

Herba Droserae

(Sonnentaukraut)

Die getrockneten oberirdischen Teile von Drosera peltata SM. Oder Drosera madagascariensis DC.

Das Blatt ist rotbraun bis schwarz, die Blattspreite ist ründlich oder verkehrt eiförmig, bis etwa 15 mm lang, 4 bis 15 mm breit und oftmals zusammengedrückt. Auf der Blattoberseite befinden sich rote Haare (Tentakel). Die Blattspreite verschmälert sich spatelförmig in den bis 25 mm langen Blattstiel oder das Blatt ist schildförmig.

Die Bruchstücke des Stengels fühlen sich wegen der Blattnarben rauh an.

Der Geschmack ist etwas bitter und adstringierend.

Herba Galeopsidis

(Hohlzahnkraut)

Hohlzahnkraut besteht aus den zur Blütezeit gesammelten und getrockneten oberirdischen Teilen von Galeopsis ochroleuca L. (= Galeopsis segetum NECKER).

Der stumpf vierkantige Stengel ist bis 50 cm lang, grün, manchmal purpurn verfärbt und flaumig behaart. Er ist unter den Knoten nicht verdickt und trägt gekreuzt gegenständige, bis 5 cm lange, eiförmige bis lanzettliche, gestielte Blätter, deren Spreite weich behaart, am Grund keilförmig verschmälert und am Rand grob gesägt ist. Haupt- und Seitennerven treten auf der Unterseite deutlich hervor. Die stark geschrumpften Blüten stehen in achselständigen, sechs- bis zehnblütigen Scheinquirlen; sie besitzen einen kurzen stachelspitzigen, drüsig behaarten Kelch und eine blaßgelbe, zweilippige, behaarte Blumenkrone, die drei- bis viermal länger ist als der Kelch; die Unterlippe trägt am Grund einen schwefelgelben Fleck. Die braunen Nüßchen zeigen am Grund einen halsartigen Fortsatz.

Die Schnittdroge besteht aus gelbgrünen, leicht gerunzelten Blattstückchen mit grob gesägtem Blattrand und samtig weicher Behaarung. Haupt- und Seitennerven treten auf der Unterseite stark hervor. Weiters enthalten sind die hellgelben Kelche mit fünf nach außen abstehenden Zähnen, sowie die stark geschrumpften gelben Kronblätter mit dem schwefelgelben Fleck auf der Unterlippe. Nebenbei kommen noch braune, schwarz punktierte Nüßchen und hellgelbe bis blauviolette Stengelteile in der Droge vor.

Herba Majoranae

(Majorankraut)

Majorankraut besteht aus den während der Blütezeit (Juli bis September) gesammelten und von den Stengeln abgestreiften, getrockneten Blättern und Blüten von Majorana hortensis MOENCH.

Die kurzgestielten Blätter sind bis 4 cm lang und behaart. Sie sind eiförmig bis spatelförmig, drüsig punktiert, stumpf und haben einen glatten Blattrand.

Die Blüten sind bis 4 mm lang und stehen in eiförmigen bis länglichen oder kugelig zottigen Ähren zusammen. Die Deckblättchen sind eiförmig rundlich und fast dachziegelartig angeordnet. Der Kelch ist fünfzählig und tütenförmig, die Krone weißlich oder rötlich und zweilippig.

Die Schnittdroge besteht aus zahlreichen rundlichen bis eiförmigen Deckblättchen, in deren Achseln die nur wenig hervorragenden gelblich verfärbten Blüten liegen. Weiters sind größere Teile der hellgrünen, filzig behaarten, vierseitig prismatischen Blütenstände enthalten, ferner einzelne Blüten mit dem kapuzenförmigen Kelch sowie graufilzig behaarte, drüsig punktierte Blattstückchen.

Herba Origani

(Dostenkraut)

Die getrockneten, während der Blütezeit gesammelten und von den dickeren Stengeln befreiten oberirdischen Teile von Origanum vulgare L.

Das kurzgestielte Blatt ist breit eiförmig, behaart und durchscheinend drüsig punktiert. Die hellpurpurfarbige Blüte ist kurz gestielt, in kurzen Ähren stehend mit ovalen Hochblättern. Der Stengel ist vierkantig, behaart und rötlich angelaufen. Der Geruch ist herb, der Geschmack würzig balsamisch.

Herba Saturejae

(Bohnenkraut)

Die getrockneten, wärhend der Blütezeit gesammelten oberirdischen Teile von Satureja hortensis L.

Das kleine, schmallanzettlich eingerollte Blättchen zeigt eine drüsige Punktierung und einen hervortretenden Mittelnerv.

Die Stengelstücke sind rundlich und rauhhaarig. Die Droge enthält ferner hellbraune, meist noch zu vier zusammenstehende kleine, eiförmige Nüßchen.

Der Geruch ist angenehm gewürzhaft, thymianartig, der Geschmack scharf würzig.

Herba Serpylli

(Feldthymiankraut, Quendelkraut)

Feldthymiankraut besteht aus den getrockneten, während der Blütezeit gesammelten, oberirdischen Teilen von Thymus serpyllum L. (s.l.).

Die blauvioletten Zweige sind 10 bis 40 cm lang, ihr Durchmesser beträgt 1 bis 2 mm. Sie sind hohl, undeutlich vierkantig und schwach behaart.

Die kaum eingerollten Blätter sind zirka 1 cm lang und kreuzgegenständig angeordnet. Die Blattform ist rundlich bis oval, der Blattrand glatt. Die Blattspreite ist drüsig punktiert, der Blattgrund gewimpert.

Der Kelch ist rotviolett, die Blumenkrone rosa gefärbt, zweilippig, röhrig und im Schlund weiß behaart.

Herba Urticae

(Brennesselkraut)

Brennesselkraut besteht aus den getrockneten, während der Blütezeit gesammelten oberirdischen Teilen von Urtica dioica L. und Urtica urens L.

Urtica dioica: Der Stengel ist einfach oder ästig, stumpfvierkantig und stark gefurcht. Er ist mit kurzen Deck- und langen Brennhaaren besetzt, zeigt einen faserigen Querbruch und enthält ein teilweise weiches Mark. Der Stengeldurchmesser beträgt höchstens 3 mm.

Die Blätter sind gegenständig angeordnet und gestielt. Sie werden bis 10 cm lang und 5 cm breit, sind eiförmig bis länglich und lang zugespitzt. Der Blattgrund ist herzförmig oder gerundet, der Blattrand grob gesägt. Die Oberseite der Blätter ist schwarzgrün gefärbt, die Unterseite hellgrün. An der Unterseite tritt auch die Nervatur stark hervor.

Die Blätter tragen große steife Brennhaare und kleine Deckhaare.

Die kleinen, unscheinbaren Blüten sind grün gefärbt, männlich oder weiblich und stehen in langen Rispen in den oberen Blattachseln.

Die ellipsoid-eiförmigen Früchte sind zirka 1 mm lang und von der Seite zusammengedrückt. Sie sind hellbraun, glatt und von vier Blättchen umhüllt.

Urtica urens: Die Blätter sind kleiner und werden bis 5 cm lang und bis 4 cm breit. Sie sind elliptisch bis eiförmig und tragen kaum Deckhaare. Die Blütenstände sind knäueliger im Aussehen.

Die Schnittdroge besteht aus stark geschrumpften, vielfach knäuelig eingerollten Blattstücken mit schwarzgrüner Oberseite und hellgrüner Unterseite. Weiters enthalten sind vierkantige, meist breitgedrückte, grünbraune Stengelstücke und Blütenteile.

Herba Veronicae

(Ehrenpreiskraut)

Ehrenpreiskraut besteht aus den getrockneten, während der Blütezeit gesammelten, oberirdischen Teilen von Veronica officinalis L. Die runden, hin- und hergebogenen und oft wurzelnden Stengel tragen eiförmige oder elliptische und in den kurzen Blattstiel verschmälerte Blätter. Der Blattrand ist gesägt. Die Blätter sind gegenständig angeordnet.

Stengel und Blätter sind behaart.

Die kleinen Blüten sind kurz gestielt und blaßblau gefärbt. Sie sind vierzählig mit zwei Staubblättern. In den Blattwinkeln bilden sie reichblütige, langgestielte Trauben.

Die Schnittdroge ist gekennzeichnet durch spröde, graugrüne, matte Blattstücke; ganze, verkehrt eiförmige kleine Blättchen mit rauher Behaarung; Bruchstücke der gedrungenen Blütentrauben mit blauen oder rötlichen, dunkel geaderten Blüten; braungrüne, flache verkehrt herzförmige Fruchtkapseln mit vier schmallanzettlichen Kelchblättern und behaarte, grün bis blauviolette Stengelstücke.

Radix Cichorii

(Wegwartwurzel)

Wegwartwurzel besteht aus den getrockneten, im Herbst gesammelten Wurzeln von Cichorium intybus L.

Die Wurzel ist spindelförmig oder fast stielrund, ein- oder mehrköpfig. In frischem Zustand ist sie derb fleischig, milchend und außen hellgelb. Getrocknet ist sie stark geschrumpft, hornartig hart, außen hellbraun und längsfurchig.

Im Querschnitt ist die Wurzel radial gestreift.

Radix Graminis

(Queckenwurzel)

Queckenwurzel besteht aus den getrockneten Wurzelstöcken von Agropyron repens (L.) P. Beauv.

Der Wurzelstock ist sehr lang, ästig und zirka 4 mm dick. Die blaß strohgelben Stengelglieder sind 2 bis 5 cm lang, hohl und außen längsgefurcht. Nur an den nicht hohlen, nicht verdickten Knoten sitzen sehr dünne Wurzeln und kurze, zerfranste, häutige Scheiden von Nebenblättern.

Die Schnittdroge ist gekennzeichnet durch strohgelbe, längsfurchige, hohle Stengelglieder und durch die mit sehr dünnen, fadenförmigen Wurzeln und kurzen, gefransten, häutigen bräunlichen Niederblattscheiden besetzten Knotenstückchen der langen, ästigen Wurzelstöcke.

Radix Pimpinellae

(Bibernellwurzel)

Bibernellwurzel besteht aus den getrockneten Wurzeln von Pimpinella major L. oder Pimpinella saxifraga L.

Der Wurzelstock ist ein- oder mehrköpfig, 0,5 bis 3 cm dick und wenige Zentimeter lang. Die spindelförmigen Wurzeln sind zirka 20 cm lang und 1,5 cm dick. Sie sind längsrunzelig, nur oben fein geringelt und warzig. Das zahlreich verzweigte Rhizom ist an der Oberseite derb, fein geringelt und grobfaserig, mit Resten der abgeschnittenen hohlen Stengel.

Im Querschnitt ist die breite, stark zerklüftete Rinde, die von geschlängelten, dunklen Linien strahlig gestreift ist, zu erkennen. Ferner ist der meist gelblich gefärbte, schwach strahlige Holzkörper zu sehen.

Die Schnittdroge besteht aus dünnen, dickeren und mit graubraunem Kork bedeckten Stückchen, an denen eventuell Narben von Wurzeln sichtbar sind; ferner finden sich deutlich radial gestreifte Querschnittbruchstücke mit einer zirka 2 mm breiten Rinde und einem dunklen Kambium.

Semen Cydoniae

(Quittensamen)

Quittensamen bestehen aus den reifen Samen von Cydonia oblonga MILL.

Die meist zu mehreren miteinander verklebten, keilförmigen oder verkehrt eiförmigen Samen sind durch gegenseitigen Druck abgeplattet und dadurch kantig. Sie sind bis 1 cm lang, hart und rotbraun gefärbt. Eingetrockneter Schleim umgibt sie mit einem weißen Häutchen.

Der Keimling mit den dicken Keimblättern und das schmale Endosperm werden von einer dünnen, zerbrechlichen Samenschale umgeben.

Semen Plantaginis ovatae

(Indischer Flohsame)

Die reife Same von Plantago ovata FORSSKAL.

Die Samen sind etwa 1,5 bis 3,5 mm lang und 1,0 bis 1,8 mm breit, hart und von ovaler, schiffchenähnlicher Gestalt. Ihre Oberfläche ist stumpf und blaßrosa bis rötlichgelb gefärbt. Im Scheitelpunkt oder konvex gekrümmten Seite befindet sich ein größerer ovaler, rötlichbrauner Fleck. Gelegentlich sind die Samen auch einheitlich rotbraun gefärbt. Im Mittelpunkt der Furche erscheint der Nabel, der mehr oder weniger mit einer weißlichen Haut bedeckt ist.

Strobulus Lupuli

(Hopfenzapfen)

Hopfenzapfen bestehen aus den getrockneten, im September gesammelten, weiblichen Blütenständen von Humulus lupulus L.

Die Blütenstände sollen keinereifen Früchte enthalten.

Die bräunlichen bis gelblichgrünen Hopfenzapfen sind eiförmig, 2 bis 4 cm lang und gestielt. Sie sind aus dachziegelartig angeordneten, häutigen Neben- und schiefeiförmigen Vorblättern zusammengesetzt.

Die Vorblätter sind am Grund einseitig eingerollt und umhüllen die unreifen Fruchtnüßchen, die ihrerseits von der Blütenhülle eingeschlossen sind.

In den Achseln der Nebenblätter stehen zwei weibliche Blüten, die von schiefeiförmigen Vorblättchen umhüllt sind. Am Grund liegen die Hopfendrüsen (Glandula Lupuli).