Verordnung des Bundesministers für Unterricht und kulturelle Angelegenheiten, mit welcher die Lehrpläne der Volksschule und der Sonderschulen erlassen werden; Bekanntmachung der Lehrpläne für den Religionsunterricht an diesen Schulen
Schülerinnen und Schüler, die sich kaum auf Deutsch verständigen können, sollten keinesfalls zum Freischreiben angehalten werden. Gerade für sie müssen alle Formen eines lustbetonten Schreibens aufgespürt werden: zB Piktogramme gestalten, Zeichnungen beschriften. Die allgemeine Sprachkompetenz ist in jedem Unterrichtsgegenstand, nicht nur im Sprachunterricht, zu fördern: Jeder Unterricht ist auch als eine Sprachlernsituation aufzufassen.
Es sind besondere Hilfsmittel bereitzustellen bzw. einzusetzen und verschiedene Arbeitstechniken zu vermitteln. Den verschiedenen Lösungshilfen beim Rechtschreiben ist besondere Beachtung zu schenken:
Nachschlagen in verschiedenartigen ein- und zweisprachigen Wörterbüchern und in Lexika, Erstellen und Gebrauchen von Wortlisten, Arbeit mit Muttersprachlichen Paralleltexten uam.
Die Korrekturen in sprachlicher und in sachlicher Hinsicht sind sehr behutsam, verständnis- und taktvoll vorzunehmen.
Das Hörverstehen stellt im Zweitsprachenunterricht eine wesentliche Voraussetzung für erfolgreiche Kommunikation dar. Die Schulung der mündlichen Ausdrucksfähigkeit einschließlich der richtigen Aussprache und Intonation soll einen Schwerpunkt im Unterricht von Deutsch als Zweitsprache bilden.
Hörverstehen ist vor dem Sprechen und Leseverstehen vor dem Schreiben zu vermitteln. Grundsätzlich ist nichts zu schreiben, was nicht durch vorangegangene Sprechübungen abgesichert ist.
Eigenständiger Spracherwerb ist durch selbstständiges Lesen anzustreben.
Die Schulung der mündlichen Ausdrucksfähigkeit soll einen Schwerpunkt in diesem Unterrichtsgegenstand bilden. Der Sprachunterricht ist dabei als Prozess zu verstehen, in dessen Verlauf die Schülerinnen und Schüler möglichst befähigt werden, sprachliche Mittel selbstständig einzusetzen und bestimmte Sprachnormen einzuhalten.
Lehrstoff:
Unabhängig von den einzelnen Teilbereichen sollen sich sprachliche Lernsituationen auf folgende Lebens- bzw. Handlungsbereiche beziehen, wobei die einzelnen Themen immer die kulturellen und soziokulturellen Aspekte aller in der Klasse vertretenen Kulturen (Herkunftskultur, Migrantenkultur und Kultur des Gastlandes) umfassen.
Beispielsweise:
– die eigene Person und die Familie: eigene Lebensumstände, Erfahrungen, Interesse, Bedürfnisse, Wünsche, Gefühle, usw.
– die Schule: Mitschülerinnen und Mitschüler, Mitgestalten des Klassen- und Schullebens, usw.
– die Freizeit: Freundinnen und Freunde, Hobbys, Reisen, usw.
– die Öffentlichkeit, Straßenverkehr, Einkaufen, Berufs- und Arbeitswelt, usw.
– Lebensformen und Lebensgewohnheiten: Rollenverhalten, Sitten und Bräuche, Feste, Wertvorstellungen, usw.
Hören und Sprechen
Beispielsweise:
– fonetische Übungen: Laute und Lautgruppen in ihren Eigenschaften wahrnehmen, unterscheiden und bilden
– bedeutungsunterscheidende Lautveränderung in Wörtern beachten
– den Sinn einfacher sprachlicher Äußerungen aus dem Sprechkontext, Gestik und Mimik, Intonation und Sprachrhythmus erfassen
– Texte verstehen und angemessen reagieren
– die richtige Übereinstimmung entsprechender Wörter im Satzzusammenhang beachten, üben und anwenden
– die Bedeutung eines Wortes aus der Sprachhandlungssituation erschließen
– Wortbedeutungen abklären
– in Sprachhandlungssituationen des Alltags und in Rollenspielen einen passiven Verstehens- und einen aktiven Sprechwortschatz erwerben und kontinuierlich erweitern und differenzieren
– den zur Bewältigung der verschiedenen Unterrichtsaufgaben benötigten Fachwortschatz für das Verstehen wie für das Sprechen kontinuierlich aufbauen
Lesen und Schreiben
Beispielsweise:
– die richtige Übereinstimmung entsprechender Wörter im Satzzusammenhang beachten, üben und anwenden
– Wortbedeutungen abklären
– Formen lustbetonten Schreibens anwenden
– durch Schreiben in Sinnzusammenhängen den aktiven Wortschatz erweitern
– Strategien des Abschreibenlernens entwickeln
– gleiche Formen zusammenstellen und Regeln erkennen und anwenden lernen
Umgang mit Texten
Beispielsweise:
– die Bedeutung eines Wortes aus dem Text und dem Satzzusammenhang erschließen
– Texte verstehen und angemessen reagieren
– eine geläufige Nachschlagetechnik erwerben
Gestalten und Durchschauen der Sprache
Beispielsweise:
– grundlegende Einsichten in die deutsche Sprache durch Betrachten, Vergleichen und Entdecken gewinnen
– den Satz als Sinneinheit erfassen
– Stellung des Prädikats
– Umkehrung der Subjekt-Prädikat-Folge
– Mehrzahlbildungen
– Anwenden der Fälle
– Verwendung der Artikel in Verbindung mit dem Substantiv
– attributiver, prädikativer, adverbialer Gebrauch des Eigenschaftswortes
– Verwendung der Personalformen des Verbs in Verbindung mit dem persönlichen Fürwort
– die gebräuchlichsten Strukturwörter in Satzzusammenhängen verstehen und anwenden
– nach Möglichkeit auch Strukturvergleiche mit der Muttersprache erarbeiten
Mathematik
Bildungs- und Lehraufgabe:
In der Grundstufe I und II soll der Mathematikunterricht den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeiten geben,
– schöpferisch tätig zu sein,
– rationale Denkprozesse anzubahnen; Lösungsstrategien entwickeln,
– die praktische Nutzbarkeit der Mathematik zu erfahren sowie
– grundlegende mathematische Techniken zu erwerben.
Der Mathematikunterricht leistet einen wesentlichen Beitrag zur geistigen Entwicklung der Kinder, insbesondere zum logischen Denken, zum Symbolverständnis, zur Abstraktions- und Merkfähigkeit und zur Raumorientierung. Weiters sollen Arbeitshaltungen wie Sorgfalt, Genauigkeit, Ordnung und Klarheit entwickelt werden.
Der Unterrichtsgegenstand Mathematik gliedert sich in folgende Teilbereiche:
– Aufbau der natürlichen Zahlen
– Rechenoperationen
– Größen
– Geometrie
Diese Aufgliederung in Teilbereiche verdeutlicht Sachstrukturen und stoffliche Linienführung des Lehrplanes. Das soll aber keinesfalls zu einer isolierten Behandlung der einzelnen Teilbereiche führen, sondern deren sinnvolle Vernetzung ist möglichst durchgehend anzustreben.
In der Sekundarstufe I sollen die Schülerinnen und Schüler:
– mathematisches Können und Wissen aus verschiedenen Bereichen ihrer Erlebnis- und Wissenswelt nutzen sowie durch Verwenden von Informationsquellen weiter entwickeln
– durch das Benutzen entsprechender Arbeitstechniken, Lernstrategien und Methoden Lösungswege und -schritte bei Aufgaben und Problemstellungen planen und in der Durchführung erproben
– Situationen und Problemen mit Hilfe rationalen Denkens untersuchen
– Texte in mathematische Handlungen umsetzen können
– kritisches Denken insbesondere im Hinblick auf die Überprüfung von Vermutungen entwickeln
– planmäßiges, sorgfältiges und konzentriertes Arbeiten erlernen bzw. festigen
– verschiedene Technologien (zB Taschenrechner, PC) einsetzen können
Didaktische Grundsätze:
Die Gestaltung des Unterrichts zielt auf möglichst eigenständiges Lösen von Problemen ab. Wesentliche Schritte sind dabei das Erarbeiten, das Einüben und Anwenden von Lösungsmodellen sowie das selbstständige Suchen von Lösungswegen.
Bei der Auswahl von Aufgaben ist die Relevanz für das tägliche Leben, in der Sekundarstufe I zunehmend die Berufsrelevanz, zu berücksichtigen.
Systematisches, situationsbezogenes und anschauliches Lernen, verständnisvolles Lernen
Unterricht in Mathematik ist insbesondere in der Grundstufe I und II handlungsorientiert. Zum Aufbau des Abstraktionsvermögens spielt der Umgang mit Dingen eine entscheidende Rolle. Für die Bildung von mathematischen Begriffen ist es erforderlich, Handlungs- und Anschauungsmaterial zu variieren, um die Begriffsbildung zu festigen.
Bei der Erarbeitung neuer Inhalte ist darauf zu achten, diese in kleine Lernschritte zu gliedern und aufzuteilen.
Bei der Erkenntnisgewinnung und Denkentwicklung ist ein forschend experimentierendes Vorgehen zu wählen. Es sind Zusammenhänge aufzuzeigen und verwandte Operationen sichtbar zu machen.
Unterschiedliche Lösungswege für Sachverhalte aus dem Alltag sind aufzuzeigen und auch grafisch darzustellen.
Elementare Begriffe, Symbole und Darstellungsformen der mathematischen Fachsprache sind sinnvoll in geeigneter Weise einzuführen.
Querverbindungen zu anderen Unterrichtsgegenständen sowie zur Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler sind herzustellen.
Variation der Veranschaulichung und der Darstellungsebenen
Ein allgemeines Erfassen mathematischer Operationen und Begriffe ist besser zu erreichen, wenn die Bindung an ein bestimmtes Material oder eine bestimmte Veranschaulichung vermieden wird.
Durch den wiederholten Wechsel von handelnden, bildhaften, grafischen und symbolischen Darstellungsebenen wird das Sichern von Begriffen, die Einsicht in Operationsstrukturen und das Finden von Lösungsstrategien möglich.
Funktionen des Übens
Operatives Üben zielt auf die Vertiefung des Verständnisses ab (zB Erkennen von Zusammenhängen), beim operativen Üben werden Kenntnisse und Fertigkeiten (zB Verwenden überschaubaren Zahlenmaterials, Sichern von Begriffen) automatisiert und gefestigt.
Gedankengänge, die zum Erwerb mathematischen Wissens geführt haben, sind zu wiederholen; dabei lernen die Schülerinnen und Schüler, erworbenes Wissen zu rekonstruieren, eigenständig darzustellen und zu begründen.
Planmäßige und abwechslungsreich gestaltete Übungen und Wiederholungen sollen zu größtmöglicher Sicherheit, Geläufigkeit und Genauigkeit führen.
Motivierung
Selbstständiges Entdecken und Erproben sowie Erfolgserlebnisse sind wesentliche Beiträge zur Steigerung der Motivation. Durch lebenspraktische Beispiele soll die Nützlichkeit der Mathematik in verschiedenen Lebens- und Wissensbereichen veranschaulicht und bewusst gemacht werden.
Arbeiten mit dem Taschenrechner und anderen elektronischen Medien
Grundsätzlich sind Einsatzmöglichkeiten zur planmäßigen Nutzung von elektronischen Hilfsmitteln vorzusehen. Die Möglichkeiten elektronischer Systeme bei der Unterstützung schülerzentrierter experimenteller Lernformen sind zu nutzen.
Schularbeiten:
In der 5. Schulstufe sind zwei bis drei Schularbeiten im Ausmaß von zwei bis drei Unterrichtseinheiten und ab der 6. Schulstufe je drei bis vier Schularbeiten im Ausmaß von drei bis vier Unterrichtseinheiten vorzusehen.
Grundstufe I
Lehrstoff:
und 2. Schulstufe
Aufbau der natürlichen Zahlen
Beispielsweise:
– grundlegende mathematische Fähigkeiten entwickeln, Dinge betrachten und damit hantieren
– Arbeiten mit Mengen, Mengen legen und ordnen, Mengen vergleichen
– Zuordnen von Zahlen zu Mengen und umgekehrt
– mit Mengen (Zahlen) operieren
– Ziffern lesen und schreiben
– entwickeln des Zahlenbegriffs einschließlich der Null, Vor- und Zurückzählen auch im Zweierschritt – allenfalls in größeren Schritten
– Begriffe „das Doppelte“ und „das Paar“ verwenden
– das Verständnis für Zahlen unter Berücksichtigung des Kardinal-, Ordinal-, Rechen- und Maßzahlaspekts sichern
– Zahlenraum bis 20 aufbauen und festigen, allenfalls Erweiterung des Zahlenraums über 20
– Zehnersymbol in Zusammenhang mit Bündelung einführen
Rechenoperationen
Beispielsweise:
– spielerisches Umgehen mit Zahlen und Rechenoperationen in Verbindung mit konkretem Handeln und bildhaftem Darstellen
– Rechenoperationen im additiven Bereich, Zu- und Wegzählen, Zerlegen, Ergänzen
– allenfalls Überschreiten des Zehners
– Operation des Verdoppelns und Vervielfachens einführen und aufbauen
– Teilen und Messen als unterschiedliche Operationen einführen
– den Begriff „Hälfte“ einführen
– Erarbeiten von Malreihen im gesicherten Zahlenraum, allenfalls auch deren Umkehrung
– Lösung von Sachproblemen aus der unmittelbaren Erlebniswelt
Größen
Beispielsweise:
– Begriffsbildung durch vergleichen, schätzen und messen
– verschiedene Maßeinheiten aus der Erfahrungswelt der Kinder kennen lernen (zB Zeitmaße, Längenmaße, Gewichtsmaße, Größenbereich Geld)
Geometrie
Beispielsweise:
– Orientierung im Raum, Raumlagebeziehungen handelnd erfahren; Eigenschaften von Dingen erkennen und benennen
– räumliche Beziehungen und Formen aus der Erlebniswelt der Kinder beobachten, ordnen und strukturieren
– mit Flächen und Körpern hantieren
– an Körpern mit geometrischen Grundformen die Begriffe wie Ecke, Kante, Fläche einführen
– Lineal erproben
Lernziele bis zum Ende der zweiten Schulstufe:
– elementares mathematisches Denken entwickeln und anwenden
– in einem gesicherten Zahlenraum Vorstellungen von Mengen, Zahlen, Operationen und Größen gewinnen
– mathematische Operationen in Zusammenhang mit Realbegegnung, in Spiel- und Sachsituationen anwenden können
– elementare Kenntnisse und Fertigkeiten zur Raumorientierung und Raumanschauung
Grundstufe II
Lehrstoff:
und 4. Schulstufe
Aufbau der natürlichen Zahlen
Beispielsweise:
– Festigen von Zahlenvorstellungen und Zahlenverständnis im bekannten Zahlenraum
– Zahlenraum bis 200 aufbauen, durchdringen und festigen; allenfalls Zahlenraum 1000 (zB im Hunderterschritt) aufbauen
– Erarbeiten des neuen Zahlenraumes über Grob- und Feinstruktur
– Veranschaulichen von Zahlen
– Ordnen und Zerlegen von Mengen
– orientieren im Zahlenraum: Auf- und Abbauen von Zahlenfolgen, Herstellen von Relationen unter Verwendung der bekannten Symbole, Runden von Zahlen
– das Verständnis für den dekadischen Aufbau ausbauen und sichern
– Ziffern und Stellenwert der Ziffer unterscheiden; Stellenwertsystem
– sach- und größenbezogene Vorstellungen zu großen Zahlen schaffen (zB mit Geldwerten, Längen)
– Anbahnen des Ablesens und Interpretierens von Daten aus grafischen Darstellungen (zB Tabellen)
Rechenoperationen
Beispielsweise:
– Festigung mündlicher und schriftlicher Rechenoperationen im gesicherten Zahlenraum
– schriftliches Addieren und Subtrahieren mit Stellenwert Über- bzw. Unterschreitung
– Malreihen festigen und erweitern
– Einführung des schriftlichen Multiplizierens und Dividierens insbesondere im Zahlenraum 200
– das Teilen und Messen in anschaulichen Situationen anwenden
– Operationen des Teilens und Messens festigen
– überschlagendes Rechnen
– einfache Sachaufgaben analysieren und Lösungswege suchen, allenfalls Sachsituationen zu Rechenoperationen finden
– Ergebnisse kontrollieren und verbalisieren
Größen
Beispielsweise:
– Verständnis für die bereits eingeführten Größen vertiefen
– Herstellen von Maßbeziehungen und mit Maßreihen arbeiten
– Schätzen, Messen und Vergleichen unter sachgerechter Verwendung bekannter Maßeinheiten; einfache Maßumwandlungen (zB m-cm, kg-dag)
– Maßeinheiten und ihren Differenzierungen (zB Stunde, Minute, Sekunde; km-m-dm-cm.)
– Maßeinheiten – allenfalls auch Flächenmaße in Sachaufgaben anwenden
– Bruchzahlen bildhaft darstellen, Bruchzahlen lesen und schreiben
– Dezimalzahlen anhand lebenspraktischer Beispiele (zB Preisschilder lesen und schreiben) anwenden
Geometrie
Beispielsweise:
– Festigung der Orientierung im Raum: räumliche Positionen, Lagebeziehungen sowie Richtungen und Richtungsänderungen wahrnehmen und beschreiben
– geometrische Grundformen (Flächen und Körper) entdecken und klassifizieren
– Gestalten mit Körpern und Flächen
– Strecken messen und zeichnen, Zeichengeräte verwenden
– das Rechteck und das Quadrat als besondere Vierecke kennen lernen, beschreiben und zeichnen; den rechten Winkel und gleich lange Seiten als Merkmale erfassen
– Kreise zeichnen
– Entwickeln der Begriffe Umfang und Fläche
– Berechnung des Umfangs von Rechteck und Quadrat
– allenfalls einfache Flächenberechnungen einführen
Lernziele bis zum Ende der vierten Schulstufe:
– mathematisches Denken weiter entwickeln und anwenden
– Erarbeitung des Zahlenraums 200; allenfalls Erweiterung bis 1000
– Sicherheit im Addieren, Subtrahieren, Ergänzen, Vervielfältigen und Teilen insbesondere im Zahlenraum 200 entwickeln
– im gesicherten Zahlenraum Vorstellungen von Mengen, Zahlen, Maßen und Größen gewinnen
– den dekadischen Aufbau und den Stellenwert verstehen
– Zusammenhänge in Rechenoperationen und einfache Rechengesetze erkennen sowie anwenden
– Größen unter sachgerechter Verwendung der Maßeinheiten schätzen, messen und vergleichen, Maßumwandlung anbahnen
– mathematische Operationen in Spiel- und Sachsituationen verstehen
– Lösungen für einfache Sachaufgaben finden
– Bruchzahlen kennen lernen
– Begegnung mit Dezimalzahlen
– Kenntnisse und Fertigkeiten in der Raumorientierung und Raumanschauung sichern und ausbauen
– Flächen und Körper nach ihren Formen unterscheiden, benennen und erfassen; Umfang und allenfalls die Fläche von Rechteck und Quadrat berechnen
Sekundarstufe I
Lehrstoff:
Schulstufe
Zahlen und Maße
Beispielsweise:
– Kenntnisse und Fertigkeiten im Umgang mit natürlichen Zahlen im Zahlenraum 1000 vertiefen
– Vervielfachen, Teilen und Messen, Umkehroperationen, Festigung der Malreihen
– schrittweise Steigerung des Schwierigkeitsgrades beim Kopfrechnen
– schriftliches Addieren und Subtrahieren mit Stellenwertüberschreitung
– Festigung des schriftlichen Multiplizierens und Dividierens, allenfalls Einführung des zweistelligen Multiplizierens und Dividierens
– Wiederholung der Bruch- und Dezimalzahlen sowie Einführung des Rechnens mit Dezimalzahlen
– Sachaufgaben analysieren und lösen, mündlich und als Textaufgaben
– Rechnen mit verschiedenen Maßen (insbesondere Zeit-, Gewichts-, Hohl- und Geldmaße sowie Längen- und Flächenmaße) zur Bearbeitung von Sachaufgaben und geometrischen Berechnungen im Zahlenraum 1000; Umwandlungsaufgaben; Potenzschreibweisen (zB cm²)
Figuren und Körper
Beispielsweise:
– Festigung und Erweiterung der Kenntnisse über die Eigenschaften geometrischer Figuren und Körper
– mit Linien, Geraden und Strecken arbeiten; die Begriffe „Parallele“ und „Normale“ einführen
– Rechtecke und Quadrate zeichnen, ihre Merkmale kennen und unterscheiden, das Quadrat als besondere Form des Rechtecks erkennen
– Zeichengeräte zum Zeichnen von Rechtecken und Kreisen gebrauchen
– Umfang und Fläche von Rechtecken berechnen
– verschiedene Winkel kennen lernen, im Umfeld finden und allenfalls zeichnen
– verschiedene weitere geometrische Figuren (zB Kreis, Würfel) kennen lernen und herstellen (zeichnen, formen usw.)
Statistik
Beispielsweise:
– einfache Tabellen erstellen (zB Wettertabelle)
– Daten in Tabellen eintragen
– Daten aus grafischen Darstellungen ablesen
Lernziele der fünften Schulstufe:
– Erarbeitung bzw. Festigung des Zahlenraums 1000; gesicherte Vorstellungen von Mengen, Zahlen, Operationen und Größen entwickeln
– Zahlensystem als Stellenwertsystem erfassen
– Sicherheit im Kopfrechnen gewinnen
– Rechenoperationen mit Stellenwertüber- bzw. -unterschreitung beherrschen
– Festigung und Erweiterung des schriftlichen Multiplizierens und Dividierens, allenfalls zweistelliges Multiplizieren und Dividieren
– Sachaufgaben analysieren, in die mathematische Sprache übertragen und lösen können
– Kenntnisse über Bruch- und Dezimalzahlen erweitern und dies in Sachaufgaben anwenden
– Maße in Sachzusammenhängen verstehen und in Rechenoperationen anwenden
– Kenntnisse über geometrische Figuren festigen und erweitern, Umfang- und Flächenberechnungen
– Daten einfach tabellarisch und grafisch darstellen können
– allenfalls Einführung elektronischer Hilfsmittel (zB Taschenrechner) zur Lösung von Rechenoperationen
Lehrstoff:
Schulstufe
Zahlen und Maße
Beispielsweise:
– schriftliches Addieren, Subtrahieren, Multiplizieren und Dividieren in großen Zahlenräumen
– Lösungen für komplexe Sachaufgaben in mündlicher und schriftlicher Form finden
– anschauliches Rechnen mit Bruchzahlen
– Sachrechnen mit Dezimalzahlen im erweiterten Zahlenraum
– Maße und Maßbeziehungen im Rahmen komplexerer Sachaufgaben anwenden
– Erarbeitung von Raum- und Hohlmaßen, Potenzschreibweisen
Figuren und Körper
Beispielsweise:
– Eigenschaften von Dreiecken und Vierecken unterscheiden
– Dreiecke und Vierecke zeichnen, allenfalls konstruieren
– Umfang von Dreiecken und Vierecken berechnen
– Umfang- und Flächenberechnungen von Rechtecken; zusammengesetzte Flächen
– verschiedene Körper kennen lernen (zB Quader, Würfel, Kugel) und beschreiben
– Merkmale des Quaders; den Würfel als einen besonderen Quader erkennen
– Gradeinteilung von Winkeln kennen lernen
– Winkel zeichnen
Statistik
Beispielsweise:
– situations- bzw. anlassbezogen Daten erheben und grafisch darstellen (zB Tages- und Nachttemperaturen im Lauf einer Woche)
– einfache Datenauswertung und Mittelwertberechnungen
Lernziele der sechsten Schulstufe:
– Erweiterung des Zahlenraums über 1000, Zahlenraum Million aufbauen
– die Grundrechnungsarten sicher anwenden können
– Sicherheit im Kopfrechnen festigen
– Maße und Maßbeziehungen sicher beherrschen
– mit Bruch- und Dezimalzahlen rechnen
– komplexere Sachaufgaben analysieren und lösen können; Ergebnisse schätzen
– Kenntnisse über geometrische Figuren und Körper vertiefen und erweitern
– Daten erfassen und darstellen können
– allenfalls elektronische Hilfsmittel (zB Taschenrechner) zur Lösung von Rechenoperationen verwenden
Lehrstoff:
Schulstufe
Zahlen und Maße
Beispielsweise:
– die Grundrechnungsarten auch auf höheren Schwierigkeitsstufen sicher anwenden
– Potenzschreibweise kennen, in einfachsten Beispielen anwenden
– Prozente als Teil des Ganzen erkennen, allenfalls einfache Prozentrechnungen
– Festigung des Rechnens mit Dezimalzahlen
– Festigung des Rechnens mit Bruchzahlen
– Kennen lernen von negativen Zahlen (zB anhand von Temperaturmaßen)
Figuren und Körper
Beispielsweise:
– Festigung und Erweiterung der Kenntnisse über die Eigenschaften von geometrischen Figuren und Körpern (zB Dreieck, Viereck, Kreis, Kreissegmente; Quader, Würfel, Zylinder)
– geometrische Figuren und Körper zeichnen, allenfalls konstruieren
– Festigung von Umfang- und Flächenberechnungen
– Oberfläche von Quader und Würfel, allenfalls Volumen von Quadern und Würfel berechnen
– Formeln für die Berechnung von geometrischen Figuren kennen lernen
– Winkel und Winkelmaße
Statistik
Beispielsweise:
– Erheben, Untersuchen und Darstellen von Datenmengen auch unter Verwendung elektronischer Hilfsmittel
– Daten auswerten und erklären
Lernziele der siebenten Schulstufe:
– Festigung der Durchdringung großer Zahlenräume
– Zahlen und Größen in Beziehung zueinander setzen können
– sichere Anwendung der Grundrechnungsarten auch auf höheren Schwierigkeitsstufen
– Prozentzahlen kennen lernen
– Lösen von komplexen Sachaufgaben
– geometrische Figuren und Körper berechnen
– Daten erfassen und auch mit elektronischen Hilfsmitteln darstellen können
– elektronische Hilfsmittel (zB Taschenrechner) zur Lösung von Rechenoperationen sicher verwenden
Lehrstoff:
Schulstufe
Zahlen und Maße
Beispielsweise:
– alle Grundrechnungsarten auch mit Dezimalzahlen sicher anwenden
– Zusammenhänge zwischen Bruchzahlen und Dezimalzahlen herstellen
– Festigung und Vertiefung des Prozentrechnens
– Festigung der Lösung von komplexeren Sachaufgaben
Figuren und Körper
Beispielsweise:
– geometrische Figuren und Körper (zB Dreieck, Viereck, Kreis, Kreissegment; Quader, Würfel, Zylinder) konstruieren; allenfalls Maßstabszeichnungen anfertigen
– Umfang- und Flächenberechnungen (zB Kreis), Berechnung der Oberfläche und allenfalls des Volumens (zB Würfel, Quader)
– Formeln für die Berechnung von Figuren und Körpern anwenden (allenfalls mit Taschenrechner)
Statistik
Beispielsweise:
– Daten auch unter Verwendung elektronischer Hilfsmittel sammeln, auswerten und interpretieren
– einfache Berechnungen des Mittelwertes anhand von Alltagsbeispielen
Lernziele der achten Schulstufe:
– Festigung der Durchdringung großer Zahlenräume
– Zahlen und Größen in Beziehung zueinander setzen können
– sichere Anwendung der Grundrechnungsarten auch auf höheren Schwierigkeitsstufen
– mit Dezimal- und Bruchzahlen sowie mit Prozenten rechnen
– Lösen von komplexen Sachaufgaben und Textaufgaben
– Maße und Maßbeziehungen sachgerecht und sicher anwenden können
– geometrische Figuren und Körper konstruieren und berechnen
– Daten auswerten und interpretieren können
– elektronische Hilfsmittel aufgabengerecht und sicher verwenden
Geometrisches Zeichnen
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Unterricht in Geometrischem Zeichnen verknüpft die Vorstellung von den Erscheinungen der Welt in uns und das Verständnis für Raum und Figur.
Die Sprache als Kommunikationsmittel ist dabei ein wesentlicher Bestandteil, geometrische Objekte und Vorgänge zu beschreiben und zu erklären.
Der Unterricht in Geometrischem Zeichnen leistet einen wichtigen Beitrag zur Vorbereitung auf die Berufswelt (zB durch den zweckentsprechenden Einsatz von Werkzeugen und durch das Aufzeigen der Vorteile von Gründlichkeit und Ordnung).
Didaktische Grundsätze:
Der Unterricht soll auf die Selbsttätigkeit der Schülerinnen und Schüler ausgerichtet sein. Jene Arbeitsaufträge, die die Kreativität und die selbstständige Gestaltungskraft der Schülerinnen und Schüler anregen, sind zu bevorzugen.
Auf Genauigkeit und Sauberkeit ist Wert zu legen. Der grafischen Gestaltung der Arbeiten kommt abgestimmt auf die jeweils verwendete Ausfertigungstechnik besondere Bedeutung zu.
Die Konstruktion auf dem Zeichenblatt soll durch Modelle und andere Hilfsmittel, die der Entwicklung der Raumanschauung dienen bzw. die geometrischen Hintergründe deutlich machen, begleitet werden.
Bei der Behandlung von Raumobjekten sollen Aussagen über geometrische Inhalte und Beziehungen aus der jeweiligen Raumsituation entwickelt werden.
Bei der Abbildung von Raumobjekten soll stets exakt zwischen einer Betrachtung der Raumsituation und einer Beschreibung des Bildes unterschieden werden.
Die Schülerinnen und Schüler sollen zu einer geeigneten Form der Dokumentation der Unterrichtsarbeit hingeführt werden.
Sekundarstufe I
Lehrstoff:
Schulstufe
Ebene Geometrie
Beispielsweise:
– Gerade, Strecke, Parallele, Normale (geometrische Muster: zB Ornamente, Fadenmuster)
– Streckensymmetrale, Spiegelung, Schiebung
– Plan lesen und erstellen (Maßstab, Wohnungsgrundriss) – Werkzeichnung
– Winkel als Drehung erfassen
– Konstruktion von Rechteck, Quadrat und Dreieck
– Würfelnetze, Quadernetze
– allenfalls: Ebene geometrischer Flächen richtig skizzieren; Würfel, Quader richtig skizzieren
Hauptrisse
Beispielsweise:
– Kartesisches Koordinatensystem Tabelle, Darstellungsformen: Wetterskala oder Größenvergleich, Wahldiagramm und Raumkoordinaten
– Herstellen und rekonstruierendes Lesen von Grund- und Aufriss
– Maßstab
– räumliches Verstehen: Quader, Würfel, allenfalls Zylinder; Raumvorstellungsübungen
– allenfalls einfacher Schrägriss von Quader und Würfel
– Sichtbarkeit von Körperkanten
Perspektive
Beispielsweise:
– Grundgesetze und Eigenschaften der Perspektive einsehen und auf einfache Darstellungen anwenden (fächerübergreifendes Projekt mit Bildnerischer Erziehung – zB ein Auto fährt aus einem Tunnel)
Lernziele der achten Schulstufe:
– Kenntnisse über das Vorkommen der Geometrie erwerben und die Raumvorstellung schulen
– geometrische Grundfiguren erkennen (Struktur, Eigenschaften)
– richtige Handhabung fachspezifischer Werkzeuge in Abstimmung mit der Aufgabenstellung
– die Zeichengeräte zum Anfertigen einfacher Zeichnungen (Werkzeichnung) gebrauchen und einfache Konstruktionen durchführen
– Informationsgewinn durch geeignete Ausfertigung grafischer Arbeiten
– allenfalls geometrische Objekte und Sachverhalte richtig skizzieren können (Freihandzeichnung)
Musikerziehung
Bildungs- und Lehraufgabe:
Musikerziehung hat die Aufgabe, unter Berücksichtigung der akustisch-musikalischen Umwelt und der besonderen Eigenart der einzelnen Schülerin bzw. des einzelnen Schülers zum Singen, Musizieren, bewussten Hören, Bewegen zur Musik und zum kreativen musikalischen Gestalten zu führen.
Musikerziehung soll sie zu lustbetonter musikalischer Betätigung anleiten und ihnen die Möglichkeit geben, Freude, Bereicherung und Anregung durch die Musik der Gegenwart und der Vergangenheit zu erfahren.
Ausgehend vom aktiven Umgang mit Musik, sind grundlegende Informationen und Kenntnisse über Musik zu vermitteln. Das Verständnis für Musik als künstlerische Ausdrucksform ist anzubahnen.
Musikalische Aktivitäten wirken auf die Persönlichkeitsbildung der Heranwachsenden nachhaltig ein. Ausgehend von den individuellen Anlagen und Fähigkeiten sind daher durch sinnvolle Verknüpfung von Inhalten und Übungen zu fördern.
Musik als nonverbale Sprache wirkt auf Empfinden, Vitalität, Gemüt, Atmosphäre, Zusammengehörigkeitsgefühl und Gemeinschaftserleben.
Musikerziehung hat die Aufgabe, ausgehend von der akustisch-musikalischen Umwelt und der besonderen Eigenart der Schülerinnen und Schüler auf der Basis von Aktualität, kultureller Tradition und Lebensnähe einen selbstständigen, weiterführenden Umgang mit Musik zu vermitteln.
Die Vernetzung von Musik und Lebenswelt und die gesellschaftlicher Bedeutung von Musik, sowie Musik als Faktor individueller Lebensgestaltung sollen erkannt werden.
Dies erfolgt in der aktiven Auseinandersetzung mit exemplarisch ausgewählten Bereichen, Epochen und Ausdrucksformen der Musik.
Schwerpunkte sind:
– ästhetische Wahrnehmung, Vorstellungskraft, Ausdrucksfähigkeit und Freude an lustbetonter musikalischer Betätigung
– Erlebnis- und Ausdrucksfähigkeit durch gezielten Einsatz von Stimme, Instrumenten und Bewegung
– die sprachlichen Fähigkeiten durch Sprachgestaltung, Klangexperimente mit Sprech- und Singstimme und das Beschreiben von Höreindrücken
– Schlüsselqualifikationen wie Konzentrationsfähigkeit, Leistungsbereitschaft, Selbstdisziplin, Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit und Toleranz aufzubauen
– musikalische Fertigkeiten in den Bereichen des bewussten Hörens, des Bewegens zur Musik und des aktiven Musizierens ausgehend von den Vorkenntnissen der Schülerinnen und Schüler zu vermitteln
– musikalisches Grundwissen aus der Musiklehre und der Musikgeschichte zu erwerben
– Wissen um die psychischen, physischen und sozialen Wirkungen von Musik und deren Nutzung zu gewinnen
– Schulung der Motorik, Bewusstmachung von Raum-Zeit-Dynamik-Verbindungen
– Vernetzung beider Gehirnhälften – musiktherapeutische Ansätze anwenden und dadurch Wohlbefinden, Beruhigung – Stimulation entwickeln
– die musikalische Identität Österreichs im historischen, regionalen und internationalen Kontext zu thematisieren
Didaktische Grundsätze:
Im Mittelpunkt der Musikerziehung steht das musikalische Handeln der Schülerinnen und Schüler und wird angeregt durch:
– eine tägliche Begegnung mit Musik
– bewusstes Aufnehmen von Musik
– eigenständiges musikalisches Nachgestalten und Gestalten
– kritische Auseinandersetzung mit Musik
Die Lehrstoffbereiche Singen und vokales Musizieren, instrumentales Musizieren, Hören, Bewegen, Gestalten und musikalisches Grundwissen sind immer im Zusammenhang zu sehen und sollen dem jeweiligen Lernziel entsprechend vernetzt werden.
Ausgehend von den Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler soll das Interesse für die vielfältigen Ausdrucksformen in der Musik aus verschiedenen Epochen und Kulturkreisen vor allem praxisorientiert geweckt und weiterentwickelt werden. Dabei sind auch regionale Traditionen zu berücksichtigen.
Instrumente, Materialien, Medien und aktuelle Technologien sind mit einzubeziehen. Durch selbstständiges Lernen in verschiedensten Sozialformen soll das Interesse gefördert, der Lernerfolg gesichert und zu partnerschaftlichen und kommunikativen Verhalten beigetragen werden.
Die Schülerinnen und Schüler sollen Lehrerinnen und Lehrer im Unterricht musikalisch tätig erleben.
Ein wichtiger Bestandteil der Unterrichtsgestaltung ist die aktive Einbeziehung von Künstlerinnen, Künstlern, Expertinnen und Experten sowie die Verbindung zum regionalen und überregionalen Kulturleben in und außerhalb der Schule.
Durch Projekte sind die Schülerinnen und Schüler zu künstlerischer Tätigkeit anzuregen und das Gemeinschaftserlebnis zu fördern.
Grundstufe I
Lehrstoff:
und 2. Schulstufe
Singen – vokales Musizieren
Beispielsweise:
– vor- und nachsingen, auch mit optischen und motorischen Vorstellungshilfen zum Melodieverlauf
– situationsbedingte Rufe, kleine Dialoge ausdrucksvoll gestalten
– Melodieerfindungen zu einem vorgegebenen Text
Lernziele bis zum Ende der zweiten Schulstufe:
– Lieder aus dem Tages- und Jahreskreis, Kinder-, Spiel- und Tanzlieder sowie regionale Volkslieder allenfalls auch Lieder aus anderen Ländern kennen lernen
– Erfinden eigener Melodien
– einstimmige Lieder gemeinsam rhythmisch und melodisch richtig singen
– Texte verstehen, richtig artikulieren und verständlich wiedergeben
Musizieren: instrumental, kreativ, reproduzierend
Beispielsweise:
– zu einem Text entsprechende Rhythmen und Klänge erfinden, dazupassende Instrumente auswählen
– Metrum, Akzente und einfache rhythmische Ostinati
– grafische Zeichen auf verschiedenen Instrumenten in Klang umsetzen
– nach Notationen einzeln und gemeinsam musizieren
– Klangmöglichkeiten verschiedener Instrumente erforschen und erleben
– einfache Handlungsabläufe klanglich darstellen
Lernziele bis zum Ende der zweiten Schulstufe:
– einfache Tonfolgen und Rhythmen erfassen und spielen
– rhythmische Begleitstimmen zu Liedern und gesprochenen Texten
– Klangexperimente durchführen
– mit verschiedenen Instrumenten richtig umgehen können
– selbst erfundene und vorgegebene Notationen
Hören
Beispielsweise:
– Höraufgaben zu unmittelbar erzeugten Geräuschen und Klängen und zu Tonaufnahmen stellen (zB zu Geräuschen im Straßenverkehr)
– Übungen zum Unterscheiden von Tonhöhe, Tondauer, Tempo, Lautstärke und Klangfarbe
– kurze Hörbeispiele von Musik aus der Umwelt des Kindes
Lernziele bis zum Ende der zweiten Schulstufe:
– Geräusche und Klänge aus der Umwelt erkennen, benennen, nachahmen und in grafische Zeichen umsetzen
– einige Musikinstrumente an ihrem Klang erkennen und benennen
– Musik aus der Umwelt erfassen und dazu Stellung nehmen
Bewegen
Beispielsweise:
– Grunderfahrungen mit Musik und Bewegung – Übungen zum Erfahren und Bewusstmachen von Tempo, Tondauer und Lautstärke
– Spüren von Spannung und Entspannung
– Freie Bewegungen zur Musik einzeln und in verschiedenen Gruppierungen
– Bewegungsgestaltung und szenische Darstellung
– Kindertänze, Spiel- und Tanzlieder
Lernziele bis zum Ende der zweiten Schulstufe:
– im Zusammenwirken von Musik und Bewegung Körperbewusstsein, Raum- und Zeit Erfahrung sowie Formempfinden gewinnen
– Takt und Metrum nachvollziehen
Grundstufe II
Lehrstoff:
Singen – vokales Musizieren
Beispielsweise:
– verschiedene Arten der Liederarbeitung; Lieder durch Zusatzstimmen mehrstimmig gestalten; Atem- und Stimmbildungsübungen
– Lieder selbst erfinden
– Spiele mit den Ausdrucksmöglichkeiten der menschlichen Stimme gestalten (zB traurig, lustig)
Lernziele bis zum Ende der vierten Schulstufe:
– Lieder aus dem Tages-, Jahres- und Lebenskreis der Schülerinnen und Schüler, Kinder-, Spiel- und Tanzlieder sowie regionale Volkslieder und Lieder aus anderen Ländern kennen lernen
– mehrstimmige Lieder
– Klangexperimente mit Sprech- und Singstimme
Musizieren: instrumental, kreativ, reproduzierend
Beispielsweise:
– nach Notationen einzeln und gemeinsam musizieren
– Tonfolgen, Rhythmen und Formverläufe erfassen, spielen, allenfalls notieren
– Klangmöglichkeiten verschiedener Instrumente und der Stimme erforschen und erleben
– Klangergebnisse vergleichen, beurteilen und ordnen
– rhythmische Ostinati, musikalische Akzente an bestimmten Stellen setzen (zB Pausen ausfüllen), Vor-, Zwischen- und Nachspiele
Lernziele bis zum Ende der vierten Schulstufe:
– rhythmische und melodische Begleitstimmen zu Liedern und gesprochenen Texten kennen lernen
– Tonfolgen, Rhythmen und einfache Formverläufe kennen
– Notationen
– Klangexperimente
Hören
Beispielsweise:
– einzeln, hintereinander und gleichzeitig erklingende Instrumente und Stimmen benennen und unterscheiden
– Übungen zum Unterscheiden von Lautstärke, Tondauer, Tempo, Tonhöhe und Klangfarbe und deren Veränderung
– subjektive Höreindrücke beschreiben und vergleichen, in grafisches und bildnerisches Gestalten oder in Bewegung umsetzen
– Hörbeispiele Funktionsbereichen zuordnen (zB Volks-, Kirchen-, Tanz-, Filmmusik)
– allenfalls einige Informationen über den Komponisten und seine Zeit, die zum besseren Verständnis des Werkes beitragen
Lernziele bis zum Ende der vierten Schulstufe:
– Wirkungen von Höreindrücken beschreiben und grafisch umsetzen
– kurze Hörbeispiele verschiedener Arten
– Beispiele von Musik zu verschiedenen Anlässen hören
– Komponisten und ihre Werke in beispielhaften Zusammenhängen kennen lernen
Bewegen
Beispielsweise:
– Übungen zum Erfahren und Bewusstmachen von Tempo, Tondauer und Lautstärke
– Metrum, Takt, Rhythmus, Lautstärke und Melodie in Bewegung übertragen (Körpersprache)
– Bildgeschichten, Bewegungen aus der Umwelt szenisch und musikalisch ausgestalten
– Tanzformen aus vorbereiteten Bewegungen und Schrittarten aufbauen
Lernziele bis zum Ende der vierten Schulstufe:
– Erfahrungen mit Musik und Bewegung machen
– freie Bewegungsabläufe zur Musik einzeln und in verschiedenen Gruppierungen durchführen
– Bewegungsgestaltung und szenische Darstellung
– verschiedene Tänze kennen lernen
Sekundarstufe I
Lehrstoff:
und 6. Schulstufe
Singen – vokales Musizieren
Beispielsweise:
– Stimmbildung und Sprecherziehung in Gruppen und chorisch (Lockerung, Haltung, Atmung, usw.)
– Erarbeiten und Üben mehrstimmiger Lieder und Sprechstücke im Hinblick auf musikalische und sprachliche Genauigkeit
– Lieder aus verschiedenen Stilrichtungen, Epochen und Kulturkreisen mit und ohne Begleitung
Lernziele bis zum Ende der sechsten Schulstufe:
– mit der eigenen Stimme schonend umgehen und sie künstlerisch gebrauchen
– sich über Musik verständlich äußern können
– Erarbeiten ein- und mehrstimmiger Lieder und Sprechstücke
– die mediale Wirkung von Musik kennen und verstehen lernen
– ein multikulturelles Verständnis entwickeln
Musizieren: instrumental, kreativ, reproduzierend
Beispielsweise:
– Handhabung von Rhythmusinstrumenten und Stabspielen lernen und üben
– Musizieren mit herkömmlichen, selbst gebauten, elektronischen und Körperinstrumenten
– elementare Gruppenimprovisationen und Liedbegleitung üben
– Grundbegriffe der Musiklehre kennen lernen (zB grafische und traditionelle Notation, Metrum, Takt, Rhythmus, Dynamik, Tempo, Intervalle, Akkorde, Dur, Moll)
– Kennen lernen der gebräuchlichsten Instrumente und deren Spielweisen
Lernziele bis zum Ende der sechsten Schulstufe:
– elementare Liedbegleitung erarbeiten
– Rhythmusinstrumente und Stabspiele kennen lernen
– Gruppenimprovisationen anbahnen
– Grundbegriffe der Musiklehre kennen lernen
– Aufbau eines musikalischen Fachvokabulars
– Einblicke in das Leben von Musikerinnen und Musikern vermitteln
Hören und Gestalten
Beispielsweise:
– entwickeln von emotionalen und kognitiven Bezügen zur Musik durch Hören ausgewählter Beispiele aus verschiedenen Musikrichtungen
– kreatives Spiel mit Rhythmen, Tönen und Klängen
– Nutzung von Medien und neuen Technologien
– textiles, darstellendes und bildnerisches Gestalten zur Musik
Lernziele bis zum Ende der sechsten Schulstufe:
– Erfahren, Beschreiben und Bewerten der akustischen Umwelt
– ausgewählte Musikbeispiele aus verschiedenen Epochen hören
– textiles, darstellendes und bildnerisches Gestalten zur Musik
Bewegen
Beispielsweise:
– Erarbeiten und Üben von Körperhaltung und Bewegungsabläufen
– gebundene und freie Bewegungsformen auch unter Einbeziehung von Materialien und Instrumenten erleben
– Erfahren von Metrum, Takt, Rhythmus, Melodie sowie Form, Klang und Stil durch Bewegung
– Gruppentänze, vorgegebene und selbsterarbeitete Tanzformen
– Tanzlieder
Lernziele bis zum Ende der sechsten Schulstufe:
– Bewegung in Verbindung mit Stimmbildung erfahren
– Körperhaltung mit Bewegungsabläufen verbinden
– gebundene und freie Bewegungsabläufe üben
– Musik als Möglichkeit nonverbaler Kommunikation erleben
– Gruppentänze, Tanzlieder
Musikalisches Grundwissen
Beispielsweise:
– grafische und traditionelle Notation als Hör-, Musizier- und Singhilfe anwenden; Metrum, Takt, Rhythmus
– Dur und Moll unterscheiden lernen
– exemplarisches Kennenlernen musikalischer Gattungen
– optisches und akustisches Erkennen der gebräuchlichsten Instrumente und deren Spielweisen
– Einblicke in das Leben von Musikerinnen und Musikern mit ausgewählten Musikstücken
Lernziele bis zum Ende der sechsten Schulstufe:
– Grundbegriffe der Musiklehre vor allem im Zusammenhang mit dem Klassenrepertoire kennen lernen
– Notation als Hör-, Musizier- und Singhilfe erkennen
– Intervalle und Akkorde kennen lernen
– Kennen lernen musikalischer Gattungen
– Aufbau eines musikalischen Fachvokabulars
– Einblicke in das Leben von Musikerinnen und Musikern gewinnen
Lehrstoff:
und 8. Schulstufe
Singen – vokales Musizieren
Beispielsweise:
– stilgerechter Einsatz der Stimme
– Erarbeiten und Üben mehrstimmiger Lieder unter Berücksichtigung der mutierenden Stimmen im Hinblick auf musikalische und sprachliche Genauigkeit
– Üben von Sprechstücken
– Lieder aus verschiedenen Stilrichtungen, Epochen und Kulturkreisen mit und ohne Begleitung
Lernziele bis zum Ende der achten Schulstufe:
– Stimmbildung unter Berücksichtigung der körperlichen und entwicklungs-psychologischen Voraussetzung
– Wiederholung, Festigung und Erweiterung des Repertoires
– Erarbeiten und Üben ein- und mehrstimmiger Lieder
– Üben von Sprechstücken
– Exemplarische Lieder zur Musikgeschichte und aus verschiedenen Kulturkreisen
Musizieren: instrumental, kreativ, reproduzierend
Beispielsweise:
– Wiederholung, Festigung und Erweiterung des Repertoires
– Erweiterung der Musizierpraxis mit Körperinstrumenten, Rhythmusinstrumenten, Stabspielen und elektronischen Instrumenten
– Liedbegleitung und improvisatorisches Musizieren
– Einbeziehung aktueller Medien
Lernziele bis zum Ende der achten Schulstufe:
– Erweiterung der Musizierpraxis
– verstärkter Einsatz vorhandener Klasseninstrumente
– Gruppenimprovisationen
– Notation als Musizierhilfe sehen und anwenden
Hören und Gestalten
Beispielsweise:
– Hören von Musik in Bezug auf Formen, Gattungen und Stilrichtungen aus verschiedenen Epochen und Kulturkreisen
– Gestaltung von Musikstücken mit gegebenen oder selbst erfundenen rhythmischen und melodischen Motiven, Texten und Bewegungsabläufen
– kritische Auseinandersetzung mit den Wirkungen von Musik anhand unterschiedlicher Beispiele
Lernziele bis zum Ende der achten Schulstufe:
– Hören von Musik in Bezug auf Formen, Gattungen und Stile aus verschiedenen Epochen und Kulturkreisen
– kritische Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Wirkungen von Musik
– Gestalten von Musikstücken mit gegebenen oder selbst erfundenen rhythmischen und melodischen Motiven
– Einbeziehung aktueller Medien
Bewegen
Beispielsweise:
– Bewegungsabläufe in Verbindung mit Stimmbildung
– verschiedene Bewegungsformen und Tänze unter Berücksichtigung der aktuellen Musik
– exemplarische Tänze zur Musikgeschichte und aus verschiedenen Kulturkreisen
Lernziele bis zum Ende der achten Schulstufe:
– Bewegung in Verbindung mit Stimmbildung durchführen
– verschiedene Bewegungsformen und Tänze
– Musik als Möglichkeit nonverbaler Kommunikation erleben und pflegen
– emotionale Befindlichkeit durch Musik ausdrücken und nachvollziehen
– Tänze
Musikalisches Grundwissen
Beispielsweise:
– Anwenden, Festigen und Erweitern der Grundbegriffe der 5. und 6. Schulstufe
– Ensembles und Besetzungen in verschiedenen Epochen und Kulturkreisen
– ausgewählte Beispiele vokaler und instrumentaler Gattungen aus verschiedenen Epochen insbesondere der Gegenwart
– aktuelle Strömungen der Popular- und Volksmusik
– Musik und Biografien von Musikerinnen und Musikern im gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Umfeld
– Orientierung im regionalen, überregionalen und internationalen Kulturleben
– Erkennen von Musik als Wirtschaftsfaktor
– Kennen lernen von Berufen im Bereich der Musik
Lernziele bis zum Ende der achten Schulstufe:
– Anwenden, Festigen und Erweitern der Grundbegriffe der 5. und 6. Schulstufe
– Erweiterung des musikalischen Fachvokabulars
– Beispiele vokaler und instrumentaler Gattungen aus verschiedenen Epochen hören und unterscheiden
– weitere Einblicke in das Leben von Musikerinnen und Musikern vermitteln
– Kennen lernen von Berufen im Musikbereich
Bildnerische Erziehung
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Unterrichtsgegenstand Bildnerische Erziehung ist Teil der kulturellen Bildung und soll grundlegende Erfahrungen des Wahrnehmens, der visuellen Kommunikation und des Gestaltens motivierend vermitteln, zu erlebnisbetonter Aktivität führen und Zugänge zu den Bereichen bildende Kunst, visuelle Medien, Umweltgestaltung und Alltagsästhetik erschließen. Die Schülerinnen und Schüler sollen Vertrauen in ihre individuelle Gestaltungsfähigkeit gewinnen und Lust bekommen, diese über die Schulzeit hinaus eigenständig weiterzuentwickeln. Die selbstständig gestalterische Tätigkeit wird ergänzt und weiter entwickelt durch die Reflexion der eigenen Arbeit sowie durch die Auseinandersetzung mit Beispielen aus Alltagskultur, Medien und Kunst.
Sie soll die Schülerinnen und Schüler mit Werkmitteln, Verfahren und bildnerischen Ausdrucksmöglichkeiten vertraut machen, sodass sie sich auf bildnerische Weise mitteilen, bildnerische Mitteilungen anderer verstehen und dadurch Erfahrungen über sich selbst sowie über ihre engere und weitere Umwelt sammeln können. In der bildnerischen Tätigkeit geht es einerseits um das Kennen lernen, Erproben und Anwenden von Ausdrucksmöglichkeiten in Bereichen wie Grafik, Malerei, Plastik, Raum, Schrift, Fotografie, Film, Video, Neue Medien, Spiel und Aktion sowie Gestaltung der eigenen Umwelt. Andererseits geht es um die Entwicklung des bildhaften Denkens und persönlichkeitsbezogener Eigenschaften wie Offenheit, Flexibilität, Experimentierfreude, Einfallsreichtum, Sensibilität, Konzentrationsfähigkeit, Ausdauer, Kooperationsbereitschaft und Rücksichtnahme.
Auf dieser Grundlage sollen Wahrnehmungs-, Kommunikations- und Erlebnisfähigkeit gesteigert und Vorstellungskraft, Fantasie, individueller Ausdruck und Gestaltungsvermögen entwickelt werden.
Bildnerische Erziehung ermöglicht die Verknüpfung sowohl von sinnlichen und emotionalen als auch von kognitiven und psychomotorischen Zugängen.
Die eigene Gestaltungsarbeit soll Einsichten in die Zusammenhänge von Produkt und Prozess ermöglichen, technische und handwerkliche Grundlagen vermitteln und Offenheit, Experimentierfreudigkeit, Flexibilität und Beharrlichkeit als wichtige Voraussetzungen für kreatives Gestalten erlebbar machen.
Die Ergänzung und Relativierung der subjektiven Erfahrungen durch grundlegendes Sachwissen zielt auf Erweiterung der Wahrnehmungs-, Erkenntnis- und Handlungsqualitäten im visuellen und haptischen Bereich.
Neben der Entwicklung persönlicher Erlebnisfähigkeit und Freude an bildender Kunst sollen auch verstandesmäßige Zugänge eröffnet und das reflektorische und kritische Potenzial von Kunstwerken in altersgemäßer Form bewusst gemacht werden.
Die Selbsterfahrung durch eigenständige Gestaltungsarbeit, die Förderung der Kreativität, der Handlungsbereitschaft und der Freude am eigenen Tun sowie die Wertschätzung ästhetischer Vielfalt und die Entwicklung kultureller Toleranz leisten wichtige Beiträge zur Persönlichkeitsbildung und zur Wahrnehmung sozialer Verantwortung.
Schwerpunkte sind:
– frei und spontan zu gestalten
– Ausdrucksformen erfahren und zu erweitern
– Inhalte durch bildnerische Mittel auszudrücken
– Werkmittel und Techniken zu erproben und anzuwenden
– sich mit bildnerischen Aktivitäten und Produkten auseinander zu setzen
– durch Anwendung des Gelernten die Handlungsfähigkeit auszubauen
– die gesellschaftliche Bedeutung visueller Medien kennen und nutzen zu lernen
Didaktische Grundsätze:
Motivation der Schülerinnen und Schüler und deren Freude an eigenständiger bildnerischer Tätigkeit sollen zentrale Aspekte der Bildnerischen Erziehung sein.
Individuelle bildnerische Äußerungen der Schülerinnen und Schüler sind grundsätzlich anzuerkennen. Wertungen sind vor allem im Sinne einer positiven Verstärkung einzusetzen.
Die Einführung in ein Thema ist so zu gestalten, dass die Fantasie und der bildnerische Einfallsreichtum geweckt werden. Der Aufgabenrahmen soll eine Orientierung bieten, aber gleichzeitig so viel Spielraum lassen, dass jede Schülerin und jeder Schüler seine persönlichen Ideen und Vorlieben einbringen und sich mit dem fertigen Werk identifizieren kann. Dieser Gestaltungsspielraum ist auch notwendig, um den unterschiedlichen Entwicklungsphasen und Begabungen innerhalb einer Klasse gerecht zu werden. Im Vergleich mit den anderen kann jede Schülerin bzw. jeder Schüler sich in seiner Eigenart erkennen und gleichzeitig die Eigenart der anderen anerkennen.
Der Aufgabenrahmen kann auch – im Sinne demokratischen Handelns – in Zusammenarbeit mit den Schülerinnen und Schülern entwickelt werden.
In gemeinsamer Arbeit sollen fallweise größere Projekte verwirklicht werden. Dabei geht es nicht nur um die Förderung im Bereich des sozialen Lernens, sondern auch um die Erfahrung, die eigene Umwelt verändern zu können und ein Thema ganzheitlich darzustellen. Dies bietet vielfältige Möglichkeiten für die Verknüpfung mit anderen Unterrichtsgegenständen.
Wesentliche Inhalte der Bildnerischen Erziehung sollen vor allem die reale Lebenssituation und die soziale Umwelt sein, aber auch Irreales, Fantastisches und Utopisches.
Die vertiefende und mehrdimensionale Auseinandersetzung mit ausgewählten Themen sowie Vernetzungs- und Transferleistungen sind wichtiger als die Behandlung einer möglichst großen Anzahl von Aufgaben.
Im Sinne der Anschaulichkeit ist bei der Präsentation von Kunstwerken auf optimale Qualität der verwendeten Bildmedien zu achten. Die Begegnung mit dem Original ist anzustreben.
Lehrausgänge in Ausstellungen, Ateliers, Galerien und Museen ermöglichen die Begegnung mit Originalen sowie den Dialog mit Fachleuten und sind daher ein wichtiger Bestandteil des Unterrichts. Der Ertrag ist durch gezielte Vorbereitung, Begleitung und Dokumentation zu sichern.
Grundstufe I
Lehrstoff:
und 2. Schulstufe
Bildnerisches Gestalten
Beispielsweise:
– Darstellen von Erlebnissen und Fantasien, Situationen aus Geschichten und aus der eigenen Umwelt (zB Tiere, Personen. Tätigkeiten treffend darstellen)
– Gestaltungen mit verschiedenen Techniken (zB Pantomime)
– Arbeiten mit grafischen, malerischen und plastischen Mitteln (zB Kohle, Wachsmalstifte), großformatiges Arbeiten
– spielerischer Umgang mit Farbe, mit Naturmaterialien, mit Licht und Schatten
– Anfertigen von Collagen
– zweckmäßige Verwendung von Werkzeugen und Materialien
– Umgang mit Farbe und Pinsel, Schere und Klebstoff, usw.
– Sensibilisierung für Farben, Formen, Materialoberflächen, plastische Qualitäten, Geruch, usw. durch spielerische Aktivitäten im Bereich aller Sinne
– Raumerfahrungen machen durch das Erkunden und Entdecken von unterschiedlichen Raumsituationen
– Durchführen gemeinsamer Arbeiten (zB in Form von Gruppenarbeit, Partnerarbeit, gemeinsamer Ideensuche)
– eigene Arbeiten und die Arbeiten der Mitschülerinnen und Mitschüler betrachten, Gemeinsamkeiten entdecken
– persönliche Eindrücke anderen mitteilen
– Interessantes über Werke und deren Gestalterinnen und Gestalter erfahren
Lernziele bis zum Ende der zweiten Schulstufe:
– eigene Einfälle und Ideen entwickeln und einbringen sowie persönliche Vorstellungen darstellen
– sich visuell verständlich machen und Sachverhalte verdeutlichen
– Wesentliches für andere sichtbar machen
– Gefühle sichtbar machen und Stimmungen ausdrücken
– Experimentierfreude entwickeln – Förderung von Offenheit und Risikobereitschaft
– Umgestaltungsfähigkeit und Flexibilität fördern – Formelemente aus ihrem Zusammenhang lösen und zu neuen Bedeutungszusammenhängen fügen
– Bildnerische Techniken kennen lernen – spielerisches Erproben von Materialeigenschaften und Arbeitsverfahren
– sinnliche Wahrnehmungen verfeinern – Sensibilisieren für Farben, Formen und deren Anordnung, Raumerfahrung
– Wahrnehmen von Arbeiten und darüber reflektieren
– auf Informationen über Kunst und Kultur neugierig werden
– Verhältnis zwischen Aufgabenrahmen und persönlichen Gestaltungsspielraum besprechen
Grundstufe II
Lehrstoff:
und 4. Schulstufe
Bildnerisches Gestalten
Beispielsweise:
– Darstellen von Erlebnissen und Fantasien, Situationen aus Geschichten und aus der eigenen Umwelt – Themen, die zur Darstellung von Bewegung anregen
– Gestaltung von Personen, Tieren, Pflanzen und Gegenständen; Darstellung von räumlichen Beziehungen; grafische, malerische und plastische Mittel
– Verdeutlichung durch Hervorhebung, etwa durch Größe und Farbe oder durch Reduktion auf das Wesentliche
– Erfinden von Bildzeichen
– Bildgeschichten, Plakate, Kombinationen von Text und Bild
– spielerischer Umgang mit Farbe, Naturmaterialien, Licht und Schatten
– Anfertigen von Collagen
– Verdeutlichung von Gefühlen durch Körpersprache
– zweckmäßige Verwendung von Werkzeugen und Materialien
– verschiedene Kombinationsmöglichkeiten ausprobieren, durch neue Anordnungen neue Sinnzusammenhänge herstellen
– Umgang mit Farbe und Pinsel, Schere und Klebstoff, usw.
– Einsatz verschiedener Materialien und Arbeitsweisen; Schriftgestaltung für Einladungen, Plakate, usw.
– Sensibilisierung für Farben, Formen, Materialoberflächen, plastische Qualitäten, Geruch, usw. durch spielerische Aktivitäten im Bereich aller Sinne
– Raumerfahrungen machen durch das Erkunden und Entdecken von unterschiedlichen Raumsituationen
– Durchführen gemeinsamer Arbeiten (zB in Form von Gruppenarbeit, Partnerarbeit, gemeinsamer Ideensuche, demokratische Formen der Entscheidungsfindung)
– Dokumentationen von Unterrichtsprojekten (zB Foto, Text, neue Medien)
– eigene Arbeiten und die Arbeiten der Mitschülerinnen und Mitschüler betrachten, Gemeinsamkeiten entdecken, Details entdecken, inhaltliche Zusammenhänge erfassen
– eigene Gefühle und Assoziationen den anderen mitteilen (zB durch Gestik, Mimik, Musik)
– subjektive Eindrücke anderen verständlich machen
– Vermutungen über dargestellte Inhalte äußern
– ausgewählte Kunstwerke betrachten (zB Bilder, Plastiken, Bauwerke, ausgewählte Künstlerinnen und Künstler, ausgewählte Materialien und Arbeitsweisen)
– bewusstes Wahrnehmen von Schriftgestaltung in der Umgebung (zB Plakate, Logos)
– inhaltliche und gestalterische Ideen zu einem Thema sammeln
– Gestaltungsmöglichkeiten besprechen
– Darstellungsabsichten erklären
Lernziele bis zum Ende der vierten Schulstufe:
– eigene Einfälle und Ideen entwickeln und einbringen sowie persönliche Vorstellungen darstellen, Repertoire der Zeichen zunehmend differenzieren und erweitern
– sich visuell verständlich machen und Sachverhalte verdeutlichen, Wesentliches für andere sichtbar machen
– Gefühle sichtbar machen und Stimmungen ausdrücken (zB durch Farben, Formen, Bewegung)
– Experimentierfreude entwickeln – Förderung von Offenheit und Risikobereitschaft, Frustrationstoleranz und Entscheidungsfähigkeit
– Umgestaltungsfähigkeit und Flexibilität fördern – Formelemente aus ihrem Zusammenhang lösen und zu neuen Bedeutungszusammenhängen fügen
– Bildnerische Techniken kennen lernen – Erproben von Materialeigenschaften und Arbeitsverfahren
– verschiedene Aspekte der Schriftgestaltung kennen lernen
– sinnliche Wahrnehmungen verfeinern – Sensibilisieren für Farben, Formen und deren Anordnung (zB für visuell oder haptisch erfassbare Eigenschaften und Materialien, Raumerfahrungen)
– wahrnehmen und reflektieren – Werke betrachten, persönliche Eindrücke anderen mitteilen und begründen
– auf Informationen über Kunst und Kultur neugierig werden – erweitern des Erfahrungshorizonts im Bereich der kulturellen Bildung
– Verhältnis zwischen Aufgabenrahmen und persönlichen Gestaltungsspielraum besprechen – eigene bildnerische Ausdrucksformen finden und besprechen
Sekundarstufe I
Die Lehrstoffinhalte sind den folgenden Sachgebieten zuzuordnen:
Bildende Kunst
Malerei, Grafik, Schrift, Plastik/Objekt, Architektur, Foto, Film, Video, Computer, zeitgenössische künstlerische Medien und Ausdrucksformen (zB Aktionskunst, Performance, Montage, Environment, Konzeptkunst)
– Bildfunktionen, Bildauffassungen
– Bildordnung: Bildelemente und Struktur
– Farbe: Licht, Farbwahrnehmung, Funktion und Wirkung der Farbe, Maltechniken, Farbtheorien
– Kunst und Gesellschaft, Kunst und Politik, Kunst und Geschichte
– Kunstvermittlung: Museum, Galerie, Kunstmarkt, Medien
Visuelle Medien
– Zeichnung als Informationsträger
– Schrift, Typografie, Layout, Graphic Design
– Schrift und Bild: Plakat, Zeitung, Illustrierte, Comics, visuelle Aspekte der Werbung
– Sprache und Bild: Vortrag, Präsentation, Präsentationsmedien
– Fotografie, Film, Video, DVD, Computer
– gesellschaftliche Bedeutung der Bildmedien
– Kunstwerke als Massenmedien
Umweltgestaltung und Alltagsästhetik
– visuelle Aspekte der Architektur und des Design
– Stadtbilder, Stadtstrukturen, Idealstädte, Stadtutopien, Denkmalschutz, Kulturtourismus, Identität eines Ortes
– Raumgestaltung, Raumwirkung
– ästhetisch geprägte Situationen und Prozesse: kulturelle, religiöse, politische und sportliche Veranstaltungen, Feste und Feiern, Zeremonien und Rituale, Spiele und Aktionen
– Selbstdarstellung: Körpersprache, Mode, Make-up
Lehrstoff:
und 6. Schulstufe
Bildnerisches Gestalten und Auseinandersetzung mit Kunstwerken
Beispielsweise:
– im spielerischen Umgang mit den bildnerischen Mitteln unterschiedliche Gestaltungsweisen und Techniken kennen lernen und zur Visualisierung altersgemäßer Themenstellungen anwenden
– experimentelle Verfahren als Impuls nutzen
– die Wahrnehmung von Bildern und Zeichen der alltäglichen Lebenswelt bewusst machen und erörtern
– aktuelle Bildmedien im Rahmen von Gestaltungsaufgaben als Werkzeug kennen lernen
– Werke der bildenden Kunst kennen lernen – nach Möglichkeit im Zusammenhang mit der eigenen bildnerischen Tätigkeit
– Umweltgestaltung als Gemeinschaftsaufgabe erkennen und in der Bearbeitung altersgemäßer Gestaltungsaufgaben eigene Konzepte mit den Entwürfen anderer abstimmen
Lernziele bis zum Ende der sechsten Schulstufe:
– durch möglichst eigenständiges Lösen von Gestaltungsaufgaben visuelle Darstellungsformen für Sachverhalte, Ideen und Konzepte finden und eigenen Gedanken, Gefühlen, Fantasien und Utopien mit bildnerischen Mitteln Ausdruck verleihen lernen
– durch die Reflexion der eigenen Gestaltungsleistungen und durch die Auseinandersetzung mit Werken der bildenden Kunst, mit visuellen Medien, mit Themen der Umweltgestaltung und Alltagsästhetik erste Einblicke in Struktur und Funktion visueller Gestaltung gewinnen
– die Erfahrung, dass visuelle Wahrnehmung in vielen Fällen durch haptische, akustische und andere Sinneseindrücke unterstützt und wesentlich mitbestimmt wird
Lehrstoff:
und 8. Schulstufe
Bildnerisches Gestalten und Auseinandersetzung mit Kunstwerken
Beispielsweise:
– erweitertes Wissen über Zusammenhänge von Form und Wirkung
– Aufgabenstellungen zunehmend durch die eigenständige Wahl der Technik und der Gestaltungsmittel themengerecht bewältigen
– visuelle Phänomene strukturiert beschreiben
– Grundgesetze visueller Kommunikation mit den damit verbundenen Möglichkeiten der Manipulation kennen und kritisch beurteilen
– kreative Möglichkeiten aktueller Bildmedien erfahren und nutzen
– Wissen über kunsthistorische Zusammenhänge und ihre gesellschaftlichen Ursachen erwerben
– die Auseinandersetzung mit Kunstwerken durch Vernetzung unterschiedlicher Betrachtungsaspekte und durch Einbeziehung gesicherter Sachinformation intensivieren
– ästhetisch bestimmte Aspekte des Alltagslebens erkennen und im persönlichen Bereich gestalten
– Projekte der Umweltgestaltung durch Nutzung der ästhetischen Zugänge analysieren und allenfalls in eigenen Gestaltungsversuchen Alternativen entwickeln
Lernziele bis zum Ende der achten Schulstufe:
– erworbene Erfahrungen, Fertigkeiten und Kenntnisse vertiefen, erweitern und zunehmend selbstständig anwenden
– in der engen Verbindung eigener Gestaltungserfahrungen mit der Reflexion und dem Erwerb spezifischen Sachwissens allenfalls unkonventionelle Lösungswege kennen lernen
– die Vielgestaltigkeit ästhetischer Ausdrucksmöglichkeiten erfahren
– Vielfalt als Qualität erkennen und mit der Mehrdeutigkeit visueller Aussagen umgehen lernen
– Informationsquellen und Einrichtungen der Kunstvermittlung kennen und selbstständig nutzen lernen
Technisches Werken
Bildungs- und Lehraufgabe:
Technisches Werken soll durch tätige Auseinandersetzung mit Werkstoff und Werkzeug Einsichten in die Bereiche „Gebaute Umwelt, „Technik“ und „Produktgestaltung/Design“ und in die Arbeits- und Berufswelt gewonnen werden, die die Schülerinnen und Schüler befähigen, neue Situationen in diesen Bereichen erfolgreich zu bewältigen und ein verstehendes und kritisches Verhalten zu den Gegenständen ihrer Umwelt zu entwickeln. Das entdeckende und forschende Lernen soll die Ausbildung des kreativ-produktiven Denkens fördern, zur Persönlichkeitsbildung und zur Berufsorientierung beitragen.
In allen Bereichen der Werkerziehung sind Gewissenhaftigkeit, Ausdauer, Arbeitshygiene und Unfallverhütung, Material- und Zeitökonomie und Sinn für Ordnung und Sauberkeit anzustreben. Soziale Erfahrungen sind zu ermöglichen, die Schülerinnen und Schüler sind zu einem verantwortungsvollen Handeln für eine menschengerechte Umweltgestaltung hinzuführen.
Die Schülerinnen und Schüler sollen durch Sammeln von Erfahrungen aus der praktischen Arbeit Kompetenzen erwerben wie:
– Kooperationsbereitschaft und Teamfähigkeit bei Planungs- und Herstellungsprozessen
– Steigerung der Sensibilität durch sinnliches Erleben beim Verarbeiten verschiedener Werkstoffe
– Zielstrebigkeit und Konsequenz beim Lösen gestellter Aufgaben
– kritische Selbsteinschätzung, Frustrationstoleranz und Kritikfähigkeit als Grundlage von Entscheidungsfindungen
– Urteilsvermögen und Qualitätsbewusstsein bei der Bewertung von Produkten
– Fähigkeiten und Begabungen zur Lebens- und Freizeitgestaltung
– Sicherheitsbewusstsein und den werkgerechten Einsatz von Maschinen und Werkzeugen
Die Achtung und Wertschätzung der Produkte anderer – auch anderer Kulturen – müssen ebenso grundgelegt werden, wie das Anbahnen des Bewusstseins der Gleichstellung von Frauen und Männern im Arbeitsprozess.
Didaktische Grundsätze:
Der Gegenstand Technisches Werken soll zu Erfahrungen, Kenntnissen und Fertigkeiten im gestaltenden Umgang mit Werkstoffen und Werkzeugen führen. Werken soll ein kreativer Prozess sein, in dem die Eigenständigkeit bei der Entwicklung von Lösungsstrategien gefördert wird.
In der verantwortungsbewussten Auswahl von Themeninhalten und Technologien müssen sowohl ökologische als auch ökonomische Überlegungen berücksichtigt werden. Die Auswahl der Aufgaben im Werkunterricht ist dem unterschiedlichen Leistungsvermögen der Schülerinnen und Schüler anzupassen.
Bei der Planung des Unterrichts ist zu berücksichtigen, dass die Fachbereiche stufenweise immer komplexer behandelt werden. Wegen des besonderen Motivationscharakters ist es wichtig, dass konkrete Produkte hergestellt werden. Bei der Auswahl der Themen ist die Erlebniswelt zu berücksichtigen. Da der Unterrichtsertrag in diesem Unterrichtsgegenstand meist in der Prozessorientiertheit liegt, sind Planen, Skizzieren, Arbeiten mit Baukästen und Herstellen von Vormodellen bei manchen Werkthemen unerlässlich.
Einsichten in technische Zusammenhänge können auch durch experimentierendes und prozesshaften Erarbeiten gewonnen werden, wobei in diesem Fall keine fertigen Endprodukte erzielt werden müssen. Ergebnisse von solchen Auseinandersetzungen sollen in geeigneter Form dargestellt oder präsentiert werden, um zur Festigung des Gelernten beizutragen.
Erziehung zu Genauigkeit, Ausdauer, Sorgfalt, Sparsamkeit, Hilfsbereitschaft, Koordinations- und Kooperationsvermögen sind bei der praktischen Arbeit zu fördern.
Exkursionen und Lehrausgänge stellen wesentliche Ergänzungen des Unterrichts dar.
Grundsätzlich ist der Unterricht koedukativ zu führen, da die Inhalte des Technischen Werkens sowohl für Mädchen als auch für Knaben gleichermaßen relevant sind. Der handlungsorientierte Unterricht bietet den Schülerinnen und Schülern spezifische Möglichkeiten für das Verständnis technischer und gestalterischer Inhalte. Es ist ein wichtiges Anliegen des Unterrichtsgegenstandes, eine grundsätzliche wertschätzende Haltung gegenüber der eigenen und der fremden Arbeit zu fördern, Kritikfähigkeit zu üben und das Selbstwertgefühl zu stärken. Der Umgang mit Werkzeugen, Geräten, Maschinen und Werkstoffen erfordert sachgemäße Hinweise und Handhabung, wobei die Vorbildwirkung der Lehrerin bzw. des Lehrers besonders wichtig ist. Werkprozesse sind so zu planen und durchzuführen, dass eine Gefährdung und Beeinträchtigung der Gesundheit ausgeschlossen werden können. Individuelle Voraussetzungen und der Entwicklungsstand der Schülerinnen und Schüler sind zu berücksichtigen.
Die allgemeinen Schutzbestimmungen bezüglich der Elektrogeräte und Maschinen sind besonders zu beachten. Schülerinnen und Schüler dürfen nicht an Fräsmaschinen, Hobelmaschinen, Kreissägen und mit Winkelschleifern arbeiten. Die arbeitsrechtlichen Schutzbestimmungen sind zu beachten.
Bei Werkstücken oder Aufgaben, die die Arbeit mit elektrischem Strom vorsehen, darf nur eine maximale Stromspannung von 24 Volt Stromspannung bzw. 20-30 mA zur Anwendung kommen. Auf die Gefahren bei der Arbeit mit elektrischem Strom ist besonders hinzuweisen.“
Grundstufe I
Lehrstoff:
und 2. Schulstufe
Gebaute Umwelt
Beispielsweise:
– erste Einsichten in den Zusammenhang von Raumgröße, Raumformen und Benutzbarkeit anbahnen
– persönliche Raumeindrücke beschreiben, Räume errichten und herstellen (zB Wohnraummodelle bauen, Verschieben und Kombinieren von Möbelelementen)
– Bau von Objekten (zB Schneeburg) mit geeigneten Materialien
Lernziele bis zum Ende der zweiten Schulstufe:
– beim Gestalten und Erleben Raumerfahrungen sammeln
– Wohnfantasien entwickeln
– Erfahrungen mit Werkmaterialien erwerben
– durch Spielen, Experimentieren und Konstruieren elementare Bauerfahrungen gewinnen
Technik
Beispielsweise:
– elementares Wissen über die Eigenschaften verschiedener Fahrzeuge erwerben
– zerlegen, untersuchen, experimentieren (zB technisches Spielzeug)
– Material auswählen und auf Eignung prüfen (zB Schwimmkörper)
– Herstellen von Modellen (zB Windrad und die Wirkungsweise von Kräften erfahren)
– Grundfunktionen und Wirkungsweisen technischer Bauelemente kennen lernen
Lernziele bis zum Ende der zweiten Schulstufe:
– an die für sie bedeutsame technische Umwelt herangeführt werden
– Einsichten in die Bereiche Fahren, Gleiten und Schwimmen erwerben
– Einsichten in Funktionsweisen anbahnen
– Bau-, Material- und Konstruktionserfahrung sammeln
– Energie sichtbar machen und nutzen
– Kräfte sparen und Kräfte übertragen
Produktgestaltung
Beispielsweise:
– die Bedeutung von Form, Funktion und Farbe erkennen – Einsichten in den Zusammenhang von Größe, Form und Farbe erfahren
– Fertigungsverfahren wie (zB Falten, Schneiden üben)
– beim Herstellen einfacher Spiel- und Gebrauchsgegenstände (zB Kerzenständer) erste Kenntnisse in Bezug auf Funktion, Form und Werktechnologie erwerben
Lernziele bis zum Ende der zweiten Schulstufe:
– Betrachten, Erproben und Fertigen einfacher Gebrauchsgegenstände
– verschiedene Fertigungsverfahren zum Umformen, Trennen und Verbinden kennen lernen
– Einsichten in die Herstellung von Gebrauchsgegenständen gewinnen
Grundstufe II
Lehrstoff:
und 4. Schulstufe
Gebaute Umwelt
Beispielsweise:
– räumlich-funktionelle Zusammenhänge der gebauten Umwelt (zB Supermarkt) kennen lernen
– Fördern des bewussten Erlebens, Planens und Herstellen von Raummodellen (zB Bauen mit großen Schachteln)
– Konstruktionsmerkmale einsichtig machen (zB Brücke)
Lernziele bis zum Ende der vierten Schulstufe:
– Erleben, Bauen und Gestalten von Räumen
– Einsichten in Anordnung, Nutzung und Ausgestaltung von Räumen erwerben
– Merkmale von Konstruktionsmethoden erkennen und anwenden
Technik
Beispielsweise:
– Fahr-, Flug- und Schwimmfähigkeit von Fahrzeugen erproben
– einfache Reparaturen (zB beim Fahrrad) durchführen
– Bauteile und deren Funktion (zB Lichtschalter) im Stromkreis kennen lernen
– Erkennen der Grundfunktionen und Wirkungsweisen von einfachen Maschinen und technischen Geräten in der Umwelt der Schülerinnen und Schüler
– Untersuchen und Bauen einfacher Messgeräte (zB Sonnenuhr)
– die Bedeutung des Messens in verschiedenen technischen Zusammenhängen erkennen
Lernziele bis zum Ende der vierten Schulstufe:
– vertiefte Einsichten in die Bereiche Fahren, Gleiten und Schwimmen erwerben
– Pflege und Wartung technischer Geräte
– elektrische Bauteile und deren Funktion
– Grundfunktionen und Wirkungsweisen technischer Bauelemente kennen lernen und anwenden
– Messen und Vergleichen
Produktgestaltung
Beispielsweise:
– selbst hergestellte, handwerklich oder industriell gefertigte Gegenstände hinsichtlich Funktion, Brauchbarkeit und Zweckmäßigkeit beurteilen lernen und zu einem konsumkritischen Verhalten führen
– Trennung von Werkstoffen und Recycling
– durch Auseinandersetzung mit den Bedingungen der Produktfertigung Einsichten in technische, wirtschaftliche und soziale Abläufe in der Arbeitswelt gewinnen (zB Arbeit in Beruf und Haushalt, Besuch von Werkstätten)
Lernziele bis zum Ende der vierten Schulstufe:
– Erproben und Betrachten von Spiel- und Gebrauchsgegenständen – Produktanalyse
– konsumkritisches Verhalten erwerben
– Möglichkeiten von Entsorgung und Wiederverwerten kennen lernen
– technische, wirtschaftliche und soziale Bedingungen in der Arbeitswelt kennen lernen
Sekundarstufe I
Lehrstoff:
und 6. Schulstufe
Gebaute Umwelt
Beispielsweise:
– Auseinandersetzung mit der Lage eines Bauwerks, seinem Außenraum, seiner Umgebung
– Kennenlernen von Kategorien zur Unterscheidung nach Nutzung und Raumbedarf, Gestaltung und Form, unterschiedliche Konstruktionen, Baumaterialien
– Anfertigung von Wohnungsmodellen, Lösungen nach eigenen Wohnbedürfnissen und Wohnvorstellungen entwickeln
Lernziele bis zum Ende der sechsten Schulstufe:
– Mitwirkung der Schülerinnen und Schüler an der Gestaltung ihres unmittelbaren Lebensbereichs anbahnen
– Erkennen der Wechselwirkungen zwischen Mensch und Architektur anbahnen
Technik
Beispielsweise:
– Funktionsmodelle mit einfachen Hebel-, Zug- und Drehmechanismen, Sperr- und Bremsvorrichtungen, Lenk- und Antriebsmöglichkeiten bei Fahrzeugen
– Herstellen und Erproben einfacher elektrischer Schaltungen (nur Schwachstrom)
– Einsichten in die Gesetze des Fliegens und Schwimmens beim Bauen und Erproben von einfachen Modellen gewinnen
– einfache Reparaturen aus dem lebenspraktischen Umfeld der Schülerinnen und Schüler durchführen
Lernziele bis zum Ende der sechsten Schulstufe:
– Gewinnen von Einsichten in einfache mechanische Vorgänge an Maschinen
– Gewinnen von Einsichten in Grundprinzipien an Maschinen, die Luft- und Wasserströmungen nutzen
– Gewinnen von Einsichten in einfache elektrische Schaltungen
Produktgestaltung/Design
Beispielsweise:
– Entwickeln und Herstellen einfacher Gebrauchsgegenstände und funktionstüchtigen Produkten für Alltag und Spiel
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