Verordnung des Bundesministers für Bildung, Wissenschaft und Forschung, mit der der Lehrplan der Fachschule für pädagogische Assistenzberufe erlassen wird; Bekanntmachung der Lehrpläne für den Religionsunterricht
– Lebensmittel verantwortungsbewusst auswählen und Ernährungsrichtlinien praktisch umsetzen,
– weitere hauswirtschaftliche Tätigkeiten selbständig durchführen.
im Bereich „Transfer in das pädagogische Berufsfeld“
– komplexe Arbeitsabläufe planen und organisieren.
Lehrstoff:
Bereich „Wechselwirkungen“:
Eigenständige Rezeptauswahl, Umweltfreundliche Reinigungs-, Pflege- und Waschmittel, Haushaltsgeräte, Pflanzenpflege
Bereich „Praktische Übungen“:
Vorbereitung und praktische Durchführung zu bestimmten Themen, periodisch wiederkehrende Reinigungstätigkeiten
Bereich „Transfer in das pädagogische Berufsfeld“:
Arbeitspläne
Ausdruck, Gestaltung und Bewegung
5.1 Seminar Kreatives Gestalten
Klasse:
und 2. Semester:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
im Bereich „Bild/Produkt erfassen“
– Bildinhalte erkennen und mit eigenen Worten beschreiben,
– bildnerische Mittel und Techniken erkennen und benennen,
– Fachbegriffe anwenden,
– Werkzeuge benennen,
– unterschiedliche Materialien zuordnen und beschreiben und unter ökologischen Aspekten betrachten,
– Aufgabenstellungen verstehen und umsetzen.
im Bereich „Bild/Produkt konzipieren bzw. machen“
– Methoden zur Ideenfindung anwenden,
– Material, Technik und bildnerische Mittel zielgerichtet einsetzen,
– Sachverhalte bildlich umsetzen,
– eine eigene Bildsprache entwickeln,
– Grundtechniken und Verfahren zur Herstellung und Gestaltung dreidimensionaler Objekte anwenden,
– grundlegende Gestaltungs- und Konstruktionsprinzipien erproben,
– der Aufgabenstellung entsprechende fadenbildende, fadenverstärkende, flächenverbindende oder flächenbildende Verfahren anwenden.
im Bereich „Selbstkompetenz, Interaktion und Kommunikation“
– eigene Arbeitsergebnisse in der Gruppe vorstellen,
– Gestaltungsprozesse beschreiben,
– allgemeine Sicherheitsbestimmungen beachten.
im Bereich „Transfer in das pädagogische Berufsfeld“
– Arbeitsplätze für sich oder eine Gruppe einrichten.
– den Einsatz einfacher Techniken planen.
Lehrstoff:
Bereich „Bild/Produkt erfassen“:
Bildbetrachtung, grundlegende Kompositions- und Gestaltungslehre, Farbe und Farbtheorien, Werkzeugkunde, Unfallverhütung, Materialkunde und Werkstoffkunde, sinnliches Erfassen, Erproben und Erleben von Material, fadenbildende, fadenverstärkende oder flächenbildende Verfahren, Gewinnung von Fasern und die Bildung vom Faden zur Fläche
Bereich „Bild/Produkt konzipieren bzw. machen“:
Skizze, Studie, Entwurf, Brainstorming, Grunderfahrungen mit Material und Werkzeug, grundlegende grafische und malerische Techniken, Konstruktionsprinzipien, fadenbildende, fadenverstärkende, flächenbildende, flächenverbindende und körperbildende Verfahren, körperhafte Gestaltung
Bereich „Selbstkompetenz, Interaktion und Kommunikation“:
Präsentation (Inhalt, Auftreten, Körpersprache), Präsentationsformen Beschreibung eines Arbeitsprozesses, Fachbegriffe
Bereich „Transfer in das pädagogische Berufsfeld“:
Einfache Umsetzungsmöglichkeiten in der Praxis
Klasse:
Semester (Kompetenzmodul 3):
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
im Bereich „Bild/Produkt erfassen“
– Ordnung, Struktur und Komposition in Bildern erkennen und benennen,
– flächengestaltende und flächenverarbeitende Verfahren unterscheiden,
– Fachbegriffe anwenden.
im Bereich „Bild/Produkt konzipieren bzw. machen“
– Bildlösungen finden und fachgerecht umsetzen,
– Flächengestaltungen experimentell und spielerisch erproben,
– flächengestaltende Verfahren anwenden,
– Aufgabenstellungen in einfacher Form weiterentwickeln.
im Bereich „Bild/Produkt verwenden“
– Bilder als Impuls für eigenes Tun nutzen,
– formale, funktionale und materielle Qualitäten unterscheiden,
– Flächengestaltung und Flächenveränderung in der Produktgestaltung einsetzen.
im Bereich „Selbstkompetenz, Interaktion und Kommunikation“
– Arbeitsprozesse allein und in der Gruppe planen und durchführen.
im Bereich „Transfer in das pädagogische Berufsfeld“
– Bilder und Objekte situationsadäquat und zielgruppenorientiert einsetzen,
– die Arbeitsplatzgestaltung altersgerecht organisieren.
Lehrstoff:
Bereich „Bild/Produkt erfassen“:
Flächengestaltende und flächenverändernde Verfahren, Ordnungsprinzipien, Bildorganisation, Kunstbetrachtung, Materialrecherchen, Produktanalysen
Bereich „Bild/Produkt konzipieren bzw. machen“:
Proportionen, grundlegende grafische und malerische Techniken, plastische Gestaltungstechniken mit leicht formbaren Materialien, Möglichkeiten der körperhaften Gestaltung, Objektkunst, Design, flächengestaltende Verfahren, flächenverändernde Verfahren
Bereich „Bild/Produkt verwenden“:
Materialcollage, Modedesign, Produktdesign, Techniktransfer, Bild-Text-Bezug, Materialexperimente, Zerlegewerkstatt
Bereich „Selbstkompetenz, Interaktion und Kommunikation“:
Reflexion, fachliche Begründung, Dokumentation von Arbeitsprozessen und ergebnissen, Mappe, Diskussionen
Bereich „Transfer in das pädagogische Berufsfeld“:
Aufbereitung von Umsetzungsmöglichkeiten, Materialorganisation, Ordnungssysteme, Vermittlung einfacher bildnerischer Techniken und Materialien
Semester (Kompetenzmodul 4):
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
im Bereich „Bild/Produkt erfassen“
– Bilder vergleichen,
– Techniken mit Fachbegriffen beschreiben,
– einfache physikalische Gesetze darstellen oder kommunizieren.
im Bereich „Bild/Produkt konzipieren bzw. machen“
– verschiedene Darstellungsmethoden und Objekte planen,
– Materiallisten für ihre Arbeit zusammenstellen,
– Materialien und Grundtechniken für die Gestaltung von Bildern und dreidimensionalen Objekten fachgerecht und eigenständig anwenden.
im Bereich „Bild/Produkt verwenden“
– mit Bildern Assoziationen herstellen,
– funktionale und materielle Qualitäten erkennen und kreativ nutzen.
im Bereich „Selbstkompetenz, Interaktion und Kommunikation“
– Bilder als Kommunikationsmittel bewusst und zielgerichtet einsetzen,
– Verfahren und Techniken dokumentieren.
im Bereich „Transfer in das pädagogische Berufsfeld“
– Themen, Material und Techniken für eine Zielgruppe aufbereiten,
– altersgerechte und zielgruppenorientierte Anwendungsbereiche für die Praxis finden und beschreiben,
– gestalterische Erfahrungen zielgruppenorientiert aufbereiten.
Lehrstoff:
Bereich „Bild/Produkt erfassen“:
Kunstbetrachtung, Materialrecherchen, Spiele und Spielobjekte, dreidimensionale Objekte, Zusammenfügen von Flächen
Bereich „Bild/Produkt konzipieren bzw. machen“:
Materialkunde und Materialbeschaffung, Text und Bild, Modelle, Entwürfe,
Werkzeugkunde, Verfahren der wesentlichen Werkstoffe, körperbildende Verfahren und dreidimensionale Formen
Bereich „Bild/Produkt verwenden“:
Werbung, Umfunktionieren, Experiment, spielerisches Arbeiten, Aufbewahrungsstrukturen, Logistik
Bereich „Selbstkompetenz, Interaktion und Kommunikation“:
Foto, Bildbearbeitung, Dokumentation, Arbeitsanleitung
Bereich „Transfer in das pädagogische Berufsfeld“:
Themen- und Materialsammlungen für das pädagogische Berufsfeld, Experimentieren mit dreidimensionalen Verfahren, Arbeitsplatzgestaltung
Klasse (Kompetenzmodul 5):
Semester:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
im Bereich „Bild/Produkt erfassen“
– mit geeigneten Methoden zu einem vorgegebenen Thema Ideen sammeln und artikulieren,
– unterschiedliche Funktionen von Raum erkennen und benennen,
– ökologische Aspekte von Materialien und Prozessen erklären,
– ihre eigene Arbeit in Bezug auf Form und Funktion analysieren.
im Bereich „Bild/Produkt konzipieren bzw. machen“
– Bildfolgen generieren, Zusammenhänge erklären und neue herstellen,
– körperbezogene und körperhafte Arbeiten entwerfen und planen,
– adäquate Techniken für die Herstellung dieser Arbeiten anwenden,
– Räume gestalten und verändern.
im Bereich „Bild/Produkt verwenden“
– Bilder performativ darstellen.
im Bereich „Selbstkompetenz, Interaktion und Kommunikation“
– Arbeitsergebnisse vor einer Gruppe präsentieren.
im Bereich „Transfer in das pädagogische Berufsfeld“
– anlassbezogen mit Blick auf das pädagogische Berufsfeld gestalten,
– Bezüge zwischen körperbezogenen oder körperhaften Objekten und dem Alltag von Kindern herstellen.
Lehrstoff:
Bereich „Bild/Produkt erfassen“:
Raumempfinden, Wohnbedürfnisse, Zusammenhang von Raumformen, soziokulturelle, ökonomische und kulturhistorische Aspekte, Textil und Körper, ökologische Aspekte von Materialien und Prozessen, Alltagskultur
Bereich „Bild/Produkt konzipieren bzw. machen“:
Pläne, Risse, Modelle, Raumfunktion und –gestaltung, Raumwahrnehmung, Architektur, Mode und Accessoires
Bereich „Bild/Produkt verwenden“:
Performative Darstellung, Foto und Film
Bereich „Selbstkompetenz, Interaktion und Kommunikation“:
Präsentation von Arbeitsergebnissen, Ausstellung, Aufführung, Performance
Bereich „Transfer in das pädagogische Berufsfeld“:
Fest- und Feiergestaltungen, Plakate, Gestaltung von Spielobjekten und Arbeitsräumen im pädagogischen Berufsfeld, Theater, Kleidung im Alltag des Kindes
Semester:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
im Bereich „Produkt erfassen“
– Zusammenhänge zwischen Gestalt, Funktion und Ausdruck erklären,
– Fachbegriffe kontextbezogen anwenden,
– Merkmale der Kinderzeichnung erkennen und benennen,
– verschiedene Möglichkeiten der Positionierung von Textilien im Raum beschreiben.
im Bereich „Produkt konzipieren bzw. machen“
– Eigenschaften verändern, um Wirkung und Ausdruck zu beeinflussen,
– Kreativitätstechniken einsetzen und Aufgabenstellungen selbstständig durchführen,
– Raumdarstellungsverfahren anwenden,
– textile Arbeiten in Bezug zum Raum umsetzen.
im Bereich „Produkt verwenden“
– Objekte neu adaptieren,
– Bilder als Impuls für eigenes Tun nutzen.
im Bereich „Selbstkompetenz, Interaktion und Kommunikation“
– Arbeitsergebnisse mit fachlichem Hintergrund präsentieren.
im Bereich „Transfer in das pädagogische Berufsfeld“
– Gelerntes zielgruppenadäquat aufbereiten.
Lehrstoff:
Bereich „Produkt erfassen“:
Theater, Phänomene und Entwicklungsformen der Kinderzeichnung, Wohnbedürfnisse, textile Wohnformen, Textil in der Raumgestaltung
Bereich „Produkt konzipieren bzw. machen“:
Raumelemente, Bühnenelemente und Theateraccessoires, Puppenbau, Körper und Raum, Design, Architektur, Raummodell
Bereich „Produkt verwenden“:
Alltags- und Gebrauchsgegenstände, Fundus, Bildarchive, Sammlungen, Museen
Bereich „Selbstkompetenz, Interaktion und Kommunikation“:
Aufführungen, Vorführungen, Ausstellungen, Präsentation und Dokumentation von Ideen und Arbeitsprozessen
Bereich „Transfer in das pädagogische Berufsfeld“:
Gestaltungsaufgaben im Berufsfeld unabhängig von konkreten Anlässen, Spielräume, Rückzugsbereiche
5.2 Musikerziehung, Stimmbildung und Sprechtechnik
Klasse:
und 2. Semester:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
im Bereich „Vokales und instrumentales Musizieren“
– einstimmig mit und ohne Begleitung singen,
– ein Vokalrepertoire unter besonderer Berücksichtigung des Kinderliedes melodisch, rhythmisch und textsicher singen,
– elementares Instrumentarium benennen und handhaben.
im Bereich „Bewegen und Darstellen“
– ein Metrum in Bewegung umsetzen.
im Bereich „Hören und Erfassen“
– einfache Notation erfassen,
– Musik emotional erleben und beschreiben.
im Bereich „Selbstkompetenz, Interaktion und Kommunikation“
– Musik, Stimme und Instrumente als Kommunikationsmittel benennen.
im Bereich „Transfer in das pädagogische Berufsfeld“
– das erworbene Liedgut nach einfachen Kriterien beschreiben,
– elementare Musikinstrumente fachgerecht handhaben.
Lehrstoff:
Bereich „Vokales und instrumentales Musizieren“:
Chorische Stimmbildung, Schulung des Gehörs, Kinderlied, Orff-Instrumente, altersadäquates Vokalrepertoire
Bereich „Bewegen und Darstellen“:
Einfache Kinder- und Kreistänze, einfache Bodypercussion, metrische Begleitung von Musik
Bereich „Hören und Erfassen“:
Grundlegende musikalische Parameter, Hörerziehung, Grundlagen der Notenschrift, Notationsformen
Bereich „Selbstkompetenz, Interaktion und Kommunikation“:
Improvisation zu Musik, Improvisation mit Stimme und Instrumenten
Bereich „Transfer in das pädagogische Berufsfeld“:
Liedsammlung, Orff-Instrumentarium, Ostinato- und Bordunformen, einfache Improvisationsstrukturen, grundlegende Kriterien für die Liedauswahl, Textinhalte, Melodieverlauf, Ambitus, rhythmische Strukturen
Klasse:
Semester (Kompetenzmodul 3):
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
im Bereich „Vokales und instrumentales Musizieren“
– Liedrepertoire festigen, erweitern und begleiten,
– einfache Motive gestalten,
– mit Stimme und Instrumenten improvisieren.
im Bereich „Bewegen und Darstellen“
– einfache Taktarten in Bewegung umsetzen.
im Bereich „Hören und Erfassen“
– einfache formale und melodisch-harmonische Abläufe erkennen und benennen.
im Bereich „Selbstkompetenz, Interaktion und Kommunikation“
– Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen dem eigenen Kulturkreis und jenem anderer erkennen und beschreiben.
im Bereich „Transfer in das pädagogische Berufsfeld“
– ein Klanggeschichten-Repertoire erarbeiten.
„Stimmbildung und Sprechtechnik“
– die Sing- und Sprechstimme ökonomisch gebrauchen,
– die stimmliche Qualität durch Bewegung unterstützen,
– Defizite erkennen,
– die Sing- und Sprechstimme als Schlüsselqualifikation für die berufliche Praxis erfassen,
– den Zusammenhang zwischen Stimme und Persönlichkeit erkennen und beschreiben,
– eine Auswahl an Liedern und rhythmischen Sprachspielen kennen.
Lehrstoff:
Bereich „Vokales und instrumentales Musizieren“:
Kinderlieder, vokales Musizieren, ein- und mehrstimmige altersadäquate Lieder, Hauptstufenkadenz, Grundprinzipien der Improvisation
Bereich „Bewegen und Darstellen“:
Kinder- und Kreistänze, Bodypercussion
Bereich „Hören und Erfassen“:
Elementare Formen der Instrumentalmusik, Hörerziehung
Bereich „Selbstkompetenz, Interaktion und Kommunikation“:
Singen, Musizieren, Dirigentenspiele, Ensemblegesang und -spiel
Bereich „Transfer in das pädagogische Berufsfeld“:
Materialsammlung für Klanggeschichten
„Stimmbildung und Sprechtechnik“:
Selbstkontrolle bezüglich Melodie- und Intonationsrichtigkeit mit und ohne Instrument, praktische Übungen für das technisch richtige Singen und Sprechen, Atemtechnik, Register, Registerwechsel, Resonanz, Intonation, Artikulation, Stimmeinsatz, Stimmumfangstraining, einfache Lieder und Melodien, Sprachspiele, Texte, Haltung und Bewegung, Spannung und Entspannung, Gestik und Mimik, Abbau von Blockaden, Aufbau einer körperlichen und stimmlichen Grundkondition, Stimmbildung und Stimmpflege, Stimme und Persönlichkeit
Semester (Kompetenzmodul 4):
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
im Bereich „Vokales und instrumentales Musizieren“
– unter Anwendung stimmbildnerischer Grundlagen in einem erweiterten Tonumfang mehrstimmig singen,
– Liedrepertoire im Singen und Begleiten festigen und erweitern.
im Bereich „Bewegen und Darstellen“
– Lieder in Bewegung umsetzen.
im Bereich „Hören und Erfassen“
– einfache Rhythmen erkennen und notieren,
– Instrumente klanglich unterscheiden.
im Bereich „Selbstkompetenz, Interaktion und Kommunikation“
– kreative Ideen in der Gruppe entwickeln und umsetzen.
im Bereich „Transfer in das pädagogische Berufsfeld“
– elementare Instrumente einsetzen.
„Stimmbildung und Sprechtechnik“
– den ökonomischen Gebrauch der Sing- und Sprechstimme gebrauchen und beschreiben,
– ausgewählte Lieder und Melodien solistisch interpretieren,
– die Sprechstimme mit abwechslungsreicher Sprachmelodie differenziert einsetzen,
– stimmhygienische Maßnahmen sinnvoll anwenden,
– Sing- und Sprachliteratur präsentieren.
Lehrstoff:
Bereich „Vokales und instrumentales Musizieren“:
Erarbeiten von Liedern
Bereich „Bewegen und Darstellen“:
Elementare Gruppenformationen, Körperklänge, Bodypercussion
Bereich „Hören und Erfassen“:
Arten der Klangerzeugung, Alltagsgegenstände als Musikinstrumente unterschiedliche Notationsformen
Bereich „Selbstkompetenz, Interaktion und Kommunikation“:
Kriterien für kreative Gruppenprozesse
Bereich „Transfer in das pädagogische Berufsfeld“:
Kinderlieder mit Instrumentalbegleitung
„Stimmbildung und Sprechtechnik“:
Vertiefende Übungen für das technisch richtige Singen und Sprechen, Atemtechnik, Phrasierung, Erweiterung der Stimmkondition, Intonation, Stimmeinsatz, Stimmumfangstraining, Artikulation, Stimmimprovisationen, Lieder und Melodien, Sprachspiele, Besonderheiten der Kinderstimme, Körperspannung, Erkennen von Blockaden, Erweiterung der körperlichen und stimmlichen Grundkondition, melodische Spannungsverläufe, Kriterien eines ökonomischen Stimmgebrauchs, Umgang mit Lampenfieber, Stimmhygiene, Vortragssituation
Klasse (Kompetenzmodul 5):
Semester:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
im Bereich „Vokales und instrumentales Musizieren“
– unter Anwendung stimmbildnerischer Grundlagen mehrstimmig a cappella und mit Begleitung singen,
– Liedrepertoire auswendig singen und begleiten
im Bereich „Hören und Erfassen“
– Musik differenziert hören und einordnen.
im Bereich „Selbstkompetenz, Interaktion und Kommunikation“
– verantwortungsvoll und kritisch mit aktuellen Medien umgehen.
im Bereich „Transfer in das pädagogische Berufsfeld“
– elementare musikpädagogische Arbeit durchführen,
– Feste und Feiern mitgestalten,
– berufsbezogenes Liedrepertoire auswendig singen und begleiten.
Lehrstoff:
Bereich „Vokales und instrumentales Musizieren“:
Physiologie der Kinderstimme, Vertiefung altersgemäßer mehrstimmiger Literatur mit und ohne Begleitung, themenbezogene Kinderlieder
Bereich „Hören und Erfassen“:
Stilkunde anhand von exemplarischen Musikstücken, ausgewählte Gattungen der Vokalmusik
Bereich „Selbstkompetenz, Interaktion und Kommunikation“:
Wahrnehmung der akustischen Umwelt, Digitale Medien
Bereich „Transfer in das pädagogische Berufsfeld“:
Auswahlkriterien kind- und situationsgerechten Liedgutes
Semester:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
im Bereich „Vokales und instrumentales Musizieren“
– mit Kleingruppen singen und musizieren.
im Bereich „Bewegen und Darstellen“
– sich mit Musik, Sprache, Bewegung und Materialien improvisierend ausdrücken.
im Bereich „Hören und Erfassen“
– unterschiedlicher Musikrichtungen erkennen.
im Bereich „Transfer in das pädagogische Berufsfeld“
– Methoden des bewussten Hörens anwenden und beschreiben.
Lehrstoff:
Bereich „Vokales und instrumentales Musizieren“:
Erweiterung des Liedrepertoires
Bereich „Bewegen und Darstellen“:
Klangmalerei, Grundprinzipien grafischer Notation, Experimente mit Alltagsmaterialien und Sprache
Bereich „Hören und Erfassen“:
Stilistische Merkmale unterschiedlicher Musikrichtungen
Bereich „Transfer in das pädagogische Berufsfeld“:
Methoden der Hörerziehung mit Kindern
5.3 Instrumentalunterricht
Gitarre
Klasse:
und 2. Semester:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
im Bereich „Vokales und instrumentales Musizieren“
– das Instrument richtig handhaben und pflegen,
– einfache Notentexte unter Berücksichtigung der Vortragszeichen umsetzen,
– Lieder singen und begleiten,
– die Technik beider Hände korrekt anwenden,
– beim gemeinsamen Musizieren in der Gruppe melodisch und rhythmisch korrekt agieren.
im Bereich „Bewegen und Darstellen“
– die Körperhaltung während des Musizierens reflektierend beobachten und gegebenenfalls korrigieren.
im Bereich „Hören und Erfassen“
– elementare formale und harmonische Abläufe erfassen und erklären,
– einfache Kinderlieder nach dem Gehör singen, spielen und begleiten.
im Bereich „Selbstkompetenz, Interaktion und Kommunikation“
– Stärken und Schwächen im Hinblick auf das instrumentale Spiel erkennen.
im Bereich „Transfer in das pädagogische Berufsfeld“
– Kinderlieder singen und begleiten,
– über Erfahrungen beim Musizieren in der elementaren Bildungseinrichtung berichten.
Lehrstoff:
Bereich „Vokales und instrumentales Musizieren“:
Instrumentenkunde, korrekte Haltung, grundlegende Noten- und Rhythmuslehre, Akkordsymbole, grundlegende Technik beider Hände, Lieder, Tonleitern, Spiel in verschiedenen Lagen, Dur- und Mollakkorde, Fachvokabular zu Dynamik, Tempo, leichte Spielliteratur, einfache Schlagmuster und Zerlegungen
Bereich „Bewegen und Darstellen“:
Korrekte Spielhaltung
Bereich „Hören und Erfassen“:
Motive im Fünf-Tonraum, rhythmische Motive, einfache Kadenzen
Bereich „Selbstkompetenz, Interaktion und Kommunikation“:
Übetechniken
Bereich „Transfer in das pädagogische Berufsfeld“:
Berufsbezogenes Liedmaterial
Klasse:
Semester (Kompetenzmodul 3):
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
im Bereich „Vokales und instrumentales Musizieren“
– leichte Literatur unter Berücksichtigung der Vortragsbezeichnungen umsetzen,
– einfache Notentexte prima vista realisieren,
– Lieder auswendig singen und begleiten.
im Bereich „Hören und Erfassen“
– die Hauptfunktionen erfassen,
– Motive erfassen und wiedergeben.
im Bereich „Selbstkompetenz, Interaktion und Kommunikation“
– einander beim Musizieren zuhören.
im Bereich „Transfer in das pädagogische Berufsfeld“
– Kinderlieder singen und begleiten.
Lehrstoff:
Bereich „Vokales und instrumentales Musizieren“:
Sololiteratur unterschiedlicher Stilrichtungen und Epochen, Lieder, Barrégriffe, Fachvokabular zu Dynamik und Tempo und Artikulation
Bereich „Hören und Erfassen“:
Kadenzen; Dominantseptimakkorde, Motive und Melodien im Oktavraum
Bereich „Selbstkompetenz, Interaktion und Kommunikation“:
Ensembleliteratur
Bereich „Transfer in das pädagogische Berufsfeld“:
Kontinuierliche Erweiterung der Kinderliedsammlung, Oktavieren
Semester (Kompetenzmodul 4):
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
im Bereich „Vokales und instrumentales Musizieren“
– leichte Solo- und Ensembleliteratur musikalisch gestalten,
– Lieder singen und abwechslungsreich begleiten,
– einfache harmonische Vor- und Zwischenspiele realisieren.
im Bereich „Bewegen und Darstellen“
– sich instrumental in einer Gruppe präsentieren.
im Bereich „Hören und Erfassen“
– einfache Melodien nach dem Gehör harmonisieren.
im Bereich „Selbstkompetenz, Interaktion und Kommunikation“
– unterschiedliche Medien reflektiert nutzen.
im Bereich „Transfer in das pädagogische Berufsfeld“
– einfache Kinderlieder auswendig präsentieren,
Lehrstoff:
Bereich „Vokales und instrumentales Musizieren“:
Musikalisch und technisch abwechslungsreiche Sololiteratur, Ensembleliteratur Artikulation, Phrasierung, Lieder aus verschiedenen Bereichen, Gitarrepercussion
Bereich „Bewegen und Darstellen“:
Vorspieltraining, Improvisationspatterns
Bereich „Hören und Erfassen“:
Kadenzen, einfache und bekannte Lieder
Bereich „Selbstkompetenz, Interaktion und Kommunikation“:
Einblick in die musikbezogenen Angebote im Internet
Bereich „Transfer in das pädagogische Berufsfeld“:
Oktavieren, Einsätze geben, kontinuierliche Erweiterung des Liedrepertoires
Klasse (Kompetenzmodul 5):
Semester:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
im Bereich „Vokales und instrumentales Musizieren“
– Solo – und Ensembleliteratur musikalisch gestalten,
– Lieder unterschiedlicher Stilistik singen und abwechslungsreich begleiten.
im Bereich „Hören und Erfassen“
– den Aufbau von Musikstücken beschreiben.
im Bereich „Selbstkompetenz, Interaktion und Kommunikation“
– beim gemeinsamen Musizieren in der Gruppe mit anderen interagieren.
im Bereich „Transfer in das pädagogische Berufsfeld“
– Kinderlieder auswendig singen und begleiten.
Lehrstoff:
Bereich „Vokales und instrumentales Musizieren“:
Sololiteratur unterschiedlicher Stilrichtungen und Epochen, Ensembleliteratur, Liedgut verschiedener Stilrichtungen
Bereich „Hören und Erfassen“:
Elementare Formenlehre
Bereich „Selbstkompetenz, Interaktion und Kommunikation“:
Improvisationsspiele
Bereich „Transfer in das pädagogische Berufsfeld“:
Methoden der Liedvermittlung, Liedanalyse, Transponieren und Oktavieren von Kinderliedern
Semester:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
im Bereich „Vokales und instrumentales Musizieren“
– Vor- und Zwischenspiele gestalten,
– das Musizierrepertoire entsprechend der technischen Fertigkeiten ausdrucksvoll gestalten.
im Bereich „Bewegen und Darstellen“
– Bewegungen begleiten,
– improvisatorische Elemente anwenden.
im Bereich „Selbstkompetenz, Interaktion und Kommunikation“
– konstruktiv Kritik üben und erhaltenes Feedback in das eigene Spiel integrieren.
im Bereich „Transfer in das pädagogische Berufsfeld“
– Lieder zielgruppenadäquat begleiten.
Lehrstoff:
Bereich „Vokales und instrumentales Musizieren“:
Erweiterung des Musizierrepertoires außereuropäischer Musik, lateinamerikanischer Rhythmen, Jazz, Folk, Blues, Septimakkorde auf Haupt- und Nebenstufen, Festigung der Instrumentaltechnik
Bereich „Bewegen und Darstellen“:
Tanzrhythmen, Tanzlieder, melodische und rhythmische Improvisationen, Klanggeschichten, musikalische Gestaltung von Texten, Gedichten, Sprüche
Bereich „Selbstkompetenz, Interaktion und Kommunikation“:
Spiel- und Singliteratur
Bereich „Transfer in das pädagogische Berufsfeld“:
Verknüpfung zu den Lehrinhalten aus den Bereichen, Harmonisation, Liedgestaltung, Stimmbildung Erweitertes Repertoire von Kinderliedern und Begleitmustern
5.4 Rhythmisch-musikalische Erziehung
Klasse:
Semester (Kompetenzmodul 3):
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
im Bereich „Vokales und instrumentales Musizieren“
– ihre Stimme wahrnehmen und gestaltend einsetzen,
– mit Stimme, Klang- und Geräuscherzeugern und Instrumenten elementar improvisieren,
– Bewegung begleiten.
im Bereich „Hören und Erfassen“
– Geräusche und Klänge beschreiben und zuordnen.
im Bereich „Bewegen und Darstellen“
– sich mit Musik und Bewegung ausdrücken,
– Rhythmikmaterialien benennen.
im Bereich „Selbstkompetenz, Interaktion und Kommunikation“
– sich an vereinbarte Regeln halten,
– einander zuhören,
– den anderen beachten und sich einfühlen,
– das eigene Tun reflektieren.
Lehrstoff:
Bereich „Vokales und instrumentales Musizieren“:
Sprach- und Klangspiele mit Stimme, Instrumenten und Klangerzeugern, Alltagsgegenstände, Materialien, Eigenbauinstrumente, Klangteppich, Improvisationsspiele, Bewegungsbegleitung
Bereich „Hören und Erfassen“:
Puls- und Rhythmusspiele, Notationsformen, Dirigentenspiele, Geräusche und Klänge, Höraufgaben, Stilleübungen
Bereich „Bewegen und Darstellen“:
Gruppendynamische Bewegungsspiele und wahrnehmungsfördernde Übungen, sensomotorische Übungen, Massagespiele und –geschichten, Spannung – Entspannung als rhythmisches Prinzip, Materialien in der Rhythmik
Bereich „Selbstkompetenz, Interaktion und Kommunikation“:
Soziales Lernen, Gesprächsführung
Semester (Kompetenzmodul 4):
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
im Bereich „Vokales und instrumentales Musizieren“
– das elementare Instrumentarium richtig benennen, handhaben, warten, pflegen und spielen,
– musikalische Parameter ausdrücken.
im Bereich „Hören und Erfassen“
– Musik emotional-assoziativ hören und sich darüber kritisch äußern.
im Bereich „Bewegen und Darstellen“
– Beziehung und Wechselwirkung von Musik und Bewegung erfassen und umsetzen,
– mit den Mitteln der Rhythmik unter Anleitung improvisieren,
– sich zu Tanzformen bewegen.
im Bereich „Selbstkompetenz, Interaktion und Kommunikation“
– verschiedene Rollen in kreativen und pädagogischen Prozessen einnehmen.
im Bereich „Transfer in das pädagogische Berufsfeld“
– Ziele und Inhalte der Rhythmik erklären.
Lehrstoff:
Bereich „Vokales und instrumentales Musizieren“:
Elementare musikalische Formen, erweitertes Orff-Instrumentarium, Alltagsgegenstände, Materialien, Stimme, Klang- und Geräuscherzeuger, Instrumente
Bereich „Hören und Erfassen“:
Hörbeispiele aus verschiedenen Epochen und Kulturbereichen
Bereich „Bewegen und Darstellen“:
Musikalische Bewegungsspiele, Erleben von Mitteln der Rhythmik und ihre Verbindung mit den Parametern von Musik und Bewegung, Improvisationsaufgaben, Fortbewegungsarten, elementare Tanzschritte, freie und gebundene Tanzformen
Bereich „Selbstkompetenz, Interaktion und Kommunikation“:
Gruppendynamische Spiele und Rollenspiele, Führen und Folgen, Anleiten einer Gruppe, nonverbale Kommunikation, Sozialformen
Bereich „Transfer in das pädagogische Berufsfeld“:
Ziele der Rhythmik, Fachsprache
Klasse:
Semester (Kompetenzmodul 5):
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
im Bereich „Vokales und instrumentales Musizieren“
– außermusikalische Inhalte gestaltend umsetzen,
– elementare Bewegungsbegleitung anleiten.
im Bereich „Bewegen und Darstellen“
– Bewegungsformen zu unterschiedlicher Musik differenziert ausführen.
im Bereich „Selbstkompetenz, Interaktion und Kommunikation“
– elementare Musikinstrumente und Rhythmikmaterialien zur Förderung der Interaktion und nonverbalen Kommunikation einsetzen.
im Bereich „Transfer in das pädagogische Berufsfeld“
– Rhythmikmaterialien kennen und gebrauchen.
Lehrstoff:
Bereich „Vokales und instrumentales Musizieren“:
Improvisationen, Klanggeschichten, Klangszenen und Bilderbuchgestaltungen, Rhythmisieren und Gestalten von Texten, Stimme, Klang- und Geräuscherzeuger, (Percussions)instrumente, Alltagsmaterialien, rhythmische Bausteine, Bewegungsbegleitung der Grundbewegungsarten
Bereich „Bewegen und Darstellen“:
Grundbewegungsarten, Improvisationsaufgaben, Rollenspiele, Bewegungsimpulse, freie und gebundenen Bewegungsformen, Tänze
Bereich „Selbstkompetenz, Interaktion und Kommunikation“:
Improvisationen mit allen Mitteln der Rhythmik und in unterschiedlichen Sozialformen
Bereich „Transfer in das pädagogische Berufsfeld“:
Materialerfahrungen, Rhythmikmaterialsammlung
Semester:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
im Bereich „Vokales und instrumentales Musizieren“
– ausgewählte Lieder auswendig anwenden,
– Prinzipien der Bewegungsbegleitung auf Stimme, Klang- und Geräuscherzeuger und Instrumente übertragen und anwenden,
– musikalische Verläufe anleiten.
im Bereich „Hören und Erfassen“
– die Wirkung von Klängen, Geräuschen und Instrumenten einschätzen,
– Musik emotional-assoziativ hören, umsetzen und darstellen.
im Bereich „Bewegen und Darstellen“
– Tänze aus unterschiedlichen Kulturen nach Anleitung durchführen.
im Bereich „Transfer in das pädagogische Berufsfeld“
– Grundlagen, Ziele und Mittel der rhythmisch-musikalischen Erziehung verstehen und begründen,
– Wechselbeziehung von Musik und Bewegung in Rhythmiksequenzen integrieren,
– methodische Grundkenntnisse zum Erarbeiten von Liedern, Klanggeschichten und Tänzen exemplarisch anwenden.
Lehrstoff:
Bereich „Vokales und instrumentales Musizieren“:
Interkulturelle Liedangebote, Rhythmusbausteine, musikalische Motive, Parameter von Musik und Bewegung, Dirigentenspiele
Bereich „Hören und Erfassen“:
Differenzierte Klang- und Geräuschwahrnehmung, Klang- und Geräuschspiele, Musik und Werbung, Malen zur Musik
Bereich „Bewegen und Darstellen“:
Tänze aus unterschiedlichen Kulturen
Bereich „Transfer in das pädagogische Berufsfeld“:
Das Kind vom 1.-3. Lbj., Methoden der Rhythmik, kritische Musik-, Text- und Liedauswahl
5.5 Bewegungserziehung; Bewegung und Sport
Klasse:
und 2. Semester:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
im Bereich „motorische Fähigkeiten und Fertigkeiten“
– grundlegende motorische Fähigkeiten zeigen,
– grundlegende motorische Fertigkeiten im Bereich „Schwimmen“ vorzeigen,
– sich mit gleitenden und/oder rollenden Sportgeräten sicher fortbewegen,
– ihre persönliche Leistungsfähigkeit einschätzen und weiterentwickeln.
im Bereich „Spielen“
– an Spielen erfolgreich teilnehmen,
– regelkonform spielen,
– die Merkmale von fairem und unfairem Verhalten erkennen und selbst fair spielen.
im Bereich „Gesundheit“
– anatomische und physiologische Grundlagen benennen,
– Bedeutung der Bewegung für das Kind nennen.
im Bereich „Erleben und Wagen“
– sich auf vielfältige Bewegungs- und Sportaktivitäten einlassen.
im Bereich „Sicherheit“
– Geräte und Materialien unter dem Aspekt der Sicherheit verwenden,
– Methoden des Sicherns und Helfens nennen,
– Erste Hilfe Maßnahmen durchführen.
Lehrstoff:
Bereich: „motorische Fähigkeiten und Fertigkeiten“:
Zirkeltraining, Intervalltraining, Gleichgewichtsparcours, Dauerschwimmen, Reaktionsübungen, Schwimmtechniken, Zeitschwimmen, Spiele zur Wassergewöhnung, Springen, Tauchen, Rettungsschwimmen, persönliche Zielsetzung, Skilauf, Rollbretter, Eislaufen, einfache Fertigkeiten auf gleitenden oder rollenden Geräten
Bereich „Spielen“:
Kleine Spiele, Trendspiele, kooperative Spiele, allgemeine Spielfähigkeit, Regelkunde
Bereich „Gesundheit“:
Beschreibung des Körpers, Bewegungsbedürfnis, Bewegung für die ganzheitliche Entwicklung des Kindes, Erscheinungsbild, Belastung – Erholung, Pulswertmessung
Bereich „Erleben und Wagen“:
Vielfältige Bewegungs- und Sportaktivitäten, Skifahren, Eislaufen, Bewegungsstationen
Bereich „Sicherheit“:
Geräte und Materialien, Methoden des Sicherns und Helfens, Erste Hilfe Maßnahmen
Klasse:
Semester (Kompetenzmodul 3):
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
im Bereich „motorische Fähigkeiten und Fertigkeiten“
– grundlegende motorische Fähigkeiten zeigen und benennen,
– vorgegebene Bewegungsimpulse ausführen,
– grundlegende motorische Fertigkeiten im Bereich „Boden- und Gerätturnen“ ausführen,
– Methoden des Sicherns und Helfens nennen und situationsgemäß anwenden,
– Fachsprache richtig anwenden.
im Bereich „Spielen“
– eine Vielzahl von Bewegungsspielen aufzählen,
– die zentrale Spielidee bewegungsorientierter Spiele beschreiben,
– Grundzüge eines Sportspiels erlernen.
im Bereich „Gesundheit“
– Übungen zur Haltungsschulung korrekt ausführen.
im Bereich „Sicherheit“
– Methoden des Sicherns und Helfens situationsgemäß anwenden,
– Bewegungsräume, Geräte und Materialien in Hinblick auf ihren sicheren Einsatz überprüfen.
Lehrstoff:
Bereich „motorische Fähigkeiten und Fertigkeiten“:
Offene Bewegungsangebote, Fertigkeiten des Boden- und Geräteturnens, Gerätebezeichnungen, Materialkunde, Körperpositionen, Bewegungsmerkmale, Materialien- und Gerätekunde, Didaktik und Methodik, Kenntnisse über den Verlauf der Bewegungsentwicklung, Helfen und Sichern, Internetportale, Fachliteratur, Stationsbetrieb, Akrobatik, Geschicklichkeitsparcours
Bereich „Spielen“:
Spiele in unterschiedlichen Umgebungen, Spielgeräte, -materialien, Sportspiel
Bereich „Gesundheit“:
Körperhaltung, Haltungsschulung, Übungsprogramme zur Stabilisierung, Mobilisation, Kräftigung
Bereich „Sicherheit“:
Methoden des Sicherns und Helfens, Bewegungsräume, Geräte und Materialien
Semester (Kompetenzmodul 4):
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
im Bereich „motorische Fähigkeiten und Fertigkeiten“
– die Bedeutung von Bewegungsimpulsen benennen,
– grundlegende motorische Fertigkeiten im Bereich „Leichtathletik“ ausführen.
im Bereich „Spielen“
– bei der Durchführung von bewegungsorientierten Spielen assistieren,
– unter Anleitung Maßnahmen zum Entwickeln von Fair Play setzen,
– Schiedsrichtertätigkeiten in einem Sportspiel übernehmen.
im Bereich „Gesundheit“
– Haltungs- und Bewegungsauffälligkeiten erkennen,
– Reaktionen des Körpers an sich selbst und anderen wahrnehmen und benennen.
im Bereich „Erleben und Wagen“
– herausfordernde neue Situationen einschätzen.
im Bereich „Sicherheit“
– Gefahrenquellen beurteilen,
– beim sicheren Aufbau von Bewegungsstationen assistieren.
Lehrstoff:
Bereich „motorische Fähigkeiten und Fertigkeiten“:
Koordinationsübungen, Bewegungslandschaft, Laufen/Springen/Werfen, Leichtathletik, Bewegung im Freien, im Wasser, auf Eis und Schnee, kleine Turniere, Kräftemessen, Trendsport
Bereich „Spielen“:
Spiele in unterschiedlichen Sozialformen, Spielgeräte, -materialien, Spielbeobachtung, Sportspiel
Bereich „Gesundheit“:
Beobachtung, aufrechte Haltung, Rückenschule, Gleichgewichtsübungen
Bereich „Erleben und Wagen“:
Sportwochen, Sportfeste, Selbstverteidigung, Rauf- und Rangelspiele
Bereich „Sicherheit“:
Helfen und Sichern, Anwenden von Griffen zur Hilfestellung, Sicherheitsbeurteilung von Materialien, Geräten und Bewegungsräumen, Bewegung als Unfallprävention, Wagnis- und Risikoeinschätzung
Klasse (Kompetenzmodul 5):
Semester:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
im Bereich „motorische Fähigkeiten und Fertigkeiten“
– Bewegungsimpulse zur Förderung motorischer Grundlagen setzen,
– bei der Umsetzung elementarer Bewegungssequenzen assistieren,
– Leistungsbereitschaft von Kindern wecken und deren Leistungen vergleichen,
– den Verlauf der motorischen Entwicklung beschreiben.
im Bereich „Spielen“
– bewegungsorientierte Spiele alters- und entwicklungsgemäß einsetzen,
– fachspezifische Literatur verwenden.
im Bereich „Gesundheit“
– die Wirkung von Bewegung und Sport erkennen,
– Techniken zur Entspannung richtig ausführen und beschreiben.
im Bereich „Erleben und Wagen“
– herausfordernde Situationen reflektieren,
– die Bedeutung von „Erleben und Wagen“ für die kindliche Entwicklung begründen.
Lehrstoff:
Bereich „motorische Fähigkeiten und Fertigkeiten“:
Motorische Entwicklung, vielseitige Bewegungsangebote, Freies Bewegen mit und an Geräten, Wettkämpfe, Laufen/Springen/Werfen, Drehen, Schaukeln, Übungen mit Alltagsmaterialien und Kleingeräten,
Bereich „Spielen“:
Spielanleitung, exekutive Funktionen im Spiel, Regelkunde, Fair Play
Bereich „Gesundheit“:
Ursachen und Folgen von Bewegungsmangel, Entspannungstechniken, Bewegungstagebuch
Bereich „Erleben und Wagen“:
Herausfordernde Situationen, Bewegungsstationen, Bewegungslandschaften, verschiedene Bewegungsräume
Semester:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
im Bereich „motorische Fähigkeiten und Fertigkeiten“
– komplexere Bewegungsimpulse zur Förderung motorischer Grundlagen setzen.
im Bereich „Spielen“
– bewegungsorientierte Spiele alters- und entwicklungsgemäß einsetzen und variieren.
im Bereich „Gesundheit“
– auf Reaktionen des Körpers adäquat reagieren.
Lehrstoff:
Bereich „motorische Fähigkeiten und Fertigkeiten“:
Bewegungsgeschichte, Vielseitigkeitsparcours, Laufen/Springen/Werfen, Feedback und Reflexion
Bereich „Spielen“:
Kleine Spiele, Spielkartei
Bereich „Gesundheit“:
Fitnesstest, bewegte Pause, bewegter Kindergarten, Bewegungspausen, Bewegung als Freizeitgestaltung
A.2 Schulautonomer Erweiterungsbereich
Betreuung im Hort
Klasse:
Semester (Kompetenzmodul 3):
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
im Bereich „Lernen“
– die sozialpädagogischen Aufgaben des Hortes nennen und den Bereichen Hort als Freizeitstätte, Lernstätte und Ort der sozialen Begegnungen beschreiben.
– die Phasen des Tagesablaufs beschreiben,
– unterstützende Maßnahmen passend zur jeweiligen Phase nach Anleitung gestalten,
– die Wechselwirkung Schule-Hort-Bildungspartner beschreiben.
im Bereich „Orientierung an Werten und Normen“
– Bedürfnisse und Interessen von Mädchen und Buben erkennen und beschreiben,
– die Individualität von Kindern im Schulalter wahrnehmen und mit dem Kind wertschätzend interagieren, speziell unter Berücksichtigung des interkulturellen Aspekts.
Lehrstoff:
Bereich „Lernen“:
Sozialpädagogische Aufgaben des Hortes im Hinblick auf Freizeitgestaltung, Lernstätte und Ort der sozialen Begegnung, Tagesablauf im Hort, Wechselwirkung Schule-Hort-Bildungspartner
Bereich „Orientierung an Werten und Normen“:
Interessen und Bedürfnisse von Mädchen und Buben im Schulalter
Semester (Kompetenzmodul 4):
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
im Bereich „Transfer in das pädagogische Berufsfeld“
– unterschiedliche Formen der Nachmittagsbetreuung beschreiben und vergleichen,
– sich mit Spiel- und Freizeitpädagogik im Hort selbstständig befassen und diese mitgestalten.
im Bereich „Lernen“
– einfaches Spiel- und Liedgut wiedergeben und im Hort anwenden.
Lehrstoff:
Bereich „Transfer ins pädagogische Berufsfeld“:
Formen der Nachmittagsbetreuung, Konzepte, Spiel- und Freizeitpädagogik
Bereich „Lernen“:
Einfaches Spiel- und Liedgut
Spracherwerb und frühe sprachliche Bildung
Klasse:
Semester (Kompetenzmodul 3):
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
im Bereich „Sprachbiographien“
– Wert, Vielfalt und Funktionalität der eigenen Sprachlichkeit identifizieren,
– Rolle und Funktion von Sprache(n) im Prozess der Identitätsbildung beschreiben,
– Strategien gegen sprachliche Diskriminierung veranschaulichen.
im Bereich „Orientierung an Werten und Normen“
– sprachförderliche Situationen im Alltag erkennen und diese auf stabile Beziehungen, Wertschätzung und Anerkennung aufbauen.
im Bereich „Spracherwerb/Sprachentwicklung“
– grundlegende Meilensteine der Sprachentwicklung benennen,
– grundlegende Mechanismen der Sprachverarbeitung darstellen.
Lehrstoff:
Bereich „Sprachbiographien“:
Sprachenporträt, Selbstreflexion
Bereich „Orientierung an Werten und Normen“:
Sprache im Alltag, Sprachvorbild, Beziehungsgestaltung
Bereich „Spracherwerb/Sprachentwicklung“:
Sprachentwicklung, Sprachverarbeitung
Semester (Kompetenzmodul 4):
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
im Bereich „Orientierung an Werten und Normen“
– Sprache als Grundlage für gelingende Transitionsprozesse und faire Bildungschancen beschreiben.
im Bereich „Spracherwerb/Sprachentwicklung“
– Entwicklungen des Erst- und Zweitspracherwerbs vergleichen,
– psycholinguistische Typen von Spracherwerb benennen und erklären.
im Bereich „sprachliche Heterogenität“
– förderliche und hemmende Einflussfaktoren für Spracherwerb und –gebrauch unterscheiden,
– eine positive Grundhaltung zu Mehrsprachigkeit begründen.
Lehrstoff:
Bereich „Orientierung an Werten und Normen“:
Sprache und Bildungschancen, Transition, Deutsch als Unterrichtssprache
Bereich „Spracherwerb/Sprachentwicklung“:
(Bilingualer) Erstspracherwerb, Zweitspracherwerb, Fremdspracherwerb
Bereich „sprachliche Heterogenität“:
Mehrsprachige Biographien, Einflussfaktoren
A.3 Verbindliche Übungen
Kommunikationspraxis und Gruppendynamik
Klasse:
und 2. Semester:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
im Bereich „Selbstmanagement und berufliche Sozialisation“
– ihren eigenen Standpunkt vertreten,
– Kritik konstruktiv annehmen und geben,
– ihre eigenen Stärken bewusst einsetzen,
– Selbst- und Fremdwahrnehmung vergleichen,
– Rahmenbedingungen für das eigene Handeln planen und umsetzen.
Lehrstoff:
Bereich „Selbstmanagement und berufliche Sozialisation“:
Stärken der eigenen Persönlichkeit, Selbst- und Fremdwahrnehmung, Feedback, Zeit- und Selbstmanagement
Klasse:
Semester (Kompetenzmodul 3):
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
im Bereich „Kommunikation und Sprache“
Ziele definieren und Strategien zur Zielerreichung beschreiben.
im Bereich „Selbstmanagement und berufliche Sozialisation“
– Grundwissen zur Selbstorganisation anwenden,
– Strategien zur Stärkung der eigenen Gesundheit anwenden,
– Strategien zur Stärkung der persönlichen Belastbarkeit beschreiben.
Lehrstoff:
Bereich „Selbstmanagement und berufliche Sozialisation“:
Psychohygiene, Burnout-Prophylaxe, Entspannungsverfahren, Stressbewältigung, Achtsamkeitstraining, Zeit- und Selbstmanagement
Semester (Kompetenzmodul 4):
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
im Bereich „Kommunikation und Sprache“
– ein Grundverständnis für verbale und nonverbale Kommunikation beschreiben.
im Bereich „Diversity“
– geschlechtergerechte Aspekte in Kommunikations- und Gruppenprozessen gegenüberstellen,
– interkulturelle Unterschiede in Kommunikations- und Gruppenprozessen gegenüberstellen,
– konstruktiv mit allfälligen Vorurteilen und Stereotypen umgehen.
Lehrstoff:
Bereich „Kommunikation und Sprache“:
Kommunikationsmodelle, Kommunikationstechniken
Bereich „Diversity“:
Geschlechtergerechte Kommunikation, interkulturelle Spezifika, vorurteilsbewusste Kommunikation, Vorurteile, Stereotypen
Klasse (Kompetenzmodul 5):
Semester:
im Bereich „Kommunikation und Sprache“
– Gesprächssituationen durchführen und reflektieren,
– unterschiedliche Kommunikationsformen vergleichen und situationsadäquat einsetzen.
im Bereich „Kooperation, Sozial- und Projektmanagement“
– Rollenpositionen im Team reflektieren.
Lehrstoff:
Bereich „Kommunikation und Sprache“:
Planung und Reflexion von Gesprächssituationen, Kommunikationsformen, Rollen
Bereich „Kooperation, Sozial- und Projektmanagement“:
Mechanismen in Gruppen, Rollen
Semester:
im Bereich „Kommunikation und Sprache“
– eine freie Rede gestalten und halten,
– unterschiedliche Präsentationstechniken anwenden.
im Bereich „Intervention“
– grundlegende Aspekte zum Konfliktmanagement beschreiben,
– Konflikte wahrnehmen, analysieren und eigenständige Konfliktlösungsstrategien entwickeln.
Lehrstoff:
Bereich „Kommunikation“:
Freie Rede, Körperhaltung, Präsentation
Bereich „Intervention“:
Konflikttheorien, Konfliktkultur, Konfliktmanagement,
Seminar Interkulturelles Projekt
Klasse
Semester (Kompetenzmodul 3):
Bildungs- und Lehraufgabe:
Schülerinnen und Schüler können:
im Bereich „Diversity“
– Gemeinsamkeiten und Unterschiede interkultureller Familienstrukturen benennen,
– die Stärkung der eigenen Identität erfahren und beschreiben,
– eigene Herkunft im kulturellen Zusammenhang analysieren.
im Bereich „Orientierung an Werten und Normen“
– einen Austausch mit unterschiedlichen Kulturen erleben und dabei eine eigene Position beziehen,
– interkulturelle Sensibilität beschreiben,
– europäische Grundsätze des interkulturellen Zusammenlebens beschreiben.
im Bereich „Lernen“
– Aspekte der eigenen Entwicklung in verschiedenen Lebensphasen beschreiben.
Lehrstoff:
im Bereich „Diversity“:
Familienformen, Matriarchat, Patriarchat, Großfamilienstrukturen, geschlechtsspezifische Familienrollen, Kulturen aus der eigenen Sicht und aus der Sicht Anderer
im Bereich „Orientierung an Werten und Normen“:
UN-Kinderrechtskonvention, Menschenrechte, UNO, UNICEF, UNHCR und andere NGOs
im Bereich „Lernen“:
Biografiearbeit
Semester (Kompetenzmodul 4):
Bildungs- und Lehraufgabe:
Schülerinnen und Schüler können:
im Bereich „Selbstmanagement und berufliche Sozialisation“
– interkulturelle Projekte vergleichen und diskutieren,
– Basiskompetenzen für die Begleitung von Kindern mit unterschiedlicher kultureller Herkunft beschreiben.
im Bereich „Orientierung an Werten und Normen“
– einen Austausch mit unterschiedlichen Kulturen erleben und dabei eine eigene Position beziehen und mit anderen vergleichen,
– unterschiedliche Lebenswelten von Kindern beschreiben,
– Europäische Grundsätze des interkulturellen Zusammenlebens vergleichen.
im Bereich „Diversity“
– Basiswissen für den Dialog mit Frauen und Männern im interkulturellen Kontext wiedergeben
Lehrstoff:
im Bereich „Selbstmanagement und berufliche Sozialisation“:
Regionale und (inter)nationale Projekte, Wertschätzung, Achtung, Respekt, Toleranz, aktives Zuhören, Akzeptanz
im Bereich „Orientierung an Werten und Normen“:
Vorurteilsfreie Erziehung, unterschiedliche Lebenswelten von Kindern, Praxisbeispiele, Fallbeispiele
im Bereich „Diversity“:
Menschenbild, Bild vom Kind, Geschlechtsrollen, Formen der Begegnung, Grundregeln der interkulturellen Kommunikation
Klasse(Kompetenzmodul 5):
Semester:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Schülerinnen und Schüler können
im Bereich „Organisation von Bildungsprozessen“
– didaktische Materialien zum interkulturellen Kontext beschreiben und vergleichen.
im Bereich „Kommunikation und Sprache“
– die Bedeutung von Erstsprache als Bereicherung im pädagogischen Kinderalltag beschreiben,
– Kinder beim Erwerb der Zweitsprache angeleitet unterstützen,
– Mehrsprachigkeit als Chance einer gelingenden Kommunikation mit Eltern und Kindern argumentieren.
Lehrstoff:
im Bereich „Organisation von Bildungsprozessen“:
Auswahl von Medien, Interkulturelle Bilderbücher, Geschichten, Lieder, Projekte zur Unterstützung vom Spracherwerb
im Bereich „Kommunikation und Sprache“:
Erstsprache, Zweitspracherwerb, didaktische Materialien zum Zweitspracherwerb, Sprachprojekte, Kontakt- und Beziehungsaufbau
Semester:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Schülerinnen und Schüler können
im Bereich „Selbstmanagement und berufliche Sozialisation“
– Projekte zur interkulturellen Arbeit im Kindergarten entwickeln und umsetzen.
im Bereich „Orientierung an Werten und Normen“
– Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Religionen diskutieren,
– Ausdruckformen gelebter Religiosität vergleichen.
Lehrstoff:
im Bereich „Selbstmanagement und berufliche Sozialisation“:
interkulturelle Projekte
im Bereich „Orientierung an Werten und Normen“:
Islam, Christentum, Judentum, Buddhismus, persönliche Begegnungen
B. Pflichtpraktikum
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler
– erlangen jene Professionalität der Berufsausübung, die den Anforderungen des jeweiligen Berufsfeldes an Absolventinnen und Absolventen der Schulart entspricht,
– können die in der Schule erworbenen Kompetenzen in der Berufsrealität umsetzen,
– gewinnen einen umfassenden Einblick in die Organisation der entsprechenden Einrichtungen,
– wissen über Pflichten und Rechte der im pädagogischen Berufsfeld Tätigen Bescheid und können die unmittelbare berufliche Situation daraufhin überprüfen,
– verhalten sich gegenüber der Leitung und den in der Einrichtung Beschäftigten korrekt und selbstsicher,
– gewinnen aus der Zusammenschau der Unterrichts- und Praxiserfahrung eine positive Grundhaltung zum Arbeitsleben insgesamt und zum konkreten beruflichen Umfeld im Besonderen,
– erlangen Einsicht in soziale Beziehungen sowie in betrieblich-organisatorische Zusammenhänge.
Zeitlicher und sachlicher Rahmen:
Nach der 1. Klasse bis vor Beginn der 3. Klasse im Ausmaß von mindestens 2 Wochen, im selben zeitlichen Umfang wie eine Praxiswoche, in einer elementaren Bildungseinrichtung. Bei Besuch des schulautonomen Erweiterungsbereiches „Betreuung im Hort“ kann davon eine Woche auch in einer einschlägigen Einrichtung absolviert werden.
Es sind auch Praktika in den Semesterferien oder in anderen Ferienzeiten zulässig.
C. Freigegenstände und Unverbindliche Übungen
Bildungs- und Lehraufgabe, didaktische Grundsätze:
Freigegenstände und Unverbindliche Übungen können bestehende Pflichtgegenstände ergänzen oder Inhalte anderer Fachgebiete vermitteln. Um das Unterrichtsprogramm auch für die Lernenden und Erziehungsberechtigten deutlich erkennbar zu machen, ist gegebenenfalls eine eindeutige Bezeichnung festzulegen.
Eine Blockung in bestimmten Teilen des Unterrichtsjahres ist möglich.
D. Förderunterricht
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die von einem Leistungsabfall betroffenen Schülerinnen und Schüler sollen jene Kompetenzen entwickeln, die ihnen die Erfüllung der Bildungs- und Lehraufgabe des betreffenden Gegenstandes ermöglichen.
Lehrstoff:
Wie im jeweiligen Jahrgang/Semester des entsprechenden Pflichtgegenstandes unter Beschränkung auf jene Lehrinhalte, bei denen Wiederholungen und Übungen erforderlich sind.
E. Unterrichtsgegenstände der Deutschförderklassen
Deutsch in der Deutschförderklasse
Bildungs- und Lehraufgabe:
In Deutschförderklassen soll sichergestellt werden, dass jene Schülerinnen und Schüler, die aufgrund mangelnder Kenntnisse der Unterrichtssprache gemäß § 16 des Schulunterrichtsgesetzes (SchUG), BGBl. Nr. 472/1986, dem Unterricht nicht folgen können und gemäß § 4 Abs. 2 lit. a SchUG bei Einschulung den außerordentlichen Status erhalten haben, diese frühzeitig erlernen und möglichst bald gemeinsam im Klassenverband dem Lehrplan der jeweiligen Schulstufe als außerordentliche Schülerinnen und Schüler mit Deutschförderkurs oder ordentliche Schülerinnen und Schüler folgen können.
Um einen schnellen Übergang in den Regelunterricht zu gewährleisten, sind Deutschförderklassen grundsätzlich auf ein Semester ausgerichtet. Wenn das Lehrziel laut gesetzlich vorgeschriebenem Testverfahren von der jeweiligen Schülerin oder dem jeweiligen Schüler nicht erreicht wurde, kann die Deutschförderklasse ein weiteres Semester, maximal jedoch vier Semester lang besucht werden.
Der Lehrplan beschreibt Zielkompetenzen, die für den Wechsel in die Regelklasse notwendig sind. Darüber hinaus gibt der Lehrplan einen Rahmen vor, der den Pädagoginnen und Pädagogen jenen Gestaltungsspielraum bietet, der erforderlich ist, um jedes Kind nach den jeweils eigenen Fähigkeiten und Begabungen zu fördern. Im Sinne eines schnellen Übergangs ist es daher sinnvoll, Bildungssprache (zB Fachwortschatz) anhand bestimmter Gegenstände etwa Mathematik, Geschichte und Sozialkunde/Politische Bildung oder Geographie und Wirtschaftskunde zu erarbeiten und die Förderung der Kinder und Jugendlichen je nach individuellen Lernvoraussetzungen und organisatorischer Umsetzbarkeit auch in diesen Gegenständen zu gewährleisten.
Für die Unterrichtsgestaltung sind folgende Aspekte zu berücksichtigen:
– Aufbau von Sprachkompetenzen in der Alltags- und Bildungssprache, wenn möglich in Bezugnahme auf den Fachwortschatz einzelner Unterrichtsgegenstände der jeweiligen Schulstufe;
– Sicherstellung der kontinuierlichen Förderung und der Beachtung einer angemessenen Progression sowohl innerhalb eines Semesters als auch beim Besuch der Deutschförderklasse über mehrere Semester;
– Einsatz von Diagnoseinstrumenten, die den kontinuierlichen Sprachaufbau in Deutsch sicherstellen.
Didaktische Grundsätze:
Ausgangssituation
Deutsch wird in der Deutschförderklasse gesteuert und zudem in vielen außerschulischen (Lern)Situationen in der zielsprachlichen Umgebung ungesteuert erlernt. Der Unterricht hat an diese besondere sprachliche Ausgangssituation der Schülerinnen und Schüler anzuknüpfen: Es werden Sprechanlässe geboten, die geeignet sind, Kommunikationsmöglichkeiten außerhalb des Unterrichts zu eröffnen. Die soziale Verschränkung mit der Regelklasse von Anfang an ist für den Lernerfolg der Schülerinnen und Schüler von besonderer Bedeutung; jede Möglichkeit die Zweitsprache Deutsch zu sprechen, zu üben und zu festigen sollte ergriffen werden; und Lernorte außerhalb des Klassenzimmers bieten dem Spracherwerb besonders wirkungsvolle Impulse.
Positive Lernatmosphäre/Geschützter Raum
Der Unterricht geht vom Sprachhandlungsbedarf der Schülerinnen und Schüler aus und greift ihre aktuellen Erfahrungen mit dem Deutschen als Zweitsprache auf. Dabei wird die Deutschförderklasse zu einem geschützten Lernraum, der eine wertschätzende und respektvolle Lernatmosphäre bietet und in dem die Schülerinnen und Schüler das Gelernte erproben können. Es ist zu beachten, dass sich die Lernenden in ihrer Zweitsprache Deutsch auf einer niedrigeren Stufe bewegen als es ihrem Alter angemessen wäre und so ein Missverhältnis zwischen ihren intellektuellen Fähigkeiten und der sprachlichen Ausdrucksfähigkeit besteht. Wo es sich anbietet, wird der Bezug zu der/den jeweiligen Erst- bzw. Familiensprache/n hergestellt und es können unterschiedliche Erfahrungen und Einstellungen reflektiert werden. Dazu sind Kontakte, Kooperationen und Absprachen wichtig und hilfreich, sowohl mit den Fachlehrpersonen und weiteren Betreuungspersonen als auch nach Möglichkeit mit den muttersprachlichen Lehrkräften und mit den Eltern der Lernenden. Die zeitlich abgestimmte Erarbeitung eines Themas in Deutsch und der jeweiligen Erstsprache bzw. den jeweiligen Erstsprachen der Schülerinnen und Schüler ist sinnvoll und soll bei vorhandenem Angebot des muttersprachlichen Unterrichts anlassbezogen erfolgen. Auch für die Entwicklung der Sprachlernkompetenz, der Selbstkompetenz, der sozialen Kompetenz und der interkulturellen Handlungsfähigkeit ist Kooperation von großer Bedeutung.
Mehrsprachigkeit
Die Lehrperson der Deutschförderklasse hat spezifische Aufgaben als Wissensvermittlerin, Sprachlernberaterin und Brückenbauerin zwischen den Sprach-, Bildungs- und Lebenserfahrungen der Schülerinnen und Schüler. Die Schülerinnen und Schüler werden in ihrer Entwicklung der individuellen lebensweltlichen Mehrsprachigkeit und in der Ausbildung von Sprach(en)bewusstsein (language awareness) unterstützt. Ihr gesamtes sprachliches Repertoire wird für den Erwerb der (neuen) Sprache Deutsch genutzt: Sprachenvergleiche, die Nutzung von vorhandenen Fremdsprachenkenntnissen und Reflexionen des Spracherwerbs erweitern die Prozesse der Sprachentwicklung. Sprachliche und kulturelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede sind positiv besetzt und werden als Lernanlass gesehen. Sie werden als Möglichkeit zum Austausch genutzt. Die Lehrperson führt die Schülerinnen und Schüler in den Besuch der Schulbibliotheken und – wenn möglich – von öffentlichen Bibliotheken und Mediatheken ein, wo diese die Angebote auch in ihrer Erstsprache nutzen können.
Alltagssprache vs. Bildungssprache
Neben der Entwicklung der sprachlichen Handlungsfähigkeit für den (außer-)schulischen Kommunikationsbedarf werden im Rahmen der Sprachförderung in Deutschförderklassen auch die bildungs- und fachsprachlichen Kompetenzen der Lernenden (ua. mündliche und schriftliche Textkompetenz) altersgerecht ausgebildet. Der Weg von der Alltagssprache bis zur Bildungs- und Fachsprache bedarf einer kontinuierlichen Begleitung. Insbesondere in der Sekundarstufe sind Kenntnisse in der Bildungs- und Fachsprache Voraussetzung für eine erfolgreiche Teilnahme am Regelunterricht. Die Deutschförderklasse kann nur einen ersten Grundstein legen für eine sprachliche Entwicklung, die in weiterer Folge sowohl durch weitere Sprachförderung als auch in hohem Maß durch sprachsensiblen Unterricht in allen Fächern unterstützt wird. Dabei orientieren sich die Aussprache und Intonation aller Lehrpersonen an der Standardsprache. Die Schülerinnen und Schüler erhalten (in der Deutschförderklasse) auch die Möglichkeit, ein Bewusstsein für die sprachliche Variation des Deutschen in Österreich zu entwickeln.
Sprachförderung als Teamarbeit
Die Sprachentwicklung der Schülerinnen und Schüler, insbesondere die der Bildungssprache, liegt in der Verantwortung aller Lehrpersonen. Sprachsensibler Unterricht und Sprachförderung werden als integrative Bestandteile jeden Unterrichts gesehen, da die Unterrichtssprache Deutsch als zentrales Werkzeug des Lernens und Kommunikationsmittel in allen Fächern von großer Bedeutung ist. Jeder Unterricht ist auch als eine Sprachlernsituation aufzufassen und alle beteiligten Lehrpersonen fungieren als Sprachvorbilder. Die Kooperation aller beteiligten Lehrpersonen mit Unterstützung der Schulleitung ist dabei von großer Bedeutung.
Methodische Erläuterungen
Insbesondere die Lehrpersonen, die die Schülerinnen und Schüler in ihrer Sprachentwicklung unterstützen, setzen ihre Sprache gezielt und systematisch ein (auch durch die Versprachlichung von Tätigkeiten), um Wortschatz sowie sprachliche Muster und Strukturen anzubieten. Sie verstehen den Spracherwerb als Prozess, in dessen Verlauf die Schülerin/der Schüler befähigt wird, sprachliche Mittel selbstständig einzusetzen. Das Wissen um die (grammatische) Progression ist dabei grundlegend. Die Lehrperson der Deutschförderklasse setzt Methoden zur Bewusstmachung grammatischer Strukturen ein, dabei wird auch sprachvergleichend gearbeitet. Sie weiß um die Bedeutung von Fehlern als Ausdruck einer individuellen Lernersprache, zB durch Übergeneralisierungen und Übertragungen von Strukturen der Erstsprache auf das Deutsche (Interferenzen). Korrektives Feedback und ein Anleiten zur Selbstkorrektur sind Möglichkeiten darauf zu reagieren. Das Wissen um die Erstsprachen der Schülerinnen und Schüler ermöglicht es, besonderes Augenmerk auf Strukturen und Laute zu legen, die sich von denen in der deutschen Sprache unterscheiden. Gezielte Ausspracheübungen unterstützen die Schülerinnen und Schüler in der Aneignung dieser Laute. In Phasen des freien Sprechens sind Fehler, auch in der Aussprache, zu vernachlässigen, solange die Aussage verständlich ist und das kommunikative Ziel erreicht wird.
Die Lehrperson ermutigt zum Gebrauch des Deutschen und stellt sprachliche Mittel zur Verfügung, um die Schwierigkeit eines Sprechanlasses, einer (Schreib)Aufgabe oder eines Textes zu reduzieren. Die Wortschatzarbeit ist in engem Zusammenhang mit dem Aufbau von Konzepten zu sehen. Sie steht nicht isoliert, sondern wird immer in eine kommunikative Situation eingebettet. Auf methodische Vielfalt, von strukturiertgelenkten bis sehr offenenspielerischen Übungsformen, ist ebenso zu achten wie auf ganzheitliche Aufgabenstellungen, die unterschiedliche Lerntypen ansprechen. Die Arbeit mit altersgemäßen literarischen Texten unterstützt die Schülerinnen und Schüler in ihrer Sprachentwicklung, indem sie neue Wörter im Textzusammenhang erschließen, schriftsprachliche Ausdrucksweisen hören/lesen und bei vorgelesenen Texten die korrekte Aussprache erfahren. Über literarisches Lernen wird bedeutungsvolles und vertiefendes Lernen zugänglich gemacht. Auch kreative Lese- und Schreibaufgaben, Musik und theaterpädagogische Elemente ermöglichen einen abwechslungsreichen Zugang zur deutschen Sprache und fördern neben dem Ausdruck die Aufmerksamkeit, die Wahrnehmung, die Kooperation und den Selbstwert. Die Lehrperson sorgt dabei für eine klare Trennung von Lern- und Prüfungssituationen. Sprachlernstrategien werden bewusst gemacht und die Selbstkompetenz im Hinblick auf eigenständiges Lernen gestärkt (selbstverantwortliche Lernorganisation).
Alphabetisierung und Zweitschrifterwerb
Der Erwerb von Schrift und Rechtschreibung (Orthografie) geht den schriftlichen Fertigkeiten Lesen und Schreiben voraus und verlangt eine intensive Begleitung seitens der Lehrperson von Anfang an. Von großem Vorteil wäre hierbei die Möglichkeit einer zweisprachigen Alphabetisierung. Mit der Alphabetisierung bzw. dem Zweitschrifterwerb (Schreib und Druckschrift) geht der Aufbau phonologischer Bewusstheit (auch in den Erstsprachen) einher, ehe das Schreiben selbst, insbesondere das orthografisch korrekte Schreiben, in den Mittelpunkt rückt. Die Rechtschreibung hat im Verhältnis zu den anderen Kompetenzbereichen einen geringen Stellenwert.
Umgang mit Heterogenität
Unterschiedliche Altersgruppen, Vorkenntnisse/-erfahrungen, Lernbiografien, mitgebrachte Sprachen und Schrift sowie unterschiedlicher Sprachstand führen u. U. zu einer sehr heterogenen Lernergruppe, der die Lehrperson mit Binnendifferenzierung begegnet. Dabei müssen auch Unterschiede im Lernalter, im Lerntempo und im Unterstützungsbedarf berücksichtigt werden. Inhaltlich und methodisch differenzierte Lernangebote unterstützen alle Lernenden in ihrer Kompetenzentwicklung: Arbeitsaufträge werden unterschiedlich formuliert und streben verschiedene Lernziele an, zB beim Lernen an Stationen oder durch das Variieren von Fragestellungen im Gespräch. Kooperative Lernformen ermöglichen sprachliche Interaktion und Hilfestellung. Verfügbare Unterrichtsmaterialien können dabei nicht immer passgenau sein, sondern werden als Baukasten genutzt, aus denen Bilder, (Hör)Texte, Übungen und Aufgaben ausgewählt werden. Die Nutzung digitaler Medien ist zu begrüßen, da sie die Individualisierung von Lernangeboten und ein Mehr an Sprachlernanlässen (zB wiederholbare Hörtexte) ermöglichen.
Einsatz von Diagnoseinstrumenten
Um möglichst zielgerichtet fördern zu können, sind Sprachstandsbeobachtungen unerlässlich, sobald der Sprachstand Beobachtungen zulässt. Daran schließt die Erstellung individueller Förderpläne an. Wenn möglich sollte auch der Sprachstand in der Erstsprache in Zusammenarbeit mit muttersprachlichen Lehrkräften festgestellt werden.
Lehrstoff:
Die in der Deutschförderklasse zu erwerbenden Kompetenzen werden in vier Lernbereiche gegliedert, deren Nummerierung keine Hierarchie ausdrückt:
Lernbereich 1:
Mündliche/schriftliche Sprachhandlungskompetenz zur Bewältigung kommunikativer Situationen (=Pragmatik) und mündliche/schriftliche Textkompetenz zur Bewältigung bildungssprachlicher Anforderungen, realisiert mit Hilfe der vier Fertigkeiten
– Hörverstehen und Hör /Sehverstehen
– Sprechen/Mündliches Sprachhandeln
– Lesen und Leseverstehen
– Schreiben/Schriftliches Sprachhandeln
Lernbereich 2:
Linguistische Kompetenzen
– Wortschatz
– Strukturen: Wortformen (Morphologie), Satzbau (Syntax)
– Aussprache
– Schrift: Alphabetisierung bzw. Zweitschrifterwerb
– Rechtschreibung (Orthografie)
Lernbereich 3:
Sprachlernkompetenz (Sprachlernstrategien)
Lernbereich 4:
Selbstkompetenz, soziale Kompetenz, interkulturelle Handlungsfähigkeit
Für die Realisierung der kommunikativen Kompetenzen des Lernbereichs 1 mit Hilfe der vier Fertigkeiten sind die sprachlichen Mittel des Lernbereichs 2 die Grundlage und sie haben somit dienende Funktion.
Sich eine Sprache anzueignen, bedeutet zuallererst, den eigenen Handlungsraum zu erweitern. Im Mittelpunkt der Sprachförderung in der Deutschförderklasse steht deshalb zunächst die Ausbildung der mündlichen und erst in weiterer Folge der schriftlichen kommunikativen Handlungsfähigkeit. Dabei werden die rezeptiven Fertigkeiten („Hörverstehen und Hör/Sehverstehen“ und „Lesen und Leseverstehen“) vor den produktiven Fertigkeiten („Sprechen/Mündliches Sprachhandeln“ und „Schreiben/Schriftliches Sprachhandeln“) entwickelt.
Für das Lesen und Schreiben sind schriftsprachliche Kenntnisse grundlegend. Die Vermittlung der Schreib und Lesefähigkeit ob als Alphabetisierung für Schülerinnen und Schüler, die bislang nicht lesen und schreiben gelernt haben, oder als Zweitschrifterwerb für Schülerinnen und Schüler, die bereits in ihrer Erstsprache alphabetisiert sind geht diesen Prozessen voraus.
Schulische Lernangebote wecken die Motivation, das erworbene Wissen und Können in vielfältigen Kontexten anzuwenden. Um eine systematische Kompetenzentwicklung jeder Schülerin und jedes Schülers zu ermöglichen, werden je nach Alter und Entwicklungsstand der Kinder unterschiedliche inhaltliche und methodische Schwerpunkte gesetzt. Die Themen und Lernsituationen beziehen sich sowohl auf Lebens- bzw. Handlungsbereiche der Schülerinnen und Schüler, wie Familie, Freizeit oder Öffentlichkeit, als auch auf die Lehrpläne der Unterrichtsgegenstände der jeweiligen Schulstufe. So ist kompetenzorientiertes Lernen einerseits an der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler ausgerichtet und eröffnet andererseits allen Schülerinnen und Schülern Zugänge zum fachlichen Lernen. Letzteres kann durch die konkrete Erarbeitung der sprachlichen Grundlagen der Unterrichtsgegenstände (wie Fachwortschatz und fachsprachliche Strukturen) auf die Teilnahme vorbereiten, wodurch eine sinnvolle Verknüpfung von Sprach- und Fachlernen sichergestellt wird. Dafür ist eine intensive Kooperation zwischen der Lehrperson der Deutschförderklasse und den Fachlehrpersonen notwendig. Die Vermittlung sprachlicher Kompetenzen soll deshalb auch über die Vermittlung der fachlichen Grundlagen in den Grundkompetenzen (zB Mathematik oder Englisch) erfolgen.
Die im Folgenden tabellarisch aufgeführten Anforderungen benennen Kompetenzen, die die Schülerin bzw. der Schüler erwirbt und in altersgemäßen Kommunikationssituationen nachweisen muss. Im Unterricht werden die Kompetenzbereiche nicht isoliert behandelt, sondern sind Bestandteile eines Gesamtzusammenhangs.
Kommunikative Kompetenzen
Lernbereich 1:
Mündliche/schriftliche Sprachhandlungskompetenz zur Bewältigung kommunikativer Situationen (=Pragmatik) und mündliche/schriftliche Textkompetenz zur Bewältigung bildungssprachlicher Anforderungen
Kompetenzbereich Hörverstehen und Hör-/Sehverstehen
Die Schülerin/der Schüler versteht wesentliche Informationen in Gesprächen und sehr einfachen gesprochenen Texten zu vertrauten und konkreten Themen in Alltagssituationen sowie unterrichts- und sachbezogene mündliche Sprachhandlungen in der Standardsprache, vorausgesetzt es wird deutlich und langsam gesprochen. Sie/Er kann darauf sach- und situationsgerecht reagieren und bei Bedarf nachfragen.
Die Schülerin/der Schüler
– versteht unterrichtstypische Sprachhandlungen (Fragen, Arbeitsanweisungen, Aufforderungen, Ankündigungen, Erklärungen).
– versteht das Thema von kurzen Gesprächen, an denen sie/er nur als Zuhörer/in beteiligt ist.
– erschließt die Hauptaussage einfacher sprachlicher Äußerungen und Gespräche im Unterrichtsalltag bzw. einfacher Sachdarstellungen aus dem Sprechkontext und entnimmt ihnen gezielt wesentliche Informationen
– versteht die Hauptaussage einfacher und kurzer (auch literarischer), gesprochener Texte sowie klar strukturierter Situationen (zB Rollenspiele).
– folgt kurzen und sprachlich einfachen Medienausschnitten zu bekannten Alltags- sowie Sachthemen (Hörtexte bzw. Hör-/Sehtexte wie Radio, Fernsehen, Film) und versteht deren Hauptaussage.
Kompetenzbereich Sprechen/Mündliches Sprachhandeln
Die Schülerin/der Schüler kann über vertraute Themen ihrer/seiner Lebenswelt und Sachverhalte mit einem begrenzten Repertoire an Wörtern und Strukturen zusammenhängend kommunizieren (mündliche Textkompetenz). Sie/Er bewältigt zunehmend komplexer werdende Sprachhandlungen in der mündlichen schulischen Interaktion. Dabei kann sie/er noch elementare und das Verständnis störende Fehler machen.
Die Schülerin/der Schüler
– reagiert auf einfache Sprachhandlungen anderer und stellt selbst sprachliche Kontakte in vertrauten Situationen her, kann diese weiterführen und beenden.
– wendet in kurzen, zielorientierten Alltagsgesprächen erlernte Wendungen und Ausdrücke an, kann sie an unterschiedliche Sprechsituationen anpassen und neu kombinieren, sofern es sich um einen vertrauten Kontext handelt.
– bewältigt in einfacher Form Gespräche mit berichtendem, beschreibendem und erzählendem Charakter zu vertrauten Themen (Erfahrungen, Erlebnisse, Beobachtungen, Sachverhalte).
– holt in kurzen und einfachen Dialogen Informationen ein und gibt Informationen weiter.
– benennt und beschreibt Gegenstände, Personen, Lebewesen, Tätigkeiten, einfache Sachverhalte und Ereignisse (zB persönliche Daten, Familie, Schule, Essen, Wohnen, Freizeit, Natur und Umwelt).
– drückt in kurzen, einfachen Sätzen konkrete Bedürfnisse, Beobachtungen, Meinungen, Gefühle und Stimmungen in vertrauten Situationen aus (zustimmen, ablehnen, Vorlieben äußern, fragen, nachfragen, auffordern, bitten, wünschen, danken, ua.).
– begründet in einfacher Form Handlungen, Meinungen, Wünsche, Ziele, Absichten.
– erzählt eine einfache zusammenhängende Geschichte anhand von Bildern, Stichwörtern oder anderen Impulsen bzw. gibt in einfachen zusammenhängenden Sätzen die Handlung von Geschichten, Büchern, Filmen wieder.
– fasst in einfachen zusammenhängenden Sätzen die Hauptaussage von Sachtexten zu vertrauten Themen zusammen.
– trägt eine vorbereitete Präsentation zu einem vertrauten Thema (Familie, Freizeit, Ausbildung) bzw. Arbeitsergebnisse zu einem vertrauten Sachthema vor und beantwortet einfache Informationsfragen.
– bewältigt einfache und kurze mündliche Sprachhandlungen in formellen Situationen.
– kennt und versteht basale Gesprächsregeln (zB anderen aufmerksam zuhören, andere aussprechen lassen, Blickkontakt aufnehmen bzw. erwidern, Redebedarf anzeigen, je nach Situation leise oder laut sprechen), versucht diese einzuhalten und besitzt das Wissen um Konventionen.
– wendet stimmliche (Lautstärke, Betonung, Pause, Sprechtempo) und körpersprachliche (Mimik, Gestik) Mittel der Kommunikation an.
– wendet im Fall von Nichtverstehen Strategien wie zB Nachfragen, Bitten um sprachliche Hilfe oder Klärung an und kann auch ihre/seine Erstsprache oder weitere Sprachen als Brücken-sprache(n) nutzen.
Kompetenzbereich Lesen und Leseverstehen
Die Schülerin/der Schüler liest und versteht kurze, einfache Texte (unterschiedliche Textsorten) zu vertrauten und konkreten Themen. Sie/Er erschließt sich deren Hauptaussage/n und entnimmt ihnen gezielt wesentliche Detailinformationen. Sie/Er nutzt dabei Hilfestellungen zur Texterschließung (zB Wortschatzliste, Bilder, Fragen).
Die Schülerin/der Schüler
– verfügt über grundlegendes Leseverständnis auf der Wort- und Satzebene.
– versteht wesentliche Informationen kurzer, konkreter schriftlicher Äußerungen und Arbeitsanweisungen.
– liest einfache (auch literarische) Texte zu vertrauten Themen mit vorwiegend bekanntem Wortschatz, versteht sie global und entnimmt ihnen gezielt die wesentlichen Informationen.
– versteht kurze und einfache authentische Texte zu vertrauten Themen global und entnimmt ihnen gezielt Detailinformationen (zB Texte aus Jugendzeitschriften, Zeitungsartikel, Fernseh-/Veranstaltungsprogramme, Gebrauchsanweisungen, Formulare, Prospekte, Broschüren, Fahrpläne u. Ä.).
– liest einen kurzen einfachen Text möglichst ausspracherichtig vor.
– erschließt sich den Wortschatz und den Inhalt von kurzen, einfachen Texten mit Hilfe geeigneter Techniken, zB mittels (elektronischer) Nachschlagewerke.
– nutzt Textsignale (Überschrift, Zwischenüberschrift, Hervorhebungen, Absätze, Einrückungen, Gliederungszeichen, begleitende Bildelemente) zum Textverständnis.
– erschließt sich, mit Unterstützung, das Internet als Lesequelle.
Kompetenzbereich Schreiben/Schriftliches Sprachhandeln
Die Schülerin/der Schüler verfasst kurze, einfache Texte (unterschiedliche, aber bekannte Textsorten) zu vertrauten Themen ihrer/seiner Lebenswelt mit einem begrenzten Repertoire an Wörtern und Strukturen. Sie/Er nutzt dabei sprachliche Vorgaben als Hilfestellung. Sie/Er kann dabei noch elementare Fehler machen, dennoch wird klar, was sie/er ausdrücken möchte.
Die Schülerin/der Schüler
– verfügt über grundlegende Kenntnisse der Schreibweise von Wörtern und Sätzen.
– benennt und beschreibt Gegenstände, Personen, Lebewesen, Tätigkeiten, einfache Sachverhalte und Ereignisse mit einem begrenzten Wortschatz und einfachen Strukturen (zB persönliche Daten, Familie, Schule, Essen, Wohnen, Freizeit, Natur und Umwelt).
– verfasst einfache persönliche Mitteilungen (Notizen, Einladungen, E-Mails, SMS, Nachrichten in Social Media ua.).
– verfasst kurze und einfache Geschichten anhand von Bildern, Stichwörtern oder anderen Impulsen und stellt dabei einfache Satzverbindungen her (und, aber, weil, zuerst, dann, und dann).
– bewältigt in einfacher Form schriftliche Sprachhandlungen mit berichtendem, beschreibendem und erzählendem Charakter zu vertrauten Themen (Erfahrungen, Erlebnisse, Beobachtungen, Sachverhalte).
– verfasst einfache, kurze zusammenhängende Texte zu vertrauten Themen (Notizen, Beschreibungen, Zusammenfassungen).
– hält gehörte, gelesene und medial vermittelte einfache und kurze Informationen stichwortartig fest.
– verfasst einfache Präsentationen zu bekannten Themen und fasst Arbeitsergebnisse in einfacher Form schriftlich zusammen (Mind-Maps, Cluster u. Ä.).
– gestaltet einfache kreative Aufgaben zu Textvorlagen, wie Reime, Gedichte, Lieder, Sachtexte, Leserbriefe.
– verwendet die wichtigsten Satzzeichen sinnbezogen (Punkt, Frage-, Ruf- und Redezeichen).
– nutzt unter Anleitung einfache Überarbeitungsstrategien, um eigene Texte weiterzuentwickeln (sprachlich, inhaltlich, orthografisch).
Lernbereich 2:
Linguistische Kompetenzen
Kompetenzbereich Wortschatz
Die Schülerin/der Schüler verfügt über einen gesicherten altersgemäßen Grundwortschatz (rezeptiv und produktiv) zur Ausführung der im Lernbereich 1 genannten Sprachhandlungen sowie über Ausschnitte aus dem Aufbauwortschatz und Fachwortschatz, die für ein Folgen des Unterrichts in der Regelklasse gebraucht werden.
Die Schülerin/der Schüler
– verfügt in aktiver Sprachverwendung über grundlegende idiomatische Wendungen und einen standardsprachlich korrekten Grundwortschatz, der sich auf sein/ihr unmittelbares Lebensumfeld bezieht, muss aber noch nach Worten suchen.
– erweitert in Ansätzen ihren/seinen passiven Aufbauwortschatz und Fachwortschatz über den Grundwortschatz hinaus, um verschiedene sach und fachbezogene Unterrichtsaufgaben erledigen zu können.
– verfügt in Alltagssituationen und im Unterricht über einige wichtige memorierte Wendungen (chunks).
– erweitert ihren/seinen Wortschatz in vernetzter Form auf verschiedenen Ebenen kontinuierlich (ua. Wortbedeutung, Wortfeld, Wortfamilie, Oberbegriffe, Stilebenen).
– fragt aktiv nach Bezeichnungen, Bedeutungen, Zusammenhängen und erschließt sich Bedeutungen aus dem Kontext sowie mit Hilfe von Wortbildungsregeln.
– nutzt Hilfsmittel effektiv (zB ein- und zweisprachiges Wörterbuch, Bildwörterbuch, Bild-Wort-Kartei, digitale Wörterbücher und Lern-Apps etc.).
Kompetenzbereich Strukturen
Die Schülerin/der Schüler verfügt über ein Repertoire häufig verwendeter Strukturen zur Ausführung der im Lernbereich 1 genannten Sprachhandlungen. Sie/Er kann reguläre grammatische Formen erkennen und anwenden. Sie/Er kann noch elementare Fehler machen, zum Beispiel Subjekt-Verb-Kongruenz, Verbstellung oder Verwendung von Zeitformen.
Die Schülerin/der Schüler
– verwendet einfache Satzmuster und Wendungen, um über sich selbst, andere Personen, Situationen oder Orte zu informieren.
– beschreibt ihr/ihm vertraute Handlungen, Ereignisse und Sachverhalte als gegenwärtig, vergangen oder zukünftig.
– drückt Bitten, Wünsche, Erlaubnisse, Verbote, Möglichkeiten, Fähigkeiten, Erwartungen, Verneinungen und Verpflichtungen aus.
– drückt Modalitäten aus, zB mit Modalverben.
– verbindet Wortgruppen und einfache Sätze mit Konnektoren (zB und, und dann, dann, wenn, aber, weil).
– formuliert Fragen und Antworten.
– stellt in spielerischer Form einfache Sprachvergleiche (auf Wort- und Satzebene) Formen und Strukturen (auch zwischen Sprachen, zB Verbstellung, Verbformen, Verneinung, Wochentage in mehreren Sprachen) an.
Kompetenzbereich Aussprache
Die Schülerin/der Schüler verwendet Artikulation und Intonation, die sich an der Standardsprache orientieren, weitgehend richtig, es kommt jedoch noch zu Interferenzen mit dem Lautsystem der Erstsprache.
Die Schülerin/der Schüler
– bildet die meisten Laute und Lautgruppen korrekt.
– bildet und unterscheidet ähnlich klingende Laute.
– bildet kurze und lange, offene und geschlossene Vokale (zB in hoffen/Hof).
– bildet Konsonantenhäufungen (zB im Herbst, springst, ängstlich).
– macht unterschiedliche Sprechabsichten wie Aussage, Frage oder Aufforderung durch den richtigen Einsatz der Prosodie deutlich.
– wendet Artikulation und Intonation in Lautgedichten, Wortspielen, Zungenbrechern u. Ä. an.
Kompetenzbereich Schrift
Die Schülerin/der Schüler kennt die grundlegenden Laut-Buchstaben-Verbindungen der Standardsprache und kann alle Buchstaben der Schreib- und Druckschrift richtig schreiben.
Die Schülerin/der Schüler
– entwickelt Fähigkeiten im Bereich der phonologischen Bewusstheit, beispielsweise werden Reime, Silben, Anlaute, Endlaute, Wortlängen und Lautsynthesen unabhängig von ihrer Schreibweise richtig erkannt.
– erkennt Laute und Buchstaben als kleinste bedeutungsunterscheidende Elemente (Haus/Maus, Hase/Hose).
– kennt den Unterschied zwischen Buchstabe und Laut.
– wandelt Buchstaben in Laute um.
– stellt Verbindungen zwischen den Lauten her (Lautverschmelzung).
– ordnet einem bestimmten Laut den korrekten Buchstaben zu und schreibt ihn auf.
– ordnet einem bestimmten Laut die korrekten Buchstabengruppe zu und schreibt sie richtig (ei, ie, eu, äu, au, sch, st, sp, qu, ck, ch, usw.).
– schreibt Wörter des erlernten Wortschatzes, einfache Sätze und kurze, einfache Texte in gut lesbarer Schrift.
– verwendet beim Schreiben eine ökonomische Stifthaltung und erreicht ein möglichst zügiges Schreibtempo.
– kennt und nutzt die Vorteile einer ordentlichen Heftführung, beispielsweise Hinzufügen des Datums, Beachten von Rändern, Einsatz typographischer Mittel, Schreibrichtung, Orientierung im Heft.
Kompetenzbereich Rechtschreibung
Die Schülerin/der Schüler verfügt über Einsicht in erste orthografische Prinzipien innerhalb ihres/seines produktiven Wortschatzes.
Die Schülerin/der Schüler
– kennt und verwendet orthografische und grammatische Regel- und Merkelemente, wobei es zum Teil noch zu Übergeneralisierungen kommt.
– kennt die elementaren Regeln der Groß- und Kleinschreibung und die wichtigsten Interpunktionszeichen.
– fragt aktiv nach einer bestimmten Schreibung und verfügt über Nachschlagetechniken (analog und digital).
Überfachliche Kompetenzen
Lernbereich 3:
Sprachlernkompetenz (Sprachlernstrategien)
Kompetenzbereich Sprachlernkompetenz
Die Schülerin/der Schüler wendet Sprachlernstrategien mit Unterstützung und/oder selbstständig an, um Wortschatz und Sprachhandlungsfähigkeit zu erweitern.
Konkrete Sprachlernstrategien finden sich als Kompetenzbeschreibungen der Fertigkeiten und der sprachlichen Mittel (Lernbereiche 1 und 2).
Lernbereich 4:
Selbstkompetenz, Soziale Kompetenz, Interkulturelle Handlungsfähigkeit
Kompetenzbereich Selbstkompetenz
Die Schülerin/der Schüler kann ihre/seine Stärken und Fähigkeiten realistisch einschätzen und entsprechend einbringen, übernimmt Eigenverantwortung, zeigt Eigeninitiative und Engagement, hat Zutrauen zu sich selbst und in ihre/seine Sprach(lern)fähigkeiten und ist motiviert, Neues zu lernen oder zu schaffen.
Siehe auch Soziale und personale Kompetenzen. Lehrplanbezüge
Kompetenzbereich Soziale Kompetenz
Die Schülerin/der Schüler lernt mit und von anderen, hilft anderen und bittet selbst um Unterstützung, hält vereinbarte Regeln ein, übernimmt Verantwortung und ist konfliktfähig.
Siehe auch soziale und personale Kompetenzen. Lehrplanbezüge
Kompetenzbereich Interkulturelle Handlungsfähigkeit
Die Schülerin/der Schüler ist zum Umgang mit gesellschaftlicher Vielfalt befähigt.
Religion
Siehe Abschnitt VI. (Lehrpläne für den Religionsunterricht)
Weitere Pflichtgegenstände und Verbindliche Übungen
Für die weiteren Pflichtgegenstände und Verbindliche Übungen ist der jeweilige Lehrstoff wie in den Abschnitten A1 bis A3 dieses Teils anzuwenden unter Berücksichtigung der sprachlichen Kompetenzen und individuellen Voraussetzungen der Schülerin bzw. des Schülers.
Pflichtpraktikum
Für das Pflichtpraktikum sind die Richtlinien wie im Abschnitt B anzuwenden unter Berücksichtigung der sprachlichen Kompetenzen und individuellen Voraussetzungen der Schülerin bzw. des Schülers.
Freigegenstände und Unverbindliche Übungen
Für Freigegenstände und Unverbindliche Übungen ist der jeweilige Lehrstoff wie in den Abschnitten C1 und C2 dieses Teils anzuwenden unter Berücksichtigung der sprachlichen Kompetenzen und individuellen Voraussetzungen der Schülerin bzw. des Schülers.
Anlage
FACHSCHULE FÜR PÄDAGOGISCHE ASSISTENZBERUFE(einschließlich der Fachschule für Berufstätige)
I. STUNDENTAFEL1
(Gesamtstundenzahl und Stundenausmaß der einzelnen Unterrichtsgegenstände)
Stundentafel der Fachschule für pädagogische Assistenzberufe
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