Verordnung des Bundesministers für Unterricht und kulturelle Angelegenheiten, mit welcher die Lehrpläne der Volksschule und der Sonderschulen erlassen werden; Bekanntmachung der Lehrpläne für den Religionsunterricht an diesen Schulen
Bei der Bearbeitung von Begriffen und Konzepten ist darauf zu achten, dass sie in politischen Kontexten vermittelt werden und an das vorhandene Wissen anschließen. Der alters- und entwicklungsgemäßen Konkretisierung und Weiterentwicklung ist dabei besondere Aufmerksamkeit zu schenken (Politische Sachkompetenz).
Die historischen und politischen Kompetenzen sind anhand konkreter Themen zu entwickeln. Die beschriebenen Kompetenzen sind als Ausgangspunkt der Unterrichtsplanung und –gestaltung heranzuziehen. Die Themenbereiche sind bezogen auf die zu erwerbenden Kompetenzen sorgfältig und begründet auszuwählen.
Sekundarstufe I
Lehrstoff:
Schulstufe
Erstes Auftreten der Menschen bis zum Ende des Mittelalters
Beispielsweise:
– der Vergleich des Zusammenlebens von Menschen früher und heute
– verschiedene Kulturen von der Antike bis zum Mittelalter
– das Leben der Menschen unter Berücksichtigung des Alltags sowie der Generationen- und Geschlechterverhältnisse in verschiedenen Gemeinschaften und Lebenswelten (zB Nomadentum, Bauern und Dorf, ritterliches Leben und höfische Kultur)
– die Auseinandersetzung des Menschen mit der Natur und ihre Auswirkungen auf die Organisation des menschlichen Zusammenlebens
– Entwicklung der Arbeitsteilung und des Wirtschaftens anhand exemplarischer Wirtschaftsformen
– verschiedenen Herrschaftsformen und Religionen
Lernziele der sechsten Schulstufe:
– Formen des Zusammenlebens früher und heute kennen lernen
– verschiedene Gemeinschaften und Lebenswelten erfahren
– Entwicklung der Wirtschaft darstellen
– politische Herrschaftsformen kennen lernen
– Charakteristika von Hochkulturen kennen lernen
– verschiedene Weltbilder kennen lernen
Lehrstoff:
Schulstufe
Beginn der Neuzeit bis zum Ende des Ersten Weltkrieges
Beispielsweise:
– Erfindungen und Entdeckungen, die die Welt verändert haben
– Humanismus und Renaissance
– die Reformen Maria Theresias und Josefs II. (zB Einführung der Schulpflicht)
– Napoleon und die Französische Revolution
– verschiedene Formen des Wirtschaftens und deren Auswirkungen auf die Arbeitswelt, Freizeit, Generationen, Familie und Stellung von Frauen und Männern
– die Menschenrechte und das Problem ihrer Durchsetzung
– der Erste Weltkrieg – Ursache und Auswirkungen für die Menschen in Europa
– Kunst und Kultur – von der Renaissance bis hin zum Jugendstil unter Berücksichtigung der Alltagskultur
Lernziele der siebenten Schulstufe:
– das neue Menschen- und Weltbild am Beginn der Neuzeit kennen lernen
– die Zeit des Absolutismus und der Aufklärung erkunden
– die napoleonische Zeit und ihre Auswirkung auf eine Neuordnung von Europa erfahren
– die Auswirkungen der Wirtschaft auf die Gesellschaft erkennen
– das Wissen über Menschenrechte, insbesondere der Kinderrechte, erwerben
– Staaten und Völker im Krieg kennen lernen – am Beispiel „Erster Weltkrieg“
– Kunst und Kultur als Ausdruck des Lebensgefühls einer Epoche erfahren
Lehrstoff:
Schulstufe
Zeitraum vom Ende des Ersten Weltkrieges bis zur Gegenwart – Möglichkeiten der politischen Beteiligung
Beispielsweise:
– Möglichkeiten einer politischer Beteiligung, Mitbestimmung und Mitverantwortung
– Grundzüge der österreichischen Verfassung, Demokratie, politische Parteien
– Rechte und Pflichten einer Staatsbürgerin bzw. eines Staatsbürgers
– wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge im Hinblick auf Veränderungen in Arbeitswelt und Freizeit
– Wirtschaftskrisen
– Rolle der Frauen, der Männer, der Generationen und der Familien
– Demokratie und Diktatur in Europa
– der Nationalsozialismus, Holocaust, Erinnerungskulturen
– der Zweite Weltkrieg und seine Folgen
– Österreich – die Zweite Republik: politisches System, wirtschaftliche und soziale Entwicklung
– Österreich als Mitglied der Europäischen Union
– Europa und seine Integration
– aktuelle Konflikte und Möglichkeiten der Friedenserziehung
Lernziele der achten Schulstufe:
– die Möglichkeiten politischer Beteiligung, Mitbestimmung und Mitverantwortung im Schulalltag, im sozialen Umfeld und den demokratischen Institutionen erkennen und wahrnehmen können
– Kenntnisse über die Grundzüge der österreichischen Verfassung haben
– Kenntnisse über die wichtigsten Rechte und Pflichten von Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern erwerben
– die Auswirkungen der Wirtschaft auf die Gesellschaft im 20. Jahrhundert erkennen
– demokratische und diktatorische Herrschaftsformen in Europa kennen lernen
– die Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges auf das Weltgeschehen hinsichtlich Politik, Wirtschaft und Gesellschaft erfahren
Geographie und Wirtschaftskunde
Bildungs- und Lehraufgabe:
Im Mittelpunkt von Geographie und Wirtschaftskunde steht der Mensch. Seine Aktivitäten und Entscheidungen haben immer auch Auswirkungen auf räumliche Strukturen. Diese räumlichen Aspekte menschlichen Handelns sind Gegenstand des Unterrichts. Besonders thematisiert werden solche Vernetzungen am Beispiel der Wirtschaft, deren allgemeine Grundlagen zu erarbeiten sind. Es bieten sich vielfältige Ansätze Fächerverbindenden Arbeitens an. Neben der bewussten Wahrnehmung wird die Beschreibung sowie die Erklärung von Sachverhalten, Zusammenhängen und Entwicklungen des menschlichen Handelns angestrebt. Geographie und Wirtschaftskunde soll Schülerinnen und Schülern helfen, im privaten, beruflichen und öffentlichen Bereich verantwortungsbewusst und tolerant zu handeln.
Didaktische Grundsätze:
Geographische und wirtschaftskundliche Inhalte sollen im Unterricht nicht nebeneinander stehend getrennt, sondern in starkem Maße miteinander verflochten in vergleichender Darstellung aller Kontinente unter möglichst häufiger Berücksichtigung Österreichs behandelt werden.
Der Unterricht in Geographie und Wirtschaftskunde muss sich regelmäßig der erreichbaren realen Umwelt zuwenden. In Lehrausgängen, Wanderungen, Betriebserkundungen uä. sollen die Schülerinnen und Schüler unmittelbar an der Wirklichkeit räumliche und wirtschaftliche Situationen erleben. Viele Lerninhalte sind einer unmittelbaren Begegnung jedoch nicht zugänglich. Deshalb ist Geographie und Wirtschaftskunde auf die Verwendung unterschiedlicher Medien und Fördermethoden angewiesen. Sie ermöglichen die wiederholte Auseinandersetzung mit Lerninhalten und dienen der Objektivierung und Zuordnung der Einzelbeobachtung. Die Verwendung elektronischer Medien soll zur arbeitsorientierten Unterrichtsgestaltung wesentliche Impulse beisteuern. Besonders zu fördern sind Unterrichtsprojekte, da sie eine ganzheitliche Auseinandersetzung mit komplexen Fragestellungen ermöglichen. Offene Lernformen sollen eine Individualisierung und Autonomisierung des Lernprozesses gewährleisten.
Sekundarstufe I
Lehrstoff:
Schulstufe
Darstellung menschlichen Lebens und Wirtschaftens; graphische Darstellungen; die Bedeutung von Rohstoffen
Beispielsweise:
– ausgehend vom eigenen Bundesland und Österreich das Beziehungs- und Wirkungsgefüge von Mensch, Landschaft und Wirtschaft erarbeiten
– Kenntnisse über unterschiedliche Wirtschaftsformen gewinnen
– Zusammenhänge zwischen Wirtschaftsformen und -berufe kennen lernen
– Übungen im Umgang mit grafischen Darstellungen, Karten und Atlas
– Kenntnisse über Arbeit, Beruf und Erholung gewinnen
Lernziele der fünften Schulstufe:
– das Leben und Wirtschaften von Menschen in unterschiedlichen Gebieten kennen lernen –erkennen, wie Menschen mit Naturgewalten umgehen
– grundlegende Einsicht, dass Gesellschaft und Wirtschaft räumlich strukturiert sind, gewinnen
– die Gütererzeugung in gewerblichen und industriellen Betrieben sowie den Dienstleistungsbereich kennen lernen
– Umgang mit grafischen Darstellungen, Karten und Atlas
– die Bedeutung einiger wichtiger Rohstoffe kennen lernen
Lehrstoff:
Schulstufe
Die Erde; kartographische Darstellungen; Wirtschaftsformen
Beispielsweise:
– Erwerben grundlegender Informationen über die Erde mit Globus, grafischen Darstellungen, Karten und Atlas – die Erde als Lebens- und Wirtschaftsraum des Menschen
– Erdteile und Weltmeere kennen lernen
– besondere geografische und wirtschaftliche Gegebenheiten der Erdteile kennen lernen
– Lebensräume mit schwierigen Lebensbedingungen exemplarisch vermitteln
– Auswirkungen von Natur- und Gesellschaftsbedingungen auf Wirtschaftsformen kennen lernen
– die verschiedenen Lebens- und Konsumgewohnheiten des Menschen kennen lernen
– Gewinnung und Nutzung von Rohstoffen und Energie
Lernziele der sechsten Schulstufe:
– Erwerben grundlegender Informationen über die Erde
– Erkennen wie einfache Wirtschaftsformen von Natur- und Gesellschaftsbedingungen beeinflusst werden
– Erkennen, dass sich Menschen in ihren Lebens- und Konsumgewohnheiten auf regionale und kulturelle Voraussetzungen einstellen
– Erkennen, dass Lebensweisen einem ständigen Wandel unterliegen
– Kenntnisse über die Gewinnung von Rohstoffen und Energie
Lehrstoff:
Schulstufe
Leben und Wirtschaften in Österreich, in Europa, auf der Erde; topographische Kenntnisse
Beispielsweise:
– das Leben des Menschen in natürlicher und gestalteter Umwelt vergleichen
– unterschiedliche Standorte an den Beispielen Verkehr, Infrastruktur, Versorgung und Umweltqualität vergleichen
– einige wichtige Ursachen und Folgen der Bevölkerungsverteilung und -entwicklung kennen lernen
– Erfassen der Zusammenhänge von Wirtschaftsweise und Landnutzung
– die Bedeutung der Berufswahl für die Lebensgestaltung kennen lernen
– Erkennen der Notwendigkeit, im privaten Haushalt Ausgaben den eigenen finanziellen Möglichkeiten anzupassen
– Beispiele für die wirtschaftliche Verflechtung kennen lernen
Lernziele der siebenten Schulstufe:
– weitere Kenntnisse und Einsichten über menschliches Leben und Wirtschaften in Österreich
– den Lebensraum Österreich anhand von unterschiedlichen grafischen Darstellungen und Karten erfassen
– Einblicke in die Arbeits- und Berufswelt
– Wirtschaften im privaten Haushalt
– Volkswirtschaftliche Zusammenhänge kennen lernen
Lehrstoff:
Schulstufe
Kulturelle, soziale, politische und technologische Entwicklungen; volkswirtschaftliche Zusammenhänge
Beispielsweise:
– die Vielfalt Europas – Landschaft, Kultur, Bevölkerung und Wirtschaft – kennen lernen
– Kenntnisse über Informationen über ausgewählte Regionen und Staaten Europas gewinnen
– Bewusstseinsbildung für das „Gemeinsame Europa“
– Erkennen, dass gewisse Gegenwarts- und Zukunftsprobleme nur überregional zu lösen sind
– den stetigen Wandel der Arbeits- und Berufswelt erkennen
– die Einsicht in die Notwendigkeit der ständigen Weiterbildung und Mobilität gewinnen
– über subjektive und gesamtwirtschaftliche Probleme der Arbeitslosigkeit Bescheid wissen
– Möglichkeiten für die Wahrung von Verbraucherinteressen in der Marktwirtschaft kennen lernen
– die europäischen Wirtschaft und ihre Stellung in der Welt kennen lernen
– die Verantwortung des Menschen für das Leben auf „Einer Erde“ – Globalisierung – erkennen
Lernziele der achten Schulstufe:
– vertiefende Kenntnisse und Einsichten über menschliches Leben und Wirtschaften in Europa und auf der Erde erwerben
– den Lebensraum Europa und die Lebensräume weiterer Kontinente erfassen: kulturelle, soziale und politische Unterschiede kennen und verstehen lernen
– die Arbeits- und Berufswelt unter dem Aspekt wirtschaftlicher und technologischer Veränderungen sehen
– Vertiefung der Erkenntnisse über volkswirtschaftliche Zusammenhänge
Biologie und Umweltkunde
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Unterrichtsgegenstand Biologie und Umweltkunde hat die Beschäftigung mit den Themenbereichen Mensch und Gesundheit, Tiere und Pflanzen und Ökologie und Umwelt zum Schwerpunkt.
Der Unterricht in Biologie und Umweltkunde soll Kenntnisse über den menschlichen Organismus und typische Vertreter des Tier- und Pflanzenreiches vermitteln. Die Schülerinnen und Schüler sollen Verständnis für den eigenen Körper erwerben, das sie zu einem verantwortungsvollen Umgang mit sich selbst befähigt (Akzeptanz des eigenen Körpers, der eigenen Sexualität; Gesundheitsförderung). Daraus soll die Bereitschaft zu gesunder Lebensführung und verantwortungsbewusstem Verhalten gegenüber der Natur erwachsen.
Er soll den Schülerinnen und Schülern die Bedeutung der Natur als allgemeine Lebensgrundlage erkennen lassen, deren Erhaltung und Förderung auch zur Verbesserung menschlicher Lebensbedingungen führt.
Er soll Liebe zur Natur und Freude an ihrem Formenreichtum wecken sowie zu einen umweltbewussten, nachhaltigen Umgang mit unseren Lebensgrundlagen motivieren und befähigen die Wichtigkeit von Natur- und Umweltschutz bewusst machen.
Didaktische Grundsätze:
Bei der Erarbeitung aller Themen ist stets die Lebenswirklichkeit der Schülerinnen und Schüler zu berücksichtigen, sowohl bei der Auswahl der Inhalte und Methoden, als auch durch Anwendung des Wissens auf den eigenen Bezugsrahmen. Gesellschaftsrelevante Aspekte sind miteinzubeziehen, um der Bedeutung biologischer Erkenntnisse für die Gesellschaft gerecht zu werden und die Schülerinnen und Schüler auf die zukünftige Beteiligung und Verantwortung am gesellschaftlichen Leben vorzubereiten.
Die Schülerinnen und Schüler sind zu möglichst selbstständigem Arbeiten anzuregen und zur Problemlösefähigkeit unter Anwendung folgender Arbeitstechniken hinzuführen: Beobachten, Vergleichen, Ordnen; Arbeiten mit geeigneten Hilfsmitteln (zB Lupe, Mikroskop, Computer, usw.); Suchen, Verarbeiten und Darstellen von Information; Identifizieren und Lösen von Problemen; Durchführen einfacher Experimente und Messverfahren.
Die Auseinandersetzung mit aktuellen Fragen der Umwelt, die Entwicklung eines Umweltbewusstseins sowie die Reflexion des eigenen und gesellschaftlichen Beitrags zur Erhaltung bzw. Mitgestaltung der natürlichen Lebensgrundlagen kann insbesonders durch fächerübergreifendes und projektorientiertes Arbeiten gefördert werden. Naturbegegnung ist anzustreben (zB durch Exkursionen, Arbeiten im Freiland, pflegenden Umgang mit Tieren und Pflanzen). Lern- und Sozialformen wie etwa Gruppenarbeit, soziales Lernen, offenes Lernen sollen die soziale wie personale/emotionale Kompetenz der Schülerinnen und Schüler fördern.
Sekundarstufe I
Lehrstoff:
Schulstufe
Der menschliche Körper; Pflanzen und Tiere; Ökologie und Umwelt
Beispielsweise:
– Aufgaben und Leistung der inneren Organe kennen lernen
– Zusammenhänge zwischen einzelnen Körperteilen und Organen und dem ganzen Körper erkennen
– an Hand der Schwerpunkte Bewegung und Sexualität eine Vertiefung des Verständnisses für den eigenen Körper erlangen
– Bau und Funktion der Geschlechtsorgane, Empfängnis, Schwangerschaft und Geburt
– über körperliche und psychische Entwicklung und Befindlichkeit in der Pubertät Bescheid wissen
– sexuellen Missbrauch thematisieren
– Formenkenntnisse über Pflanzen und Tiere im Hinblick auf Lebensräume und Entwicklungsstufen ausweiten; im Vordergrund stehen jene Organismen die für das Ökosystem Wald von Bedeutung sind
– die Notwendigkeit von Gesetzen und Maßnahmen zur Erhaltung der Natur kennen lernen
– positive wie negative Folgen menschlichen Wirkens thematisieren und hinterfragen
Lernziele der fünften Schulstufe:
– Kenntnisse über den menschlichen Körper weiter ausbauen und dadurch Verständnis für den eigenen Körper erhalten
– zur Akzeptanz des eigenen Körpers und der eigenen Sexualität gelangen
– die Bedeutung gesunder Lebensführung erkennen und sich gesundheitsbewusst verhalten
– Formenkenntnisse über Pflanzen und Tiere erweitern und festigen
– spezifische Arbeitsweisen und Fertigkeiten erweitern, festigen und bewusst anwenden
– Verständnis für die ökologischen Auswirkungen menschlichen Handelns gewinnen
– sich eigenverantwortlich und umweltgerecht verhalten lernen
Lehrstoff:
Schulstufe
Der menschliche Körper; Pflanzen und Tiere; Ökologie und Umwelt
Beispielsweise:
– Zusammenhänge zwischen Mikroorganismen und Körper erkennen
– Haus- und Nutztiere; Zusammenhänge mit der Nahrungsmittelproduktion
– Beispiele für wirbellose Tiere
– Haus-, Garten- und Waldpflanzen
– die Zelle und deren Aufbau erarbeiten
– ökologische Grundbegriffe anhand der Systeme Wald und heimischer Gewässer erarbeiten; Umwelt- und Naturschutz an konkreten Beispielen lebenspraktisch demonstrieren
Lernziele der sechsten Schulstufe:
– Auswirkungen von Mikroorganismen auf den Menschen kennen lernen
– an Hand einheimischer Vertreter aus dem Tier- und Pflanzenreich, Bau und Funktion sowie Zusammenhänge zwischen Bau, Lebensweise und Umwelt zu erarbeiten
– die Zelle als Grundbaustein aller Lebewesen erkennen
– an Hand der Ökosysteme Wald und heimischer Gewässer ökologische Grundbegriffe kennen lernen
Lehrstoff:
Schulstufe
Der menschliche Körper; Pflanzen und Tiere; Ökologie und Umwelt
Beispielsweise:
– ausgewählte Tiere und Pflanzen und die Zusammenhänge zwischen deren Lebensweise und ihrer Umwelt erarbeiten
– aufbauend auf heimischen Ökosystemen die Ökosysteme anderer Regionen erarbeiten – Folgen menschlichen Wirkens analysieren, Ursachen feststellen und Lösungsvorschläge erarbeiten
Lernziele der siebenten Schulstufe:
– ausgewählte Tiere und Pflanzen und die Zusammenhänge zwischen deren Lebensweise und ihrer Umwelt kennen lernen
– Auswirkungen von Ökosystemen erkennen und verstehen lernen
– heimische Ökosysteme weiter vertiefen und die anderer Regionen kennen lernen
Lehrstoff:
Schulstufe
Der menschliche Körper; Pflanzen und Tiere; Ökologie und Umwelt
Beispielsweise:
– das menschliche Gehirn und Nervensystem erarbeiten – schädigende Einflüsse von Genuss- und Suchtmitteln
– Geschlecht und Sexualität als physiologisches, psychologisches und soziales Phänomen, Schwangerschaft und Geburt, Empfängnisregelung, Prophylaxe
– den Aufbau der Zelle und die Zellteilung erarbeiten
– die Grundlagen der Vererbung erarbeiten und deren Anwendungsmöglichkeiten wie die Gentechnik auch im Hinblick auf gesellschaftliche und ethische Fragen diskutieren
– wichtige lebensrettende Maßnahmen mit Experten/innen und Experten erarbeiten – Erste Hilfe Kurs; Maßnahmen zur Unfallvermeidung kennen lernen
– die Entwicklung der Lebewesen im Laufe der Erdgeschichte kennen lernen
– die Ökosysteme verschiedener Regionen erarbeiten und die Folgen menschlichen Wirkens hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Umwelt analysieren, Ursachen und Lösungsvorschläge erarbeiten
Lernziele der achten Schulstufe:
– die Steuerung der Lebensvorgänge im menschlichen Körper bewusst wahrnehmen
– Sexualität und persönliche Verantwortung
– weitere Vertiefung der Kenntnisse über den menschlichen Körper – Gesundheit/Krankheit gewinnen
– die Zelle als Grundbaustein aller Lebewesen erkennen
– einfache Grundlagen der Vererbung kennen lernen
– Erste Hilfe – Unfallvermeidung
– weitere Kenntnisse über die Entwicklungsgeschichte der Erde und des Lebens gewinnen
– Kenntnisse über Ökosysteme weiter vertiefen
Chemie
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Chemieunterricht soll das Verständnis für chemische Vorgänge in der Umwelt wecken. Er soll die Grundlagen zur Beurteilung von Gefahren für die Umwelt wecken, um eine menschenwürdige Zukunft zu sichern.
Neue wissenschaftliche Erkenntnisse und Technologien sind unabhängig von diesem Lehrplan stets aktuell und ergänzend im Unterricht zu berücksichtigen.
Chemische Vorgänge sind in konkreten Erlebnis-, Handlungs- und Sachzusammenhängen zu vermitteln.
Didaktische Grundsätze:
Der Chemieunterricht soll überwiegend von der Erfahrungswelt der Schülerinnen und Schüler ausgehen. Prinzipiell ist der induktive Weg zum Erkenntnisgewinn anzustreben. Dies bedeutet, dass vom Lehrer/innen Experiment und vor allem auch vom Schüler/innen Experiment auszugehen ist. Dabei ist den Schülerinnen und Schülern Gelegenheit zu möglichst selbstständigem Suchen, Forschen und Entdecken zu geben.
Der Unterricht soll durch moderne Lern- und Sozialformen (zB Teamarbeit) auch das Lernen im sozialen und emotionalen Bereich fördern. Darüber hinaus hat eine Auseinandersetzung mit neuen Technologien, Unterrichtssoftware und elektronischen Informationssystemen zu erfolgen.
Bei der Unterrichtsgestaltung ist ein ausgewogenes Verhältnis von exemplarischer Vertiefung (zB durch Projektunterricht, Lehrausgänge und Exkursionen) und informierender Darbietung (womöglich unterstützt durch Experimente oder Formen des Medieneinsatzes) anzustreben.
Chemieunterricht ist Sicherheitserziehung im weitesten Sinne. Daher muss hier ganz besonders auf Gefahren, die von Stoffen und Reaktionen ausgehen, hingewiesen werden, ohne zu dramatisieren oder zu verniedlichen. Durch den vorschriftsmäßigen Gebrauch von Sicherheitsausstattung und -Hilfen sind die Schülerinnen und Schüler beim Experimentieren auch aktiv an die Sicherheitsstandards zu gewöhnen. Die Entsorgung ist vor allem wegen der Vorbildfunktion demonstrativ sorgfältig durchzuführen.
Sekundarstufe I
Lehrstoff:
Schulstufe
Chemische Produkte und Vorgänge; Chemie und Umwelt
Beispielsweise:
– chemische Produkte im Haushalt kennen lernen: Einsatzmöglichkeiten und verantwortungsvoller Umgang, Einsicht und Deutung der chemischen Symbolsprache, Kennzeichnung chemischer Produkte
– chemische Vorgänge kennen lernen: Einteilung und Eigenschaften von Stoffen
– Einsicht gewinnen in wichtige Eigenschaften und Reaktionen von Stoffen
– Wirkung und Auswirkung chemischer Produkte kennen lernen: entwicklungsgemäße Schulung der Einschätzung von Stoffen im Hinblick auf deren Gefährlichkeit
– Rohstoffquellen kennen lernen: Gewinnung – Verarbeitung – Bedeutung – verantwortungs-bewusste Nutzung – Entsorgung – Möglichkeiten der Wiederverwertung
– Prinzipielles Verstehen von Umweltproblemen als Störung natürlicher Systeme
– die Bedeutung und Auswirkung der Chemie für den Bereich Gesundheit kennen lernen: Ernährung – Kleidung – Wohnen
– Auseinandersetzung mit den Gefahren und dem Missbrauch der Chemie: Schadstoffe – Suchtmittel – Medikamente
Lernziele der achten Schulstufe:
– Auseinandersetzung mit chemischen Produkten im Haushalt
– Anleitung und Hinführung zu einem bewussten Beobachten einfacher chemischer Vorgänge
– chemische Prinzipien und Arbeitstechniken erleben
– die Bedeutung der Chemie für alle Lebensformen und Lebensvorgänge erfahren
– die Bedeutung der Chemie für den Bereich Gesundheit erfahren
– sich mit den Gefahren der Anwendung naturwissenschaftlicher Erkenntnisse auseinander setzen
Physik
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Unterrichtsgegenstand Physik trägt zu allen Bildungsbereichen bei und soll sich keinesfalls nur auf die Darstellung physikalischer Inhalte beschränken.
Der Unterricht hat das Ziel, den Schülerinnen und Schülern das Modelldenken der Physik (Realwelt – Modell – Modelleigenschaften – Realwelt) zu vermitteln und physikalisches Wissen in größere Zusammenhänge zu stellen.
Neue wissenschaftliche Erkenntnisse und Technologien sind unabhängig von diesem Lehrplan stets aktuell und ergänzend im Unterricht zu vermitteln.
Physikalische Vorgänge sind in konkreten Erlebnis-, Handlungs- und Sachzusammenhängen zu vermitteln.
Didaktische Grundsätze:
Ausgehend von konkreten Beobachtungen beziehungsweise Alltagserfahrungen der Schülerinnen und Schüler sind unter Berücksichtigung lokaler Gegebenheiten jeweils die zu Grunde liegenden physikalischen Inhalte zu erarbeiten.
Modellvorstellungen und grundlegende Begriffe (zB Trägheit, Kraft oder Energie) sind an allen geeigneten Stellen zur Erklärung von Vorgängen in Natur und Technik heranzuziehen, um entwicklungsgemäß aufbereitet immer tiefergreifende Verständnisebenen zu erreichen.
An geeigneten Inhalten ist den Schülerinnen und Schülern Gelegenheit zu möglichst selbstständigem Untersuchen, Entdecken bzw. Forschen zu geben.
Dies bedingt auch den Einsatz von Schülerversuchen.
Entwicklungsgemäße Denkwege und Deutungsversuche der Schülerinnen und Schüler sind zu berücksichtigen.
Sekundarstufe I
Lehrstoff:
Schulstufe
Physikalische Erscheinungsformen
Beispielsweise:
– die Ursachen für Bewegung, unterschiedliche Bewegungsabläufe und Bewegungshemmungen aus Alltagserfahrungen kennen lernen
– Erkennen von Zusammenhängen: Weg-Zeit-Geschwindigkeit, Masse-Kraft, Masse-Trägheit
– den Begriff Wärme als Bewegungsenergie von Körperteilchen (zB Reibung) kennen lernen
– die Luft als Körper: Luft hat Gewicht und übt Druck aus; Luftverdichtung-Luftverdünnung-Vakuum; die Prinzipien „leichter als Luft“ und „schwerer als Luft“ (Ballonfahrt)
– die Luft als Träger kennen lernen: das Fliegen von zB Vögeln und Flugzeugen
– das Element Wasser: Ursachen des Schwimmens, Schwebens und Sinkens von Körpern (der Auftrieb und die Wasserverdrängung)
– verschiedene elektrische Energiequellen und den Aufbau des Stromkreises kennen lernen
– Magnetismus als eine unsichtbare Kraft kennen lernen: die Pole des Magneten, die Kompassnadel
– Druck, Frequenz, Tonhöhe, Lautstärke, Geschwindigkeit
Lernziele der sechsten Schulstufe:
– grundlegende bewegungsfördernde und bewegungshemmende Vorgänge verstehen und anwenden
– die Alltagsbegriffe Wärme und Kälte begreifen und verstehen
– die Eigenschaften der Elemente Wasser und Luft vertieft erfahren und erfassen
– einfache elektrische Phänomene und Vorgänge begreifen und verstehen
– einfache Formen des Magnetismus begreifen und verstehen
– grundlegendes Wissen über Entstehung und Ausbreitung des Schalls erwerben
Lehrstoff:
Schulstufe
Elektrische Phänomene und Geräte; Klimavorgänge
Beispielsweise:
– Vertiefung und Erweiterung der Erkenntnisse: Weg-Zeit-Geschwindigkeit, die gleichförmige und die gleichförmig beschleunigte Bewegung, Masse-Kraft, Masse-Trägheit
– das Rad mit seinen vielfältigen Einsatzmöglichkeiten
– Einsicht in elektrische Phänomene (zB Blitzschlag) und in einfache Bereiche der Elektrotechnik: Kraftwerke zur Stromgewinnung
– Energie im Haushalt: wichtige Elektrogeräte und ihre Einsatzmöglichkeiten – Sicherheitsbewusstsein im Umgang mit elektrischen Einrichtungen entwickeln
– ökologische Bedeutung von Energiesparmaßnahmen
– weitere Energiequellen für Antriebe kennen lernen (zB Dampfkraft)
– Festigung des Wissens über Druck-Frequenz-Tonhöhe-Lautstärke-Geschwindigkeit
– Einsichten über lokale und globale Wettervorgänge und Klimaerscheinungen gewinnen
– Wasserkreisläufe, Meeres- und Windströmungen
Lernziele der siebenten Schulstufe:
– aufbauend auf die sechste Schulstufe weitere bewegungsfördernde und bewegungshemmende Vorgänge verstehen und anwenden
– weitere elektrische Phänomene und Vorgänge begreifen und verstehen
– Energiequellen für Antriebe kennen lernen
– Festigung des Wissens über Entstehung und Ausbreitung des Schalls erwerben
– Kenntnisse über Wärme und Temperatur erwerben
Lehrstoff:
Schulstufe
Elektrizität und Radioaktivität
Beispielsweise:
– Einsicht in elektrische Phänomene und in einfache Bereiche der Elektrotechnik: Kraftwerke zur Stromgewinnung, der Generator und der Dynamo, der Transformator, der Elektromotor, der Elektromagnet
– Gefahren des elektrischen Stromflusses kennen lernen und sicherheitsbewusst handeln
– Kennen lernen wesentlicher physikalischer Maßeinheiten und Messinstrumente
– unsichtbare Wellen: Sender und Empfänger, Bild- und Tonübertragung
– die Entstehung und das Ausbreitungsverhalten des Lichtes kennen lernen: Lichtquellen, Lichtspektrum, Schatten und Schattenbilder, Geschwindigkeit, einfache optische Geräte
– Radioaktivität: Vorkommen, Anwendung, Gefahren
– die Erde als Teil des Universums kennen lernen unser Sonnensystem
Lernziele der achten Schulstufe:
– Zusammenhänge zwischen elektrischer und magnetischer Energie begreifen und verstehen lernen
– Gefahren des elektrischen Stromflusses erkennen und sicherheitsbewusstes Handeln erreichen (Sicherheitsnormen, Prüfzeichen und Qualitätssiegel)
– verschiedene Maßeinheiten benennen und zuordnen; Messinstrumente richtig anwenden
– Kenntnisse über Entstehung und Ausbreitungsverhalten des Lichtes erwerben
– Wissen über Radioaktivität erwerben
– die Erde als Teil des Universums erfahren
Deutsch, Lesen, Schreiben, (1. bis 4. Schulstufe), Deutsch (5. bis 8. Schulstufe)
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Unterricht in Deutsch, Lesen und Schreiben bzw. Deutsch hat die Aufgabe, die Schülerinnen und Schüler in ihrer Bereitschaft und Fähigkeit zur Verständigung im mündlichen und schriftlichen Bereich durch Lernen mit und über Sprache zu fördern.
Schwerpunkte sind:
– die individuelle Sprache zu erweitern und Einsichten in Struktur und Funktion von Sprache zu gewinnen
– den richtigen Sprachgebrauch im mündlichen und schriftlichen Bereich zu üben und zu festigen
– mit Sprache Erfahrungen und Gedanken auszutauschen, Beziehungen zu gestalten und Interessen wahrzunehmen
– Arbeits- und Lerntechniken zu vermitteln, die zu selbstständigem Bildungserwerb befähigen
– den lebenspraktischen Nutzen des Lesen- und Schreibenkönnens erfahrbar zu machen
– Informationen aufzunehmen, zu bearbeiten und zu vermitteln und sich mit Sachthemen auseinanderzusetzen
– den kritischen Umgang mit Medien zu fördern
Der Unterricht in Deutsch, Lesen und Schreiben bzw. Deutsch trägt dazu bei, dass Schülerinnen und Schüler ihre kognitiven, emotionalen und kreativen Möglichkeiten nutzen und erweitern.
Der Unterricht fördert die Kritikfähigkeit und führt zur Auseinandersetzung mit einem ethischen Menschen- und Weltbild.
Folgende Teilbereiche stehen in einem engen Zusammenhang und haben die gemeinsame Aufgabe, einen ganzheitlichen Erziehungs- und Lernprozess in Gang zu setzen:
– Hören und Sprechen,
– Lesen und Schreiben,
– Umgang mit Texten
– Gestalten und Durchschauen der Sprache.
Der Unterricht in Deutsch, Lesen und Schreiben bzw. Deutsch soll beitragen, die Schülerinnen und Schüler nach ihren individuellen Voraussetzungen zu befähigen, ihre kognitiven, emotionalen und kreativen Möglichkeiten zu erkennen, zu nutzen und zu erweitern.
Dabei sollen die sozialen, kulturellen und sprachlichen Erfahrungen thematisiert und gefördert werden. Der Mundart kommt dabei eine besondere Bedeutung zu.
Didaktische Grundsätze:
Der Unterricht in Deutsch, Lesen und Schreiben bzw. Deutsch muss mit den anderen Unterrichtsgegenständen verknüpft gesehen werden. Er berücksichtigt die besonderen Lernbedingungen der Schülerinnen und Schüler.
Daraus ergeben sich:
– die Arbeit mit individuellen Förderplänen
– eine zieldifferente Strukturierung
– eine binnendifferenzierte Organisation des Lernprozesses und
– eine Sicherung der Lernmotivation
Gesprächssituationen sollen aus natürlichen Anlässen hervorgehen, wobei die Bedürfnisse und Gefühle der Schülerinnen und Schüler zu berücksichtigen sind. In verschiedenen Formen des Rollenspiels können die sprachlichen Ausdrucksformen erweitert werden.
Zur Behebung sprachlicher Entwicklungsrückstände oder Sprachstörungen werden spezielle Lernhilfen angeboten (zB therapeutische und funktionelle Übungen, Sprachtherapie).
Das Lesenlernen ist mit dem Schreibenlernen eng zu verbinden, weil sich beide Handlungen gegenseitig unterstützen. Zur Unterstützung und Förderung des Lesen- und Schreibenlernens wird die Form-, Klang- und Bewegungswahrnehmung differenziert, der Wortschatz erweitert und das Formulieren und verstehen von Sätzen geübt.
Beim Erwerb der Schriftsprache sind von Anfang an alle drei Sprachelemente: Satz, Wort und laut zu berücksichtigen.
Beim Lesen- und Schreibenlernen soll auch die Fähigkeit zum produktiven Umgang mit der Schriftsprache entwickelt werden. Mit kleinsten Elementen wie Wörtern, Satzteilen und grafischen Gebilden lässt sich bereits Sinnvolles gestalten.
Der systematische Aufbau eines begrenzten und gründlich geübten Wortschatzes ist eine gute Möglichkeit, den eigenen Lernfortschritt sichtbar zu machen. Rechtschreibübungen sollen den Schülerinnen und Schülern Rückmeldung über ihren Lernstand geben.
Bei der Auswahl von Texten ist auf den Erfahrungs- und Erlebnishintergrund der einzelnen Schülerinnen und Schüler Rücksicht zu nehmen; daher sollten unterschiedliche Textsorten herangezogen werden. Über den Ausbau der Leseecke durch geeignetes Angebot an Kinder- und Jugendbüchern soll das Leseinteresse gesteigert und die Freude am Besitz eigener Bücher geweckt werden.
Lebensnahe Schreibanlässe sind zu schaffen und zu nützen, um das Verfassen und Überarbeiten von Texten zu üben. Aus der Verbindung zum Sachunterricht ergeben sich zahlreiche weitere Formen der gemeinschaftlichen, später der individuellen Textgestaltung.
Systematische Rechtschreibübungen sind gerechtfertigt. Dabei müssen elementare Prinzipien des Rechtschreibunterrichts beachtet werden.
Im Unterricht sind Situationen zu gestalten, in denen die Schülerinnen und Schüler individuelle Lernstrategien entwickeln und sich der Methoden bewusst werden, die sie beim Hören und Sprechen, beim Lesen und Schreiben, im Umgang mit Texten und Medien und beim Gestalten und Durchschauen der Sprache einsetzen können.
Durch regelmäßiges Üben werden erworbenes Wissen gesichert und Fertigkeiten automatisiert und erweitert.
Durch abwechslungsreiche Beschäftigung mit unterschiedlichen Texten gelangen die Schülerinnen und Schüler zu einem umfassenden Textverständnis und zu einer positiven Einstellung zum Lesen.
Grammatisches und orthografisches Wissen befähigt die Schülerinnen und Schüler, bewusst mit Sprache umzugehen, über Sprache zu reden und Texte selbstständig zu bearbeiten.
Der Unterricht in Deutsch, Lesen und Schreiben bzw. Deutsch bietet Gelegenheit zum projektorientierten und fächerübergreifenden Arbeiten.
Schularbeiten:
In der 5. Schulstufe sind zwei bis drei Schularbeiten im Ausmaß von zwei bis drei Unterrichtseinheiten und ab der 6. Schulstufe je drei bis vier Schularbeiten im Ausmaß von drei bis vier Unterrichtseinheiten vorzusehen.
Grundstufe I
Lehrstoff:
und 2. Schulstufe
Hören und Sprechen
Beispielsweise:
– Freude und Bereitschaft zum Erzählen, Mitteilen und Zuhören entwickeln
– Namen, Begriffe und Geschichten erfinden und verändern
– Laut- und Wortspielereien versuchen
– Gehörtes wiedergeben und sich zu Gehörtem äußern
– in Sprechsituationen Erfahrungen sammeln und Situationen sprachlich bewältigen
– Erzählen und Mitteilen von Erlebnis- und Handlungsinhalten
– Hinführen zum Gespräch durch einfache Kommunikationsformen
– Wortschatz erweitern und differenzieren (zB durch die sprachliche Darstellung von Tätigkeiten Geräuschen und Beobachtungen)
– Sätze mit gleichem Satzbau analog bilden
– Schulung des Hörens und Verstehens
– Sprecherziehung: bewusstes Beachten der Artikulation beim Sprechen
– Atemübungen, Artikulationsübungen und Stimmbildungsübungen
– Gesprächsregeln kennen lernen, einsehen, vereinbaren und anwenden
– richtige Satzmuster üben
– Texte wiedergeben und sinngestaltend sprechen
– Mundart und Standardsprache vergleichen
Lernziele bis zum Ende der zweiten Schulstufe:
– beim Erzählen und Mitteilen anderer aufmerksam zuhören und sich zu Gehörtem äußern können
– in verschiedenartigen Situationen sprachlich angemessen handeln
– einsehen, dass Miteinander-Sprechen geregelt werden muss, Gesprächsregeln vereinbaren und beachten
– Gehörtes differenziert wahrnehmen und verarbeiten
– sich Anderen mitteilen
– Wortschatz auf verschiedenen Ebenen (zB Wortbedeutung, Wortfamilie) erweitern
– Laute richtig bilden sowie Wörter und Texte gut artikulieren können
– ausdrucksvoll sprechen können
Lesen und Schreiben
Beispielsweise:
– Vorbereitende und stützende Übungen: räumliche Positionen und Beziehungen, Training der für das Schreiben bedeutsamen Grob- und Feinmotorik, Schulung der Auge-Hand-Koordination, usw.
– Erstlesen und weiterführendes Lesen: Grundleistungen wie Lesemotivation, Sprechmotorik, akustische und visuelle Gliederungs- und Merkfähigkeit, Symbolcharakter der Schrift und anderer Zeichen erarbeiten, Wörter auditiv und visuell durchgliedern sowie prägnante Wortdetails entdecken und einprägen, einfache unbekannte Texte lesen, usw.
– das Zeichenverständnis vorbereiten (zB Verkehrszeichen, Symbole darstellen und ihre Aussage verbalisieren)
– mit Linien und Formen spielerisch umgehen
– Ziffern, Buchstaben, Wörter, Sätze und kurze Texte ab- und aufschreiben
– Schreibabläufe zunehmend automatisieren
– formgerecht und geordnet schreiben lernen durch die Einhaltung formaler Ordnung beim Schreiben
Lernziele bis zum Ende der zweiten Schulstufe:
– Lesemotivation entwickeln
– Piktogramme und Symbole deuten und verstehen
– Wörter als einmalige Folge von Buchstaben lesen
– Wortbausteine erfassen, speichern und wiedergeben können
– Wörter, Satzteile und Sätze erarbeiten
– Lesen als Deutungsleistung begreifen
– Zeichen als Träger von Informationen erkennen und akzeptieren
– kurze Texte sinnentnehmend lesen können
– die für das Schreiben bedeutsamen Grob- und Feinmotorik trainieren
– grundlegendes Begriffsverständnis für Bewegungsrichtungen und Bewegungsformen entwickeln
– mit unterschiedlichen Materialien schreiben
– erlernte Wörter und Sätze richtig schreiben
– in einer Schriftart frei schreiben können
Umgang mit Texten
Beispielsweise:
– vorbereitende und begleitende Übungen zum Verfassen von Texten wie zB das mündliche Erzählen und Mitteilen; vorgegebene kurze Texte – auch einzelne Sätze und Wortgruppen abschreiben oder allenfalls auch ohne Vorlage aufschreiben
– ungeordnet vorgegebene Wörter zu einem Satz zusammenbauen; passende Überschriften finden; die inhaltlichen Aussagen einer Bildfolge in Sätzen ausdrücken; zu einer Geschichte einen Schluss finden
– Mitteilungen, Wünsche, Fragen und Antworten und Ähnliches formulieren
– einfachste Gedächtnisstützen anwenden
– Texte einfachster Art verfassen
– die Sprache als Mittel zum spielerisch-experimentierenden Schreiben verwenden; wie zB Erfinden von Fantasiewörtern
Lernziele bis zum Ende der zweiten Schulstufe:
– Freude am Verfassen von Texten entwickeln
– Erlebnisse, Beobachtungen und Notizen in kurzen Sätzen aufschreiben
– Wichtiges von weniger oder Unwichtigem unterscheiden
– vorgegebene Textteile ergänzen
– gemeinsames Erarbeiten von Texten
– Handlungsanweisungen verstehen
Gestalten und Durchschauen der Sprache
Beispielsweise:
– der Satz als Sinn- und Klangeinheit zur Verständigung innerhalb einer Situation (zB Satzstrukturübungen, Sprechreihen, Formulieren von einfachen Texten zu Bildern und Reizwörtern; ordnen von Sätzen einer Geschichte)
– funktionaler Gebrauch des Substantivs, Adjektivs und Verbs
– Aufschreiben von Wörtern und kurzen Sätzen nach Vorlagen
– allenfalls allmählicher Übergang vom Schreiben mit Vorlage zum freien Schreiben eines ausgewählten, begrenzten individuellen Grundwortschatzes
– Analogien bilden und überprüfen
– bewusstes Rechtschreiben einfacher Wörter
– einige grundlegende Kenntnisse der Großschreibung, Interpunktion und Trennung erwerben
Lernziele bis zum Ende der zweiten Schulstufe:
– Einsicht in Sprache durch Entdecken, Vergleichen und Betrachten gewinnen
– Einsicht in Sprache durch spielerischen Umgang mit sprachlichen Elementen gewinnen
– richtig abschreiben
– Sätze als Sinneinheiten erkennen
– Wortarten benennen
– sprachbezogene Begriffe verstehen
– Wortschatz erweitern
Grundstufe II
Lehrstoff:
und 4. Schulstufe
Hören und Sprechen
Beispielsweise:
– situationsbezogenes Sprechen: Erzählen, Mitteilen, Zuhören
– über Ereignisse, persönliche Erlebnisse und dergleichen in zeitlich richtiger Abfolge erzählen
– kurze gelesene oder gehörte Geschichten anderen erzählen
– Sachverhalte und Handlungsabläufe möglichst genau sprachlich darstellen
– Sprecherziehung (zB ausdrucksvoll und deutlich sprechen)
– Erweiterung der Sprachfähigkeit: Wortschatz erweitern und differenzieren, Wortarten Standard sprachlich verwenden, Satzmuster üben und erweitern
– Texte wiedergeben und sinngestaltend sprechen
– Gespräch, Gesprächsregeln und -techniken üben
Lernziele bis zum Ende der vierten Schulstufe:
– Erzählen, Zuhören und Informieren
– Gehörtes differenziert wahrnehmen und wiedergeben
– sich Anderen mitteilen
– Gesprächsregeln formulieren und beachten
– lautrichtig und verständlich sprechen
– Wortschatz und Satzbau altersadäquat anwenden
– verschiedene Gesprächstechniken kennen lernen und anwenden
Lesen und Schreiben
Beispielsweise:
– allenfalls Lese- und Schreiblehrgang systematisch nachholen
– Steigerung der Lese- und Schreibfertigkeit und -fähigkeit
– einfache Wortgestalten sicher erfassen
– prägnante Wortteile und -merkmale erfassen, einprägen und unterscheiden
– Wörter, Wortgruppen und Sinneinheiten überblicken
– individuelle Leseinteressen und -bereitschaft weiter bilden und ausbauen
– Lesekultur entwickeln
– verschiedene Texte verstehen: Kerninformationen aus Texten entnehmen, antizipierendes Lesen, kurze Texte sinnerfassend lesen
– sich mit einfachen Texten kritisch auseinandersetzen
– sinn- und klanggestaltendes Lesen und Vorlesen
– Schrift und Schriftzeichen in der engeren Umgebung bewusst wahrnehmen, als Verständigungs-mittel und Bildelemente verstehen, fantasievoll anwenden und gestalten
Lernziele bis zum Ende der vierten Schulstufe:
– das Lesen an persönlichen Interessen orientieren
– Piktogramme und Symbole deuten und verstehen
– Lesen als Deutungsleistung begreifen
– Zeichen als Träger von Informationen erkennen und akzeptieren
– die österreichische Schreibschrift und die Gemischtantiqua möglichst sicher beherrschen
– die Rechtschreibung als Konvention anerkennen, anwenden und einen allgemein gebrauchten Grundwortschatz möglichst sicher beherrschen
Umgang mit Texten
Beispielsweise:
– begleitende Übungen zum Verfassen von Texten: Wichtiges von weniger Wichtigem unterscheiden, Gedanken ordnen und möglichst klar, genau, anschaulich und folgerichtig ausdrücken
– unterschiedliche Texte verfassen (zB um zu informieren, sich eigene Notizen machen)
– sachliche Zusammenhänge erkennen und darstellen
– eigene Gedanken und Wünsche schriftlich ausdrücken
– kreatives Schreiben
Lernziele bis zum Ende der vierten Schulstufe:
– Informationen sammeln und ordnen
– Texte in verschiedenen Formen (zB Sachtexte, kindgerechte literarische Texte) lesen und bearbeiten
– Handlungsanweisungen verstehen und umsetzen
Gestalten und Durchschauen der Sprache
Beispielsweise:
– der Satz als Sinn- und Klanggestalt: Aussage-, Frage- und Aufforderungssätze
– Einblick in Wortbildung und Wortbedeutung: Zusammensetzung von Wörtern, Überbegriffe, Wortfamilien, Wortfelder, Vor- und Nachsilben
– erkennen von sinntragenden Satzteilen
– Zeichen für direkte Rede und Satzschluss
– funktionaler Gebrauch von Substantiv, Verb, Adjektiv, Artikel, Pronomen
– Wörter, Sätze und kurze selbstverfasste Texte nach Vorlage und frei schreiben
– den bisher gesicherten und jetzt systematisch zu erweiternden Wortschatz frei schreiben
– vom gesicherten Wortschatz ausgehend auf die Rechtschreibung weiterer Wörter schließen
– Wörter zum Bewusstmachen ihrer Rechtschreibung optisch und akustisch durchgliedern
– Rechtschreibbesonderheiten: Großschreibung, Bezeichnung der Kürze oder Länge von Vokalen, Silbentrennung, Interpunktion
– Hilfen für das Rechtschreiben, insbesondere die Arbeit mit dem Wörterbuch
Lernziele bis zum Ende der vierten Schulstufe:
– Buchstaben, Wörter und Texte kreativ gestalten
– die Bedeutung von Wörtern durch Umbauen verändern
– Wortarten kennen und richtig anwenden
– Personal- und Zeitformen
– Satzzeichen
– Erweiterung und Festigung der Satzbildung
– Wortschatz erweitern
– Kommunikationsfähigkeit steigern
– Besonderheiten der Rechtschreibung
Sekundarstufe I
Lehrstoff:
Schulstufe
Hören und Sprechen
Beispielsweise:
– Sprecherziehung und Sprechtraining: Sprachgebilde hören und verstehen, Wortschatz erweitern, unterschiedliche Satzbaupläne anwenden üben
– situationsbezogenes Hören und Sprechen: Informationen aufnehmen, verstehen und weiter geben, Mittel der Gesprächsführung kennen lernen und üben, Gesprächsregeln gebrauchen
– situations- und adressatenbezogen sprechen, persönliche Auskünfte geben und einholen
– sprachliche Darstellungsformen: persönliche Erlebnisse formulieren, einfache Sachverhalte und Beobachtungen beschreiben, Sprache kreativ und spielerisch einsetzen, in vielfältigen Situationen und unter verschiedenen Bedingungen verständlich sprechen, literarische Textformen und Ausdrucksmittel kennen lernen
Lernziele der fünften Schulstufe:
– Sprechmotorik trainieren sowie Atmung, Stimmgebung und Lautstärke koordinieren lernen
– Erlebnisse, Erfahrungen, Gedanken austauschen
– vertraute Gesprächsformen anwenden und neue kennen lernen
– situations- und adressatenbezogen sprechen lernen
– eigene Absichten und Absichten anderer wahrnehmen und mit eigenen Worten ausdrücken üben
– unter verschiedenen Bedingungen ausdrucksvoll und verständlich sprechen üben
– Vorgänge und Erlebnisse erzählen, beschreiben und berichten
– mit Sprache kreativ umgehen
Lesen und Schreiben
Beispielsweise:
– Lesen als automatisierter Prozess: individuelle Leseförderung, eigene und fremde Texte sinnerfassend lesen, Leseangebot erweitern
– den Erfahrungs- und Vorstellungshorizont durch Lesen erweitern: sich in Zeitschriften und Zeitungen orientieren, Textgattungen kennen lernen, einfache Gestaltungsmittel erkennen und als Anregung für eigene Texte nützen, Inhalte darstellen
– Rechtschreiben als Erkennen von Ordnung und Regelbildung: persönliche Angaben korrekt schreiben, Notizen und Mitteilungen verfassen und dabei Regeln der Rechtschreibung möglichst einhalten, eigene Lernwege zur Fehlervermeidung und -behebung entdecken und einhalten (zB durch Übernahme der Rechtschreibkontrolle durch die Schülerin bzw. den Schüler, Selbstdiktat), den eigenen Grundwortschatz erweitern; Elemente der Schrift erfassen, gliedern und zusammensetzen
Lernziele der fünften Schulstufe:
– durch selbstständiges Lesen die eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten nutzen
– die sozial-kommunikative Funktion und den persönlichen Nutzen des Lesens kennen lernen
– die Ebene des Sinnverstehens beim Lesen erkennen
– durch Lesen Informationen aus Texten entnehmen
– den Erfahrungs- und Vorstellungshorizont durch Lesen allmählich erweitern
– orthografische Korrektheit anstreben
Umgang mit Texten
Beispielsweise:
– einfache Sach- und Gebrauchstexte als Informationsquellen nutzen und auswerten
– mit literarischen Texten umgehen: Gedichte vortragen, Bildgeschichten erzählen, Texte ausgestalten, verschiedene Textformen kennen, Kinder- und Jugendliteratur lesen, Autoren kennen lernen
– Informationen auch aus audio-visuellen Medien entnehmen: Dokumentationen von Handlungsabläufen herstellen, Texte am Computer gestalten
Lernziele der fünften Schulstufe:
– weitere Textformen kennen lernen
– Informationen aus verschiedenen Textsorten gewinnen
– Texte wiedergeben und folgerichtig weiter erzählen
– Gedichte auswendig vortragen
Gestalten und Durchschauen der Sprache
Beispielsweise:
– fantasievoll und kreativ gestaltete Mitteilungen verfassen: Textaufbau üben, Texte unterscheiden, verwendungsbezogene Texte kennen lernen, Erfahrungen und Gedanken aufschreiben, Erlebnisse, Erfahrungen, Gefühle und Gedanken schriftlich mitteilen und weitere kreative Gestaltungsmöglichkeiten kennen lernen
– Grundstruktur von Sätzen und ihre Erweiterung: unterschiedliche Satzarten
– verschiedene Wortarten: Nomen durch Pronomen ersetzen, die vier Fälle üben, Verben in der richtigen Zeit- und Personalform verwenden, zusammengesetzte Verben bilden, zusammengesetzte Adjektive bilden
– Wortschatzerweiterung und Begriffsbildung: den eigenen Wortschatz erweitern, gebräuchliche Fremdwörter verstehen, die Bedeutung von Modewörtern kennen, häufig genutzte Abkürzungen verstehen
Lernziele der fünften Schulstufe:
– freies Schreiben als eine Erweiterung der eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten erkennen
– Schrift als sozial-kommunikative Funktion einsetzen
– sachgerecht schreiben lernen
– Sprache richtig anwenden
– den Satz als klangliche und inhaltliche Einheit entwickeln üben
– Wortarten richtig gebrauchen
– durch Einüben von Satzmustern die Sprechkompetenz erweitern
– den Wortschatz erweitern
– Wörter genau und treffend wählen üben
– Begriffsbildung formal und inhaltlich durchschauen lernen
Lehrstoff:
Schulstufe
Hören und Sprechen
Beispielsweise:
– Sprecherziehung und Sprechtraining: komplexe Sprachgebilde hören und verstehen, Wortschatz erweitern, unterschiedliche Satzbaupläne anwenden
– situationsbezogenes Hören und Sprechen: Informationen einholen und weitergeben, die schon bekannten Mittel der Gesprächsführung ausbauen und erweitern, Gesprächsformen mit zunehmender Sicherheit anwenden, Gesprächsregeln gebrauchen, situations- und adressatenbezogen sprechen, persönliche Auskünfte geben und einholen; Beziehungen aufnehmen, ausbauen und gemeinsames Handeln ermöglichen; Personen zu verschiedenen Themenbereichen fragen
– Sprachliche Darstellungsformen: persönliche Erlebnisse formulieren, Sachverhalte beschreiben, Beobachtungen sprachlich umsetzen, Sprache kreativ und spielerisch einsetzen, in vielfältigen Situationen und unter verschiedenen Bedingungen ausdrucksvoll und verständlich sprechen, weitere literarische Textformen und Ausdrucksmittel kennen lernen
Lernziele der sechsten Schulstufe:
– Sprechmotorik trainieren sowie Atmung, Stimmgebung und Lautstärke koordinieren
– Erlebnisse, Erfahrungen, Gedanken austauschen und mündlich wie auch schriftlich mitteilen
– Informationen einholen
– die bereits bekannten Mittel der Gesprächsführung ausbauen und erweitern
– unter verschiedenen Bedingungen ausdrucksvoll und verständlich sprechen
– situations- und adressatenbezogen sprechen
– Vorgänge und Erlebnisse erzählen, beschreiben und wiedergeben
– weitere sprachliche Mittel kennen lernen und erproben
– mit Sprache kreativ umgehen
Lesen und Schreiben
Beispielsweise:
– Lesen als automatisierter Prozess: individuelle Leseförderung, eigene und fremde Texte flüssig und sinnentnehmend lesen, Leseangebot erweitern und nutzen; das individuelle Lesetempo verbessern
– Texte lesend aufnehmen und verarbeiten: Gebrauchs- und Handlungsanweisungen umsetzen, Inhalte erfassen
– den Erfahrungs- und Vorstellungshorizont durch Lesen erweitern: sich in Zeitschriften und Zeitungen orientieren, wichtige bzw. unverständliche Passagen hervorheben, weitere Gestaltungsmittel erkennen und als Anregung für eigene Texte nützen, auf das Gelesene mit einer Handlung reagieren, Lösungen für Geschichten finden
– Rechtschreiben als Erkennen von Ordnung und Regelbildung: individuelle Rechtschreibförderung ausgehend von selbst gewählten Wörtern und Themen, Notizen und Mitteilungen verfassen und dabei Regeln der Rechtschreibung einhalten, eigene Lernwege zur Fehlervermeidung und -behebung entdecken und einhalten, den eigenen Grundwortschatz erweitern und sichern; Elemente der Schrift erfassen, gliedern, zusammensetzen und unterscheiden; Wörterbuchgebrauch und Nutzung weiterer Hilfsmittel beim Verfassen von Texten
Lernziele der sechsten Schulstufe:
– durch selbstständiges Lesen die eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten erweitern
– die sozial-kommunikative Funktion und den persönlichen Nutzen des Lesens ausbauen
– die Ebene des Sinnverstehens beim Lesen erkennen
– durch Lesen Informationen aus Texten entnehmen und verstehen
– den Erfahrungs- und Vorstellungshorizont durch Lesen erweitern
– orthografische Korrektheit ausbauen
– beim Lesen erlernte Arbeitstechniken zum Schreiben nutzen
Umgang mit Texten
Beispielsweise:
– Sach- und Gebrauchstexte als Informationsquellen nutzen und auswerten
– mit literarischen Texten umgehen: Gedichte vortragen, zu einfachen Sachverhalten und Äußerungen Stellung nehmen, persönliche Zugänge zu literarischen Texten finden, Texte ausgestalten, weitere Textformen kennen, geeignete Literatur und deren Autorinnen und Autoren,
– Informationen auch aus audio-visuellen Medien entnehmen: Dokumentationen von Handlungsabläufen erarbeiten, Texte am Computer gestalten
– Ausdrucksformen in verschiedenen Medien kennen lernen: Möglichkeiten erkennen, wie in Medien Themen und Inhalte gezielt aufbereitet und gestaltet werden
Lernziele der sechsten Schulstufe:
– Informationen aus verschiedenen Medien erkennen, sammeln und ordnen
– themenorientiert Texte auswählen, wiedergeben und folgerichtig weiter erzählen
– Gedichte auswendig vortragen
– verschiedene Textformen kennen und selbst gestalten
Gestalten und Durchschauen der Sprache
Beispielsweise:
– fantasievoll und kreativ gestaltete Mitteilungen verfassen: Aufbau eines komplexen Textes kennen; Erfahrungen und Gedanken aufschreiben, Erlebnisse, Erfahrungen, Gefühle und Gedanken schriftlich mitteilen und bereits bekannte Gestaltungsmöglichkeiten dabei anwenden
– Gebrauchstexte sachgerecht gestalten: über Gegenstände, Vorgänge, Sachverhalte informieren; verwendungsbezogene Texte verfassen
– Grundstruktur von Sätzen und ihre Erweiterung: ein- und mehrgliedrige Sätze bilden, unterschiedliche Satzarten kennen und anwenden
– verschiedene Wortarten: logische Zusammenhänge und zeitliche Abfolgen durch die Wahl der passenden Konjunktion erfassen, den Gebrauch der vier Fälle üben, Satzglieder umstellen, um zB eine Aussage zu verändern, beim Überarbeiten von Texten weitere Satzglieder einbauen, um zB die Aussage zu präzisieren, zusammengesetzte Verben bilden, zusammengesetzte Adjektive bilden und vergleichen
– Wortschatzerweiterung und Begriffsbildung: den eigenen Wortschatz weiter ausbauen, weitere Fremdwörter kennen lernen und einige anwenden, weitere häufig genutzte Abkürzungen verstehen
Lernziele der sechsten Schulstufe:
– freies Schreiben als eine Erweiterung der eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten üben
– Schrift als sozial-kommunikative Funktion erweitert einsetzen
– sachgerecht schreiben
– Sprache richtig anwenden und darüber reflektieren
– den Satz als klangliche und inhaltliche Einheit entwickeln
– den richtigen Gebrauch der Wortarten weiter ausbauen
– durch Einüben erweiterter Satzmuster die Sprechkompetenz steigern
– den Wortschatz erweitern
– Wörter genau und treffend wählen
– Begriffsbildung formal und inhaltlich durchschauen
– situationsgerecht sprechen
Lehrstoff:
Schulstufe
Hören und Sprechen
Beispielsweise:
– Erlebnisse fesselnd erzählen; über belastende Erlebnisse sprechen; Gefühle ausdrücken und abklären; Gedanken sprechend entwickeln
– Gesprächsformen: freies Gespräch, Dialog, unterhaltendes Gespräch, usw.
– sich informieren und mitteilen: Informationen aus verschiedenen Quellen einholen und verarbeiten; Sachverhalte differenziert darstellen, gezielt fragen und nachfragen
– verschiedene Aspekte gegeneinander abwägen
– Neubildungen von Wörtern und Umgangssprache hinterfragen, moderne Kommunikationsmedien nutzen; Sachdarstellungen, -informationen und persönliche Meinungen unterscheiden üben
– sich beim Sprechen an Situationen und Gesprächspartnerinnen und -partnern orientieren: Kontakte aufnehmen, verschiedene Sprechsituationen bewältigen, nachfragen, Stellung beziehen, den Gesprächsverlauf beobachten und beeinflussen lernen, sprachliche Beeinflussungsmittel kennen lernen, Aufgaben- und Problemstellungen artikulieren und allenfalls strukturieren; Konfliktsituationen erörtern, diskutieren, Strategien entwickeln und erproben; Anliegen sprachlich differenziert vorbringen üben
– kreatives Sprechen und Sprachhandeln: pantomimisch und szenisch kommunizieren, Geschichten inszenieren, einfache Spieltexte selbst erarbeiten, spielerisch probehandeln, situationsangemessene Sprachformen und Satzmuster verwenden
Lernziele der siebenten Schulstufe:
– Sprechmotorik weiter trainieren sowie Atmung, Stimmgebung und Lautstärke anwenden üben
– Erlebnisse, Erfahrungen, Gedanken austauschen und mündlich wie auch schriftlich parntnergerecht mitteilen
– Sprachkompetenz fördern
– Beziehungen aufnehmen, ausbauen und gemeinsames Handeln ermöglichen üben
– in vielfältigen Situationen und unter verschiedenen Bedingungen ausdrucksvoll und verständlich sprechen
– Informationen von Personen gezielt einholen üben und anwenden
– mit unterschiedlichen Informationen umgehen lernen
– alltägliche Sprechsituationen angemessen bewältigen
– Aufgabenstellungen sprachlich strukturieren
– pantomimisch und szenisch kommunizieren lernen
– kreativen Umgang mit Sprache weiter ausbauen
– durch Wortschatzerweiterungen die Kommunikationsfähigkeit steigern
Lesen und Schreiben
Beispielsweise:
– die Fähigkeit zum sinnerfassenden Lesen weiter entwickeln und das individuelle Lesetempo steigern
– orientierendes Lesen als Voraussetzung für den Informationsgewinn: verschiedene Lesetechniken beherrschen, audio-visuell vermittelte Texte erfassen und auswerten, Gebrauchstexte lesen, Absichten bei der Gestaltung von Texten erkennen
– Sachtexte in ihren wichtigsten Bestandteilen erfassen, verschiedene Textarten beim Lesen erkennen; Wörterbücher, Sachverzeichnisse und Register verwenden
– Leseförderung als Hilfe zur Weiterentwicklung des Denkens und der Fantasie: unterschiedliche literarische Gattungen kennen lernen, Aufgaben und Angebote der Bücherei kennen und nutzen üben; die Bedeutung des Lesens für die Freizeitgestaltung erfahren
– Texte verfassen: Sachverhalte festhalten; sich mit Sachthemen auseinander setzen; zu Sachverhalten und Äußerungen Argumente sammeln, ordnen und zu mündlichen Stellungnahmen zusammenfassen
– Rechtschreibung: Regeln anwenden, das laut-fonologische Prinzip kennen und anwenden, Satzzeichen möglichst beherrschen, übliche Abkürzungen für Wörter kennen
Lernziele der siebenten Schulstufe:
– durch unterschiedliche Formen des Lesens Wissensaneignung und Freizeitgestaltung verbessern und bereichern
– pragmatische und literarische Texte kennen lernen
– Denken und Fantasie durch differenzierte Lernangebote weiter entwickeln
– sich mit verschiedenen Textarten auseinandersetzen
– durch Aufschreiben Klarheit über Sachverhalte, eigene Einstellungen und Gefühle gewinnen
– durch Schreiben Kontakte aufnehmen und Verständigung herstellen
– Schreibaufträge sachbezogen ausführen
– die Prinzipien der Rechtschreibung kennen
– durch Interpunktion einen Text verständlich machen
Umgang mit Texten
Beispielsweise:
– Sach- und Gebrauchstexte: Printmedien kritisch vorstellen, Merkblätter und Informationsbroschüren auswerten, Nachschlagewerke kennen lernen, Anleitungen, Anweisungen und Pläne lesen; Beratung von Expertinnen und Experten einholen üben; mit Informationen kritisch umgehen, Inserate nutzen
– literarische Texte: mit und an Texten arbeiten, verschiedene Textarten kennen, persönliche Texte aufschreiben
– audio-visuelle Medien nutzen, Möglichkeiten der Manipulation durchschauen lernen
Lernziele der siebenten Schulstufe:
– Medien zur Informationsgewinnung nutzen lernen
– Inhalt von Texten kritisch betrachten
– eine eigene Meinung bilden und vertreten lernen
– audiovisuelle Eindrücke sprachlich darstellen üben
– medienspezifische Gestaltungs- und Wirkungsweisen erkennen
– Manipulationsmöglichkeiten erkennen
– ästhetische Gestaltungselemente anwenden lernen
Gestalten und Durchschauen der Sprache
Beispielsweise:
– fantasievoll und kreativ gestaltete Mitteilungen verfassen: Bilder und Texte zu einer Geschichte zusammenfügen, Texte nacherzählen, persönliche Texte aufschreiben und gestalten
– Gebrauchstexte sachgerecht gestalten: Texte leserlich schreiben, Vorgänge und Sachverhalte festhalten, Sachverhalte und Konflikte erörtern; lebenspraktische Texte, formgebundene und formlose Schreiben verfassen
– Aufbau und Verknüpfungen von Sätzen und Teilsätzen: über Sätze nachdenken, an Sätzen arbeiten
– Wortarten und ihre Veränderungen: die wichtigsten Wortarten kennen, mit Wortarten und ihren Teilveränderungen arbeiten
– Wortschatzerweiterung und Begriffsbildung: den aktiven und passiven Wortschatz erweitern, Begriffe in die Standard-, Fach- und Hochsprache transponieren lernen
Lernziele der siebenten Schulstufe:
– die Schreibfertigkeit weiter entwickeln
– Freude am kreativen mündlichen und schriftlichen Gestalten haben
– verschiedene Möglichkeiten des Dokumentierens
– Sachverhalte durch treffende Wortwahl wiedergeben üben
– situationsangemessen sprechen und schreiben üben
– Schriftverkehr mit unterschiedlichen Adressaten durchführen lernen
– Sachprobleme erkennen
– durch Einüben von verschiedenen Satzbaumustern den Sprachgebrauch verbessern
– Möglichkeiten der Wortbildung kennen und üben
Lehrstoff:
Schulstufe
Hören und Sprechen
Beispielsweise:
– sich informieren und mitteilen: Informationen aus verschiedenen Quellen einholen, verarbeiten und damit umgehen; Zusammenhänge zu anderen Informationen herstellen, Neubildungen von Wörtern und Umgangssprache hinterfragen und verstehen, moderne Kommunikationsmedien nutzen; Sachdarstellungen, -informationen und persönliche Meinungen unterscheiden
– sich beim Sprechen an Situationen und Gesprächspartnerinnen und -partnern orientieren: Kontakte aufnehmen, verschiedene Sprechsituationen bewältigen, Stellung beziehen, den Gesprächsverlauf beobachten und beeinflussen, sprachliche Beeinflussungsmittel kennen, Aufgaben- und Problemstellungen strukturieren; Konfliktsituationen erörtern, diskutieren, Strategien erproben; Anliegen sprachlich differenziert vorbringen
– kreatives Sprechen und Sprachhandeln: Rede und Gegenrede pflegen; pantomimisch und szenisch kommunizieren, Geschichten und Situationen inszenieren, Spieltexte selbst erarbeiten, probehandeln, situationsangemessene Sprachformen und Satzmuster verwenden
Lernziele der achten Schulstufe:
– Sprechmotorik weiter trainieren sowie Atmung, Stimmgebung und Lautstärke anwenden können
– Beziehungen aufnehmen, weiter ausbauen und gemeinsames Handeln ermöglichen; eigenes Gesprächsverhalten in seiner Wirkung abschätzen können
– eigene Sprachkompetenz weiter fördern
– eigene Erlebnisse, Erfahrungen, Gedanken, Gefühle und Empfindungen mündlich und schriftlich mitteilen
– sich in verschiedenen Gesprächsformen angemessen verhalten
– Informationen selbstständig einholen, auswerten und weitergeben
– mit unterschiedlichen Informationen umgehen
– Interessen wahrnehmen; verschiedene, auch versteckte, Absichten erkennen und zuordnen
– alltägliche Sprechsituationen angemessen bewältigen können
– Aufgabenstellungen sprachlich strukturieren
– pantomimisch und szenisch kommunizieren
– kreativen Umgang mit Sprache ausbauen
– durch Wortschatzerweiterungen die Kommunikationsfähigkeit steigern
Lesen und Schreiben
Beispielsweise:
– die Fähigkeit zum sinnerfassenden Lesen weiter ausbauen und das individuelle Lesetempo steigern
– orientierendes Lesen als Voraussetzung für Informationsgewinn: verschiedene Lesetechniken beherrschen, das Gelesene rekapitulieren, audio-visuell vermittelte Texte erfassen und auswerten, Gebrauchstexte lesen und anwenden, Absichten hinter Texten erkennen und verstehen
– selektives und verstehendes Lesen: Sachtexte in ihren wichtigsten Bestandteilen erfassen und verstehen, verschiedene Textarten beim Lesen erkennen; Wörterbücher, Sachverzeichnisse und Register verwenden; mit Texten aus verschiedenen Epochen Bezüge zur Gegenwart herstellen
– Textstellen zunächst still lesen und dann sinngemäß wiedergeben
– Leseförderung als Hilfe zur Weiterentwicklung des Denkens und der Fantasie: unterschiedliche literarische Gattungen kennen lernen, literarische Texte zu bestimmten Themenschwerpunkten lesen, Aufgaben und Angebote der Bücherei kennen und gezielt nutzen auch in der Freizeit
– Texte aus verschiedenen Epochen Bezüge zur Gegenwart herstellen
– Texte verfassen: Sachverhalte festhalten; sich mit Sachthemen auseinander setzen; zu Sachverhalten und Äußerungen Argumente sammeln, ordnen und zu mündlichen und eventuell schriftlichen Stellungnahmen zusammenfassen
– Rechtschreibung: Regeln anwenden, Festigung des laut-fonologischen Prinzips; Satzzeichen beherrschen, weitere Abkürzungen für Wörter kennen
Lernziele der achten Schulstufe:
– durch Lesen Wissensaneignung und Freizeitgestaltung bereichern
– pragmatische und literarische Texte erleben und verstehen
– Denken und Fantasie durch differenzierte Leseangebote weiterentwickeln und Einblicke in Wirkungszusammenhänge gewinnen
– durch Aufschreiben Klarheit über Sachverhalte, eigene Einstellungen und Gefühle gewinnen
– durch Schreiben Kontakte aufnehmen, Verständigung herstellen und Wirkungen erreichen
– Schreibaufträge möglichst objektiv und sachbezogen ausführen
– die Prinzipien der Rechtschreibung kennen und anwenden
– durch richtige Interpunktion einen Text verständlich machen
Umgang mit Texten
Beispielsweise:
– Sach- und Gebrauchstexte: Printmedien kritisch lesen, Merkblätter und Informationsbroschüren auswerten und darauf reagieren, komplexe Nachschlagewerke kennen lernen und verwenden, Pläne und komplexe Anweisungen lesen; Beratung von Expertinnen und Experten einholen; mit Informationen kritisch umgehen, Inserate nutzen und selbst verfassen
– literarische Texte: mit und an Texten arbeiten, verschiedene Textarten kennen, persönliche Texte aufschreiben
– audio-visuelle Medien: audio-visuelle Medien nutzen und gestalterisch mit ihnen umgehen, Möglichkeiten der Manipulation durchschauen lernen
Lernziele der achten Schulstufe:
– Medien zur Informationsgewinnung nutzen
– Form und Inhalt von Texten kritisch betrachten und bewerten
– die eigene Meinung vertreten
– audiovisuelle Eindrücke sprachlich darstellen
– medienspezifische Gestaltungs- und Wirkungsweisen erkennen, einordnen und diskutieren
– Manipulationsmöglichkeiten erkennen und damit umgehen
– ästhetische Gestaltungselemente anwenden
Gestalten und Durchschauen der Sprache
Beispielsweise:
– fantasievoll und kreativ gestaltete Mitteilungen verfassen: Bilder und Texte zu einer Geschichte zusammenfügen, Texte nacherzählen, Geschichten mündlich und schriftlich weiter erzählen, persönliche Texte aufschreiben und gestalten
– Gebrauchstexte sachgerecht gestalten: eigene Texte schreiben, Vorgänge und Sachverhalte auch schriftlich festhalten, Schriftstücke gestalten, formgebundene und formlose Schreiben verfassen
– Aufbau und Verknüpfungen von Sätzen und Teilsätzen: Sätze bzw. Texte umformulieren
– Wortarten und ihre Veränderungen: Wortarten kennen, mit Wortarten und ihren Veränderungen arbeiten
– Wortschatzerweiterung und Begriffsbildung: den aktiven und passiven Wortschatz erweitern, Begriffe in die Standard-, Fach- und Hochsprache transponieren
Lernziele der achten Schulstufe:
– Schreibfertigkeit weiter entwickeln und festigen
– Freude am kreativen verbalen und schriftlichen Gestalten haben
– verschiedene Möglichkeiten des Dokumentierens anwenden
– Sachverhalte durch treffende Wortwahl wiedergeben
– situationsangemessen sprechen und schreiben
– Schriftverkehr mit unterschiedlichen Adressaten durchführen
– Sachprobleme erkennen und erörtern
– durch Einüben von verschiedenen Satzbaumustern den Sprachgebrauch weiter verbessern
– unterschiedliche Wirkungsweisen der Satzarten verstehen
– Möglichkeiten der Wortbildung kennen
Lehrplanzusatz
Deutsch für Schülerinnen und Schüler mit anderen Erstsprachen als Deutsch
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Erwerb einer weiteren Sprache durch Schülerinnen und Schüler mit anderen Erstsprachen als Deutsch ist Teil von vielfältigen interkulturellen Lernvorgängen, die sich als ein Mit- und Voneinanderlernen von Menschen verschiedener Herkunftskulturen auffassen lassen und sich auf jeden Kulturbereich beziehen können. Beim interkulturellen Lernen geht es vor allem darum, die spezifischen Lebensbedingungen dieser Schülerinnen und Schüler erwachsenden Probleme zu berücksichtigen sowie die Bereitschaft und Fähigkeit zu entwickeln, Aspekte der eigenen Kultur darzustellen, das Anderssein des jeweiligen anderen wahrzunehmen, zu verstehen und sich damit kritisch auseinander zu setzen. In der Schule soll interkulturelles Lernen als Chance für eine inhaltliche und soziale Bereicherung aller Schülerinnen und Schüler zur Vorbereitung auf ein Leben in einer multikulturellen Weltgemeinschaft erfahren und genützt werden.
Der Deutschunterricht muss Schülerinnen und Schüler im Anschluss an die Lern- und Lebenserfahrungen ihrer sprachlichen und kulturellen Sozialisation so fördern, dass damit eine grundlegende Voraussetzung für deren schulische und gesellschaftliche Integration geschaffen wird.
Die zuerst erworbene Sprache ist in hohem Maß Grundlage für den Erwerb einer Zweitsprache, daher soll die Muttersprache beim Zweitspracherwerb nach Möglichkeit berücksichtigt werden.
Die Einbindung des Zweitsprachenerwerbs in das interkulturelle Lernen soll kooperatives Von- und Miteinanderlernen aller Schülerinnen und Schüler ermöglichen.
Schwerpunkte sind:
– Freude an der Zweitsprache zu gewinnen
– die deutsche Standardsprache nach und nach besser verstehen zu können
– sich differenziert in deutscher Standardsprache verständigen und am Unterricht beteiligen zu können
– Texte als eigenständige und lebensbedeutsame Formen der Verarbeitung von Sprache verstehen, lesen, schreiben und verfassen zu können
– Arbeits- und Lerntechniken kennen zu lernen, die den Erwerb der Zweitsprache unterstützen
Didaktische Grundsätze:
Unterricht ist immer auch als eine Sprachlernsituation aufzufassen. Der Erwerb sprachlicher Kompetenzen erfolgt immer im sozialen Kontext.
Es ist festzustellen, in welcher Muttersprache und in welcher Schriftart die Schülerinnen und Schüler bereits alphabetisiert wurden.
Bei der Einschätzung der individuellen Lernfähigkeit sind Motivation, vorhandene Möglichkeiten und tatsächliche Ausdrucksfähigkeit zu berücksichtigen.
Ungesteuerter Spracherwerb hat im Unterricht große Bedeutung. Ausgehend von kommunikativen Realsituationen ist eine kontinuierliche Reflexion und sensible Korrektur anzustreben. Der Spracherwerb erfolgt möglichst unter Rückgriff auf bereits verfügbare Kenntnisse der Muttersprache und auf eventuell vorhandene Kenntnisse der Zweitsprache.
Der Spracherwerb geschieht im Wechselspiel von Global- und Detailverständnis. Bei der Sinnerschließung helfen vor allem der Handlungs- und der Sprachkontext (vor allem im schriftlichen Bereich unterstützen beigefügte Illustration), bei der Sinnvermittlung unter anderem nonverbalen Elemente der Mimik und Gestik.
Wesentliche Bedeutung für Fortschritte im Prozess des Spracherwerbes kommt der Fähigkeit und Bereitschaft zu, die eigenen Sprachäußerungen im Wechselspiel der Kommunikation zu reflektieren, zu vergleichen und zu korrigieren. Es ist Aufgabe des Unterrichts, diese Bereitschaft und Fähigkeit zu fördern und zu entwickeln.
Wo es sich anbietet, soll der Bezug zur jeweiligen Muttersprache und Herkunftskultur der Schülerin bzw. des Schülers hergestellt werden (Vergleich von Sprachen und Kulturen). Dazu sind Kontakte, Kooperationen und Absprachen, vor allem mit der Lehrerin/dem Lehrer für den muttersprachlichen Zusatzunterricht, aber auch mit den Erziehungsberechtigten sehr hilfreich. Wenigstens gelegentlich sollte die Erarbeitung eines Themas in beiden Sprachen gleichzeitig erfolgen.
Der Unterricht hat an die besondere Motivationslage der Schülerinnen und Schüler anzuknüpfen. Die anfänglich meist vorhandene Leistungsbereitschaft soll erhalten und womöglich noch gesteigert werden. Dadurch kann der Gefahr des Stehenbleibens und Verfestigens auf einem bestimmten Niveau der Zweitsprache begegnet werden.
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RIS
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