Verordnung des Bundesministers für Gesundheit, Sport und Konsumentenschutz über Analysenmethoden zur Kontrolle der Zusammensetzung der kosmetischen Mittel (Kosmetik – Analysenverordnung)

Typ Verordnung
Veröffentlichung 1995-03-01
Letzte Aktualisierung 1997-12-11
Status In Kraft
Ministerium BKA (Bundeskanzleramt)
Quelle RIS
Artikel 4
Änderungshistorie JSON API

6.1.5. An zwei Punkten der Startlinie 5 l von jeder der Lösungen 4.6 und 4.7 auftüpfeln, um die Lokalisierung nach der Plattenentwicklung zu erleichtern.

6.1.6. Die Platte in einem nicht gesättigten Tank mit der Entwicklungslösung 4.5 entwickeln, bis das Lösungsmittel eine Linie 12 cm von der Startlinie entfernt erreicht hat; dies dauert im allgemeinen ca. 45 Minuten. Die Platte an der Luft trocknen und die Resorcin/DHT-Zone unter Kurzwellen-UV-Licht (254 nm) lokalisieren. Beide Verbindungen haben ungefähr die gleichen R f Werte. Die Bänder mit einem Bleistift in einem Abstand von 2 mm von der äußeren dunklen Grenzlinie der Bänder markieren. Diese markierte Zone mit der Schere abschneiden und das Adsorptionsmittel durch sorgfältiges Abschaben isolieren. Das Adsorptionsmittel der Bänder jeweils in eine kleine 10-ml-Flasche aufnehmen.

6.1.7. Das die Probe enthaltende Adsorptionsmittel und das die Standardmischung enthaltende Adsorptionsmittel jeweils wie folgt extrahieren: 2 ml Methanol (4.2) hinzufügen und eine Stunde lang unter ständigem Rühren mit einem magnetischen Rührstab extrahieren. Die Mischung filtrieren und die Extraktion weitere 15 Minuten lang mit 2 ml Methanol wiederholen.

6.1.8. Das Lösungsmittel der kombinierten Extrakte durch Trocknen über Nacht in einem mit einem geeigneten Trockenmedium gefüllten Vakuum-Exsikkator verdunsten lassen, keine Hitze anwenden.

6.1.9. Die Rückstände (6.1.8) entweder nach 6.1.9.1 oder 6.1.9.2 silylieren.

6.1.9.1. 200 l BSTFA (4.9.1) mit einer Mikrospritze hinzufügen und die Mischung in einem geschlossenen Gefäß 12 Stunden bei Raumtemperatur ruhen lassen.

6.1.9.2. Nacheinander 200 l HMDS (4.9.2) und 100 l TMCS (4.9.3) mit einer Mikrospritze zum Rückstand (6.1.8) hinzufügen und die Mischung 30 Minuten lang bei 60 °C in einem geschlossenen Gefäß erhitzen. Die Mischung kühlen.

6.2. Gaschromatographie

6.2.1. Bedingungen für die Gaschromatographie

r1 und r2 = Retentionszeiten von 2 Peaks in Minuten,
W1 und W2 = Breite derselben Peaks bei halber Peakhöhe,
d1 = Papiervorschub in mm/Min.
Säule: rostfreier Stahl
--- --- ---
Länge: 200 cm
innerer Durchmesser: 3 mm (1/8)
Füllung: 10 % OV 17 auf Chromosorb WAW 100-200 mesh
Flammenionisationsdekektor
Temperaturen:
Säule: 185 °C (isotherm)
Detektor: 250 °C
Injektor: 250 °C
Trägergas: Stickstoff
Strömungsgeschwindigkeit: 45 ml/min.

6.2.2. 3 l der Lösungen gemäß 6.1.9 in den Gaschromatographen einspritzen. Für jede Lösung (6.1.9) fünf Einspritzungen, die Peakflächen genau messen, den Mittelwert bilden und das Peakflächenverhältnis berechnen: S = Peakfläche Resorcin/Peakfläche DHT.

7.

BERECHNUNG

M = Prüfmenge in Gramm (6.1.1),
S-Probe = das durchschnittliche Peakflächenverhältnis gemäß 6.2.2 für die Probelösung,
S-Standardmischung = das durchschnittliche Peakflächenverhältnis gemäß 6.2.2 für die Standardmischung.
8.

WIEDERHOLBARKEIT ( 1 )


(1) Siehe Norm ISO 5725.

Anlage 13

BESTIMMUNG VON METHANOL IM VERHÄLTNIS ZU ÄTHANOL ODER PROPANOL2

1.

ANWENDUNGSBEREICH

2.

DEFINITION

3.

PRINZIP

4.

REAGENZIEN

4.1. Methanol

4.2. Äthanol absolutum

4.3. Propanol-2

4.4. Chloroform, durch Waschen mit Wasser von Alkoholen befreit

5.

GERÄTE

5.1. Gaschromatograph mit Katharometer-Detektor (für Aerosol-Proben)

5.2. Meßkolben 100 ml

5.3. Pipetten 2 ml, 20 ml, 0 bis 1,0 ml

5.4. Injektionsspritzen 0 bis 100 l und 0 bis 5 l (nur für Aerosol-Proben): gasdichte Spezial-Kolbenspritze

6.

DURCHFÜHRUNG

6.1. Vorbereitung der Proben

6.1.1. Aerosolprodukte werden gemäß Anlage 2 behandelt und anschließend gaschromatographisch nach 6.2.1 bestimmt.

6.1.2. Die gemäß Anlage 2 behandelten Nicht-Aerosolprodukte werden mit Wasser auf einen Gehalt von 1 bis 2 % Äthanol oder Propanol-2 verdünnt und dann gaschromatographisch gemäß den Bedingungen von 6.2.2 bestimmt.

6.2. Gaschromatographie

6.2.1. Für Aerosolproben ist der Katharometer-Detektor zu verwenden.

6.2.1.1. Als Säulenfüllung ist 10 % Hallcomid M 18 auf Chromosorb W AW 100–120 mesh zu verwenden.

6.2.1.2. Die Auflösung R muß gleich oder besser als 1,5 sein.

r1 und r2 = Retentionszeit von 2 Peaks in Minuten,
W1 und W2 = Breite derselben Peaks bei halber Peakhöhe,
d' = Papiervorschub in mm/min.

6.2.1.3. Die Auflösung kann beispielsweise unter folgenden Bedingungen erzielt werden:

Säulenmaterial: rostfreier Stahl
Säulenlänge: 3,5 m
Säulendurchmesser: 3 mm
Katharometerstrom: 150 mA
Trägergas: Helium
Druck: 2,5 bar
Strömung: 45 ml/Min
Temperatur
Injektor: 150 °C
Detektor: 150 °C
Säulenraum: 65 °C

6.2.2. Für andere als Aerosolproben ist der Flammenionisationsdetektor zu verwenden.

6.2.2.1. Als Säulenfüllung ist Chromosorb 105 auf Porapak QS zu verwenden.

6.2.2.2. Die Auflösung R muß gleich oder besser als 1,5 sein.

r1 und r2 = Retentionszeit von 2 Peaks in Minuten,
W1 und W2 = Breite derselben Peaks bei halber Peakhöhe,
d' = Papiervorschub in mm/min.

6.2.2.3. Die Auflösung kann beispielsweise unter folgenden Bedingungen erzielt werden:

Säulenmaterial: rostfreier Stahl
Säulenlänge: 2 m
Säulendurchmesser: 3 mm
Elektrometerempfindlichkeit: 8 x 10–10 A
Trägergas: Stickstoff
Druck: 2,1 bar
Strömung: 40 ml/min
Brenngas: Wasserstoff
Strömung: 20 ml/min
Temperatur
Injektor: 150 °C
Detektor: 230 °C
Ofenraum: 120–130 °C
7.

EICHDIAGRAMM

7.1. Für die gaschromatographischen Bedingungen nach 6.2.1 (Hallcomid-M-18-Säule) sind folgende Standardmischungen zu verwenden. Diese Mischungen sind durch Messungen mit Pipetten herzustellen. Die genaue Menge wird durch sofortiges Wiegen nach jedem Zusatz festgestellt.

RelativeKonzentration% Methanolml Äthanol ml(oderPropanol-2) Zusatz von Chloroform biszu einem Volumen von
2,5 % ungefähr 0,5 20 100 ml
5,0 % ungefähr 1,0 20 100 ml
7,5 % ungefähr 1,5 20 100 ml
10,0 % ungefähr 2,0 20 100 ml

X–Achse: % Methanol im Verhältnis zu Äthanol oder Propanol-2;

Y–Achse: Peakflächenverhältnis (Methanol/Äthanol) oder (Methanol/Propanol-2).

7.2. Für die GC-Bedingungen nach 6.2.2 (Porapak QS oder Chromosorb 105) sind folgende Standardmischungen zu verwenden. Diese Mischungen sind durch Messungen mit einer Injektionsspritze und Pipette herzustellen. Die genaue Menge wird durch sofortiges Wiegen nach jedem Zusatz eingestellt.

RelativeKonzentration% Methanoll Äthanol ml(oderPropanol-2) Zusatz von Wasserbis zu einemVolumen von
2,5 % ungefähr 50 2 100 ml
5,0 % ungefähr 100 2 100 ml
7,5 % ungefähr 150 2 100 ml
10,0 % ungefähr 200 2 100 ml

X–Achse: % Methanol im Verhältnis zu Äthanol oder Propanol-2;

Y–Achse: Peakflächenverhältnis (Methanol/Äthanol) oder (Methanol/Propanol-2).

7.3. Die Eichkurve muß eine Gerade sein.

8.

WIEDERHOLBARKEIT ( 1 )


(1) Siehe Norm ISO 5725.

Anlage 14

QUANTITATIVE BESTIMMUNG VON DICHLORMETHAN UND 1,1,1-TRICHLORETHAN

1.

ANWENDUNGSBEREICH

2.

DEFINITION

3.

PRINZIP

4.

REAGENZIEN

4.1. Trichlormethan (CHCl 3 ).

4.2. Tetrachlorkohlenstoff (CCl 4 ).

4.3. Dichlormethan (CH 2 Cl 2 ).

4.4. 1,1,1-Trichlorethan (CH 3 CCl 3 ).

4.5. Aceton.

4.6. Stickstoff.

5.

GERÄTE

5.1. Übliches Laborgerät.

5.2. Gaschromatograph mit Wärmeleitfähigkeitsdetektor.

5.3. 50-100 ml Aufnahmeflasche (siehe Probenahme 5.3, Anlage 1)

5.4. Druckgasspritze (siehe Probenahmemethode 5.4.2.2, Anlage 2)

6.

VERFAHREN

6.1. Probe ohne Gasüberdruck:

6.2. Probe mit Gasüberdruck: In diesem Fall ist die im Kapitel Probenahme beschriebene Methode unter Beachtung folgender Einzelheiten anzuwenden:

6.2.1. Nach Überführung der Probe in die Aufnahmeflasche eine der vermuteten Menge des in der Probe enthaltenen CH 2 Cl 2 und/oder CH 3 CCl 3 äquivalente Menge des internen Standards (4.1) hinzufügen und gründlich durchmischen. Das Totvolumen des Ventils der Aufnahmeflasche wird mit 0,5 ml CCl 4 (4.2) gespült, das man verdunsten läßt. Die Masse des internen Standards wird durch Differenzwägung der Aufnahmeflasche ermittelt.

6.2.2. Das Teflonende der Injektionsspritze wird nach dem Aufziehen der Probe so mit Stickstoff (4.6) gespült, daß vor der Einführung in den Gaschromatographen im Teflonende keinerlei Probenrückstand zurückbleibt.

6.2.3. Nach jeder Probenahme ist das Ende des Ventils oder das eventuell benutzte Anschlußstück (mit Hilfe einer Injektionsspritze) mehrere Male mit Aceton (4.5) zu spülen und danach gründlich mit Stickstoff (4.6) zu trocknen.

6.2.4. Für jede Analyse sind Messungen anhand von zwei verschiedenen Aufnahmeflaschen und fünf Messungen pro Flasche durchzuführen.

7.

CHROMATOGRAPHIE-BEDINGUNGEN

7.1. Vorsäule

7.2. Säule

r1 und r2 = Retentionszeiten in Minuten;
W1 und W2 = Peakbreiten in halber Höhe in mm;
d' = Papiervorschub in mm/min.

7.3. Zum Beispiel führten folgende Säulen zu den gewünschten Ergebnissen:

Säule: I II
Material der Säule: Edelstahl Edelstahl
Länge: 3,50 m 4,0 m
Durchmesser: 3 mm 6 mm
Säulenfüllung:
Chromosorb: WAW WAW-DMCS-HP
Korngröße: 100-120 mesh 60-80 mesh
Stationäre Phase: Hallcomid M 18 Hallcomid M 18
10 % 20 %
Temperatur:
Säule: 65 °C 75 °C
Injektor: 150 °C 125 °C
Detektor: 150 °C 200 °C
Trägergas:
Helium: 45 ml/min 60 ml/min
Vordruck: 2,5 bar 2,0 bar
Injektion: 15 l 15 l
8.

ERMITTLUNG DER PROPORTIONALITÄTSKOEFFIZIENTEN

9.

BERECHNUNGEN

9.1. Berechnung des Proportionalitätskoeffizienten einer Substanz p im Verhältnis zu einer Substanz a (interner Standard)

9.2. Berechnung des prozentualen Anteils (m/m) von CH 2 Cl 2 * und CH 3 CCl 3 * in der zu untersuchenden Mischung

10.

WIEDERHOLBARKEIT ( 1 )

(1) Siehe ISO-Norm 5725.

Anlage 15

NACHWEIS UND QUANTITATIVE BESTIMMUNG VON 8-CHINOLINOL UND DESSEN SULFAT

1.

ANWENDUNGSBEREICH

2.

DEFINITION

3.

PRINZIP

3.1. Identifikation

3.2. Quantitative Bestimmung

4.

REAGENZIEN

4.1. 8-Chinolinol (8-Hydroxychinolin).

4.2. Benzol; wegen seiner Toxizität ist beim Arbeiten mit Benzol größte Vorsicht geboten.

4.3. Chloroform.

4.4. 50%ige Natriumhydroxidlösung (m/m).

4.5. Kupfersulfat . 5 H 2 O.

4.6. Kaliumnatriumtartrat.

4.7. Salzsäure 1 N.

4.8. Schwefelsäure 1 N.

4.9. Natriumhydroxidlösung 1 N.

4.10. Ethanol.

4.11. n-Butanol.

4.12. Eisessig.

4.13. Salzsäure 0,1 N.

4.14. Celite 545 oder gleichwertiges Produkt.

4.15. Vergleichslösungen

4.15.1. 100,0 mg 8-Chinolinol (4.1) in einen 100 ml Meßkolben einbringen, in wenig 1 N Schwefelsäure (4.8) lösen und danach mit 1 N H 2 SO 4 (4.8) bis zur Marke auffüllen.

4.15.2. 100,0 mg 8-Chinolinol (4.1) in einen 100 ml Meßkolben einbringen, in Ethanol (4.10) lösen, mit Ethanol (4.10) bis zur Marke auffüllen und mischen.

4.16. Fehling'sche Lösung

4.17. Fließmittel für die Dünnschichtchromatographie

4.18. 1%ige (m/v) Lösung von 2,6-Dichlor-4-(chlorimino)cyclohexa-2,5-dienon in Ethanol (4.10).

4.19. 1%ige (m/v) Natriumkarbonatlösung.

4.20. 30%ige (v/v) Lösung von Ethanol (4.10) in Wasser.

4.21. 5%ige (m/v) Lösung von Dinatriumdihydrogenethylendiamintetraacetat.

4.22. Puffer P H * 7*

4.23. Kieselgeldünnschicht-Fertigplatten

5.

GERÄTE

5.1. 100 ml Rundkolben mit Schliff.

5.2. Meßkolben.

5.3. 10 und 5 ml Meßpipetten.

5.4. 20, 15, 10, 5 ml Vollpipetten.

5.5. 100, 50 und 25 ml Scheidetrichter.

5.6. Faltenfilter 9 cm.

5.7. Rotationsverdampfer.

5.8. Rückflußkühler mit Schliff.

5.9. Spektralphotometer.

5.10. 1 cm Küvetten.

5.11. Rührwerk mit elektrischer Heizung.

5.12. Glassäule für Chromatographie, 160 mm Länge und 8 mm Durchmesser, die am unteren Ende eine Verjüngung enthält, in der sich ein Glaswollpfropfen befindet und deren oberes Teil so beschaffen ist, daß unter Anwendung eines geringen Überdruckes eluiert werden kann.

6.

VERFAHREN

6.1. Identifikation

6.1.1. Flüssige Proben

6.1.1.1. Der P H -Wert eines Teiles der zu untersuchenden Probe wird eingestellt auf 7,0 und sodann werden auf je einen Punkt der Startlinie einer vorbehandelten Kieselgeldünnschichtplatte (4.23) 5 bzw. 10 l aufgetragen.

6.1.1.2. Auf zwei weitere Punkte der Startlinie werden 10 bzw. 30 l der Vergleichslösung (4.15.2) aufgetragen. Anschließend wird die Platte in einem der beiden Fließmittel (4.17) entwickelt.

6.1.1.3. Nachdem die Fließmittelfront 15 cm erreicht hat, wird die Platte bei 110 °C getrocknet (15 Minuten). Unter der UV-Lampe (366 nm) fluoreszieren die 8-Chinolinolflecke gelb.

6.1.1.4. Anschließend wird mit der 1%igen Natriumkarbonatlösung (4.19) besprüht und nach dem Trocknen mit der 1%igen 2,6-Dichlor-4-(chlorimino)cyclohexa-2,5-dienonlösung (4.18). Das 8 Chinolinol wird als blauer Fleck sichtbar.

6.1.2. Feste Proben bzw. Cremes

6.1.2.1. 1 g der Probe wird suspendiert in 5 ml Puffer P H 7 (4.22) und sodann mit 10 ml Chloroform (4.3) in einen Scheidetrichter überführt und ausgeschüttelt. Nach Ablassen der Chloroformschicht wird die wässerige Suspension noch zweimal mit je 10 ml Chloroform (4.3) extrahiert und die vereinigten und filtrierten Chloroformextrakte in einem 100 ml Rundkolben (5.1) am Rotationsverdampfer bis fast zur Trockne eingeengt. Der Rückstand wird in 2 ml Chloroform (4.3) aufgenommen und 10 bzw. 30 l der erhaltenen Lösung werden auf der unter 6.1.1.1 angegebenen Weise auf einer Kieselgeldünnschichtplatte (4.23) aufgetragen.

6.1.2.2. Nach dem Auftragen von 10 bzw. 30 l der Vergleichslösung (4.15.2) wird die Platte weiter behandelt wie unter 6.1.1.2 bis einschließlich 6.1.1.4 angegeben.

6.2. Quantitative Bestimmung

6.2.1. Flüssige Proben

6.2.1.1. In einen 100 ml Rundkolben mit Schliff werden 5,00 g der Probe eingewogen, 1 ml der 1 N Schwefelsäure (4.8) zupipettiert und die Mischung bei vermindertem Druck (50 °C) bis fast zur Trockne eingeengt.

6.2.1.2. Dieser Rückstand wird in 20 ml warmem Wasser gelöst, in einen 100 ml Meßkolben unter dreimaligem Nachspülen mit je 20 ml Wasser überführt, mit Wasser auf 100 ml aufgefüllt und gemischt.

6.2.1.3. Von dieser Lösung werden 5,0 ml in einen 50 ml Scheidetrichter (5.5) einpipettiert. Nach dem Zusatz von 10 ml Fehling'scher Lösung (4.16) wird der entstandene 8-Chinolinol-Kupferkomplex dreimal mit je 8 ml Chloroform (4.3) ausgeschüttelt.

6.2.1.4. Die Chloroformphasen werden filtriert und in einem 25 ml Meßkolben (5.2) gesammelt. Nach dem Auffüllen mit Chloroform (4.3) und Umschütteln wird die Extinktion der gelben Lösung bei = 410 nm gegen Chloroform gemessen.

6.2.2. Feste Proben bzw. Cremes

6.2.2.1. 0,500 g der Probe werden in einen 100 ml Rundkolben (5.1) eingewogen, 30 ml Benzol (4.2) sowie 20 ml 1 N Salzsäure (4.7) zugefügt und der Kolbeninhalt 30 Minuten am Rückfluß unter Rühren gekocht.

6.2.2.2. Der Kolbeninhalt wird in einen 100 ml Scheidetrichter (5.5) überführt und mit 5 ml 1 N HCl (4.7) nachgespült. Die wässerige Phase wird in einen Rundkolben (5.1) überführt, die Benzolphase mit 5 ml 1 N Salzsäure (4.7) nachgewaschen und das Waschwasser mit der übrigen wässerigen Phase vereint. Weiterführung der Analyse wie unter 6.2.2.4 angegeben.

6.2.2.3. Im Falle von Emulsionen, die die weitere Aufarbeitung behindern:

6.2.2.4. Die gesammelten wässerigen Phasen (6.2.2.2 bzw. das Eluat 6.2.2.3) werden am Rotationsverdampfer unter vermindertem Druck bis fast zur Trockne eingeengt.

6.2.2.5. Der Rückstand wird in 6 ml 1 N Natriumhydroxydlösung (4.9) gelöst, 20 ml Fehling'sche Lösung (4.16) zugefügt und der Kolbeninhalt in einen 50 ml Scheidetrichter (5.5) überführt unter Nachspülen mit 8 ml Chloroform (4.3). Nach dem Ausschütteln wird die Chloroformphase filtriert und in einem 50 ml Meßkolben (5.2) gesammelt.

6.2.2.6. Diese Extraktion noch dreimal mit 8 ml Chloroform (4.3) wiederholen. Die Chloroformphasen werden filtriert und ebenfalls in dem 50 ml Meßkolben (5.2) gesammelt.

7.

AUFSTELLEN DER EICHKURVE

8.

BERECHNUNG

8.1. Flüssige Proben

8.2. Feste Proben bzw. Cremes

9.

WIEDERHOLBARKEIT ( 1 )

(1) Siehe ISO-Norm 5725.

Anlage 16

QUANTITATIVE BESTIMMUNG DES AMMONIAKS

1.

ANWENDUNGSBEREICH

2.

DEFINITION

3.

PRINZIP

4.

REAGENZIEN

4.1. Methanol.

4.2. 25%ige (m/v) Bariumchlorid-Dihydrat-Lösung.

4.3. 4%ige (m/v) Ortho-Borsäurelösung.

4.4. Schwefelsäure-Maßlösung, 0,5 N.

4.5. Flüssiges Antischaummittel.

4.6. Natriumhydroxid-Maßlösung, 0,5 N.

4.7. Indikator: Mischung von 5 ml einer Methylrotlösung (0,1 % in Ethanol) mit 2 ml einer Methylenblaulösung (0,1 % in H 2 O).

5.

GERÄTE

5.1. Übliches Laborgerät.

5.2. Zentrifuge mit verschließbaren Zentrifugengläsern.

5.3. Wasserdampfdestillationsapparatur.

5.4. Potentiograph.

5.5. Glaselektrode und Diquecksilberdichlorid(Kalomel)-Referenzelektrode.

6.

VERFAHREN

6.1. In einen 100-ml-Meßkolben wird eine Probenmenge, die maximal 150 mg NH 3 entspricht, auf 1 mg genau eingewogen.

6.2. Zu der Probe werden hinzugefügt: 10 ml H 2 O, 10 ml Methanol (4.1), 10 ml Bariumchloridlösung (4.2). Bis zur 100-ml-Marke mit Methanol (4.1) auffüllen.

6.3. Homogenisieren und über Nacht im Kühlschrank (5 °C) aufbewahren.

6.4. Die noch kalte Lösung wird dann filtriert oder in geschlossenen Gläsern zentrifugiert, bis eine klare Trennung erreicht ist (10 Min.).

6.5. 40 ml der klaren Lösung werden mit der Pipette in die Apparatur (5.3) eingefüllt und eventuell 0,5 ml Antischaummittel (4.5) hinzugegeben.

6.6. Anschließend wird destilliert. 200 ml des Destillats werden in einem 250-ml-Becherglas, das 10,0 ml H 2 SO 4 – 0,5 N (4.4) und 0,1 ml des Indikators (4.7) enthält, aufgefangen.

6.7. Die überschüssige H 2 SO 4 wird mit NaOH 0,5 N (4.6) rücktitriert.

6.8. Im Fall einer potentiometrischen Bestimmung werden 200 ml Destillat in einem 250-ml-Becherglas, das 25 ml Orthoborsäure (4.3) enthält, aufgefangen. Anschließend wird mit H 2 SO 4 – 0,5 N (4.4) titriert.

7.

AUSWERTUNG

7.1. Berechnung bei Rückbestimmung mit Indikator

7.2. Berechnung bei direkter potentiometrischen Bestimmung

8.

WIEDERHOLBARKEIT ( 1 )

(1) Siehe ISO-Norm 5725.

Anlage 17

NACHWEIS UND QUANTITATIVE BESTIMMUNG VON NITROMETHAN

1.

ANWENDUNGSBEREICH

2.

DEFINITION

3.

PRINZIP

4.

NACHWEIS

4.1. Reagenzien

4.1.1. Natriumhydroxidlösung 0,5 N.

4.1.2. Folinreagenz

4.2. Verfahren

5.

QUANTITATIVE BESTIMMUNG

5.1. Reagenzien

5.1.1. Chloroform (interner Standard 1).

5.1.2. 2,4-Dimethylheptan (interner Standard 2).

5.1.3. Ethanol 95%.

5.1.4. Nitromethan.

5.1.5. Chloroform-Referenzlösung

5.1.6. Dimethylheptan-Referenzlösung

5.2. Geräte

5.2.1. Gaschromatograph mit Flammenionisationsdetektor.

5.2.2. Gerät für die Probenahme von Aerosolen (Aufnahmeflasche, Mikrospritze, Anschlußstücke usw.), wie in Anlage 2 beschrieben.

5.2.3. Übliche Laborgeräte.

5.3. Verfahren

5.3.1. Vorbereitung der Probe

5.3.2. Vorbereitung der Standardlösung

5.3.3. Gaschromatographische Bedingungen

5.3.3.1. Säule

r1 und r2: Retentionszeit in Minuten,
W1 und W2: Peakbreiten in halber Höhe in mm,
d': Papiervorschub in mm/min.
Teil A:
--- ---
Material: rostfreier Stahl.
Länge: 1,5 m.
Durchmesser: 3 mm.
Packung: 20% Didecylphthalat auf Gas Chrom Q, 100-120 mesh.
Teil B:
Material: rostfreier Stahl.
Länge: 1,5 m.
Durchmesser: 3 mm.
Packung: 20% Ucon 50 HB 280 X, auf Gas Chrom Q, 100-120 mesh.

5.3.3.2. Detektor

5.3.3.3. Temperaturbedingungen

Injektor: 150 °C.
Detektor: 150 °C.
Säule: zwischen 50 °C und 80 °C, je nach Art der Säule und des Gerätes.

5.3.3.4. Gase

Trägergas: Stickstoff.
Druck: 2,1 bar.
Durchfluß: 40 ml/min.
Detektor: die zu verwendenden Gase entsprechend den Angaben des Herstellers.
6.

BERECHNUNGEN

6.1. Responsefaktor von Nitromethan, berechnet unter Zugrundelegung des verwendeten internen Standards

n: Nitromethan,
kn: Responsefaktor,
m'n: Masse in g in der Mischung,
S'n: Peakfläche,
c: interner Standard, Chloroform oder 2,4-Dimethylheptan,
m'c: Masse in g in der Mischung,
S'c: Peakfläche.

6.2. Konzentration von Nitromethan in der Probe:

n: Nitromethan,
kn: Responsefaktor,
Sn: Peakfläche,
c: interner Standard, Chloroform oder 2,4-Dimethylheptan,
mc: Masse in g in der Mischung,
Sc: Peakfläche,
M: Masse in g des umgefüllten Aerosols.
7.

WIEDERHOLBARKEIT ( 1 )

(1) Siehe ISO-Norm 5725.

Anlage 18

NACHWEIS UND QUANTITATIVE BESTIMMUNG VON THIOGLYKOLSÄURE IN DAUERWELLENPRÄPARATEN, HAARENTKRÄUSELUNGSMITTELN UND ENTHAARUNGSMITTELN

1.

ANWENDUNGSBEREICH

2.

DEFINITION

3.

PRINZIP

4.

NACHWEIS

4.1. Nachweis durch Farbreaktion

4.1.1. Reagenzien

4.1.1.1. Bleidi(acetat)-Papier.

4.1.1.2. Salzsäure (1 vol HCl konzentriert + 1 vol H 2 O).

4.1.2. Verfahren

4.1.2.1. Nachweis der Thioglykolsäure durch Farbreaktion mit Bleidi(acetat):

4.1.2.2. Nachweis anorganischer Sulfide durch Bildung von H 2 S nach Ansäuern:

4.1.2.3. Nachweis von Sulfiten durch Bildung von SO 2 nach Ansäuern:

4.2. Nachweis durch Dünnschichtchromatographie

4.2.1. Reagenzien

4.2.1.1. Thioglykolsäure mindestens 98 % (Reinheit jodometrisch bestimmt).

4.2.1.2. Dithioglykolsäure mindestens 99 %.

4.2.1.3. Thiomilchsäure mindestens 95 %.

4.2.1.4. 3-Mercaptopropionsäure mindestens 98 %.

4.2.1.5. Thioglycerin (3-Mercaptopropan-1,2-diol) mindestens 98 %.

4.2.1.6. DC-Fertigplatten Kieselgel, Schichtdicke 0,25 mm.

4.2.1.7. DC-Fertigplatten Aluminiumoxid, Schichtdicke 0,25 mm (z. B. Merck F 254 E oder gleichwertige).

4.2.1.8. HCl konzentriert

(d = 1,19).

4.2.1.9. Ethylacetat.

4.2.1.10. Chloroform.

4.2.1.11. Diisopropylether.

4.2.1.12. Tetrachlorkohlenstoff.

4.2.1.13. Eisessig.

4.2.1.14. Kaliumjodid 1 % (m/v) in Wasser.

4.2.1.15. Platintetrachlorid 0,1 % (m/v) in Wasser.

4.2.1.16. Laufmittel:

4.2.1.16.1. Ethylacetat-Chloroform-Diisopropylether-Eisessig (20: 20: 10: 10) (v/v/v/v).

4.2.1.16.2. Chloroform-Eisessig (90 : 20) (v/v).

4.2.1.17. Sprühmittel:

4.2.1.17.1. Mische unmittelbar vor Gebrauch gleiche Volumen von Lösung 4.2.1.14 und 4.2.1.15.

4.2.1.17.2. Bromlösung 5 % (m/v). Löse 5 g Brom in 100 ml Tetrachlorkohlenstoff (4.2.1.12).

4.2.1.17.3. Fluoreszeinlösung 0,1 % (m/v). Löse 100 mg Fluoreszein in 100 ml Ethanol 9 5%.

4.2.1.17.4. Hexaammoniumheptamolybdat 10 % (m/v) in Wasser.

4.2.1.18. Referenzlösungen:

4.2.1.18.1. Thioglykolsäure 0,4 % (m/v) in Wasser.

4.2.1.18.2. Dithioglykolsäure 0,4 % (m/v) in Wasser.

4.2.1.18.3. Thiomilchsäure 0,4 % (m/v) in Wasser.

4.2.1.18.4. 3-Mercaptopropionsäure 0,4 % (m/v) in Wasser.

4.2.1.18.5. Thioglycerin 0,4 % (m/v) in Wasser.

4.2.2. Geräte

4.2.3. Verfahren

4.2.3.1. Behandlung der Proben

4.2.3.2. Entwicklung

4.2.3.3. Anfärbung

4.2.3.4. Auswertung

– dem Aktivierungszustand der DC-Platte während des Chromatographierens,

– der Temperatur des Chromatographiegefäßes.

Beispiele für auf einer Kieselgelschicht erhaltene Rf-Werte
Fließmittel
4.2.1.16.1 4.2.1.16.2
Thioglykolsäure 0,25 0,80
Thiomilchsäure 0,40 0,95
Dithioglykolsäure 0,00 0,35
3-Mercaptopropionsäure 0,45 0,95
Thioglycerin 0,45 0,35
5.

QUANTITATIVE BESTIMMUNG (*)

5.1. Jodometrie

5.1.1. Prinzip

5.1.2. Reagenzien

5.1.3. Geräte

5.1.4. Verfahren

5.1.5. Berechnung

5.1.6. Bemerkungen

5.2. Gaschromatographie

5.2.1. Prinzip

5.2.2. Reagenzien

5.2.2.1. Thioglykolsäure 98%.

5.2.2.2. Salzsäure konzentriert

(d = 1,19).

5.2.2.3. Methanol.

5.2.2.4. Cadmiumdi(acetat) . 2H 2 O, 10 % (m/v) in Wasser.

5.2.2.5. Methylcaprylatlösung, 2 % (m/v) in Methanol.

5.2.2.6. Acetat-Pufferlösung – pH 5:

5.2.2.7. Salzsäurelösung, 3 N in Methanol, frisch hergestellt.

5.2.2.8. N-Methyl-N-Nitroso-N'-Nitroguanidin.

5.2.2.9. Natronlauge 5 N.

5.2.2.10. Jodlösung 0,1 N.

5.2.2.11. Diethylether.

5.2.2.12. Diazomethanlösung, hergestellt aus dem N-Methyl-N-Nitroso-p-Toluolsulfonamid (Fieser, Reagents for Organic Synthesis Ed. Wiley 1967).

5.2.3. Geräte

5.2.3.1. Übliches Laborgerät.

5.2.3.2. Gerät zur in situ-Herstellung von Diazomethan (Anal. Chem. 45, 1973, 2302).

5.2.3.3. Gerät zur Herstellung von Diazomethan nach Fieser.

5.2.4. Probenvorbereitung

– 2 ml der Methylcaprylat-Lösung (5.2.2.5),

– 5 ml der methanolischen Salzsäure (5.2.2.7).

5.2.5. Methylierung

5.2.5.1 Methylierung – in situ

5.2.5.2. Methylierung mit zuvor hergestellter Diazomethanlösung

5.2.6. Herstellung des Standards

5.2.7 Gaschromatographische Bedingungen

5.2.7.1. Säule: rostfreier Stahl

5.2.7.2. Säulenfüllung: 20 % Didecylphthalat/Chromosorb WAW 80-100 mesh.

5.2.7.3. Detektor: FID .

5.2.7.4. Gase:

Trägergas: Stickstoff 2,2 bar,
Durchfluß 35 ml/min.
Detektor: die zu verwendenden Gase entsprechend den Angaben des Herstellers

5.2.7.5. Temperaturen:

Injektor: 200 °C,
Detektor: 200 °C,
Säule: 90 °C.

5.2.7.6. Schreibervorschub: 5 mm/min

5.2.7.7. Einspritzmenge: 3 l; fünf Einspritzungen je Probe

5.2.7.8. Die Chromatographiebedingungen sind Richtwerte. Mit ihnen ist eine Auflösung R gleich oder besser als 1,5 zu erreichen.

r1 und r2 : Retentionszeiten in Minuten,
W1 und W2 : Peakbreite bei halber Höhe in mm,
d' : Schreibervorschub in mm/min.

5.2.8. Berechnung

5.2.8.1. Responsefaktor der Thioglykolsäure

5.2.8.2. Gehalt an Thioglykolsäure in der Probe

6.

WIEDERHOLBARKEIT ( 1 )


(*) Bemerkung: Die Bestimmung der Thioglykolsäure muß an einem noch nicht verwendeten Produkt aus einem frisch geöffneten Behälter zur Vermeidung von Oxidation durchgeführt werden.

(1) Siehe ISO-Norm 5725.

Anlage 19

NACHWEIS UND QUANTITATIVE BESTIMMUNG VON HEXACHLOROPHEN

A. IDENTIFIZIERUNG

1.

ZWECK UND ANWENDUNGSBEREICH

2.

PRINZIP

3.

REAGENZIEN

3.1. Schwefelsäure 4 M.

3.2. Celite AW.

3.3. Ethylacetat.

3.4. Fließmittel:

3.5. Sprühmittel 1:

3.6. Sprühmittel 2:

3.7. Referenzlösung:

4.

GERÄTE

4.1. DC-Fertigplatten Kieselgel F 254 , 20 x 20 cm.

4.2. Übliches Gerät für Dünnschichtchromatographie.

4.3. Auf 26 °C temperierbares Bad.

5.

VORBEREITUNG DER PROBE

5.1. 1 g der homogenisierten Probe mit 1 g Celite AW (3.2) und 1 ml Schwefelsäure (3.1) gründlich mischen.

5.2. Zwei Stunden lang bei 100 °C trocknen lassen.

5.3. Abkühlen lassen und getrockneten Rückstand fein pulverisieren.

5.4. Zweimal mit jeweils 10 ml Ethylacetat (3.3) extrahieren, nach jeder Extraktion zentrifugieren und die Ethylacetatschichten vereinigen.

5.5. Bei 60 °C eindampfen lassen.

5.6. Den Rückstand in 2 ml Ethylacetat lösen.

6.

VERFAHREN

6.1. 2 l der Probelösung (5.6) und 2 l der Referenzlösung (3.7) auf eine DC-Platte (4.1) auftragen.

6.2. Das auf 26 °C temperierte Chromatographiegefäß mit dem Fließmittel (3.4) sättigen.

6.3. Die DC-Platte in das Gefäß stellen und bis zu einer Höhe von 15 cm entwickeln lassen.

6.4. Die DC-Platte entnehmen und im Trockenschrank bei 105 °C trocknen lassen.

6.5. Entwicklung:

6.5.1. Sprühmittel 1 (3.5) gleichmäßig auf die Platte sprühen. Nach 30 Minuten Platte unter UV-Licht (254 nm) betrachten.

6.5.2. Sprühmittel 2 (3.6):

7.

AUSWERTUNG DER ERGEBNISSE

7.1. Sprühmittel 1 (3.5):

7.2. Sprühmittel 2 (3.6):

B. QUANTITATIVE BESTIMMUNG

1.

ZWECK UND ANWENDUNGSBEREICH

2.

DEFINITION

3.

PRINZIP

4.

REAGENZIEN

4.1. Ethylacetat.

4.2. N-Methyl-N-nitroso-p-toluolsulfonamid (Diazald).

4.3. Diethylether.

4.4. Methanol.

4.5. 2-(2-Ethoxyethoxy)ethanol (Carbitol).

4.6. Ameisensäure.

4.7. Kaliumhydroxid – wässerige Lösung 50% m/m, unmittelbar vor Gebrauch zubereiten.

4.8. Hexan zur Spektroskopie.

4.9. Bromchlorophen (Standard Nr. 1).

4.10. 4,4',6,6'-Tetrachlor-2,2'-thiodiphenol (Standard Nr. 2).

4.11. 2,4,4'-Trichlor-2-hydroxy-diphenylether (Standard Nr. 3).

4.12. Aceton.

4.13. Schwefelsäure 4M.

4.14. Celite AW.

4.15. Ameisensäure-Ethylacetatlösung 10 % v/v.

4.16. Hexachlorophen.

5.

GERÄTE

5.1. Übliche Laborgeräte.

5.2. Apparatur für die Herstellung von Diazomethan – Millimole Size – (vgl. Anal. Chem. 45, 2302 – 3, 1973).

5.3. Gaschromatograph mit 63 Ni-Elektroneneinfangdetektor.

6.

VERFAHREN

6.1. Zubereitung von Standardlösungen

6.1.1. Etwa 50 mg des Standards Nr. 1 (4.9), 2 (4.10) oder 3 (4.11.) und 50 mg Hexachlorophen (4.16) genau wägen und in einen 100-ml-Meßkolben geben. Mit Ethylacetat auffüllen (Lösung A). 10 ml der Lösung A mit Ethylacetat auf 100 ml verdünnen (Lösung B).

6.1.2. Etwa 50 mg des Standards Nr. 1 (4.9), 2 (4.10) oder 3 (4.11) genau wägen und in einen 100-ml-Meßkolben geben. Mit Ethylacetat auffüllen (Lösung C).

6.2. Zubereitung der Probe ( 1 )

6.3. Methylierung der Probe

6.4. Methylierung der Standardlösung

7.

GASCHROMATOGRAPHIEBEDINGUNGEN

r1 und r2: Retentionszeiten in Minuten,
W1 und W2: Peakbreite bei halber Höhe in mm,
d': Schreibervorschub in mm/min.
Säule: rostfreier Stahl.
--- ---
Länge: 170 cm.
Durchmesser: 3 mm.
Säulenfüllung: 10 % OV 17 auf Chromosorb WAW 80-100 mesh.
Temperaturen: Säule, Detektor, Injektor: 280 °C.
Trägergas: Stickstoff, sauerstofffrei (Anm.: richtig: sauerstoffrei); Druck: 2,3 bar, Durchsatz: 30 ml/min.
8.

BERECHNUNG

8.1. Proportionalitätskoeffizient von Hexachlorophen

h: Hexachlorophen,
kh: sein Proportionalitätskoeffizient,
m'h: seine Masse in der Standardmischung in g,
A'h: seine Peakfläche,
s: der gewählte Standard,
m's: seine Masse in der Standardmischung in g,
A's: seine Peakfläche;

8.2. Gehalt von Hexachlorophen in der Probe

h: Hexachlorophen,
kh: sein Proportionalitätskoeffizient,
Ah: seine Peakfläche,
s: der gewählte Standard,
ms: seine Masse in der Mischung in g,
As: seine Peakfläche,
M: Masse der Probe in g;
9.

WIEDERHOLBARKEIT ( 3 )

(1) Da Hexachlorophen in den verschiedensten Erzeugnissen vorhanden sein kann, muß zuerst die Wiederfindung von Hexachlorophen in der Probe mit diesem Verfahren ermittelt werden, bevor Ergebnisse festgehalten werden. Wird nur eine geringe Wiederfindung ermittelt, so können Änderungen, wie andere Lösungsmittel (Benzol anstelle von Ethylacetat) usw. mit Zustimmung der beteiligten Partner vorgenommen werden.

(2) Die Fortdauer der Gelbfärbung weist auf einen Überschuß an Diazomethan hin, der für eine vollständige Methylierung der Probe notwendig ist.

(3) Siehe ISO-Norm 5725.

Anlage 20

QUANTITATIVE BESTIMMUNG DES TOSYLCHLORAMIDUM NATRICUM (CHLORAMIN T)

1.

ANWENDUNGSBEREICH

2.

DEFINITION

3.

PRINZIP

4.

REAGENZIEN

4.1. Tosylchloramidum natricum (Chloramin T).

4.2. 4-Toluolsulfonamid-Vergleichslösung: 50 mg 4-Toluolsulfonamid in 100 ml Ethanol (4.5).

4.3. Konzentrierte Salzsäure 37% (m/m)

(d = 1,18).

4.4. Diethylether.

4.5. Ethanol 96% (v/v).

4.6. Fließmittel

4.6.1. 1-Butanol/Ethanol (4.5)/Wasser 40 : 4 : 9 (v/v/v)

4.6.2. Chloroform/Aceton 6 : 4 (v/v).

4.7. DC-Fertigplatten, Kieselgel 60 ohne Fluoreszenzindikator.

4.8. Kaliumpermanganat.

4.9. Salzsäure 15% (m/m).

4.10. Sprühreagenz: 1%ige Lösung (m/v) von 2-Toluidin in Ethanol (4.5).

5.

GERÄTE

5.1. Übliches Laborgerät.

5.2. Ausrüstung für die Dünnschichtchromatographie.

5.3. Photodensitometer.

6.

VERFAHREN

6.1. Hydrolyse

6.2. Extraktion

6.2.1. 30,0 ml des Filtrats werden entnommen und dreimal mit je 15 ml Diethylether (4.4) extrahiert. Die Etherextrakte werden in einem 50-ml-Meßkolben gesammelt und mit Diethylether (4.4) aufgefüllt. (Falls erforderlich wird der Etherextrakt getrocknet).

6.2.2. 25,0 ml des Etherextraktes werden unter Stickstoff zur Trockene eingeengt. Der Rückstand wird mit 1,00 ml Ethanol (4.5) wieder aufgenommen.

6.3. Dünnschichtchromatographie

6.3.1. 20 l des in Ethanol (4.5) gelösten Rückstandes werden punktförmig auf eine Dünnschichtplatte (4.7) aufgetragen. Ebenso werden 8, 12, 16 und 20 l der 4-Toluolsulfonamid-Vergleichslösung (4.2) aufgetragen.

6.3.2. Die Platte wird bis zu einer Höhe von 15 cm im Fließmittel (4.6.1 oder 4.6.2) entwickelt.

6.3.3. Nach vollständiger Verdunstung des Fließmittels bringt man die Platte für zwei bis drei Minuten in eine Chlordampfatmosphäre, die man durch Aufgießen von ca. 100 ml Salzsäure (4.9) auf ca. 2 g Kaliumpermanganat (4.8) in einem geschlossenen Gefäß erhält.

6.4. Messung

6.5. Erstellung der Eichgeraden

7.

ANMERKUNG

8.

BERECHNUNG

1,33: Umrechnungsfaktor 4-Toluolsulfonamid/Chloramin T,
a: aus der Eichgeraden abgelesene Menge 4-Toluolsulfonamid der Probe in g,
m: Masse der Probe in g.
9.

WIEDERHOLBARKEIT ( 1 )

(1) Siehe ISO-Norm 5725.

Anlage 21

QUANTITATIVE BESTIMMUNG DES GESAMTFLUORIDS IN ZAHNPASTEN

1.

ANWENDUNGSBEREICH

2.

DEFINITION

3.

PRINZIP

4.

REAGENZIEN

4.1. Natriumfluorid, bei 120 °C bis zur Gewichtskonstanz getrocknet.

4.2. Wasser, doppelt destilliert oder von vergleichbarer Qualität.

4.3. Konzentrierte Salzsäure

(d = 1,19).

4.4. Cyclohexan (CH).

4.5. Xylol, das im Chromatrogramm vor dem Lösungsmittelpeak keine Peaks enthält, wenn man unter den gleichen Bedingungen wie bei der Probe chromatographiert. Falls erforderlich, durch Destillation reinigen (5.8).

4.6. Triethylchlorsilan (TECS Merck oder gleichwertiges Erzeugnis).

4.7. Fluorid-Standardlösungen

4.7.1. Stammlösung:

4.7.2 Verdünnte Stammlösung:

4.8. Interner Standard

4.9. Triethylchlorsilan/Interne Standard-Lösung

4.10. Perchlorsäure 70% (m/v).

4.11. Perchlorsäure 20% (m/v) in Wasser (4.2).

5.

GERÄTE

5.1. Übliches Laborgerät.

5.2. Gaschromatograph mit Flammenionisationsdetektor.

5.3. Vortex-Homogenisator oder gleichwertiges Gerät.

5.4. Schüttelmaschine für Reagenzgläser oder gleichwertiges Gerät.

5.5. Meßkolben aus Polypropylen, 100 und 250 ml.

5.6. Zentrifugengläser aus Glas, 20 ml mit Schraubverschluß und Tefloneinlage oder gleichwertige Gläser und Verschlüsse durch mehrstündiges Auslaugen in Perchlorsäure (4.11) reinigen, anschließend fünfmal mit Wasser (4.2) spülen und bei 100 °C trocknen.

5.7. Pipette mit verstellbarem Volumen zwischen 50 und 200 l mit Wegwerfspitzen.

5.8. Destillationsapparatur mit Schneider-Destillieraufsatz mit drei Kugeln oder vergleichbarer Vigreux-Kolonne.

6.

VERFAHREN

6.1. Vorbereitung der Probe

6.1.1. Eine noch nicht geöffnete Tube Zahnpasta auswählen, aufschneiden und den gesamten Inhalt entnehmen. In einen Kunststoffbehälter geben, eingehend mischen und vor Verderb geschützt aufbewahren.

6.1.2. Genau 150 mg der Probe (m) in ein Zentrifugenglas (5.6) einwägen, 5 ml Wasser (4.2) hinzufügen und homogenisieren.

6.1.3. 1,0 ml Xylol (4.5) hinzugeben.

6.1.4. Tropfenweise 5 ml Salzsäure (4.3) hinzufügen und homogenisieren (5.3).

6.1.5. Mit einer Pipette 0,5 ml Triethylchlorsilan/Interne Standardlösung (4.9) in das Zentrifugenglas (5.6) geben.

6.1.6. Das Glas mit dem Schraubverschluß (5.6) verschließen und 45 Minuten lang mit 150 Erschütterungen pro Minute gründlich schütteln (5.4).

6.1.7. Zehn Minuten mit der Geschwindigkeit zentrifugieren, die erforderlich ist, um eine gute Phasentrennung zu erhalten. Das Glas öffnen, die organische Schicht entnehmen und 3 l der organischen Phase in die Säule des Gaschromatographen (5.2) injizieren.

6.1.8. Einspritzung wiederholen, das durchschnittliche Verhältnis der Peakfläche A TEFS /A CH berechnen und die entsprechende Menge Fluorid in mg (m 1 ) aus der Eichgeraden (6.3) ablesen.

6.1.9. Gesamtfluoridgehalt der Probe in Massenprozent nach 7 berechnen.

6.2. Chromatographiebedingungen

6.2.1 Säule: Edelstahl.
Länge: 180 cm.
Durchmesser: 3 mm.
Füllung: Gaschrom Q 80-100 mesh.
Stationäre Phase: Siliconöl DC 200 (oder vergleichbares): 20%.
Säule: 70 °C.
--- ---
Injektor: 150 °C.
Detektor: 250 °C.

6.3. Erstellung der Eichgeraden

6.3.1. Mit einer Pipette werden 0, 1, 2, 3, 4 und 5 ml der verdünnten Fluorid-Stammlösung (4.7.2) in sechs verschiedene Zentrifugengläser (5.6) gegeben. Das Volumen wird mit Wasser (4.2) jeweils auf 5,0 ml ergänzt.

6.3.2. Es wird unter 6.1.3 bis 6.1.6 verfahren.

6.3.3. 3 l der organischen Phase werden in die Säule des Gaschromatographen (5.2) injiziert.

6.3.4. Einspritzung wiederholen und das durchschnittliche Verhältnis der Peakflächen A TEFS /A CH berechnen.

6.3.5. Es wird eine Eichgerade erstellt aus der jeweiligen Konzentration des Fluorids (mg) der Standardlösung (6.3.1) und den dazugehörigen nach 6.3.4 berechneten Verhälnissen (Anm.: richtig: Verhältnissen) der Peakflächen A TEFS /A CH . Die Punkte auf dem Diagramm werden durch die geeignetste Gerade verbunden, die durch Regressionsanalyse zu ermitteln ist.

7.

BERECHNUNG

8.

WIEDERHOLBARKEIT ( 1 )

(1) Siehe ISO-Norm 5725.

Anlage 22

NACHWEIS UND QUANTITATIVE BESTIMMUNG VON QUECKSILBERORGANISCHEN VERBINDUNGEN

A. NACHWEIS

1.

PRINZIP

2.

REAGENZIEN

2.1. Schwefelsäure 25 % (v/v).

2.2. 1,5-Diphenyl-3-thiocarbazon (Dithizon): 0,8 mg in 100 ml Kohlenstofftetrachlorid (2.4).

2.3. Stickstoff.

2.4. Kohlenstofftetrachlorid.

2.5. Fließmittel: Hexan/Aceton 90: 10 (v/v).

2.6. Standardlösungen (0,001 % in Wasser):

– Natrium-2-(ethylmercuriothio)benzoat,

– Ethylquecksilberchlorid oder Methylquecksilberchlorid,

– Phenylquecksilbernitrat oder Phenylquecksilberacetat,

– Quecksilberdichlorid oder Quecksilberdi(acetat).

2.7. DC-Fertigplatten, Kieselgel 60 (z. B. Merck 5721 oder gleichwertige).

2.8. Natriumchlorid.

3.

GERÄTE

3.1. Übliches Laborgerät.

3.2. Ausrüstung für die Dünnschichtchromatographie.

3.3. Phasentrennungsfilter.

4.

VERFAHREN

4.1. Extraktion

4.1.1. 1 g Probe und 20 ml destilliertes Wasser werden in einem Zentrifugenglas vermischt. Die Dispersion wird im Wasserbad auf 60 °C erwärmt. Nach Zugabe von 4 g Natriumchlorid (2.8) wird geschüttelt und abgekühlt.

4.1.2. Mindestens 20 Minuten bei 4 500 U/min zentrifugieren, um den größten Teil der festen Phase abzutrennen; in einem Scheidetrichter filtrieren und 0,25 ml Schwefelsäure (2.1) hinzufügen.

4.1.3. Mehrmals mit 2 bis 3 ml Dithizonlösung (2.2) extrahieren, bis die letzte organische Phase grün bleibt.

4.1.4. Die organischen Phasen durch ein Phasentrennungsfilter (3.3) filtrieren.

4.1.5. Unter Stickstoff (2.3) bis zur Trockene einengen.

4.1.6. In 0,5 ml Kohlenstofftetrachlorid (2.4) aufnehmen und 50 l dieser Lösung sofort auf eine Dünnschichtplatte (2.7) auftragen (4.2.1).

4.2. Trennung und Bestimmung

4.2.1. Gleichzeitig 10 ml der Standardlösungen (2.6) wie unter 4.1 behandeln und 50 l dieser Lösungen (4.1.6) auf dieselbe Dünnschichtplatte auftragen.

4.2.2. Die Platte bis zu einer Höhe von 15 cm im Fließmittel (2.5) entwickeln. Die quecksilberorganischen Verbindungen erscheinen in Form von Farbflecken, deren Färbung stabil ist, sofern die Platte sofort nach Verdunstung des Fließmittels mit einer Glasplatte abgedeckt wird.

Rf-Wert Farbe
Thiomersal 0,33 Orange
Ethylquecksilberchlorid 0,29 Orange
Methylquecksilberchlorid 0,29 Orange
Phenylquecksilber und seine Salze 0,21 Orange
Quecksilberdichlorid 0,10 Orange
Quecksilberdi(acetat) 0,10 Orange
1,5-Diphenyl-3-thiocarbazon 0,09 rosa

B. QUANTITATIVE BESTIMMUNG

1.

DEFINITION

2.

PRINZIP

3.

REAGENZIEN

3.1. Konzentrierte Salpetersäure

(d = 1,41).

3.2. Konzentrierte Schwefelsäure

(d = 1,84).

3.3. Zweifachdestilliertes Wasser.

3.4. Kaliumpermanganat: Lösung 7 % (m/v).

3.5. Hydroxylammoniumchlorid: Lösung 1,5 % (m/v).

3.6. Dikaliumperoxodisulfat: Lösung 5 % (m/v).

3.7. Zinndichlorid: Lösung 10 % (m/v).

3.8. Konzentrierte Salzsäure

(d = 1,18).

3.9. Mit 1%igem Palladiumdichlorid (m/m) imprägnierte Glaswolle.

4.

GERÄTE

4.1. Übliche Laborgeräte.

4.2. Gerät für die Bestimmung von Quecksilber mit flammenloser Atomabsorption (Kaltverdampfungsverfahren) einschließlich der hierfür erforderlichen Gläser; Mindestlänge der Meßzelle: 10 cm.

5.

VERFAHREN

5.1. Mineralisierung

5.1.1. Etwa 150 mg Probe in einen luftdicht verschließbaren Kolben genau einwägen (m). 10 ml Salpetersäure (3.1) hinzufügen, drei Stunden im Wasserbad auf 55 °C erwärmen und regelmäßig schütteln. Parallel dazu einen Blindversuch durchführen.

5.1.2. Nach Abkühlung 10 ml Schwefelsäure (3.2) hinzufügen und nochmals 30 Minuten in das Wasserbad (55 °C) stellen.

5.1.3. Den Kolben in ein Eisbad stellen und vorsichtig 20 ml Wasser (3.3) hinzugeben.

5.1.4. Portionsweise fügt man 2 ml Kaliumpermanganatlösung (3.4) hinzu, bis die Lösung gefärbt bleibt und stellt den Kolben nochmals 15 Minuten in das Wasserbad (55 °C).

5.1.5. Nach der Zugabe von 4 ml Dikaliumperoxodisulfatlösung (3.6) weitere 30 Minuten im Wasserbad (55 °C) erwärmen.

5.1.6. Abkühlen lassen und den Inhalt des Kolbens in einen 100 ml Meßkolben geben. Den Kolben mit 5 ml Hydroxylammoniumchlorid (3.5) spülen und anschließend viermal mit 10 ml Wasser (3.3) nachspülen. Die Lösung muß farblos sein. Mit Wasser (3.3) auf 100 ml auffüllen.

5.2. Bestimmung

5.2.1. 10 ml der Lösung (5.1.6) entnehmen und in das Glasgefäß für die Quecksilberbestimmung mittels Kaltverdampfung (4.2) geben. Mit 100 ml Wasser (3.3) und anschließend 5 ml Schwefelsäure (3.2) sowie 5 ml Zinndichloridlösung (3.7) verdünnen. Nach jeder Stoffzugabe mischen.

5.2.2. Mit Palladiumdichlorid imprägnierte Glaswolle (3.9) zwischen Quecksilberreduktionsbehälter und Meßzelle des Instrumentes (4.2) bringen und den Vorgang von 5.2.1 wiederholen. Wenn der Meßwert nicht gleich Null ist, war die Mineralisierung unvollständig und muß wiederholt werden.

6.

BERECHNUNG

7.

ANMERKUNG

7.1. Um eine bessere Mineralisierung zu erreichen, kann es erforderlich sein, die Probe vorher zu verdünnen.

7.2. Vermutet man eine Absorption des Quecksilbers durch das Substrat, ist die quantitative Bestimmung nach Standard-Addition durchzuführen.

8.

WIEDERHOLBARKEIT ( 1 )


(1) Siehe ISO-Norm 5725.

Anlage 23

QUANTITATIVE BESTIMMUNG DER ALKALI- UND ERDALKALISULFIDE

1.

ANWENDUNGSBEREICH

2.

DEFINITION

3.

PRINZIP

4.

REAGENZIEN

4.1. Konzentrierte Salzsäure

(d = 1,19).

4.2. Natriumthiosulfatlösung, 0,1 N.

4.3. Jodlösung 0,1 N.

4.4. Dinatriumsulfid.

4.5. Cadmiumdi(acetat).

4.6. Konzentrierter Ammoniak

(d = 0,90).

4.7. Ammoniakalische Cadmiumacetat-Lösung: 10 g Cadmiumdi(acetat) (4.5) und etwa 50 ml Wasser zusammengeben, so lange Ammoniak (4.6) zugeben, bis der Niederschlag wieder gelöst ist (etwa 20 ml) und mit Wasser auf 100 ml auffüllen.

4.8. Stickstoff.

4.9. Ammoniak M.

5.

GERÄTE

5.1. Übliches Laborgerät.

5.2. 100 ml Dreihalskolben mit Normschliffen.

5.3. Zwei 150 ml Schlifferlenmeyerkolben mit Gaseinleitungs- und Gasauslaßrohr.

5.4. Schnellauftrichter.

6.

VERFAHREN

6.1. Abtrennung der Sulfide

6.1.1. Es wird eine zuvor noch nicht geöffnete Packung verwendet. Eine genau abgewogene Menge des Produktes (m), die höchstens 30 mg Sulfidionen enthalten darf, wird in einen Dreihalskolben (5.2) gegeben. Es werden 60 ml Wasser und zwei Tropfen Antischaummittel hinzugefügt.

6.1.2. In die beiden Erlenmeyerkolben (5.3) werden jeweils 50 ml der Lösung 4.7 gegeben.

6.1.3. Einen Tropftrichter, das Einleitungsrohr sowie das Auslaßrohr an den Dreihalskolben (5.2) anschließen. Das Auslaßrohr und die in Reihe angeordneten Erlenmeyerkolben werden mit PVC-Schläuchen verbunden.

6.1.4. 15 Minuten lang wird Stickstoff (4.8) mit einem Durchsatz von zwei Blasen pro Sekunde in den Dreihalskolben (5.2) eingeleitet, um die Luft auszutreiben.

6.1.5. Der Kolben wird auf 85 5 °C erwärmt.

6.1.6. Nach Abstellen des Stickstoffstroms (4.8) werden 40 ml Salzsäure (4.1) zugetropft.

6.1.7. Nachdem fast die gesamte Säure hinzugegeben wurde, wird der Stickstoffstrom (4.8) erneut angestellt. Der verbleibende Rest der Säure verhindert ein Entweichen des Schwefelwasserstoffes.

6.1.8. Der Dreihalskolben (5.2) wird noch 30 Minuten erwärmt und anschließend abgekühlt. Der Stickstoff (4.8) wird weitere 1 ½ Stunden durchgeleitet.

6.2. Titration

6.2.1. Das Cadmiumsulfid wird über den Schnellauftrichter (5.4) abfiltriert.

6.2.2. Die Erlenmeyerkolben (5.3) werden zunächst mit Ammoniak (4.9) gespült und die Flüssigkeit auf das Filter gegeben. Dann werden die Kolben mit Wasser gespült und dieses zum Waschen des Niederschlags benutzt.

6.2.3. Der Niederschlag wird mit weiteren 100 ml Wasser gewaschen.

6.2.4. Das Filter wird in den ersten Erlenmeyerkolben gelegt, der zur Ausfällung diente. Es werden 25,0 ml (n 1 ) der Jodlösung (4.3), etwa 20 ml Salzsäure (4.1) und 50 ml Wasser hinzugefügt.

6.2.5. Das überschüssige Jod wird mit Natriumthiosulfatlösung (4.2) bestimmt (n 2 ).

7.

BERECHNUNG

8.

WIEDERHOLBARKEIT ( 1 )


(1) Siehe ISO-Norm 5725.

Anlage 24

NACHWEIS UND QUANTITATIVE BESTIMMUNG VON GLYCERIN-1-(4-AMINOBENZOAT)

A. IDENTIFIZIERUNG

1.

ZWECK UND ANWENDUNGSBEREICH

2.

PRINZIP

3.

REAGENZIEN

3.1. Lösungsmittelgemisch: Cyclohexan – Isopropanol – stabilisiertes Dichlormethan: 48 – 64 – 9 (v/v/v)

3.2. Fließmittelgemisch: Petrolether (40 – 60 °C) – Benzol – Aceton – Ammoniak (mindestens 25 % NH 3 ): 35 – 35 – 35 – 1 (v/v/v/v)

3.3. Sprühmittel:

3.4. Standardlösungen: Monoglycerinester der 4-Aminobenzoesäure: 0,05 g in 100 ml Lösungsmittelgemisch (3.1)

3.5. DC-Fertigplatten Kieselgel 60 F 254, Schichtdicke 0,25 mm. 20 cm x 20 cm oder gleichwertiges

4.

GERÄTE

4.1. Übliches Chromatographiegerät

4.2. Ultraschallbad

4.3. Millipore-Filter FH, 0,5 m oder gleichwertiges

5.

ARBEITSWEISE

5.1. Probenvorbereitung

5.2. Dünnschichtchromatographie

5.3. Nachweis

5.3.1. Platte unter UV-Licht (254 nm) betrachten.

5.3.2. Die völlig trockene Platte mit Sprühmittel 3.3 Buchstabe a) besprühen. Bei Zimmertemperatur 1 Minute trocknen lassen und sofort danach Sprühmittel 3.3 Buchstabe b) sprühen. Platte im Trockenschrank bei 60 °C trocknen lassen. Die Flecken färben sich orange.

B. QUANTITATIVE BESTIMMUNG

1.

ZWECK UND ANWENDUNGSBEREICH

2.

DEFINITION

3.

PRINZIP

4.

REAGENZIEN

4.1. Methanol

4.2. Kaliumdihydrogenorthophosphat KH 2 PO 4

4.3. Zink-di(acetat) Zn (CH 3 COO) 2 H 2 O

4.4. Essigsäure,

(d = 1,05).

4.5. Kaliumferrocyanid K 4 [Fe(CN 6 ] 3H 2 O

4.6. Ethylester der 4-Hydroxybenzoesäure

4.7. Monoglycerinester der 4-Aminobenzoesäure

4.8. Ethylester der 4-Aminobenzoesäure (Benzocain)

4.9. Pufferlösung 0,02 M: 2,72 g Kaliumdihydrogenorthophosphat (4.2) in 1 l destilliertem Wasser lösen

4.10. Fließmittel: Pufferlösung (4.9) – Methanol (4.1) 61 – 39 (v/v)

R1 und R2 = Retentionszeiten von 2 Peaks in min
W1 und W2 = Breite derselben Peaks bei halber Höhe in mm
d' = Papiervorschub in mm/min

4.11. Stammlösung für Monoglycerinester der 4-Aminobenzoesäure: ungefähr 40 mg Monoglycerinester der 4-Aminobenzoesäure in einen Meßkolben von 100 ml genau einwiegen und in 40 ml Methanol (4.1) lösen. Mit Pufferlösung (4.9) auffüllen und mischen.

4.12. Stammlösung für Ethylester der 4-Aminobenzoesäure: ungefähr 40 mg Ethylester der 4-Aminobenzoesäure in einen Meßkolben von 100 ml genau einwiegen und in 40 ml Methanol (4.1) lösen. Mit Pufferlösung (4.9) auffüllen und mischen.

4.13. Interne Standardlösung: 50 mg (q mg) Ethylester der 4-Hydroxybenzoesäure (4.6) auf 0,5 mg genau in einen 100-ml-Meßkolben einwägen und in 40 ml Methanol (4.1) lösen. Mit Pufferlösung (4.9) auffüllen und mischen.

4.14. Standardlösungen: Durch Lösen in 100 ml Fließmittel (4.10) vier Standardlösungen gemäß nachstehender Tabelle zubereiten:

Standard-lösung Monoglycerinester der4-Aminobenzoesäure Ethylester der4-Aminobenzoesäure Ethylester der4-Hydroxybenzoesäure
ml (4.11) g/ml (*) ml (4.12) g/ml (*) ml (4.13) g/ml (*)
I 2 8 2 8 10 50
II 4 16 3 12 10 50
III 6 24 4 16 10 50
IV 10 40 5 20 10 50
() Diese Werte sind richtungsweisend und entsprechen den genau gewogenen Lösungen 4.11, 4.12 und 4.13. NB.*: Diese Lösungen können auf verschiedene Weise erreicht werden.

4.15. Carrez-I-Lösung: 26,5 g Kaliumferrocyanid (4.5) in Wasser lösen und auf 250 ml auffüllen.

4.16. Carrez-II-Lösung: 54,9 g Zink-di(acetat) (4.3) und 7,5 ml Essigsäure (4.4) in Wasser lösen und auf 250 ml auffüllen.

4.17. Lichrosorb RP 18, 5 m oder gleichwertiges Erzeugnis.

5.

GERÄTE

5.1. Übliches Laborgerät

5.2. Flüssigchromatograph mit UV-Detektor mit variabler Wellenlänge und Säulenthermostat (45 °C)

5.3. Edelstahlsäule

Länge: 25 cm
Innendurchmesser: 4,6 mm
Säulenfüllung: Lichrosorb RP 18 (4.17)

5.4. Ultraschallbad

6.

VERFAHREN

6.1. Probenvorbereitung

6.1.1. Ungefähr 1 g (p g) der Probe in ein Becherglas von 100 ml genau einwiegen und 10 ml Methanol (4.1) hinzufügen.

6.1.2. Becherglas 20 Minuten in das Ultraschallbad (5.4) stellen und eine Suspension erzeugen. Diese Suspension mit höchstens 75 ml Fließmittel (4.10) quantitativ in einen Meßkolben von 100 ml umgießen. Nacheinander 1 ml Carrez-I-Lösung (4.15) und 1 ml Carrez-II-Lösung (4.16) hinzufügen und nach jeder Hinzugabe mischen.

6.1.3. Mit einer Pipette 3,0 ml des nach 6.1.2 erhaltenen Filtrats und 5,0 ml interne Standardlösung (4.13) in einen Meßkolben von 50 ml geben. Mit Fließmittel (4.10) auffüllen und mischen. Die so erhaltene Probelösung für die in 6.2 beschriebene chromatographische Analyse benutzen.

6.2. Chromatographie

6.2.1. Säulendurchfluß des Fließmittelgemischs (4.10) auf 1,2 ml/min einstellen und die Säulentemperatur auf 45 °C bringen.

6.2.2. Detektor (5.2) auf 274 nm einstellen.

6.2.3. 20 l Probelösung (6.1.3) einspritzen und die Peakflächen messen.

6.3. Eichkurven

6.3.1. Von jeder der in 4.14 definierten Standardlösungen 20 l nach 6.2.3 einspritzen und Peakflächen messen.

6.3.2. Für jede Konzentration ist das Verhältnis zwischen der Peakfläche des Monoglycerinesters der 4 Aminobenzoesäure und der Peakfläche des internen Standards zu berechnen. Zeichne die Eichkurve, indem diese Peakflächen-Verhältnisse auf der Ordinate und die entsprechenden Massenverhältnisse auf der Abszisse aufgetragen werden.

6.3.3. Entsprechend ist für den Ethylester der 4-Aminobenzoesäure zu verfahren.

7.

BERECHNUNG

7.1. Für die in 6.2.3 erhaltenen Peakflächen-Verhältnisse können auf den nach 6.3 erhaltenen Eichkurven die entsprechenden Massenverhältnisse RP 1 und RP 2 abgelesen werden:

RP 1 = Massenverhältnis Monoglycerinester der 4-Aminobenzoesäure/Ethylester der 4Hydroxybenzoesäure
RP 2 = Massenverhältnis Ethylester der 4-Aminobenzoesäure/Ethylester der 4Hydroxybenzoesäure

7.2. Anhand dieser Massenverhältnisse berechnet man den Gehalt an Monoglycerinester der 4 Aminobenzoesäure und Ethylester der 4-Aminobenzoesäure als Massenprozent (% m/m) nach folgenden Formeln:

% (m/m) Monoglycerinester der 4-Aminobenzoesäure =

% (m/m) Ethylester der 4-Aminobenzoesäure =

q = nach 4.13 eingewogene Menge Ethylester der 4-Hydroxybenzoesäure (interner Standard) in mg
p = nach 6.1.1 eingewogene Probemenge in g
8.

WIEDERHOLBARKEIT ( 1 )

8.1. Bei einem Gehalt an Monoglycerinester der 4-Aminobenzoesäure von 5 % (m/m) darf der Unterschied zwischen den Ergebnissen von zwei Parallelbestimmungen an der gleichen Probe 0,25 % nicht überschreiten.

8.2. Bei einem Gehalt an Ethylester der 4-Aminobenzoesäure von 1 % (m/m) darf der Unterschied zwischen den Ergebnissen von zwei Parallelbestimmungen an der gleichen Probe 0,10 % nicht überschreiten.

9.

ANMERKUNGEN

9.1. Vor der eigentlichen Analyse vergewissere man sich, daß die Probe keine Verbindungen enthält, deren Peak auf dem Chromatogramm mit demjenigen des internen Standards zusammenfällt.

9.2. Um sicher zu sein, daß keine weiteren Interferenzen vorhanden sind, ist die Bestimmung zu wiederholen, wobei das Verhältnis des Methanol in der mobilen Phase um 10 % verändert werden kann.


(1) Nach der Norm ISO 5725.

Anlage 25

QUANTITATIVE BESTIMMUNG VON CHLORBUTANOL

1.

ZWECK UND ANWENDUNGSBEREICH

2.

DEFINITION

3.

PRINZIP

4.

REAGENZIEN

4.1. Chlorbutanol (1,1,1-Trichlor-2-methyl-propan-2-ol,Hemihydrat)

4.2. 2,2,2-Trichlorethanol

4.3. Ethanol absolut

4.4. Standardlösung von Chlorbutanol: 0,025 g in 100 ml Ethanol (4.3)

4.5. Interne Standardlösung von 2,2,2-Trichlorethanol: 0,004 g in 100 ml Ethanol (4.3)

5.

GERÄTE

5.1. Übliches Laborgerät

5.2. Gaschromatograph mit 63 Ni-Elektroneneinfangdetektor

6.

VERFAHREN

6.1. Vorbereitung der Proben: Zwischen 0,1 g und 0,3 g der Probe (p g) in einen 100-ml-Meßkolben genau einwägen. In Ethanol (4.3) lösen, 1 ml der internen Standardlösung (4.5) hinzufügen und mit Ethanol auffüllen.

6.2. Gaschromatographie-Bedingungen

6.2.1. Die Bedingungen müssen so gewählt sein, daß der Auflösungsfaktor R 1,5 ist

R1 und R2 = Retentionszeiten von 2 Peaks in min
W1 und W2 = Breite derselben Peaks bei halber Peakhöhe in mm
d' = Papiervorschub in mm/min

6.2.2. Folgende Verfahrensbedingungen führen zu den gewünschten Ergebnissen:

Säule I II
Typ: Glassäule Edelstahlsäule
Länge: 1,80 m 3 m
Innendurchmesser: 3 mm 3 mm
Stationäre Phase: 10% Carbowax 5% OV 17 auf
20 M TPA auf Gaschrom Chromsorb WAW
Q 80-100 mesh DMCS 80-100 mesh
Konditionierung: 2-3 Tage bei 190 °C
Temperatur:
– Injektor: 200 °C 150 °C
– Säule: 150 °C 100 °C
– Detektor: 200 °C 150 °C
Trägergas: Stickstoff Argon-Methan (95/5 v/v)
Durchsatz: 35 ml/min 32 ml/min

6.3. Eichkurve

6.4. 1 l der nach 6.1 gewonnenen Lösung injizieren und unter gleichen Bedingungen (6.2.2) weiterverfahren.

7.

BERECHNUNG

7.1. Berechne aus der Eichkurve (6.3) die Chlorbutanolkonzentration, ausgedrückt in g Chlorbutanol der Lösung 6.1 (a g).

7.2. Der Chlorbutanolgehalt der Probe (% m/m) wird errechnet nach der Formel:

8.

WIEDERHOLBARKEIT ( 1 )


(1) Nach der Norm ISO 5725.

Anlage 26

NACHWEIS UND QUANTITATIVE BESTIMMUNG VON CHININ

A. NACHWEIS

1.

ZWECK UND ANWENDUNGSBEREICH

2.

PRINZIP

3.

REAGENZIEN

3.1. Kieselgelplatten ohne Fluoreszenzindikator, Schichtdicke 0,25 mm, 20 cm x 20 cm

3.2. Fließmittelgemisch: Toluol – Diethylether – Dichlormethan – Diethylamin: 20 – 20 – 20 – 8 (v/v/v/v/)

3.3. Methanol

3.4. Schwefelsäure 96%;

(d = 1,84)

3.5. Diethylether

3.6. Sprühreagenz: 5 ml Schwefelsäure (3.4) vorsichtig zu 95 ml Diethylether (3.5) in einem gekühlten Gefäß hinzufügen.

3.7. Brom

3.8. Ammoniaklösung 28 %,

(d = 1,90)

3.9. Chinin, wasserfrei

3.10. Standardlösung: etwa 100 mg Chinin (3.9) genau einwägen und mit Methanol (3.3) in einem Meßkolben auf 100 ml auffüllen.

4.

GERÄTE

4.1. Übliche Einrichtung für Dünnschichtchromatographie

4.2. Ultraschallbad

4.3. Millipore-Filter FH 0,5 m oder gleichwertiges mit geeignetem Filtriergerät

5.

VERFAHREN

5.1. Probenvorbereitung

5.2. Dünnschichtchromatographie

5.3. Nachweis

5.3.1. Platte bei Zimmertemperatur trocknen.

5.3.2. Mit Reagenz 3.6 sprühen.

5.3.3. Platte eine Stunde lang bei Zimmertemperatur trocknen lassen.

5.3.4. Platte unter einer UV-Lampe bei = 360 nm betrachten.

TABELLE I
Alkaloid Rf
Chinin 0,20
Chinidin 0,29
Cinchonin 0,33
Cinchonidin 0,27
Hydrochinidin 0,17

5.3.5. Zur weiteren Bestätigung des Vorhandenseins von Chinin wird die Platte etwa eine Stunde lang Bromdämpfen (3.7) ausgesetzt: die Fluoreszenz verschwindet. Wird die gleiche Platte Ammoniakdämpfen (3.8) ausgesetzt, so treten die Flecke mit Braunfärbung wieder auf; bei erneuter Betrachtung unter UV-Licht (360 nm) ist eine gelbliche Fluoreszenz festzustellen.

B. QUANTITATIVE BESTIMMUNG

1.

ZWECK UND ANWENDUNGSBEREICH

2.

DEFINITION

3.

PRINZIP

4.

REAGENZIEN

4.1. Acetonitril

4.2. Kaliumdihydrogenorthophosphat KH 2 PO 4

4.3. Orthophosphorsäure 85%;

(d = 1,70)

4.4. Tetramethylammoniumbromid

4.5. Chinin, wasserfrei

4.6. Methanol

4.7. Orthophosphorsäurelösung, 0,1 M : 11,53 g Orthophosphorsäure (4.3) in einem Meßkolben mit Wasser auf 1 000 ml auffüllen.

4.8. Kaliumdihydrogenorthophosphatlösung, 0,1 M : 13,6 g Kaliumdihydrogenorthophosphat (4.2) in einem Meßkolben mit Wasser auf 1 000 ml auffüllen.

4.9. Tetramethylammoniumbromidlösung, 0,1 M : 15,40 g Tetramethylammoniumbromid (4.4) in einem Meßkolben mit Wasser auf 1 000 ml auffüllen.

4.10. Fließmittel: Orthophosphorsäurelösung (4.7) – Kaliumdihydrogenorthophosphatlösung (4.8) – Tetramethylammoniumbromidlösung (4.9) – Wasser – Acetonitril (4.1) : 10 – 50 – 100 – 340 – 90 (v/v/v/v/v)

R1 und R2 = Retentionszeiten von 2 Peaks in min
W1 und W2 = Breite derselben Peaks bei halber Höhe in mm
d' = Papiervorschub in mm/min

4.11. Octadecylsilan, chemisch gebunden an Kieselgel, 10 m

4.12. Standardlösungen: In eine Reihe von 100 ml Meßkolben etwa 5,0; 10,0; 15,0 bzw. 20,0 mg wasserfreies Chinin (4.5) genau einwägen. Mit Methanol (4.6) auffüllen und bis zur Auflösung des Chinins umrühren. Jede Lösung durch ein 0,5 m Filter (5.5) filtrieren.

5.

GERÄTE

5.1. Übliches Laborgerät

5.2. Ultraschallbad

5.3. Flüssigchromatograph mit UV-Detektor mit variabler Wellenlänge

5.4. Edelstahlsäule Länge: 25 cm

5.5. Millipore-Filter, FH 0,5 m oder gleichwertiges mit geeignetem Filtriergerät

6.

VERFAHREN

6.1. Probenvorbereitung

6.2. C hromatographiebedingungen

6.3. Eichgerade

7.

BERECHNUNG

7.1. Anhand der Eichgeraden (6.3) mit Hilfe der Peakfläche die Menge wasserfreies Chinin – ausgedrückt in g – in dem eingespritzten Volumen (6.2) bestimmen.

7.2. Den Gehalt an wasserfreiem Chinin in Massenprozent der untersuchten Probe nach folgender Formel berechnen:

8.

WIEDERHOLBARKEIT ( 1 )


(1) Nach der Norm ISO 5725.

Anlage 27

NACHWEIS UND QUANTITATIVE BESTIMMUNG VON ANORGANISCHEN SULFITEN UND BISULFITEN

ANWENDUNGSBEREICH

Die Methode beschreibt den Nachweis und die Bestimmung von anorganischen Sulfiten und Bisulfiten in kosmetischen Erzeugnissen. Sie ist nur anwendbar auf Produkte, die eine wässrige oder alkoholische Phase enthalten und für Gehalte bis zu 0,2 % Schwefeldioxid.

A. NACHWEIS

1.

PRINZIP

2.

REAGENZIEN

2.1. Salzsäure, 4 M

2.2. Kaliumjodatstärkepapier oder ein anderes geeignetes Indikatorpapier

3.

GERÄTE

3.1. Übliches Laborgerät

3.2. 25-ml-Kolben mit kurzem Rückflußkühler

4.

VERFAHREN

4.1. Etwa 2,5 g der Probe und 10 ml Salzsäure (2.1) werden in den Kolben (3.2) gegeben.

4.2. Mischen und bis zum Sieden erhitzen.

4.3. Die Entwicklung von Schwefeldioxid wird entweder durch Geruch oder mit Indikatorpapier (2.2) nachgewiesen.

B. QUANTITATIVE BESTIMMUNG

1.

DEFINITION

2.

PRINZIP

3.

REAGENZIEN

3.1. Wasserstoffperoxid 0,2 % (m/v). Täglich frisch zuzubereiten.

3.2. Orthophosphorsäure

(d = 1,75)

3.3. Methanol

3.4. Natriumhydroxid-Standardlösung, 0,01 M

3.5. Stickstoff

3.6. Indikator: Mischung 1 : 1 (v/v) von Methylrot (0,03 % m/v in Ethanol) und Methylenblau (0,05 % m/v in Ethanol). Lösung filtrieren.

4.

GERÄTE

4.1. Übliches Laborgerät

4.2. Destillationsapparatur (siehe Abbildung)

5.

VERFAHREN

5.1. Wäge etwa 2,5 g der Probe in den Destillationskolben A (siehe Abbildung) genau ein.

5.2. Füge 60 ml Wasser und 50 ml Methanol (3.3) hinzu und mische.

5.3. Gib 10 ml der Wasserstoffperoxidlösung (3.1), 60 ml Wasser und einige Tropfen des Indikators (3.6) in die Destillationsvorlage D (siehe Abb.). Füge einige Tropfen der Natriumhydroxidlösung (3.4) hinzu, bis der Indikator nach grün umschlägt.

5.4. Der Vorgang 5.3 wird für die Waschflasche E (siehe Abbildung) wiederholt.

5.5. Setze die Apparatur zusammen und stelle den Stickstoffstrom (3.5) auf etwa 60 Blasen pro Minute ein.

5.6. Laß 15 ml Orthophosphorsäure (3.2) durch den Tropftrichter in den Destillationskolben A einlaufen.

5.7. Rasch bis zum Kochen erhitzen und 30 Minuten vorsichtig weitersieden lassen.

5.8. Entferne die Destillationsvorlage D. Spüle das Rohr und titriere dann das Destillat mit Natriumhydroxidlösung (3.4), bis der Indikator (3.6) nach grün umschlägt.

6.

BERECHNUNG

7.

WIEDERHOLBARKEIT ( 1 )

Schwefeldioxid-Destillationsapparatur nach TANNER

Alle Angaben in mm


(1) Nach der Norm ISO 5725.

Anlage 28

NACHWEIS UND QUANTITATIVE BESTIMMUNG VON ALKALICHLORATEN

ANWENDUNGSBEREICH

Die Methode beschreibt den Nachweis und die Bestimmung von Chloraten in Zahnpasten und anderen kosmetischen Produkten.

A. NACHWEIS

1.

PRINZIP

2.

REAGENZIEN

2.1. Referenzlösungen: Wässrige Lösungen von

2.2. Fließmittel: Ammoniaklösung 28 % (m/v) – Aceton – Butanol:

2.3. Wässrige Kaliumjodidlösung, 5 % (m/v)

2.4. Stärkelösung, 1-5 % (m/v)

2.5. Salzsäure, 1 M

2.6. DC-Fertigplatten Cellulose, Schichtdicke 0,25 mm

3.

GERÄTE

4.

VERFAHREN

4.1. Etwa 1 g der Probe wird mit Wasser extrahiert, filtriert und auf etwa 25 ml verdünnt.

4.2. 2 l dieser Lösung (4.1) und jeweils 2 l jeder der drei Referenzlösungen (2.1) werden auf die Grundlinie einer DC-Platte (2.6) aufgetragen.

4.3. Die DC-Platte in ein Entwicklungsgefäß stellen und mit aufsteigender Chromatographie mit dem Fließmittel (2.2) bis zu etwa drei Viertel der Länge der Platte entwickeln.

4.4. Die Platte aus dem Entwicklungsgefäß entfernen und das Fließmittel verdampfen lassen.

4.5. Die Platte mit Kaliumjodidlösung (2.3) besprühen und etwa 5 Minuten lang trocknen lassen.

4.6. Die Platte mit Stärkelösung (2.4) besprühen und wieder etwa 5 Minuten lang trocknen lassen.

4.7. Die Platte mit Salzsäure (2.5) besprühen.

5.

AUSWERTUNG

Halogenat Rf
Chlorat 0,7 – 0,8
Bromat 0,5 – 0,6
Jodat 0 – 0,2

B. QUANTITATIVE BESTIMMUNG

1.

DEFINITION

2.

PRINZIP

3.

REAGENZIEN

3.1. Essigsäure, 80 % (m/m)

3.2. Zinkpulver

3.3. Silbernitratlösung, 0,1 M

4.

GERÄTE

4.1. Übliches Laborgerät

4.2. Potentiograph mit Silberindikatorelektrode

5.

VERFAHREN

5.1. Vorbereitung der Probe

5.2. Reduktion von Chlorat

5.3. Bestimmung von Chlorid

6.

BERECHNUNG

V = Volumen der Silbernitratlösung (3.3) in ml, das zur Titration der Lösung 5.2 verbraucht wurde.
V' = Volumen der Silbernitratlösung (3.3) in ml, das zur Titration der Lösung 5.1 verbraucht wurde
M = Molarität der verwendeten Silbernitratlösung (3.3)
m = Masse der Probe in g
7.

WIEDERHOLBARKEIT ( 1 )


(1) Nach der Norm ISO 5725.

Anlage 29

NACHWEIS UND QUANTITATIVE BESTIMMUNG VON NATRIUMJODAT

ANWENDUNGSBEREICH

Diese Methode beschreibt die Identifizierung und quantitative Bestimmung Natriumjodat in kosmetischen Mitteln, die nach Gebrauch sofort ausgespült werden.

A. IDENTIFIZIERUNG

1.

PRINZIP

2.

REAGENZIEN

2.1. Referenzlösungen: Wässrige Lösungen von Kalium-Chlorat, -Bromat und -Jodat, 0,01 % (m/v), frisch zubereitet.

2.2. Fließmittel: Ammoniaklösung 28 % (m/v) – Aceton – Butanol: 60 – 130 – 30 (v/v/v)

2.3. Wässrige Kaliumjodidlösung, 5 % (m/v)

2.4. Stärkelösung, 1-5 % (m/v)

2.5. Salzsäure, 1 M

3.

GERÄTE

3.1. DC-Fertigplatten Cellulose, Schichtdicke 0,25 mm

3.2. Übliche Ausstattung für Dünnschichtchromatographie

4.

VERFAHREN

4.1. Etwa 1 g der Probe wird mit Wasser extrahiert, filtriert und auf etwa 10 ml verdünnt.

4.2. 2 l dieser Lösung (4.1) und jeweils 2 l jeder der drei Referenzlösungen (2.1) werden auf die Grundlinie einer DC-Platte (3.1) aufgetragen.

4.3. Die DC-Platte in ein Entwicklungsgefäß stellen und mit aufsteigender Chromatographie mit dem Fließmittel (2.2) bis zu etwa drei Viertel der Länge der Platte entwickeln.

4.4. Die Platte aus dem Entwicklungsgefäß entfernen und das Fließmittel bei Zimmertemperatur verdampfen lassen.

4.5. Die Platte mit Kaliumjodidlösung (2.3) besprühen und etwa 5 Minuten lang trocknen lassen

4.6. Die Platte mit Stärkelösung (2.4) besprühen und wieder etwa 5 Minuten lang trocknen lassen

4.7. Abschließend die Platte mit Salzsäure (2.5) besprühen

5.

AUSWERTUNG

B. QUANTITATIVE BESTIMMUNG

1.

DEFINITION

2.

PRINZIP

3.

REAGENZIEN

3.1. Salzsäure, 4 M

3.2. Wässrige Natriumsulfitlösung, 5 % m/v

3.3. Natriumjodat-Stammlösung: 50 mg Natriumjodat/100 ml Wasser

3.4. Kaliumdihydrogenorthophosphat

3.5. Dinatriumhydrogenorthophosphat . 2H 2 O

3.6. Mobile Phase für die HPLC: Löse 3,88 g Kaliumhydrogenorthophosphat (3.4) und 1,19 g Dinatriumhydrogenorthophosphat . 2 H 2 O (3.5) in einem Liter Wasser. Der pH dieser Lösung beträgt 6.2.

3.7. Universalindikatorpapier, pH 1-11

4.

GERÄTE

4.1. Papierfilter, 110 mm Durchmesser, Schleicher und Schüll Nr. 575 oder gleichwertiges

4.2. Hochdruckflüssigkeitschromatograph mit UV-Detektor mit variabler Wellenlänge

4.3. Säulen: 2 hintereinandergeschaltete Säulen von jeweils 120 mm Länge und 4,6 mm Innendurchmesser.

Säulenfüllung: 1. Säule: NucleosilR 5 C 18 oder gleichwertiges
2. Säule: VydacTM-301-SB oder gleichwertiges
5.

VERFAHREN

5.1. Probenvorbereitung

5.1.1. Flüssige Proben (Shampoos)

5.1.2. Feste Proben (Seifen)

5.2. Chromatographie

5.3. Eichgerade

6.

BERECHNUNG

7.

WIEDERHOLBARKEIT ( 1 )

8.

BESTÄTIGUNG

8.1. Prinzip

8.2. Verfahren


(1) Nach der Norm ISO 5725.

Anlage 30

NACHWEIS UND BESTIMMUNG VON SILBERNITRAT IN KOSMETISCHEN MITTELN

A. Nachweis

1.

Zweck und Anwendungsbereich

2.

Kurzbeschreibung

3.

Reagenzien

3.1. Salzsäure, 2 M.

3.2. Ammoniaklösung: konzentrierte Ammoniaklösung (d 20 = 0,88 g/ml) wird mit der gleichen Menge Wasser gemischt.

3.3. Salpetersäure, 2 M.

4.

Geräte

4.1. Normale Laborausstattung.

4.2. Zentrifuge.

5.

Durchführung

5.1. In einem Zentrifugenglas wird zu ungefähr 1 g Probe tropfenweise Salzsäure (3.1) gegeben, bis die Ausfällung abgeschlossen ist. Die Mischung wird anschließend zentrifugiert.

5.2. Die überstehende Flüssigkeit wird dekantiert und der Rückstand einmal mit fünf Tropfen kaltem Wasser gewaschen. Die Waschflüssigkeit wird verworfen.

5.3. Der Rückstand im Zentrifugenglas wird mit der gleichen Menge Wasser versetzt und unter Rühren zum Sieden erhitzt.

5.4. Die Mischung wird heiß zentrifugiert und die überstehende Flüssigkeit verworfen.

5.5. Der Niederschlag wird mit einigen Tropfen Ammoniaklösung (3.2) versetzt, gemischt und anschließend zentrifugiert.

5.6. Ein Tropfen der überstehenden Lösung wird auf einen Objektträger gebracht und mit wenigen Tropfen Salpetersäure (3.3) versetzt.

5.7. Ein weißer Niederschlag zeigt die Anwesenheit von Silber an.

B. Bestimmung

1.

Zweck und Anwendungsbereich

2.

Kurzbeschreibung

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