Verordnung der Bundesministerin für Arbeit, Gesundheit undSoziales über die Ausbildung in der Pflegehilfe(Pflegehilfe-Ausbildungsverordnung - Pflh-AV)

Typ Verordnung
Veröffentlichung 1999-10-01
Status Aufgehoben · 2010-09-13
Ministerium BKA (Bundeskanzleramt)
Quelle RIS
Artikel 65
Änderungshistorie JSON API
Unterrichtsfach Lehrinhalte Stunden Lehrkraft Art der Prüfung
1. Berufsethik und Berufskunde – Grundlagen der allgemeinen Ethik – Berufsethik – Transkulturelle Aspekte der Pflege – Geschichte der Pflege – Pflegeorganisation unter besonderer Berücksichtigung der Pflegehilfe 30 Lehrer/in für Gesundheits- und Krankenpflege Einzelprüfung
2. Gesundheits- und Krankenpflege – Gesundheit, der gesunde Mensch – Gesundheitspflege – Krankheit, der kranke Mensch – Ganzheitliche Pflege in allen Altersstufen – Pflegeprozeß, Pflegedokumentation – Pflege bei ausgewählten Krankheitsbildern (exemplarisch) 160 (hievon 25% in Gruppen) Lehrer/in für Gesundheits- und Krankenpflege Kommissionelle Abschlußprüfung
3. Pflege von alten Menschen – Der alte Mensch – gesund und krank, zu Hause, in Krankenanstalten und in Betreuungseinrichtungen – Modelle in der Betreuung und Pflege alter Menschen – spezifische pflegerische Maßnahmen 50 Lehrer/in für Gesundheits- und Krankenpflege Kommissionelle Abschlußprüfung
4. Palliativpflege – Leben und Sterben – Pflege und Begleitung von chronisch kranken, terminal kranken und sterbenden Menschen – Umgang mit Schmerzen 30 (hievon 25% in Gruppen) Lehrer/in für Gesundheits- und Krankenpflege Kommissionelle Abschlußprüfung
5. Hauskrankenpflege – Hauskrankenpflege in der integrierten Gesundheitsversorgung – Haushaltsführung im Hinblick auf die Aufgaben der Pflegehilfe – Interdisziplinäre Zusammenarbeit in Gesundheits- und sozialen Diensten – Pflegerische Maßnahmen, insbesondere Beschaffung und Einsatz von Materialien und Mitteln 30 Lehrer/in für Gesundheits- und Krankenpflege Kommissionelle Abschlußprüfung
6. Hygiene und Infektionslehre – Grundlagen der Infektionslehre und Mikrobiologie – Angewandte Hygiene im intra- und extramuralen Bereich – Desinfektion und Sterilisation 40 Arzt/Ärztin für Allgemeinmedizin/ approbierte/r Arzt/Ärztin / Facharzt/-ärztin /Mediziner/in / Lehrer/in für Gesundheits- und Krankenpflege / Diplomierte/r Gesundheits- und Krankenschwester/-pfleger (Krankenhaushygiene) Einzelprüfung
7. Ernährung, Kranken- und Diätkost – qualitative und quantitative Aspekte der Ernährung – Kranken- und Diätkost 25 Dipl. Diätassistent/in und ernährungs-medizinische/r Berater/in / Lehrer/in für Gesundheits- und Krankenpflege Einzelprüfung
8. Grundzüge der Somatologie und Pathologie – Bau und Funktionen des menschlichen Körpers unter Einbeziehung der medizinischen Fachsprache – Einführung in die allgemeine und spezielle Krankheitslehre – Information über einfache medizinische Untersuchungs- und Behandlungsverfahren 80 Arzt/Ärztin für Allgemeinmedizin/ approbierte/r Arzt/Ärztin / Facharzt/-ärztin /Arzt/Ärztin in Ausbildung zum Facharzt/-ärztin /Mediziner/in / Lehrer/in für Gesundheits- und Krankenpflege Einzelprüfung
9. Gerontologie, Geriatrie und Gerontopsychiatrie – Körperliche und psychische Veränderungen im Alter – Krankheitsbilder im Alter 30 Arzt/Ärztin für Allgemeinmedizin/ approbierte/r Arzt/Ärztin / Facharzt/-ärztin /Lehrer/in für Gesundheits- und Krankenpflege (psychiatrische Gesundheits- und Krankenpflege) Einzelprüfung
10. Grundzüge der Pharmakologie – Darreichungsformen und Wirkungsweisen von Medikamenten – Gefahren und Vorsichtsmaßnahmen bei der Verabreichung von Medikamenten – Verabreichung von subkutanen Insulininjektionen 30 Arzt/Ärztin für Allgemeinmedizin/ approbierte/r Arzt/Ärztin / Facharzt/-ärztin /Pharmazeut/in / Lehrer/in für Gesundheits- und Krankenpflege Einzelprüfung
11. Erste Hilfe – Selbstschutz – Unfallverhütung – Erste Hilfe – Katastrophen- und Zivilschutz – Brandschutz – Allgemeiner und berufsspezifischer Strahlenschutz 25 Arzt/Ärztin für Allgemeinmedizin/ approbierte/r Arzt/Ärztin / Facharzt/-ärztin/Lehrer/in für Gesundheits- und Krankenpflege / Dipl. radiologisch-technische/r Assistent/in/ fachkompetente Person Einzelprüfung
12. Animation und Motivation zur Freizeitgestaltung – Methoden und Möglichkeiten der Aktivierung zur Freizeitgestaltung – Praktische Anwendung im Arbeitsfeld 25 Lehrer/in für Gesundheits- und Krankenpflege / fachkompetente Person Teilnahme
13. Grundzüge der Rehabilitation und Mobilisation – Gesunde Körperhaltung und Bewegung – Lagerungs- und Hebetechniken – Transfer- und Hilfsmitteleinsatz – Einführung in die Rehabilitation und physikalische Therapie 35 (hievon 40% in Gruppen) Dipl. Physiotherapeut/in /Dipl. Ergotherapeut/in / Facharzt/-ärztin Einzelprüfung
14. Berufe und Einrichtungen im Gesundheits- und Sozialwesen, einschließlich Betriebsführung – Institutionen und Organisationen des Gesundheits- und Sozialwesens – Berufsbilder und Kompetenzen im Gesundheits- und Sozialwesen – Einführung in die Betriebsführung – Exkursionen 50 (hievon 20 Std. Ex-kursionen) Lehrer/in für Gesundheits- und Krankenpflege / fachkompetente Person Einzelprüfung
15. Einführung in die Psychologie, Soziologie und Sozialhygiene – Allgemeine Grundlagen – Psychologie des Kranken – Psychologie des Behinderten – Psychosomatik 30 Psychologe/Psychologin /Soziologe/Soziologin Einzelprüfung
16. Kommunikation und Konfliktbewältigung – Grundlagen der Kommunikation – Gesprächsführung – Konflikte und Konfliktmanagement – Streßbewältigung und Grundlagen der Supervision – Praxisreflexion 100 (hievon 100% in Gruppen) Psychologe/Psychologin /Psychotherapeut/in / Lehrer/in für Gesundheits- und Krankenpflege / fachkompetente Person Teilnahme
17. Berufsspezifische Rechtsgrundlagen – Allgemeine Rechtsgrundlagen – Sanitätsrecht, insbesondere Gesundheits- und Krankenpflegegesetz – Sachwalterschaft – Grundzüge des Arbeits- und Sozialversicherungsrechtes – Grundzüge des ArbeitnehmerInnenschutzes – Grundlagen des Haftungsrechtes 30 Jurist/in Einzelprüfung
Gesamt 800

Praktische Ausbildung

Ausbildungseinrichtung Fachbereich Stunden
Fachabteilungen einer Krankenanstalt Akutpflege im operativen und konservativen Fachbereich 320
Einrichtungen, die der stationären Betreuung pflegebedürftiger Menschen dienen Langzeitpflege / rehabilitative Pflege 320
Einrichtungen, die Hauskrankenpflege, andere Gesundheitsdienste oder soziale Dienste anbieten Extramurale Pflege, Betreuung und Beratung 160
Gesamt 800

Anlage 2

VERKÜRZTE AUSBILDUNG FÜR MEDIZINER/MEDIZINERINNEN

Theoretische Ausbildung

Unterrichtsfach Lehrinhalte Stunden Lehrkraft Art der Prüfung
1. Gesundheits- und Krankenpflege – Ganzheitliche Pflege in allen Altersstufen – Pflegeprozeß, Pflegedokumentation – Pflege bei ausgewählten Krankheitsbildern (exemplarisch) 30 (hievon 25% in Gruppen) Lehrer/in für Gesundheits- und Krankenpflege Kommissionelle Abschlußprüfung
2. Pflege von alten Menschen – Modelle in der Betreuung und Pflege alter Menschen – spezifische pflegerische Maßnahmen 15 Lehrer/in für Gesundheits- und Krankenpflege Kommissionelle Abschlußprüfung
3. Palliativpflege – Pflege und Begleitung von chronisch Kranken, terminalkranken und sterbenden Menschen 5 Lehrer/in für Gesundheits- und Krankenpflege Kommissionelle Abschlußprüfung
4. Hauskrankenpflege – Hauskrankenpflege in der integrierten Gesundheitsversorgung – interdisziplinäre Zusammenarbeit in Gesundheits- und sozialen Diensten – Pflegerische Maßnahmen, insbesondere Beschaffung und Einsatz von Materialien und Mitteln 8 Lehrer/in für Gesundheits- und Krankenpflege Kommissionelle Abschlußprüfung
5. Grundzüge der Rehabilitation und Mobilisation – Lagerungs- und Hebetechniken – Transfer- und Hilfsmitteleinsatz 10 Dipl. Physiotherapeut/in /Dipl. Ergotherapeut/in Einzelprüfung
6. Kommunikation und Konfliktbewältigung – Konflikte und Konfliktmanagement – Streßbewältigung und Grundlagen der Supervision 8 (hievon 100% in Gruppen) Psychologe/Psychologin /Psychotherapeut/in Teilnahme
7. Berufsspezifische Rechtsgrundlagen – Gesundheits- und Krankenpflegegesetz – Grundlagen des Haftungsrechtes 4 Jurist/in Teilnahme
Gesamt 80

Praktische Ausbildung

Ausbildungseinrichtung Fachbereich Stunden
Fachabteilungen einer Krankenanstalt Akutpflege im operativen und konservativen Fachbereich 320
Einrichtungen, die der stationären Betreuung pflegebedürftiger Menschen dienen Langzeitpflege/rehabilitative Pflege 280
Gesamt 600

Anlage 3

VERKÜRZTE AUSBILDUNG FÜR STATIONSGEHILFEN/STATIONSGEHILFINNEN

Theoretische Ausbildung

Unterrichtsfach Lehrinhalte Stunden Lehrkraft Art der Prüfung
1. Gesundheits- und Krankenpflege – Gesundheitsbildung, Gesundheitsvorsorge – Ganzheitliche Pflege in allen Altersstufen – Pflegeprozeß, Pflegedokumentation – Pflege bei ausgewählten Krankheitsbildern (exemplarisch) 40 (hievon 25% in Gruppen) Lehrer/in für Gesundheits- und Krankenpflege Kommissionelle Abschlußprüfung
2. Pflege von alten Menschen – Der alte Mensch – gesund und krank, zu Hause, in Krankenanstalten und in Betreuungseinrichtungen – Modelle in der Betreuung und Pflege alter Menschen – spezifische pflegerische Maßnahmen 20 Lehrer/in für Gesundheits- und Krankenpflege Kommissionelle Abschlußprüfung
3. Palliativpflege – Leben und Sterben – Pflege und Begleitung von chronisch Kranken, terminalkranken und sterbenden Menschen – Umgang mit Schmerzen 20 (hievon 50% in Gruppen) Lehrer/in für Gesundheits- und Krankenpflege Kommissionelle Abschlußprüfung
4. Hauskrankenpflege – Hauskrankenpflege in der integrierten Gesundheitsversorgung – Haushaltsführung im Hinblick auf die Aufgaben der Pflegehilfe – interdisziplinäre Zusammenarbeit in Gesundheits- und sozialen Diensten – Pflegerische Maßnahmen, insbesondere Beschaffung und Einsatz von Materialien und Mitteln 20 Lehrer/in für Gesundheits- und Krankenpflege Kommissionelle Abschlußprüfung
5. Gerontologie, Geriatrie und Gerontopsychiatrie – Körperliche und psychische Veränderungen im Alter – Krankheitsbilder im Alter 20 Arzt/Ärztin für Allgemeinmedizin/ approbierte/r Arzt/Ärztin / Facharzt/-ärztin /Lehrer/in für Gesundheits- und Krankenpflege (psychiatrische Gesundheits- und Krankenpflege) Einzelprüfung
6. Grundzüge der Pharmakologie – Darreichungsformen und Wirkungsweisen von Medikamenten – Gefahren und Vorsichtsmaßnahmen bei der Verabreichung von Medikamenten – Verabreichung von subkutanen Insulininjektionen 15 Arzt/Ärztin für Allgemeinmedizin/ approbierte/r Arzt/Ärztin / Facharzt/-ärztin /Pharmazeut/in / Lehrer/in für Gesundheits- und Krankenpflege Einzelprüfung
7. Berufe und Einrichtungen im Gesundheits- und Sozialwesen, einschließlich Betriebsführung – Institutionen und Organisationen des Gesundheits- und Sozialwesens – Berufsbilder und Kompetenzen im Gesundheits- und Sozialwesen 10 Lehrer/in für Gesundheits- und Krankenpflege / fachkompetente Person Teilnahme
8. Kommunikation und Konfliktbewältigung – Gesprächsführung – Konflikte und Konfliktmanagement – Streßbewältigung und Grundlagen der Supervision 15 (hievon 100% in Gruppen) Psychologe/Psychologin /Psychotherapeut/in Teilnahme
Gesamt 160

Anlage 6

Bezeichnung, Adresse und Rechtsträger der
Ausbildungseinrichtung sowie DVR-Nummer

BESTÄTIGUNG ÜBER DEN ANPASSUNGSLEHRGANG

Herr/Frau ........................................................................................................................................................

geboren am ........................................................................ in ........................................................................

hat den im Bescheid des Bundesministers für .............................................................................................

vom ....................................................................., Zahl .................................................................................,

vorgeschriebenen Anpassungslehrgang gemäß der Verordnung über die Ausbildung in der Pflegehilfe

(Pflh-AV), BGBl. II Nr. 371/1999,

mit – ohne 1) Erfolg

absolviert und nachstehende Beurteilungen erlangt:

Fachbereich/Sachgebiet/Unterrichtsfach Stunden Beurteilung 2) Wh. 3)

Diese Bestätigung berechtigt nicht zur Berufsausübung in der Pflegehilfe.

.........................................., am .......................................
Der Direktor/Die Direktorin:
Rundsiegel des
Pflegehilfelehrganges

_____

1) Nicht Zutreffendes streichen.

2) „ausgezeichnet bestanden“, „gut bestanden“, „bestanden“, „nicht bestanden“ gemäß § 25 Abs. 3 Pflh-AV –Zutreffendes einfügen.

3) Wiederholung gemäß § 56 Abs. 1 Pflh-AV – Bei Zutreffen ankreuzen.

Anlage 7

Bezeichnung, Adresse und Rechtsträger der
Ausbildungseinrichtung sowie DVR-Nummer

BESTÄTIGUNG ÜBER DIE EIGNUNGSPRÜFUNG

Herr/Frau.........................................................................................................................................................

geboren am ............................................................. in ....................................................................................

hat die gemäß Bescheid des Bundesministers für ...........................................................................................

vom ...................................................................., Zahl .................................................................................,

vorgeschriebene Eignungsprüfung gemäß der Verordnung über die Ausbildung in der Pflegehilfe (Pflh-

AV), BGBl. II Nr. 371/1999,

mit – ohne 1) Erfolg

bestanden und nachstehende Beurteilungen erlangt:

Sachgebiet/Unterrichtsfach Beurteilung 2) 1. Wh. 3) 2. Wh. 4)

Diese Bestätigung berechtigt nicht zur Berufsausübung in der Pflegehilfe.

.........................................., am .......................................
Für die Prüfungskommission:
Der/Die Vorsitzende: Der Direktor/Die Direktorin:
Rundsiegel des
Pflegehilfelehrganges

1) Nicht Zutreffendes streichen.

2) „sehr gut“ (1), „gut“ (2), „befriedigend“ (3), „genügend“ (4), „nicht genügend“ (5) gemäß § 38 Abs. 3 Pflh-AV –

Zutreffendes einfügen.

3) Erste Wiederholungsprüfung gemäß § 56 Abs. 2 Pflh-AV – Bei Zutreffen ankreuzen.

4) Zweite Wiederholungsprüfung gemäß § 56 Abs. 2 Pflh-AV – Bei Zutreffen ankreuzen.

Anlage 8

Bezeichnung, Adresse und Rechtsträger der
Ausbildungseinrichtung sowie DVR-Nummer

ZEUGNIS

Herr/Frau ........................................................................................................................................................

geboren am ............................................................... in ..................................................................................

hat die Ausbildung in der Pflegehilfe gemäß der Verordnung über die Ausbildung in der Pflegehilfe (Pflh-

AV), BGBl. II Nr. 371/1999, absolviert und die kommissionelle Abschlußprüfung

mit ................................................... 1) Erfolg

bestanden.

Er/Sie hat hiemit die Berechtigung zur Berufsausübung in der Pflegehilfe erlangt und ist zur Führung der

Berufsbezeichnung

„Pflegehelfer/Pflegehelferin“

berechtigt.

Die absolvierte Ausbildung entspricht einem Zeugnis gemäß Artikel 11 lit.  b der Richtlinie 2005/36/EG.

.........................................., am .......................................
Für die Prüfungskommission:
Der/Die Vorsitzende:
Der/Die medizinisch-wissenschaftliche Leiter/Leiterin: Der Direktor/Die Direktorin:
Rundsiegel des
Pflegehilfelehrganges

1) „ausgezeichnetem“, „gutem“ gemäß § 39 Abs. 2 Pflh-AV – Zutreffendes einfügen. Bei Nichtzutreffen Feld streichen oder weglassen.

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