Bekanntmachung der Bundesministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur betreffend die Lehrpläne für den katholischen Religionsunterricht an Hauptschulen, an der Unterstufe allgemein bildender höherer Schulen, an berufsbildenden höheren Schulen sowie an Berufsschulen
– können die Schülerinnen und Schüler über die Fragestellungen der Werte- und Gewissensbildung im elementaren Bereich und das Verständnis von Gut und Böse bei Kindern Auskunft geben sowie Kinder in ihrem Gerechtigkeitssinn und ihrer Empathiefähigkeit unterstützen
Im Bereich Gott – Gottesfrage
– können sich die Schülerinnen und Schüler mit ihren Sehnsüchten, Hoffnungen und Ängsten konstruktiv auseinandersetzen, sie kommunizieren sowie ihre Fragen nach Gott zur Sprache bringen
– können die Schülerinnen und Schüler ausgehend von der persönlichen Auseinandersetzung philosophisch-theologische Fragen von Kindern wahrnehmen und gestaltend aufgreifen
Im Bereich Glaube – Kirche – Feste
– können die Schülerinnen und Schüler ihr Leben in sozialen Bezügen unter dem Anspruch der Selbst-, Nächsten- und Gottesliebe reflektieren und Feste als Ausdruck der Gemeinschaft verstehen
– können die Schülerinnen und Schüler mit Kindern Rituale und religiöse Feste gemeinschaftsfördernd und sinnstiftend gestalten
Im Bereich Vorbild Jesus von Nazaret – prophetisches Christentum
– können die Schülerinnen und Schüler das Humanum als Maß für Arbeitswelt, Wirtschaft und Einsatz von Technik erkennen und diese Bereiche aus der Kraft eines prophetischen Christentums mitgestalten
– können die Schülerinnen und Schüler den Einfluss marktwirtschaftlicher Gesetzmäßigkeiten und gesellschaftspolitischer Entwicklungen auf das Leben von Kindern aufzeigen, in ihrer Arbeit mit den Kindern berücksichtigen und sich im Blick auf die prophetische Praxis Jesu positionieren
Im Bereich Symbole – Rituale – Sakramente
– können die Schülerinnen und Schüler die säkulare Bilder- und Medienwelt auch in ihrer religiösen Dimension interpretieren
– können die Schülerinnen und Schüler die Wirkungsgeschichte des Christusereignisses in Kirche und Welt sowie in seiner Kultur vielfältig prägenden Kraft deuten
– können die Schülerinnen und Schüler unterschiedlichen Formen von Spiritualität Ausdruck verleihen
– können die Schülerinnen und Schüler Alltagsrituale, Gebetsformen, Stilleübungen usw. gestalten und deren Bedeutung für die persönliche Entwicklung reflektieren
– können die Schülerinnen und Schüler Sakramente als Zeichen der Nähe Gottes beschreiben und in der religionspädagogischen Arbeit mit Kindern erschließen
Im Bereich Heil – Unheil – Erlösung
– können sich die Schülerinnen und Schüler in Alltags-, Grund- und Grenzerfahrungen der Sinnfrage stellen
– können die Schülerinnen und Schüler verschiedene Wege der Bewältigung von Leid, Schuld und Tod benennen und bewerten
– sind die Schülerinnen und Schüler mit der erlösenden Verheißung des Christentums vertraut
– können die Schülerinnen und Schüler Kinder mit ihren Chancen und Grenzen, in ihren Lebenssituationen und ihrem Scheitern wahrnehmen und verstehen und sie in ihren Fragen nach Glück und Erfüllung, nach Tod, Schuld und Leid im Sinn der christlichen Erlösungsbotschaft hilfreich begleiten
Im Bereich Schöpfung – Geschöpflichkeit
– können die Schülerinnen und Schüler den Kosmos als Schöpfung und die Menschen als ebenbildliche Geschöpfe Gottes deuten und für die Schöpfung Sorge tragen
– können die Schülerinnen und Schüler die ursprüngliche Fähigkeit von Kindern, staunend das Wunder der Schöpfung wahrzunehmen, stärken und ihnen einen geschlechterbewussten, Diversität bejahenden Umgang aufzeigen
Im Bereich Bibel – Tradition
– können sich Schülerinnen und Schüler mit Gott, der in Jesus Christus Mensch geworden ist, im biblischen Offenbarungswort und in der kirchlichen Überlieferung auseinandersetzen
– können Schülerinnen und Schüler die befreiende Kraft biblischer Texte ausgehend von einer persönlichen Auseinandersetzung erschließen und in der religionspädagogischen Arbeit mit Kindern umsetzen
Im Bereich Kultur – Religion – Religionen
– können die Schülerinnen und Schüler wichtige Welt- und Lebensdeutungen der Religionen und Weltanschauungen beschreiben, unterscheiden und sich mit ihnen im Geiste Jesu und des II. Vatikanums respektvoll und kritisch auseinandersetzen
– können die Schülerinnen und Schüler können die Individualität der Kinder in Bezug auf ihre Interessen, Stärken, Schwächen sowie ihre religiösen Zugänge wertschätzen und sie auch in ihrer Unterschiedlichkeit bezüglich ihrer Herkunftsfamilie und ihrer religiösen Kulturen wahr- und ernst nehmen
– können die Schülerinnen und Schüler angesichts der gegenwärtigen kulturellen und religiösen Vielfalt religionspädagogische Modelle der Förderung gegenseitiger Anerkennung umsetzen
THEMENBEREICHE UND AN KOMPETENZEN ORIENTIERTE EINZELTHEMEN
I. Jahrgang:
Semester (Kompetenzmodul 1)
Freiheit und Verantwortung
Werte und Normen vor dem Hintergrund der Freiheit
Klärung der Begriffe: gut – böse, Ethik – Moral
Erziehung zum mündigen Christen, zur mündigen Christin
Gott – Gottesfrage
Biographische Auseinandersetzung mit dem eigenen Gottesbild
Zuspruchserfahrungen von Gottes Liebe im eigenen Leben und in der Geschichte
Zusammenhang zwischen Grundvertrauen und Gottesglauben
Gottes- und Nächstenliebe als Antwort
Glaube – Kirche – Feste
Ausdruck des Glaubens
Unterwegs sein – Wallfahrten
Weltethos, das Gebot der Nächstenliebe
Vorbild Jesus von Nazaret – prophetisches Christentum
Jesus Christus, Sohn Gottes
Die Abba-Beziehung Jesu
Aufbrüche und Umbrüche – Umgang mit Neuem
Religionspädagogische Innovationen und Entwicklungen
Symbole – Rituale – Sakramente
Sakrament der Taufe und der Firmung
Sakrament der Versöhnung
Sakrament der Krankensalbung
Liturgische Riten – Liturgieverständnis
Sakralraumpädagogik
Kinder im Gottesdienst
Semester (Kompetenzmodul 2)
Heil – Unheil – Erlösung
Erfahrung von Schuld und Leid, Vulnerabilität und Fragilität menschlichen Lebens
Mit Kindern Versöhnung feiern
Schöpfung – Geschöpflichkeit
Individualität – Identität – Würde des Menschen
Der Mensch als Geschöpf und Mitschöpfer
In Beziehung mit der Schöpfung leben – Spiritualität und Verantwortung
Pädagogik der Langsamkeit
Bibel – Tradition
Grundzüge biblischer Ethik
Paulus und die neutestamentlichen Briefe
Erzeltern des Glaubens – Abraham und Sara
Mose und die Exoduserzählung
Kultur – Religion – Religionen
Die religiöse Entwicklung des Kindes, religiöse Entwicklungsstufen
Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit
II. Jahrgang:
Semester (Kompetenzmodul 3)
Freiheit und Verantwortung
Verantwortung für das ungeborene Leben, Humangenetik
Einstellung zu Krankheit, Alter, Tod – menschenwürdiges Sterben
Gott – Gottesfrage
Offenbarung und Wirken Gottes in der Geschichte und der Glaube an den dreifaltigen Gott
Reich Gottes – Barmherzigkeit, Vergebung und Versöhnung als Zeichen des Gottesreiches
Glaube – Kirche – Feste
Geschichte der Kirche
Vielfalt der Kirchenbilder
Kunst und Kirche
Vorbild Jesus von Nazaret – prophetisches Christentum
Prophetinnen und Propheten des Ersten Testaments
Zivilcourage in Gesellschaft, Wirtschaft, Politik und Kirche
Symbole – Rituale – Sakramente
Kräfteschulung
Ganzheitlich-sinnorientierte Pädagogik, religionssensibles Lernen
Symbolgeschichten und Symbolgestalten
Die Bedeutung von Symbolen in der modernen Welt für die kindliche Entwicklung
Semester (Kompetenzmodul 4)
Heil – Unheil – Erlösung
Die Passion Jesu
Tod und Auferstehung in der Liturgie
Entwicklung der kindlichen Todesvorstellung
Eschatologie – Himmel, Hölle und ihre Bilder
Schöpfung – Geschöpflichkeit
Als Mann und Frau geschaffen, Frau sein – Mann sein
Vielfalt sexueller Orientierungen
Partnerschaft und Familie, Singleleben, Ehelosigkeit
Sakrament der Ehe
Bibel – Tradition
Literarische Gattungen
Psalmen
Biblische Geschichten
Biblisches Erzählen – Narrative Theologie
Kultur – Religion – Religionen
Weltreligionen im Dialog
Respekt – Begegnung – Vorschriften – Rituale
Interkulturelles und interreligiöses Lernen
Kultur als schöpferische Lebensäußerung, Kunst und Religion
Das Bild des Kindes, die Stellung der Frau in den Weltreligionen
III. Jahrgang:
Semester (Kompetenzmodul 5)
Freiheit und Verantwortung
Elternarbeit zu religiöser Bildung und interreligiöser Begegnung
Religiöse Weiterbildung – Notwendigkeit und Angebote
Berufsethik
Beruf – Berufung
Macht und Ohnmacht, Erfolg und Misserfolg in der Arbeit mit Kindern
Gott – Gottesfrage
Gottesfrage in den Religionen
Radikale Lebens- und Gottsuche
Geschäft mit existentiellen Sehnsüchten
Philosophieren und Theologisieren mit Kindern
Glaube – Kirche – Feste
Dienst am Menschen, Diakonia – Martyria – Liturgia
Struktur der Kirche, kirchliche Ämter für Frauen und Männer
Kinder im Gottesdienst
Vorbild Jesus von Nazaret – prophetisches Christentum
Der Priester als Zeichen – das Sakrament der Priesterweihe
Frauen in Bibel, Kirche und Gesellschaft
Feministische Theologie
Symbole – Rituale – Sakramente
Theologie und Feier der Sakramente
Liturgische Feiern mit Kindern und Jugendlichen
Formen der Marienverehrung – Maria
Semester (Kompetenzmodul 6)
Heil – Unheil – Erlösung
Reflexion der persönlichen Glaubens- und Zweifelsgeschichte
Theodizee
Befreiende Antworten aus der Bibel
Kinderfreuden – Kinderleiden – Kinderkultur
Schöpfung – Geschöpflichkeit
Schöpfung und Evaluation – religiöse und philosophische Zugänge
Schöpfung mit Kindern erleben und feiern
Bibel – Tradition
Bibel und Literatur
Kinderbibeln – Auswahlkriterien
Kultur – Religion – Religionen
Religionskritik
Erscheinungsformen des Atheismus
Aufbruchsbewegungen in der Kirche
Anlage 16
LEHRPLAN FÜR DEN KATHOLISCHEN RELIGIONSUNTERRICHT FÜR DEN LEHRGANG DER BILDUNGSANSTALT FÜR ELEMENTARPÄDAGOGIK FÜR ABSOLVENTINNEN UND ABSOLVENTEN DER BILDUNGSANSTALT FÜR SOZIALPÄDAGOGIK
Präambel
Im Gegenstand Katholische Religion liegen die Schwerpunkte auf der Religionspädagogik und auf religiöser Bildung des Kindes im elementarpädagogischen Bereich. Der Lehrplan baut auf die Kompetenzen der bereits absolvierten Bildungsanstalt für Sozialpädagogik auf.
Dem Charakter des Lehrplans als Rahmenlehrplan entspricht, dass die Formulierung von inhaltsbezogenen Teilkompetenzen bzw. die damit verbundene thematische Schwerpunktsetzung (vgl. die im Lehrplan genannten Einzelthemen) Aufgabe der Lehrerinnen und Lehrer ist.
Bildungs- und Lehraufgabe:
Entsprechend der Zielsetzung dieses Lehrgangs soll der Religionsunterricht in Abstimmung mit den anderen Unterrichtsgegenständen und aufbauend auf den durch den bisherigen Religionsunterricht erworbenen Kompetenzen die Absolventinnen und Absolventen einer Bildungsanstalt für Sozialpädagogik in den besonderen Aspekten des zusätzlichen Berufsfeldes qualifizieren.
Der Religionsunterricht soll die zukünftigen Elementarpädagoginnen und Elementarpädagogen befähigen, Religion und christlichen Glauben als wesentliche Dimension der (früh)kindlichen Erziehung zu begreifen.
Er soll Prinzipien und Wege einer christlichen Erziehung vertiefen und ermutigen, Verantwortung für religiöse Bildungs- und Erziehungsprozesse im elementarpädagogischen Bereich zu übernehmen.
Im Besonderen ist die Bildungs- und Lehraufgabe des geltenden Lehrplans für den Religionsunterricht an der Bildungsanstalt für Elementarpädagogik zu beachten.
Didaktische Grundsätze:
Der Unterricht in Katholischer Religion ist den allgemeinen didaktischen Prinzipien dieses Lehrgangs sowie den religionsdidaktischen und religionspädagogischen Prinzipien des Lehrplans für den Katholischen Religionsunterricht an Bildungsanstalten für Elementarpädagogik verpflichtet.
Er ist so zu gestalten, dass er eine lebendige, sachlich fundierte Auseinandersetzung mit aktuellen Aufgaben von Elementarpädagoginnen und Elementarpädagogen ermöglicht und Fragen der religiösen und spirituellen Bildung und deren methodisch-didaktischen Umsetzung für Kinder anleitet.
Kompetenzen und ihnen zugeordnete Einzelthemen:
Semester (Kompetenzmodul 1)
Die Schülerinnen und Schüler können die religiöse Dimension in erzieherischen Prozessen wahrnehmen und in der Arbeit mit Kindern gestaltend aufgreifen sowie zentrale Anliegen religiöser Erziehung benennen und im Dialog mit den Bildungspartnern erläutern.
Eigene religiöse Biografie, v.a. die eigene Spiritualität in der Kindheit
Religiöse Erziehung in elementaren Bildungseinrichtungen: Religionspädagogische Konzepte; Religionspädagogischer Bildungs-Rahmen-Plan
Zusammenarbeit mit dem Träger/Erhalter der elementaren Bildungseinrichtung und der Pfarre
Die Schülerinnen und Schüler können die Feste des Kirchenjahres beschreiben und religiöse Feste und liturgische Feiern gemeinschaftsfördernd und sinnstiftend gestalten.
Religiöse Feierkultur und Formen der Kinderliturgie in elementaren Bildungseinrichtungen
Sakralraumpädagogik
Kirchenjahr und christliches Brauchtum und deren Rezeption in elementaren Bildungseinrichtungen
Heilige – Vorbilder im Glauben; Bedeutung des Namenstages
Gebet und Gebetserziehung
Die Schülerinnen und Schüler können, ausgehend von ihrer persönlichen Auseinandersetzung, philosophisch-theologische Fragen von Kindern wahrnehmen und gestaltend aufgreifen.
Religiöse Sprachfähigkeit und spirituelle Wahrnehmungs- und Erlebnisfähigkeit (hören, schauen, staunen, feiern, genießen, spielen, liebevoll in Beziehung sein, still und ganz da sein im Hier und Jetzt, ...)
Religiöse Entwicklung des Kindes, kindgemäße Formen der Auseinandersetzung mit Religion
Theologisieren mit Kindern
Praktischer Umgang mit biblischen Texten, Kinderbibeln
Semester (Kompetenzmodul 2)
Die Schülerinnen und Schüler können Kinder in ihren Lebenssituationen wahrnehmen und verstehen und sie in ihren Fragen nach Glück und Erfüllung, nach Tod, Schuld und Leid im Sinn der christlichen Erlösungsbotschaft hilfreich begleiten.
Glückserfahrungen, Lebensfreude, Hoffnung, Resilienz – Vulnerabilität, Fragmentarität und Fragilität menschlichen Lebens
Vom Urvertrauen zum Gottvertrauen
Heilsame Jesusbegegnungen
Umgang mit Tod und Trauer, Entwicklung der Todesvorstellungen im Kindesalter
Die Schülerinnen und Schüler können Kinder und Eltern in ihrer Unterschiedlichkeit hinsichtlich Kultur, Weltanschauung und Religion wahrnehmen und diese Diversität für identitätsstärkende Kommunikation nutzen.
Interreligiöses und interkulturelles Lernen: kindgemäße Formen der Begegnung mit Religion(en)
Elternarbeit zu religiöser Bildung und interreligiöser Begegnung
Das Bild des Kindes in den Religionen – Würde des Kindes – Kinderrechte
Anlage 17
LEHRPLAN FÜR DEN KATHOLISCHEN RELIGIONSUNTERRICHT AN DER FACHSCHULE FÜR SOZIALBERUFE MIT PFLEGEVORBEREITUNG
Präambel
Der Lehrplan benennt Kompetenzen und ordnet sie Themenbereichen und Einzelthemen zu. Die Themenbereiche sind ab der zweiten Klasse auf Semester (Kompetenzmodule) aufgeteilt.
Dem Charakter des Lehrplans als Rahmenlehrplan entspricht, dass die Formulierung von inhaltsbezogenen Teilkompetenzen und die damit verbundene thematische Schwerpunktsetzung (vgl. die im Lehrplan genannten Einzelthemen) Aufgabe der Lehrerinnen und Lehrer ist.
Bildungs – und Lehraufgabe
1.1 Katholischer Religionsunterricht im Rahmen der schulischen Bildung
Im Religionsunterricht verwirklicht die Schule in besonderer Weise ihren Auftrag zur Mitwirkung an der religiösen Bildung (§ 2 Schulorganisationsgesetz) in Form eines eigenen Unterrichtsgegenstandes. Dieser versteht sich als Dienst an den Schülerinnen und Schülern und an der Schule.
Der Religionsunterricht ist konfessionell geprägt und gewinnt aus seiner Orientierung an der biblischen Offenbarung und der kirchlichen Tradition seinen Standpunkt.
Er nimmt das unterschiedliche Ausmaß kirchlicher Sozialisation bzw. religiöser Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler durch Differenzierung und Individualisierung ernst und will alle Schülerinnen und Schüler ansprechen, wie unterschiedlich ihre religiösen Einstellungen auch sein mögen.
Im Sinne ganzheitlicher Bildung hat der Religionsunterricht kognitive, affektive und handlungsorientierte Ziele, die – entsprechend dem christlichen Menschenbild – davon ausgehen, dass der Mensch auf Transzendenz hin ausgerichtet ist. So erhalten die zu behandelnden Grundfragen nach Herkunft, Zukunft und Sinn eine religiöse Dimension.
1.2 Inhalt und Anliegen des Religionsunterrichts
In der Mitte des Religionsunterrichts stehen die Schülerinnen und Schüler, ihr Leben und ihr Glaube. Inhalt des Religionsunterrichts sind daher sowohl das menschliche Leben als auch der christliche Glaube, wie er sich im Laufe der Geschichte entfaltet hat und in den christlichen Gemeinden gelebt wird.
Lebens-, Glaubens- und Welterfahrungen der Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer werden dabei aus der Perspektive des christlichen Glaubens reflektiert und gedeutet. Dieser Glaube hat in Jesus Christus seine Mitte.
Zugleich werden junge Menschen ermutigt, ihre persönlichen Glaubensentscheidungen zu treffen und dementsprechend ihr Leben und ihren Glauben zu gestalten. Damit leistet der Religionsunterricht einen wesentlichen Beitrag zur Sinnfindung, zu religiöser Sachkompetenz und zur Werteerziehung und trägt auch zur Gestaltung des Schullebens und der Schulkultur bei.
1.3 Bedeutung des Religionsunterrichts für die Gesellschaft
Der Religionsunterricht zielt darauf ab, dass die Schülerinnen und Schüler besser mit sich selbst und mit der eigenen Religion und Konfession vertraut werden. Die Auseinandersetzung mit der eigenen Herkunft und der Zugehörigkeit zur katholischen Glaubensgemeinschaft soll einen Beitrag zur Bildung von Identität leisten, die eine unvoreingenommene und angstfreie Öffnung gegenüber dem Anderen erleichtert. Das erfordert eine entsprechende Beschäftigung mit anderen Kulturen, Religionen, Weltanschauungen und Trends. Es geht sowohl um eine Befähigung zu Respekt gegenüber Menschen mit unterschiedlichen Überzeugungen als auch gegebenenfalls um die Kompetenz zu sachlich begründetem Einspruch.
Die Thematisierung der gesellschaftlichen Bedeutung von christlichem Glauben soll zum Einsatz für ein menschenwürdiges Leben aller, für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung ermutigen und befähigen. Damit verbunden ist die Einladung an die Schülerinnen und Schüler, sich in Kirche und Gesellschaft sowie in ihrer Berufs- und Arbeitswelt zu engagieren.
1.4 Stellung des Religionsunterrichts an der Fachschule für Sozialberufe mit Pflegevorbereitung
Der Religionsunterricht ist Teil des Bildungs- und Erziehungsauftrages der betreffenden Schulart. Sie dient der Erweiterung und Vertiefung der bereits erworbenen Allgemeinbildung und vermittelt Kenntnisse und Fertigkeiten, die zur Ausübung eines Berufes auf sozialem und wirtschaftlichem Gebiet befähigen und auf Tätigkeiten und Ausbildungen im Gesundheitsbereich vorbereiten.
Religiöse Bildung ist unverzichtbarer Bestandteil der Allgemeinbildung sowie der beruflichen Bildung. Sie fördert insbesondere die Reflexion und Mitgestaltung der beruflichen Lebenswelt. Die Schülerinnen und Schüler werden in ihrem Fühlen, Denken und Handeln, in ihren Hoffnungen, Freuden und Ängsten ernst genommen. Dadurch sollen die Schülerinnen und Schüler zur selbstständigen Lebensbewältigung ermutigt und zu verantwortungsbewusstem Handeln befähigt werden. Der Religionsunterricht will der Erweiterung des geistigen Horizonts dienen, zur Kritikfähigkeit und zu einer empathischen Grundeinstellung hinführen und soziale Kompetenz fördern.
Der Religionsunterricht ermöglicht fächerverbindendes Arbeiten und strebt die Zusammenarbeit mit anderen Unterrichtsgegenständen an.
Religiöse Übungen fördern performatives Lernen und stärken Gemeinschaft und Solidarität.
Didaktische Grundsätze
Der Lehrplan für den Religionsunterricht an der Fachschule für Sozialberufe mit Pflegevorbereitung ist in Verbindung mit dem Gesamtlehrplan zu lesen und ist ein Lehrplan mit Rahmencharakter. Dieser ermöglicht den Religionslehrerinnen und Religionslehrern Veränderungen und Neues in Kultur, Gesellschaft, Religion und in den einschlägigen Berufsfeldern zu berücksichtigen sowie die einzelnen Lehrplaninhalte den schulspezifischen und situationsspezifischen Zielsetzungen gemäß zu gewichten.
Die Einzelthemen sind in Hinblick auf die zugeordneten Kompetenzen zu verstehen und können situations- und zielgruppenorientiert ausgewählt werden. Dabei ist darauf zu achten, dass der Themenbereich so repräsentativ und elementar wie möglich dargestellt wird.
Auf Grund von aktuellen Ereignissen, schulspezifischen Gegebenheiten, Projekten u.Ä. kann von der Klassen – bzw. Semesterzuordnung abgewichen werden.
2.1 Allgemeindidaktische Prinzipien
Der Religionsunterricht hat als Unterrichtsgegenstand an der Fachschule für Sozialberufe mit Pflegevorbereitung seinen Beitrag zu den Erziehungs- und Bildungsaufgaben der österreichischen Schule zu leisten. Die allgemeinen didaktischen Prinzipien sind im Lehrplan der Fachschule im Abschnitt IV geregelt.
2.2 Religionsdidaktische Prinzipien
Darüber hinaus hat der Religionsunterricht spezifische religionsdidaktische Prinzipien unter besonderer Berücksichtigung der Korrelation und der Elementarisierung zu beachten.
Er soll
– die Lebens- und Glaubenserfahrung,
– das Leben der Kirche und die Feste des Kirchenjahres,
– die spirituelle Dimension sowie
– den ökumenischen, interreligiösen und interkulturellen Dialog einbeziehen.
Die Schülerinnen und Schüler sollen die Möglichkeit haben
– ihre Praktikumserfahrungen zu reflektieren,
– im Umgang mit der Bibel zu lernen und Orientierung für ihr Leben zu finden und
– die besondere Sprache von Bildern und Symbolen kennenzulernen.
Kompetenzen (Bildungs- und Lehraufgabe/ Lernergebnisse des Pflichtgegenstandes Religion rk)
Im Bereich Freiheit – Verantwortung – Solidarität
– können die Schülerinnen und Schüler lebensrelevante Werte und gesellschaftliche Entwicklungen wahrnehmen und aus christlichem Selbstverständnis beschreiben.
– können die Schülerinnen und Schüler ethische Modelle benennen, und für das spätere Berufsleben diskutieren.
– können die Schülerinnen und Schüleraus einer christlichen Haltung Verantwortung für sich und das Miteinander übernehmen.
Im Bereich Gott – Mensch – Welt
– können die Schülerinnen und Schüler die Welt als von Gott anvertraut sehen und zu einem nachhaltigen Umgang mit der Schöpfung beitragen.
– können die Schülerinnen und Schüler verschiedene Gottesbilder in deren Unterschiedlichkeit und biografischen Entwicklung wahrnehmen, beschreiben und kommunizieren.
– können Schülerinnen und Schüler den Menschen als Geschöpf Gottes verstehen und in seiner Diversität bejahen.
Im Bereich Jesus der Christus
– können die Schülerinnen und Schüler die Eckpunkte des Lebens und Glaubens des Juden Jesus von Nazaret und seiner Botschaft darstellen.
– können Schülerinnen und Schüler Leiden, Sterben und Auferstehung Jesu Christi als Hoffnungsbild für Menschen beschreiben.
– können die Schülerinnen und Schüler die Heilsbotschaft Jesu in ihrer vielfältig prägenden Kraft deuten und ins Leben heute übersetzen.
Im Bereich Glaube – Kirche – Feste
– können die Schülerinnen und Schüler ihr Leben in unterschiedlichen sozialen Bezügen unter dem Anspruch der Selbst-, Nächsten- und Gottesliebe beschreiben und Feste als Ausdruck der Gemeinschaft wahrnehmen.
– können die Schülerinnen und Schüler die Bedeutung von Alltagsritualen für die persönliche Entwicklung reflektieren und religiöse Feiern mitgestalten.
– können die Schülerinnen und Schüler die Sprache der Symbole deuten und die Sakramente als Zeichen der Nähe Gottes beschreiben.
Im Bereich Offenbarung – Bibel – Tradition
– können die Schülerinnen und Schüler die Spuren der Offenbarung Gottes in Leben und Geschichte wahrnehmen und die Bibel als Ausdruck des Weges Gottes mit den Menschen deuten.
– können die Schülerinnen und Schüler ausgehend von einer persönlichen Auseinandersetzung biblische Texte erschließen und in die Begegnung mit Menschen einbringen.
– können die Schülerinnen und Schüler die Entstehung und Praxis kirchlicher Tradition(en) beschreiben.
Im Bereich Leben in Fülle – Tod – Würde
– können die Schülerinnen und Schüler die christliche Botschaft vom „Leben in Fülle“ beschreiben und in der Begegnung mit Menschen einbringen.
– können die Schülerinnen und Schüler unterschiedliche Jenseitsvorstellungen beschreiben und Leid, Sterben, Tod und Trauer aus christlicher Perspektive reflektieren.
– können die Schülerinnen und Schüler unterschiedliche Begründungsansätze für Würde diskutieren und das Leben in seiner Unantastbarkeit begreifen.
Im Bereich Heil – Unheil – Erlösung
– können die Schülerinnen und Schüler Menschen in deren beglückenden wie leidvollen Lebenssituationen wahrnehmen und sie im Sinn der christlichen Erlösungsbotschaft empathisch begleiten.
– können sich die Schülerinnen und Schüler in Alltags – wie Krisensituationen der Sinnfrage stellen und vielfältige Sinnangebote diskutieren.
– können die Schülerinnen und Schüler Unrechtssituationen wahrnehmen, in ungerechten Strukturen Schuldverstrickungen erkennen und gerechte Lösungsansätze entwickeln.
Im Bereich Kultur – Religion – Weltanschauungen
– können die Schülerinnen und Schüler das Religiöse in Alltag, Kunst und Kultur wahrnehmen.
– können die Schülerinnen und Schüler Welt- und Lebensdeutungen der Religionen beschreiben und sich mit ihnen respektvoll auseinandersetzen.
– können die Schülerinnen und Schüler sich mit verschiedenen Weltanschauungen auseinandersetzen und Ideologien erkennen.
Themenbereiche und an Kompetenzen orientierte Einzelthemen (Lehrstoff)
I. Klasse:
Semester
Semester
Freiheit – Verantwortung – Solidarität
Lebensbedeutsame Werte: meine – deine – unsere Werte
Freiheit von – Freiheit zu
Menschenrechte, Gerechtigkeit
Gott – Mensch – Welt
Biografie und Gottesbild
Das Bild vom Menschen, Menschenbilder – Gottesbilder – christliches Menschenbild
Gottesbilder der abrahamitischen Religionen
Jesus der Christus
Das Leben Jesu und seine Lebenspraxis
Botschaft Jesu: das Dreifachgebot der Liebe
Der Jude Jesus in seiner Zeit; Jesusdeutungen im Laufe der Geschichte
Glaube – Kirche – Feste
Selbstannahme und Beziehungsfähigkeit: Halt – Zuspruch – Heilung
Rituale und ihre Funktionen/Bedeutungen in unterschiedlichen Lebenssituationen
Liturgie der zentralen Feste des Kirchenjahres
Offenbarung – Bibel – Tradition
Heilige Schrift: Erfahrungen und Zugänge
Biblische Geschichte als Heilsgeschichte
Biblische Frauengestalten; Stellung der Frau in den Religionen
Leben in Fülle – Tod – Würde
Beziehung, Lebensfreude, Lebensglück
Wert und Würde des Lebens
Lebensformen: Ehe, Familie, Partnerschaft, Freundschaft, Ordensgemeinschaft
Heil – Unheil – Erlösung
Sucht/Süchte und Sehnsucht nach sinnerfülltem Leben
Angst – Ängste – Zwänge
Armut, bedrohtes Leben
Kultur – Religion – Weltanschauungen
Erscheinungsformen des Religiösen – Phänomen Religion
Weltbilder, Weltanschauungen, Ideologien
Judentum – Christentum – Islam
II. Klasse:
Semester – Kompetenzmodul 3
Freiheit – Verantwortung – Solidarität
Leben in Entscheidungen, Gewissen, Gewissensbildung
Ethik und Moral, Normen und Werte
Soziale Verantwortung
Gott – Mensch – Welt
Religiöse Erziehung und Entwicklung
Schöpfung und Geschöpflichkeit, Diversität
Der dreifaltig liebende Gott – Heilsgeschichte
Jesus der Christus
Jesu Zuwendung und Hinwendung: Heilungs- und Wundererzählungen
Abba-Beziehung Jesu; Vater unser
Das Jesusbild in den abrahamitischen Religionen
Glaube – Kirche – Feste
Gottes liebende Zuwendung in den Sakramenten
Die Sprache der Symbole; Begriff „heilig“
Persönliche Spiritualität (Gebet, Stille, Meditation, Psalmen,...)
Semester – Kompetenzmodul 4
Offenbarung – Bibel – Tradition
Biblische Erzählungen als Narrativ menschlicher Grunderfahrungen
Die Exoduserzählung; Exodus in Geschichte und Gegenwart
Biblische Ethik: Dekalog, Bergpredigt, Goldene Regel
Leben in Fülle – Tod – Würde
Christliche Ethik des Lebens
Fragilität menschlichen Lebens – Krankheiten, Behinderungen, Beeinträchtigungen, Schmerz und Trauer
Körperlichkeit, Geschlechtlichkeit, Intimität; Religions- und kultursensible Pflege und Betreuung
Heil – Unheil – Erlösung
Persönliche Grenzen und Möglichkeiten
Umgang mit Misserfolg; Scheitern und Wachsen
Erfahrungen von Gewalt und Ohnmacht, Ausbeutung und Versklavung, strukturelle Ungerechtigkeit
Kultur – Religion – Weltanschauungen
Heilige Zeichen, Orte und Zeiten; Religion – Kunst – Kultur
Ersatzreligionen (Ernährung, Sport, Medien, …), Esoterik
Hinduismus – Buddhismus – Östliche Philosophien
III. Klasse:
Semester – Kompetenzmodul 5
Freiheit – Verantwortung – Solidarität
Leben mit Behinderungen und Einschränkungen
Berufsethische Fragestellungen
Resilienz, Leistungsdruck
Gott – Mensch – Welt
Glauben in einer säkularen Welt, Glaubenszweifel
Vulnerabilität und Fragmentarität menschlichen Lebens
Naturwissenschaft und Glaube
Jesus der Christus
Jesuanische Ethik; Gleichnisse
Passion – Ostern: Sieg des Lebens über den Tod
Jesusdarstellungen in Literatur, Film, bildender Kunst, Musik,...
Glaube – Kirche – Feste
Einrichtungen kirchlicher Trägerschaften und deren soziales Engagement
Fasten und Feste feiern in den Religionen
Feste, Feiern und Rituale in Betreuung und Pflege
Semester – Kompetenzmodul 6
Offenbarung – Bibel – Tradition
Bibel und die Künste
Von Jesus zum Christentum: Judentum – Jesusbewegung – kirchliche Tradition
Leben in Fülle – Tod – Würde
Heils- und Erlösungslehren, Glaube an die Auferstehung
Empathie und Fürsorge, Nächstenliebe; Spiritual care – Begleitung und Stärkung
Verantwortung und Missbrauch in Familien und Institutionen
Heil – Unheil – Erlösung
Glück, Erfüllung, Heil
Erfahrung von Schuld und Leid; Theodizee
Die Gottesreich-Botschaft Jesu
Kultur – Religion – Weltanschauungen
Christliche Kirchen, Ökumene
Religiöse Praxis in einer säkularen und religiös vielfältigen Gesellschaft
Interreligiöses Begegnungslernen
Anlage 18
LEHRPLAN FÜR EN KATHOLISCHEN RELIGIONSUNTERRICHT AN DER HÖHEREN LEHRANSTALT FÜR PFLEGE UND SOZIALBETREUUNG
Präambel
Der Lehrplan benennt Kompetenzen und ordnet sie Themenbereichen und Einzelthemen zu. Die Themenbereiche sind vom zweiten bis zum fünften Jahrgang auf Semester aufgeteilt.
Dem Charakter des Lehrplans als Rahmenlehrplan entspricht, dass die Formulierung von inhaltsbezogenen Teilkompetenzen und die damit verbundene thematische Schwerpunktsetzung (vgl. die im Lehrplan genannten Einzelthemen) Aufgabe der Lehrerinnen und Lehrer ist.
Bildungs- und Lehraufgabe
1.1 Katholischer Religionsunterricht im Rahmen der schulischen Bildung
Im Religionsunterricht verwirklicht die Schule in besonderer Weise ihren Auftrag zur Mitwirkung an der religiösen Bildung (§ 2 Schulorganisationsgesetz) in Form eines eigenen Unterrichtsgegenstandes. Dieser versteht sich als Dienst an den Schülerinnen und Schülern und an der Schule.
Der Religionsunterricht ist konfessionell geprägt und gewinnt aus seiner Orientierung an der biblischen Offenbarung und der kirchlichen Tradition seinen Standpunkt.
Er nimmt das unterschiedliche Ausmaß kirchlicher Sozialisation bzw. religiöser Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler durch Differenzierung und Individualisierung ernst und will alle Schülerinnen und Schüler ansprechen, wie unterschiedlich ihre religiösen Einstellungen auch sein mögen.
Im Sinne ganzheitlicher Bildung hat der Religionsunterricht kognitive, affektive und handlungsorientierte Ziele, die – entsprechend dem christlichen Menschenbild – davon ausgehen, dass der Mensch auf Transzendenz hin ausgerichtet ist. So erhalten die zu behandelnden Grundfragen nach Herkunft, Zukunft und Sinn eine religiöse Dimension.
1.2 Inhalt und Anliegen des Religionsunterrichts
In der Mitte des Religionsunterrichts stehen die Schülerinnen und Schüler, ihr Leben und ihr Glaube. Inhalt des Religionsunterrichts sind daher sowohl das menschliche Leben als auch der christliche Glaube, wie er sich im Laufe der Geschichte entfaltet hat und in den christlichen Gemeinden gelebt wird.
Lebens-, Glaubens- und Welterfahrungen der Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer werden dabei aus der Perspektive des christlichen Glaubens reflektiert und gedeutet. Dieser Glaube hat in Jesus Christus seine Mitte.
Zugleich werden junge Menschen ermutigt, ihre persönlichen Glaubensentscheidungen zu treffen und dementsprechend ihr Leben und ihren Glauben zu gestalten. Damit leistet der Religionsunterricht einen wesentlichen Beitrag zur Sinnfindung, zu religiöser Sachkompetenz und zur Werteerziehung und trägt auch zur Gestaltung des Schullebens und der Schulkultur bei.
1.3 Bedeutung des Religionsunterrichts für die Gesellschaft
Der Religionsunterricht zielt darauf ab, dass die Schülerinnen und Schüler besser mit sich selbst und mit der eigenen Religion und Konfession vertraut werden. Die Auseinandersetzung mit der eigenen Herkunft und der Zugehörigkeit zur katholischen Glaubensgemeinschaft soll einen Beitrag zur Bildung von Identität leisten, die eine unvoreingenommene und angstfreie Öffnung gegenüber dem Anderen erleichtert. Das erfordert eine entsprechende Beschäftigung mit anderen Kulturen, Religionen, Weltanschauungen und Trends, die unsere pluralistische Welt prägen. Es geht sowohl um eine Befähigung zu Respekt gegenüber Menschen mit unterschiedlichen Überzeugungen als auch gegebenenfalls um die Kompetenz zu sachlich begründetem Einspruch.
Die Thematisierung der gesellschaftlichen Bedeutung von christlichem Glauben soll zum Einsatz für ein menschenwürdiges Leben aller, für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung ermutigen und befähigen. Damit verbunden ist die Einladung an die Schülerinnen und Schüler, sich in Kirche und Gesellschaft sowie in ihrer Berufs- und Arbeitswelt zu engagieren.
1.4 Stellung des Religionsunterrichts an der Höheren Lehranstalt für Pflege und Sozialbetreuung
Der Religionsunterricht ist Teil des Bildungs- und Erziehungsauftrages dieser Schulart. Religiöse Bildung ist unverzichtbarer Bestandteil der Allgemein- und Persönlichkeitsbildung sowie der beruflichen Bildung. Im Sinn eines integrativen Ansatzes verbindet der Religionsunterricht an der Höheren Lehranstalt für
Pflege und Sozialbetreuung diese Aspekte und versteht sich mit seinen Beiträgen zur Sach-, Selbst- und Sozialkompetenz als wesentlich vernetzender und vertiefender Teil in der Ausbildung der Schülerinnen und Schüler. Die Zusammenarbeit der Religionslehrerinnen und Religionslehrer mit den Kolleginnen und Kollegen der anderen Unterrichtsgegenstände ist anzustreben.
Im Bereich der Allgemeinbildung ist es wichtig, die jüdisch-christlichen Wurzeln unserer Kultur zu erkennen und zu verstehen. Religiöse Erfahrungen in Vergangenheit und Gegenwart sollen für die Deutung persönlicher und gesellschaftlicher Suchbewegungen fruchtbar werden. Dazu sollen die Sprache und Symbolwelt der Religion, welche die Tiefendimension menschlicher Existenz berühren, erschlossen und eingeübt werden.
Im Bereich der Persönlichkeitsbildung sind die Schülerinnen und Schüler in ihren individuellen Fähigkeiten, ihrer Biographie und ihren vielfältigen Entfaltungsmöglichkeiten zu achten.
Im Bereich der spezifischen Berufsausbildung sollen vor allem folgende Aspekte berücksichtigt werden:
– Die persönliche biographische Auseinandersetzung mit den eigenen Werthaltungen, die zu Verantwortung und Authentizität in der Kommunikation mit anvertrauten Menschen befähigen soll.
– Die Förderung der Sensibilität dafür, was dem Leben aller dient, aber auch, was Leben zerstört.
– das Erkennen der Unverfügbarkeit menschlichen Lebens und der Unantastbarkeit seiner Würde.
Didaktische Grundsätze
Der Lehrplan für den Religionsunterricht an der Höheren Lehranstalt für Pflege und Sozialbetreuung ist in Verbindung mit dem Gesamtlehrplan zu lesen und ist ein Lehrplan mit Rahmencharakter. Dieser ermöglicht den Religionslehrerinnen und Religionslehrern Veränderungen und Neues in Kultur, Gesellschaft, Religion und den einschlägigen Berufsfeldern zu berücksichtigen sowie die einzelnen Lehrplaninhalte den schulspezifischen und situationsspezifischen Zielsetzungen gemäß zu gewichten.
Die Einzelthemen sind im Blick auf die Kompetenzen, denen sie zugeordnet sind, zu verstehen und können situations- und zielgruppenorientiert ausgewählt werden. Dabei ist darauf zu achten, dass der Themenbereich so repräsentativ und elementar wie möglich dargestellt wird.
Auf Grund von aktuellen Ereignissen, schulspezifischen Gegebenheiten, Projekten u.Ä. kann von der Jahrgangs- bzw. Semesterzuordnung abgewichen werden.
2.1. Allgemeindidaktische Prinzipien
Die allgemeindidaktischen Grundsätze sind im Lehrplan der Höheren Lehranstalt für Pflege und Sozialbetreuung, Abschnitt V geregelt.
2.2 Religionsdidaktische Prinzipien
Diese umfassen insbesondere die Berücksichtigung bzw. Förderung
– der Korrelationsdidaktik
– des Verstehens der Bilder- und Symbolsprache
– der geschichtlichen Dimension der Themen
– der Ökumene
– des interreligiösen Dialogs
– der Spiritualität
– der religiösen Entwicklung
– des Lernens anhand von Lebens- und Glaubensgeschichten
– des biblischen Lernens
– des Lernens durch religiöse Übungen
Kompetenzen (Bildungs- und Lehraufgabe/ Lernergebnisse des Pflichtgegenstandes Religion rk)
Im Bereich Freiheit – Verantwortung – Solidarität
– können die Schülerinnen und Schüler lebensrelevante Werte und gesellschaftliche Entwicklungen wahrnehmen und beschreiben und aus christlichem Selbstverständnis reflektieren.
– können Schülerinnen und Schüler ethische Modelle beschreiben, auf dem Hintergrund christlicher Werthaltungen diskutieren und für das spätere Berufsleben reflektieren.
– können die Schülerinnen und Schüler den christlichen Auftrag für soziale Gerechtigkeit erläutern und Verantwortung für sich und das Miteinander übernehmen.
Im Bereich Gott – Mensch – Welt
– können die Schülerinnen und Schüler die Welt als Teil des Universums und als von Gott anvertraut sehen und zu einem nachhaltigen Umgang mit der Schöpfung beitragen.
– können die Schülerinnen und Schüler verschiedene Gottesbilder in deren Unterschiedlichkeit und biografischen Entwicklung differenziert wahrnehmen, beschreiben und kommunizieren.
– können Schülerinnen und Schüler den Menschen als Geschöpf Gottes verstehen und in seiner Diversität bejahen.
Im Bereich Jesus der Christus
– können die Schülerinnen und Schüler die Eckpunkte des Lebens und Glaubens des Juden Jesus von Nazaret und seiner Botschaft darstellen.
– können Schülerinnen und Schüler Leiden, Sterben und Auferstehung Jesu Christi als Hoffnungsbild für Menschen reflektieren.
– können die Schülerinnen und Schüler die Heilsbotschaft Jesu in ihrer vielfältig prägenden Kraft deuten und ins Leben heute übersetzen.
Im Bereich Glaube – Kirche – Feste
– können die Schülerinnen und Schüler ihr Leben in unterschiedlichen sozialen Bezügen unter dem Anspruch der Selbst-, Nächsten- und Gottesliebe reflektieren und Feste als Ausdruck der Gemeinschaft verstehen.
– können die Schülerinnen und Schüler die Bedeutung von Alltagsritualen, Gebetsformen und religiösen Feiern für die persönliche Entwicklung reflektieren und mit Menschen aus unterschiedlichen kulturellen und religiösen Herkünften gestalten.
– können die Schülerinnen und Schüler die Sprache der Symbole deuten und die Sakramente als Zeichen der Nähe Gottes verstehen.
Im Bereich Offenbarung – Bibel – Tradition
– können die Schülerinnen und Schüler die Spuren der Offenbarung Gottes in Leben und Geschichte wahrnehmen und die Bibel als Ausdruck des Weges Gottes mit den Menschen verstehen.
– können die Schülerinnen und Schüler biblische Texte erschließen und ausgehend von einer persönlichen Auseinandersetzung in die Arbeit mit Menschen einbringen.
– können die Schülerinnen und Schüler ausgehend von der jüdisch-christlichen Jesusbewegung die Entstehung und Praxis kirchlicher Tradition(en) beschreiben.
Im Bereich Leben in Fülle – Tod – Würde
– können die Schülerinnen und Schüler die christliche Botschaft vom „Leben in Fülle“ beschreiben und im beruflichen Kontext in der Begegnung mit Menschen umsetzen.
– können die Schülerinnen und Schüler unterschiedliche Jenseitsvorstellungen beschreiben und Leid, Sterben, Tod und Trauer aus christlicher Perspektive reflektieren.
– können die Schülerinnen und Schüler unterschiedliche Begründungsansätze für Würde diskutieren und das Leben in seiner Unverfügbarkeit und Unantastbarkeit begreifen.
Im Bereich Heil – Unheil – Erlösung
– können die Schülerinnen und Schüler Menschen in deren beglückenden wie leidvollen Lebenssituationen wahrnehmen und verstehen und sie im Sinn der christlichen Erlösungsbotschaft empathisch begleiten.
– können sich die Schülerinnen und Schüler in Alltags – wie Krisensituationen der Sinnfrage stellen und vielfältige Sinnangebote diskutieren und bewerten.
– können die Schülerinnen und Schüler Unrechtssituationen wahrnehmen, in ungerechten Strukturen Schuldverstrickungen erkennen und gerechte Lösungsansätze entwickeln.
Im Bereich Kultur – Religion – Weltanschauungen
– können die Schülerinnen und Schüler in Kunst und Kultur die religiöse Dimension wahrnehmen und sakrale Bereiche in ihrer Bedeutung für Menschen erschließen.
– können die Schülerinnen und Schüler wichtige Welt- und Lebensdeutungen der Religionen beschreiben, unterscheiden und sich mit ihnen aus christlicher Perspektive respektvoll auseinandersetzen.
– können die Schülerinnen und Schüler sich mit verschiedenen Weltanschauungen und Ideologien kritisch auseinandersetzen.
Themenbereiche und an Kompetenzen orientierte Einzelthemen (Lehrstoff)
I. Jahrgang:
Semester
Semester
Freiheit – Verantwortung – Solidarität
Lebensbedeutsame Werte
Abhängigkeiten und verantwortungsvoller Umgang mit der Freiheit
Spuren Gottes in der Welt – befreiende Gottesbeziehung
Gott – Mensch – Welt
Biografie und Gottesbild
Das Bild vom Menschen, Menschenbilder – Gottesbilder
Biblische Gottesbilder
Jesus der Christus
Jesus in biblischen und außerbiblischen Quellen
Jesusbild im Neuen Testament
Der Jude Jesus und die religiösen Strömungen seiner Zeit
Glaube – Kirche – Feste
Selbstannahme und Beziehungsfähigkeit, Gemeinschaft
Entwicklung von Glauben und Spiritualität
Die Sprache der Symbole; Symbolerfahrung – Symboldidaktik; Begriff „heilig“
Offenbarung – Bibel – Tradition
Heilige Schrift: Erfahrungen und Zugänge
Biblische Geschichte als Heilsgeschichte
Väter und Mütter des Glaubens in der Bibel
Leben in Fülle – Tod – Würde
Beziehung, Lebensfreude, Lebensglück
Wert und Würde des Lebens
Sucht – Sehnsucht
Heil – Unheil – Erlösung
Sehnsucht nach sinnerfülltem Leben
Angst – Ängste – Zwänge
Armut, bedrohtes Leben
Kultur – Religion – Weltanschauungen
Erscheinungsformen des Religiösen – Phänomen Religion
Weltbilder, Weltanschauungen, Ideologien
Abrahamitische Religionen
II. Jahrgang:
Semester (Kompetenzmodul 3)
Freiheit – Verantwortung – Solidarität
Lebensformen: Ehe, Familie, Partnerschaft, Freundschaft, Ordensgemeinschaft
Ethik und Moral, Normen und Werte
Resilienz, Leistungsdruck, Einsamkeit und Teilhabe
Gott – Mensch – Welt
Schöpfung und Geschöpflichkeit, Diversität; Laudato si
Christliches Menschenbild
Gottesbilder der abrahamitischen Religionen
Jesus der Christus
Das Leben Jesu und seine Lebenspraxis
Botschaft Jesu: das Dreifachgebot der Liebe
Jesus in der jüdischen Tradition: Prophet, Rabbi
Glaube – Kirche – Feste
Anerkennung vor jeder Leistung: Halt – Zuspruch – Heilung
Liturgie der zentralen Feste des Kirchenjahres
Rituale und ihre Funktionen/Bedeutungen in unterschiedlichen Lebenssituationen
Semester (Kompetenzmodul 4)
Offenbarung – Bibel – Tradition
Entstehung und Charakteristik biblischer Schriften; Bibelübersetzungen
Die Exoduserzählung; Exodus in Geschichte und Gegenwart
Leben in Fülle – Tod – Würde
Christliche Ethik des Lebens
Christliche Positionen zu ethischen Fragen zum Lebensanfang
Empathie und Fürsorge; Nächstenliebe
Heil – Unheil – Erlösung
Persönliche Grenzen und Möglichkeiten
Fragmentarität und Fragilität menschlichen Lebens
Erfahrungen von Gewalt und Ohnmacht, Ausbeutung und Versklavung
Kultur – Religion – Weltanschauungen
Religion und Kunst, Kultur und Religion
Ersatzreligionen (Ernährung, Sport, Medien, …), Esoterik
Hinduismus und Buddhismus – Östliche Philosophien
III. Jahrgang:
Semester (Kompetenzmodul 5)
Freiheit – Verantwortung – Solidarität
Beziehungsfähigkeit, Selbstentfremdung, Narzissmus
Leben in Entscheidungen, Gewissen, Gewissensbildung und Verantwortung
Menschenrechte, Menschenpflichten, Menschenwürde, Verzweckung des Menschen
Gott – Mensch – Welt
Vulnerabilität und Fragmentarität menschlichen Lebens
Naturwissenschaft und Glaube
Der dreifaltig liebende Gott – Heilsgeschichte
Jesus der Christus
Jesu Zuwendung und Hinwendung: Heilungs- und Wundererzählungen
Das Jesusbild in den abrahamitschen Religionen
Jesus der Messias; Messiaserwartungen
Glaube – Kirche – Feste
Feste, Feiern und Fasten in den Religionen
Sakramente der Initiation: Taufe, Firmung, Eucharistie
Semester (Kompetenzmodul 6)
Offenbarung – Bibel – Tradition
Biblische Ethik: Dekalog, Bergpredigt, Goldene Regel
Biblische Frauengestalten; Stellung der Frau in den Religionen
Leben in Fülle – Tod – Würde
Heils- und Erlösungslehren in den Religionen
Fragilität menschlichen Lebens – Krankheiten, Behinderungen, Beeinträchtigungen, Schmerz und Trauer
Körperlichkeit, Geschlechtlichkeit, Intimität; Religions- und kultursensible Pflege und Betreuung
Heil – Unheil – Erlösung
Glaubens- und Selbstzweifel
Scheitern und Wachsen; Umgang mit Misserfolg und Scheitern
Rache, Hass, Krieg – Frieden, Versöhnung, Liebe
Kultur – Religion – Weltanschauungen
Heilige Zeichen, Orte und Zeiten
Bedeutung von Religion und Glaube für Menschen und Gesellschaft
Weltreligionen im Dialog; Nostra aetate
IV. Jahrgang
Semester (Kompetenzmodul 7)
Freiheit – Verantwortung – Solidarität
Leben mit Behinderungen und Einschränkungen
Angewandte Ethik: aktuelle ethische Fragestellungen
Prinzipien der katholischen Soziallehre
Gott – Mensch – Welt
Religiöse Erziehung und Entwicklung
Atheismus und Agnostizismus
Jesus der Christus
Jesuanische Ethik; Gleichnisse
Abba-Beziehung Jesu; Vater unser
Jesusdeutungen im Laufe der Geschichte
Glaube – Kirche – Feste
Leib-Sorge, Seel-Sorge; Salben und Segnen
Sakrament der Krankensalbung
Sakrament der Versöhnung
Semester (Kompetenzmodul 8)
Offenbarung – Bibel – Tradition
Biblische Erzählungen als Narrativ menschlicher Grunderfahrungen
Biblische Texte bei Feiern und Ritualen
Botschaft und Auftrag: Schutz der und Zuwendung zu den Bedürftigen
Leben in Fülle – Tod – Würde
Jenseitsvorstellungen und Bestattungsrituale in verschiedenen Religionen
Christliche Positionen zu ethischen Fragen zum Lebensende
Verantwortung und Missbrauch in Familien und Institutionen
Heil – Unheil – Erlösung
Dimensionen der Sinnfrage
Erfahrung von Schuld und Leid
Strukturelle Ungerechtigkeit
Kultur – Religion – Weltanschauungen
Christliche Kirchen, Kirchen der Reformation
Kommunikationskultur – Medienethik
Interkulturelles und interreligiöses Begegnungslernen
V. Jahrgang
Semester (Kompetenzmodul 9)
Freiheit – Verantwortung – Solidarität
Option für die Armen, Schutz von Minderheiten
Berufsethische Fragestellungen
Recht, Gerechtigkeit, Demokratie
Gott – Mensch – Welt
Glauben in einer säkularen Welt
Dialog der Religionen
Politische Dimension von Religion
Jesus der Christus
Heilige und Ordensgemeinschaften in der Nachfolge Jesu
Passion – Ostern: Sieg des Lebens über den Tod
Jesusdarstellungen in Literatur, Film, bildender Kunst, Musik
Glaube – Kirche – Feste
Einrichtungen kirchlicher Trägerschaften und deren soziales Engagement
Feste, Feiern und Rituale in Betreuung und Pflege; Gedenk- und Begräbniskultur
Persönliche Spiritualität (Gebet, Stille, Meditation, Psalmen, …)
Semester
Offenbarung – Bibel – Tradition
Von Jesus zum Christentum: Judentum – Jesusbewegung – kirchliche Tradition
Bibel und die Künste
Leben in Fülle – Tod – Würde
Spiritual care – Begleitung und Stärkung
Eschatologie, Glaube an die Auferstehung
Heil – Unheil – Erlösung
Glück, Erfüllung, Heil
Die Reich Gottes – Botschaft Jesu
Theodizee
Kultur – Religion – Weltanschauungen
Ökumene, Modelle des Dialogs und der Zusammenarbeit
Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit
Ökumenische und interreligiöse Feiern
Dieses Dokument ersetzt nicht die offizielle Publikation im Bundesgesetzblatt. Für eventuelle Ungenauigkeiten bei der Übertragung in dieses Format wird keine Haftung übernommen.
Dieser Text wird zu den eigenen Weiterverwendungsbedingungen von RIS veröffentlicht, nicht unter einer Legalize-Lizenz oder einer Public-Domain-Lizenz.
RIS
CC BY 4.0 (Creative Commons Namensnennung 4.0 International)
Quelle: RIS – Rechtsinformationssystem des Bundes, Bundeskanzleramt der Republik Österreich (https://www.ris.bka.gv.at/). Lizenziert unter CC BY 4.0 (Creative Commons Namensnennung 4.0 International). Aus den Daten können keinerlei Rechtsansprüche abgeleitet werden.