Bekanntmachung der Bundesministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur betreffend die Lehrpläne für den katholischen Religionsunterricht an Hauptschulen, an der Unterstufe allgemein bildender höherer Schulen, an berufsbildenden höheren Schulen sowie an Berufsschulen

Typ Verordnung
Veröffentlichung 2003-12-24
Letzte Aktualisierung 2025-09-01
Status Aufgehoben · 2004-07-12
Ministerium BKA (Bundeskanzleramt)
Quelle RIS
Artikel 50
Änderungshistorie JSON API

– können ihr Leben in sozialen Bezügen unter dem Anspruch der Selbst-, Nächsten- und Gottesliebe reflektieren und bewerten (Kompetenz 3)

– sind zu ethisch begründetem Urteilen, Argumentieren und Handeln aus christlichem Verständnis fähig (Kompetenz 4)

– können das Humanum als Maß für Wirtschaft, Arbeitswelt und den Einsatz von Technik erkennen und diese Bereiche aus der Kraft eines prophetischen Christentums mitgestalten (Kompetenz 5)

– können den Kosmos als von Gott anvertraut sehen, sich selbst als Geschöpf Gottes verstehen und zu einem nachhaltigen Umgang mit der Schöpfung beitragen (Kompetenz 6)

– können sich mit Gott, der in Jesus Christus Mensch geworden ist, auf Basis der biblischen Offenbarung auseinander setzen (Kompetenz 7)

– können die Wirkungsgeschichte des Christusereignisses in Kirche und Welt sowie seine vielfältige kulturprägende Kraft beschreiben und deuten und unterschiedliche Formen von Spiritualität verstehen und gestalten (Kompetenz 8)

– können die wichtigsten Welt- und Lebensdeutungen der Religionen und Weltanschauungen beschreiben und mit zentralen Deutungen des Christentums respektvoll und kritisch in Beziehung setzen (Kompetenz 9)

Lehrstoff

RINGEN UM IDENTITÄT

Was mir Halt gibt   Kompetenz 2, Kompetenz 6

Lebensbedeutsame Werte   Kompetenz 1, Kompetenz 2

Veränderungen an Leib und Psyche   Kompetenz 2

Woher komme ich? Wer bin ich? Wohin gehe ich?   Kompetenz 1, Kompetenz 2

ALLTAGS-, GRUND- UND GRENZERFAHRUNGEN

Erfolgs-, Gemeinschafts-, Friedens- und Zufriedenheitserfahrungen, ...   Kompetenz 1

Lieben und geliebt werden   Kompetenz 3

Trennungs-, Verlusterfahrungen, ...   Kompetenz 1

Umgang mit Leid und Tod   Kompetenz 1

MITEINANDER LEBEN – VERANTWORTUNG ÜBERNEHMEN

Leben in sozialen Bezügen   Kompetenz 3

Erfahrungen in der Herkunftsfamilie   Kompetenz 3

Verantwortung für mich und die Mitmenschen   Kompetenz 2, Kompetenz 4

Koinonia – Gemeinschaft leben   Kompetenz 8

Gewalterfahrungen, Konflikte und Konfliktbewältigung   Kompetenz 3

PHÄNOMEN RELIGION

Das Leben stellt Fragen   Kompetenz 9

Glaube   Kompetenz 9

Erscheinungsformen des Religiösen (Heilige Zeichen, Orte, Zeiten, ...)   Kompetenz 9

Okkulte Phänomene und Praktiken   Kompetenz 9

Natur als religiöses Phänomen   Kompetenz 6, Kompetenz 9

GOTT – GOTTESBILDER – GOTTSUCHE

Monotheismus   Kompetenz 7, Kompetenz 9

Vielfalt der biblischen Gottesbilder   Kompetenz 7

Das Befreiende der Gottesbeziehung   Kompetenz 2

Glaubenszeugnisse, Glaubensvorbilder, Glaubensgeschichten   Kompetenz 2, Kompetenz 7

Gott und das Leid   Kompetenz 2

LEBEN FEIERN – ALLTAG UNTERBRECHEN

Festkultur innerhalb und/oder außerhalb der Kirche   Kompetenz 8, Kompetenz 9

Freizeit gestalten   Kompetenz 2

Sonntag – Tag des Herrn, Tag des Menschen   Kompetenz 8

Kirchenjahr – Liturgie der zentralen Feste   Kompetenz 2, Kompetenz 8

Wallfahrten   Kompetenz 8

VIELFALT CHRISTLICHER SPIRITUALITÄT

Gebet   Kompetenz 8

Hl. Schrift: Erfahrungen und Zugänge   Kompetenz 7, Kompetenz 8

Musik und weitere künstlerische Ausdrucksformen   Kompetenz 8

Christusdarstellungen   Kompetenz 7, Kompetenz 8

Stille   Kompetenz 8

Meditation   Kompetenz 8

WELT UND SCHÖPFUNG

Staunen über den Kosmos – Furcht und Ehrfurcht   Kompetenz 6

Der Mensch als Geschöpf und Mitschöpfer   Kompetenz 6

Die Verletzlichkeit der Schöpfung   Kompetenz 6

Tiere als Mitgeschöpfe   Kompetenz 6

Genussfähigkeit und Suchtverhalten   Kompetenz 6

LEBEN NACH DEM TOD

Jenseitsvorstellungen   Kompetenz 1, Kompetenz 9

Himmel, Hölle und ihre Bilder   Kompetenz 1

II. Jahrgang

3.

Semester

Kompetenzen (Bildungs- und Lehraufgabe)

Die Schülerinnen und Schüler

– können in Alltags-, Grund- und Grenzerfahrungen Dimensionen der Sinnfrage wahrnehmen und beschreiben sowie aus der Perspektive der erlösenden Verheißung im Christentum verstehen und deuten (Kompetenz 1)

– können sich selbst differenziert wahrnehmen, ihre Fragen nach Gott zur Sprache bringen und dabei Sakramente als Zeichen der Nähe Gottes verstehen und deuten (Kompetenz 2)

– können ihr Leben in sozialen Bezügen unter dem Anspruch der Selbst-, Nächsten- und Gottesliebe reflektieren und bewerten (Kompetenz 3)

– sind zu ethisch begründetem Urteilen, Argumentieren und Handeln aus christlichem Verständnis fähig (Kompetenz 4)

– können das Humanum als Maß für Wirtschaft, Arbeitswelt und den Einsatz von Technik erkennen und diese Bereiche aus der Kraft eines prophetischen Christentums mitgestalten (Kompetenz 5)

– können den Kosmos als von Gott anvertraut sehen, sich selbst als Geschöpf Gottes verstehen und zu einem nachhaltigen Umgang mit der Schöpfung beitragen (Kompetenz 6)

– können sich mit Gott, der in Jesus Christus Mensch geworden ist, auf Basis der biblischen Offenbarung auseinander setzen (Kompetenz 7)

– können die Wirkungsgeschichte des Christusereignisses in Kirche und Welt sowie seine vielfältige kulturprägende Kraft beschreiben und deuten und unterschiedliche Formen von Spiritualität verstehen und gestalten (Kompetenz 8)

– können die wichtigsten Welt- und Lebensdeutungen der Religionen und Weltanschauungen beschreiben und mit zentralen Deutungen des Christentums respektvoll und kritisch in Beziehung setzen (Kompetenz 9)

Lehrstoff

LEBENSSITUATION JUGENDLICHER

Trends, Szenen, Jugendkulturen   Kompetenz 2

Verwirklichung eigener Vorstellungen – Möglichkeiten und Grenzen   Kompetenz 2, Kompetenz 6

Zwischen Konformismus und Nonkonformismus   Kompetenz 2, Kompetenz 3

FREIHEIT – BINDUNG – ABHÄNGIGKEIT

Freiheit zum Ja und Nein   Kompetenz 2

Freiheit von anderen und durch andere   Kompetenz 3

Meine Freiheit, die anderer und die gemeinsame Freiheit   Kompetenz 3

Missachtung, Missbrauch und Verlust der Freiheit   Kompetenz 2, Kompetenz 3

ZUGÄNGE DES MENSCHEN ZU GOTT

Offenbarung und Wirken Gottes in der Geschichte   Kompetenz 7

Das Volk Israel als Empfänger des Ersten Testaments   Kompetenz 7, Kompetenz 9

Das Judentum als erste abrahamitische Religion   Kompetenz 7, Kompetenz 9

BIBLISCHE BOTSCHAFT – JESUS CHRISTUS

Basiswissen Bibel: Evangelien   Kompetenz 7

Jesus der Christus   Kompetenz 7, Kompetenz 8

Grundzüge biblischer Ethik (alt- und neutestamentliche Spezifika)   Kompetenz 4, Kompetenz 7

Von Jesus zur zweiten abrahamitischen Religion   Kompetenz 7, Kompetenz 8

WELT- UND LEBENSDEUTUNGEN IN DEN RELIGIÖSEN SONDERGEMEINSCHAFTEN

Anspruch, Menschenbild, Strukturen, Gefahren   Kompetenz 9

4.

Semester

Kompetenzen (Bildungs- und Lehraufgabe)

Die Schülerinnen und Schüler

– können in Alltags-, Grund- und Grenzerfahrungen Dimensionen der Sinnfrage wahrnehmen und beschreiben sowie aus der Perspektive der erlösenden Verheißung im Christentum verstehen und deuten (Kompetenz 1)

– können sich selbst differenziert wahrnehmen, ihre Fragen nach Gott zur Sprache bringen und dabei Sakramente als Zeichen der Nähe Gottes verstehen und deuten (Kompetenz 2)

– können ihr Leben in sozialen Bezügen unter dem Anspruch der Selbst-, Nächsten- und Gottesliebe reflektieren und bewerten (Kompetenz 3)

– sind zu ethisch begründetem Urteilen, Argumentieren und Handeln aus christlichem Verständnis fähig (Kompetenz 4)

– können das Humanum als Maß für Wirtschaft, Arbeitswelt und den Einsatz von Technik erkennen und diese Bereiche aus der Kraft eines prophetischen Christentums mitgestalten (Kompetenz 5)

– können den Kosmos als von Gott anvertraut sehen, sich selbst als Geschöpf Gottes verstehen und zu einem nachhaltigen Umgang mit der Schöpfung beitragen (Kompetenz 6)

– können sich mit Gott, der in Jesus Christus Mensch geworden ist, auf Basis der biblischen Offenbarung auseinander setzen (Kompetenz 7)

– können die Wirkungsgeschichte des Christusereignisses in Kirche und Welt sowie seine vielfältige kulturprägende Kraft beschreiben und deuten und unterschiedliche Formen von Spiritualität verstehen und gestalten (Kompetenz 8)

– können die wichtigsten Welt- und Lebensdeutungen der Religionen und Weltanschauungen beschreiben und mit zentralen Deutungen des Christentums respektvoll und kritisch in Beziehung setzen (Kompetenz 9)

Lehrstoff

SYMBOLE UND RITUALE

Symbole der Lebenssituation Jugendlicher   Kompetenz 2

Christliche Symbole in unserer Lebenswelt   Kompetenz 8

Verwendung religiöser Symbole in einer säkularisierten Welt (Sport, Werbung, Medien, Technik, Wirtschaft, ...)   Kompetenz 8

Rituale und ihre Funktionen   Kompetenz 8

Initiationsriten, Sakramente der Initiation: Taufe, Firmung, Eucharistie   Kompetenz 2

GELINGENDES LEBEN

Glückserfahrungen, Glücksvorstellungen   Kompetenz 2

Be- und Entschleunigung, Leistungsdruck   Kompetenz 2

Leben mit Behinderungen   Kompetenz 1, Kompetenz 2, Kompetenz 3, Kompetenz 6

Sinnfrage – Sinnverlust – Sinnlosigkeit (Krisen, Suizid)   Kompetenz 1

Vorbild Jesu   Kompetenz 7

LEBEN IN ENTSCHEIDUNGEN

Werte und Normen vor dem Hintergrund der Freiheit   Kompetenz 4

Klärung der Begriffe: gut und böse, Ethik und Moral, Gewissen und Verantwortung   Kompetenz 3

VIELFALT VON BEZIEHUNGEN

Wesen, Wert, Chancen, Gefahren, Entwicklungen von Beziehungen   Kompetenz 3

Peer group, Freundschaft, Partnerschaft   Kompetenz 2

Auf dem Weg zur Intimität (Geschlechtlichkeit)   Kompetenz 6

III. Jahrgang

5.

Semester

Kompetenzen (Bildungs- und Lehraufgabe)

Die Schülerinnen und Schüler

– können in Alltags-, Grund- und Grenzerfahrungen Dimensionen der Sinnfrage wahrnehmen und beschreiben sowie aus der Perspektive der erlösenden Verheißung im Christentum verstehen und deuten (Kompetenz 1)

– können sich selbst differenziert wahrnehmen, ihre Fragen nach Gott zur Sprache bringen und dabei Sakramente als Zeichen der Nähe Gottes verstehen und deuten (Kompetenz 2)

– können ihr Leben in sozialen Bezügen unter dem Anspruch der Selbst-, Nächsten- und Gottesliebe reflektieren und bewerten (Kompetenz 3)

– sind zu ethisch begründetem Urteilen, Argumentieren und Handeln aus christlichem Verständnis fähig (Kompetenz 4)

– können das Humanum als Maß für Wirtschaft, Arbeitswelt und den Einsatz von Technik erkennen und diese Bereiche aus der Kraft eines prophetischen Christentums mitgestalten (Kompetenz 5)

– können den Kosmos als von Gott anvertraut sehen, sich selbst als Geschöpf Gottes verstehen und zu einem nachhaltigen Umgang mit der Schöpfung beitragen (Kompetenz 6)

– können sich mit Gott, der in Jesus Christus Mensch geworden ist, auf Basis der biblischen Offenbarung auseinander setzen (Kompetenz 7)

– können die Wirkungsgeschichte des Christusereignisses in Kirche und Welt sowie seine vielfältige kulturprägende Kraft beschreiben und deuten und unterschiedliche Formen von Spiritualität verstehen und gestalten (Kompetenz 8)

– können die wichtigsten Welt- und Lebensdeutungen der Religionen und Weltanschauungen beschreiben und mit zentralen Deutungen des Christentums respektvoll und kritisch in Beziehung setzen (Kompetenz 9)

Lehrstoff

MENSCHENWÜRDE – MENSCHENRECHTE – MENSCHENPFLICHTEN

Historische Entwicklung   Kompetenz 4

Biblische Bezüge   Kompetenz 4

Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit   Kompetenz 4, Kompetenz 9

Universalitätsanspruch   Kompetenz 4

Weltethos   Kompetenz 4, Kompetenz 9

Menschenrechtsverletzungen – Einsatz für die Menschenrechte   Kompetenz 4

ANFANG UND ENDE MENSCHLICHEN LEBENS

Verantwortung für das ungeborene Leben   Kompetenz 4, Kompetenz 6

Humangenetik   Kompetenz 6

Einstellung zu Krankheit, Alter, Tod   Kompetenz 1

Menschenwürdiges Sterben   Kompetenz 1

BASISWISSEN BIBEL

Orientierung in der biblischen Bibliothek   Kompetenz 7

Eckdaten biblischer Geschichte   Kompetenz 7

Literarische Gattungen   Kompetenz 7

Neutestamentliche Briefliteratur   Kompetenz 7

ANGESPROCHEN VON GOTTES LIEBE

Zuspruchs-Erfahrungen in der Bibel, in der Geschichte und im eigenen Leben   Kompetenz 3

Gottes- und Nächstenliebe als Antwort   Kompetenz 3, Kompetenz 4

Dekalog   Kompetenz 3, Kompetenz 4

Bergpredigt   Kompetenz 3, Kompetenz 4, Kompetenz 7

Die Abba-Beziehung Jesu   Kompetenz 2, Kompetenz 7

AKTUELLE FRAGEN ANGEWANDTER ETHIK

Sehen – Urteilen – Handeln   Kompetenz 4

Ethische Argumentationsweisen (deontologisch, teleologisch, utilitaristisch, ...)   Kompetenz 4

Biotechnik, Medien, Datenschutz, ...   Kompetenz 6

6.

Semester:

Kompetenzen (Bildungs- und Lehraufgabe)

Die Schülerinnen und Schüler

– können in Alltags-, Grund- und Grenzerfahrungen Dimensionen der Sinnfrage wahrnehmen und beschreiben sowie aus der Perspektive der erlösenden Verheißung im Christentum verstehen und deuten (Kompetenz 1)

– können sich selbst differenziert wahrnehmen, ihre Fragen nach Gott zur Sprache bringen und dabei Sakramente als Zeichen der Nähe Gottes verstehen und deuten (Kompetenz 2)

– können ihr Leben in sozialen Bezügen unter dem Anspruch der Selbst-, Nächsten- und Gottesliebe reflektieren und bewerten (Kompetenz 3)

– sind zu ethisch begründetem Urteilen, Argumentieren und Handeln aus christlichem Verständnis fähig (Kompetenz 4)

– können das Humanum als Maß für Wirtschaft, Arbeitswelt und den Einsatz von Technik erkennen und diese Bereiche aus der Kraft eines prophetischen Christentums mitgestalten (Kompetenz 5)

– können den Kosmos als von Gott anvertraut sehen, sich selbst als Geschöpf Gottes verstehen und zu einem nachhaltigen Umgang mit der Schöpfung beitragen (Kompetenz 6)

– können sich mit Gott, der in Jesus Christus Mensch geworden ist, auf Basis der biblischen Offenbarung auseinander setzen (Kompetenz 7)

– können die Wirkungsgeschichte des Christusereignisses in Kirche und Welt sowie seine vielfältige kulturprägende Kraft beschreiben und deuten und unterschiedliche Formen von Spiritualität verstehen und gestalten (Kompetenz 8)

– können die wichtigsten Welt- und Lebensdeutungen der Religionen und Weltanschauungen beschreiben und mit zentralen Deutungen des Christentums respektvoll und kritisch in Beziehung setzen (Kompetenz 9)

Lehrstoff

UMGANG MIT (KIRCHEN-)GESCHICHTE

Meilensteine der Kirchengeschichte   Kompetenz 8

Gegenwart braucht Vergangenheit und Zukunft   Kompetenz 8

Zwischen Sünde und Heiligkeit   Kompetenz 8

Kirche hat Geschichte – Kirche macht Geschichte   Kompetenz 8

GNADENERFAHRUNGEN IN EINER „GNADENLOSEN“ WELT

Sich beschenken lassen können   Kompetenz 6

Verzeihung   Kompetenz 1

Versöhnung   Kompetenz 3

Sakrament der Krankensalbung   Kompetenz 1, Kompetenz 2

Auferstehung im Leben   Kompetenz 1

Feste   Kompetenz 6

ZUGÄNGE DES MENSCHEN ZU GOTT

Islam als dritte abrahamitische Religion   Kompetenz 9

TECHNIK UND MACHBARKEIT

Prägung des Bewusstseins und der Gesellschaft durch Technik   Kompetenz 5

Souveränität und Abhängigkeit   Kompetenz 5

Problemfelder: Informationstechnologie, Gentechnik, ...   Kompetenz 5

IV. Jahrgang

7.

Semester:

Kompetenzen (Bildungs- und Lehraufgabe)

Die Schülerinnen und Schüler

– können in Alltags-, Grund- und Grenzerfahrungen Dimensionen der Sinnfrage wahrnehmen und beschreiben sowie aus der Perspektive der erlösenden Verheißung im Christentum verstehen und deuten (Kompetenz 1)

– können sich selbst differenziert wahrnehmen, ihre Fragen nach Gott zur Sprache bringen und dabei Sakramente als Zeichen der Nähe Gottes verstehen und deuten (Kompetenz 2)

– können ihr Leben in sozialen Bezügen unter dem Anspruch der Selbst-, Nächsten- und Gottesliebe reflektieren und bewerten (Kompetenz 3)

– sind zu ethisch begründetem Urteilen, Argumentieren und Handeln aus christlichem Verständnis fähig (Kompetenz 4)

– können das Humanum als Maß für Wirtschaft, Arbeitswelt und den Einsatz von Technik erkennen und diese Bereiche aus der Kraft eines prophetischen Christentums mitgestalten (Kompetenz 5)

– können den Kosmos als von Gott anvertraut sehen, sich selbst als Geschöpf Gottes verstehen und zu einem nachhaltigen Umgang mit der Schöpfung beitragen (Kompetenz 6)

– können sich mit Gott, der in Jesus Christus Mensch geworden ist, auf Basis der biblischen Offenbarung auseinander setzen (Kompetenz 7)

– können die Wirkungsgeschichte des Christusereignisses in Kirche und Welt sowie seine vielfältige kulturprägende Kraft beschreiben und deuten und unterschiedliche Formen von Spiritualität verstehen und gestalten (Kompetenz 8)

– können die wichtigsten Welt- und Lebensdeutungen der Religionen und Weltanschauungen beschreiben und mit zentralen Deutungen des Christentums respektvoll und kritisch in Beziehung setzen (Kompetenz 9)

Lehrstoff

WIRTSCHAFT IM DIENST DES LEBENS

Lebensökonomie versus Geldökonomie – Mensch als Mittel und/oder Zweck der Wirtschaft   Kompetenz 9

Wirtschaftsmodelle, Globalisierung und (alternative) Wirtschaftsformen   Kompetenz 9

Konsum/Konsumismus   Kompetenz 9

Rolle des Geldes (Tauschmittel, Fetisch, Mammon, ...)   Kompetenz 9

Kirche als Wirtschaftsfaktor und/oder Kommerzialisierung von Religion   Kompetenz 5

GRUNDPRINZIPIEN DER SOZIALETHIK

Unterschied zwischen Individual- und Sozialethik   Kompetenz 5

Personprinzip versus Kapitalismus   Kompetenz 5

Solidaritäts- und Gemeinwohlprinzip versus Liberalismus   Kompetenz 5

Subsidiaritätsprinzip versus Zentralismus   Kompetenz 5

SOZIALE GERECHTIGKEIT

Gerechtigkeitsaspekte (ausgleichend, zuteilend, Tausch-, Beteiligungs-, Verfahrensgerechtigkeit)   Kompetenz 5

Institutionen und Gruppierungen im Einsatz für Gerechtigkeit   Kompetenz 5

Armuts- und Reichtumsvermehrung   Kompetenz 5

Katholische Soziallehre   Kompetenz 5, Kompetenz 8

Option für die Armen   Kompetenz 5

KULTUR ALS SCHÖPFERISCHE LEBENSÄUSSERUNG

Kunst und Religion   Kompetenz 8

Lebensförderliche und lebenshinderliche Weltgestaltung   Kompetenz 6

Kulturprägende Wirkungen des Christusereignisses   Kompetenz 8

Jesus in verschiedenen Kunstgattungen   Kompetenz 8

PROPHETISCHES REDEN – PROPHETISCHE ZEICHEN – PROPHETISCHES HANDELN

Zivilcourage in Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Kirche   Kompetenz 7

Basiswissen Bibel: Prophetenbücher   Kompetenz 7

Aktualität biblischer Sozialkritik, kirchliche Selbstanwendung   Kompetenz 7

Religiös motivierter Widerstand   Kompetenz 7

8.

Semester

Kompetenzen (Bildungs- und Lehraufgabe)

Die Schülerinnen und Schüler

– können in Alltags-, Grund- und Grenzerfahrungen Dimensionen der Sinnfrage wahrnehmen und beschreiben sowie aus der Perspektive der erlösenden Verheißung im Christentum verstehen und deuten (Kompetenz 1)

– können sich selbst differenziert wahrnehmen, ihre Fragen nach Gott zur Sprache bringen und dabei Sakramente als Zeichen der Nähe Gottes verstehen und deuten (Kompetenz 2)

– können ihr Leben in sozialen Bezügen unter dem Anspruch der Selbst-, Nächsten- und Gottesliebe reflektieren und bewerten (Kompetenz 3)

– sind zu ethisch begründetem Urteilen, Argumentieren und Handeln aus christlichem Verständnis fähig (Kompetenz 4)

– können das Humanum als Maß für Wirtschaft, Arbeitswelt und den Einsatz von Technik erkennen und diese Bereiche aus der Kraft eines prophetischen Christentums mitgestalten (Kompetenz 5)

– können den Kosmos als von Gott anvertraut sehen, sich selbst als Geschöpf Gottes verstehen und zu einem nachhaltigen Umgang mit der Schöpfung beitragen (Kompetenz 6)

– können sich mit Gott, der in Jesus Christus Mensch geworden ist, auf Basis der biblischen Offenbarung auseinander setzen (Kompetenz 7)

– können die Wirkungsgeschichte des Christusereignisses in Kirche und Welt sowie seine vielfältige kulturprägende Kraft beschreiben und deuten und unterschiedliche Formen von Spiritualität verstehen und gestalten (Kompetenz 8)

– können die wichtigsten Welt- und Lebensdeutungen der Religionen und Weltanschauungen beschreiben und mit zentralen Deutungen des Christentums respektvoll und kritisch in Beziehung setzen (Kompetenz 9)

Lehrstoff

SHALOM GOTTES

Impulse für den Frieden – Beiträge der Religionen   Kompetenz 3, Kompetenz 9

Konstruktive und destruktive Formen der Aggression   Kompetenz 3

Der/die/das Fremde   Kompetenz 3

Gewalt und Krieg   Kompetenz 3

Friede und Friedenserziehung   Kompetenz 3

ALS MANN UND FRAU GESCHAFFEN

Frau sein, Mann sein   Kompetenz 2, Kompetenz 6

Zueinander, Miteinander, Gegeneinander (Frauenfeindlichkeit, Marginalisierung, Diskriminierung)   Kompetenz 6, Kompetenz 8

Sexualität, Vielfalt sexueller Orientierungen   Kompetenz 2, Kompetenz 6

Ehe und Familie (pro und contra, einst und heute, Sakrament, Eherecht, verantwortete Elternschaft)   Kompetenz 2, Kompetenz 3

ERFAHRUNGEN UND UMGANG MIT SCHEITERN, SCHULD UND DEM BÖSEN

Erfahrungen des Scheiterns, des Schuldigwerdens, der Sünde   Kompetenz 1

Formen und Fehlformen des Umgangs mit Scheitern und Schuld   Kompetenz 1

Das Phänomen des Bösen   Kompetenz 2, Kompetenz 9

Verheißene Erlösung im Glauben, Sakrament der Versöhnung   Kompetenz 1, Kompetenz 2

LEBENSFORMEN UND GOTTSUCHE

Glaubenszeugnisse, Glaubensvorbilder, Glaubensgeschichten   Kompetenz 2

Reich Gottes (Barmherzigkeit, Vergebung und Versöhnung als Zeichen des Gottesreiches)   Kompetenz 2, Kompetenz 4

Radikale Lebens- und Gottsuche   Kompetenz 2

Geschäft mit existenziellen Sehnsüchten   Kompetenz 8

V. Jahrgang

9.

Semester

Kompetenzen (Bildungs- und Lehraufgabe)

Die Schülerinnen und Schüler

– können in Alltags-, Grund- und Grenzerfahrungen Dimensionen der Sinnfrage wahrnehmen und beschreiben sowie aus der Perspektive der erlösenden Verheißung im Christentum verstehen und deuten (Kompetenz 1)

– können sich selbst differenziert wahrnehmen, ihre Fragen nach Gott zur Sprache bringen und dabei Sakramente als Zeichen der Nähe Gottes verstehen und deuten (Kompetenz 2)

– können ihr Leben in sozialen Bezügen unter dem Anspruch der Selbst-, Nächsten- und Gottesliebe reflektieren und bewerten (Kompetenz 3)

– sind zu ethisch begründetem Urteilen, Argumentieren und Handeln aus christlichem Verständnis fähig (Kompetenz 4)

– können das Humanum als Maß für Wirtschaft, Arbeitswelt und den Einsatz von Technik erkennen und diese Bereiche aus der Kraft eines prophetischen Christentums mitgestalten (Kompetenz 5)

– können den Kosmos als von Gott anvertraut sehen, sich selbst als Geschöpf Gottes verstehen und zu einem nachhaltigen Umgang mit der Schöpfung beitragen (Kompetenz 6)

– können sich mit Gott, der in Jesus Christus Mensch geworden ist, auf Basis der biblischen Offenbarung auseinander setzen (Kompetenz 7)

– können die Wirkungsgeschichte des Christusereignisses in Kirche und Welt sowie seine vielfältige kulturprägende Kraft beschreiben und deuten und unterschiedliche Formen von Spiritualität verstehen und gestalten (Kompetenz 8)

– können die wichtigsten Welt- und Lebensdeutungen der Religionen und Weltanschauungen beschreiben und mit zentralen Deutungen des Christentums respektvoll und kritisch in Beziehung setzen (Kompetenz 9)

Lehrstoff

ENTWICKLUNG UND ENTFALTUNG DER PERSÖNLICHKEIT

Selbstannahme, Selbstverwirklichung und Beziehungsfähigkeit   Kompetenz 2, Kompetenz 3

Herz – Über-Ich – Gewissen: Normen, Bildung, Konflikte   Kompetenz 4

Stufen des religiösen Urteils   Kompetenz 4

Religiöse Erziehung – Kindertaufe   Kompetenz 2, Kompetenz 3

Werden und Wandel des persönlichen Gottesbildes   Kompetenz 2

Das Befreiende der Gottesbeziehung   Kompetenz 1, Kompetenz 2

WELT- UND LEBENSDEUTUNGEN

Biblische Schöpfungstexte und außerbiblische Ursprungsmythen   Kompetenz 6, Kompetenz 9

Adamah – adam, als Frau und Mann Ebenbild Gottes   Kompetenz 6

Naturwissenschaft und Schöpfungsglaube   Kompetenz 6

Weltanschauungen und Ideologien   Kompetenz 9

Ethische Systeme und Entwürfe   Kompetenz 4, Kompetenz 9

RELIGION – RELIGIONEN

Hinduismus, Buddhismus, Konfuzianismus, Daoismus, ...   Kompetenz 9

Religionen im Dialog   Kompetenz 9

Erscheinungsformen des Atheismus   Kompetenz 9

Religionskritik   Kompetenz 9

RELIGION – STAAT – GESELLSCHAFT

Politische Dimensionen von Religion   Kompetenz 5, Kompetenz 9

Verhältnis von Religion und Staat in verschiedenen Religionen   Kompetenz 9

Christentum und Politik – Grundsätzliche Modelle   Kompetenz 5, Kompetenz 9

Privatisierung von Religion versus prophetische Religion   Kompetenz 5, Kompetenz 9

KIRCHE

Erfahrungen mit Kirche   Kompetenz 5, Kompetenz 8

Vielfalt an Kirchenbildern   Kompetenz 5, Kompetenz 8

Christliche Kirchen – Ökumene   Kompetenz 8

Weltkirche und Pluralismus   Kompetenz 8

Ecclesia semper reformanda – Heiliger Geist als Lebensprinzip   Kompetenz 2, Kompetenz 8

Martyria, Diakonia, Leiturgia – bekennen, dienen, feiern   Kompetenz 8

10.

Semester

Kompetenzen (Bildungs- und Lehraufgabe)

Die Schülerinnen und Schüler

– können in Alltags-, Grund- und Grenzerfahrungen Dimensionen der Sinnfrage wahrnehmen und beschreiben sowie aus der Perspektive der erlösenden Verheißung im Christentum verstehen und deuten (Kompetenz 1)

– können sich selbst differenziert wahrnehmen, ihre Fragen nach Gott zur Sprache bringen und dabei Sakramente als Zeichen der Nähe Gottes verstehen und deuten (Kompetenz 2)

– können ihr Leben in sozialen Bezügen unter dem Anspruch der Selbst-, Nächsten- und Gottesliebe reflektieren und bewerten (Kompetenz 3)

– sind zu ethisch begründetem Urteilen, Argumentieren und Handeln aus christlichem Verständnis fähig (Kompetenz 4)

– können das Humanum als Maß für Wirtschaft, Arbeitswelt und den Einsatz von Technik erkennen und diese Bereiche aus der Kraft eines prophetischen Christentums mitgestalten (Kompetenz 5)

– können den Kosmos als von Gott anvertraut sehen, sich selbst als Geschöpf Gottes verstehen und zu einem nachhaltigen Umgang mit der Schöpfung beitragen (Kompetenz 6)

– können sich mit Gott, der in Jesus Christus Mensch geworden ist, auf Basis der biblischen Offenbarung auseinander setzen (Kompetenz 7)

– können die Wirkungsgeschichte des Christusereignisses in Kirche und Welt sowie seine vielfältige kulturprägende Kraft beschreiben und deuten und unterschiedliche Formen von Spiritualität verstehen und gestalten (Kompetenz 8)

– können die wichtigsten Welt- und Lebensdeutungen der Religionen und Weltanschauungen beschreiben und mit zentralen Deutungen des Christentums respektvoll und kritisch in Beziehung setzen (Kompetenz 9)

Lehrstoff

FRAU – MACHT – KIRCHE

Biblische Texte und ihre Rezeptionsgeschichte   Kompetenz 7

Feminismus, feministische Theologie   Kompetenz 8

Kirchliche Ämter für Männer und Frauen, Weihesakrament   Kompetenz 2, Kompetenz 8

Maria und Formen der Marienverehrung   Kompetenz 7, Kompetenz 8

ARBEIT UND BERUF

Sinn menschlicher Arbeit   Kompetenz 1, Kompetenz 5, Kompetenz 6

Beruf und Berufung   Kompetenz 5

Arbeitslosigkeit   Kompetenz 1, Kompetenz 5

Berufsethik   Kompetenz 5

GOTTES GEGENWART IM LEBEN

Verständnisebenen der Wirklichkeit (Mythos, Wahrheit, Symbole, Realität – Virtualität)   Kompetenz 2

Wirkungsgeschichte der Bibel   Kompetenz 7

Sakramente   Kompetenz 2

Theodizee   Kompetenz 1, Kompetenz 9

Tod und Auferstehung   Kompetenz 1

Persönliches Gebet, Meditation und Psalmen   Kompetenz 1, Kompetenz 6, Kompetenz 7, Kompetenz 8

zum gestaffelten Inkrafttreten vgl. § 2 Z 12, BGBl. II Nr. 47/2023

Anlage 2

LEHRPLAN FÜR DEN KATHOLISCHEN RELIGIONSUNTERRICHT AN VOLKSSCHULEN

Bildungs- und Lehraufgabe (1. bis 4. Klasse):

Der katholische Religionsunterricht leistet einen wichtigen Beitrag zur reflexiven Grundbildung, indem er einen religiösen Weltzugang erschließt, der Orientierung in fundamentalen menschlichen Lebensfragen bietet. Er kann reflektierte Lebensbewältigung und gesellschaftliche Mitgestaltung unterstützen sowie zu einer eigenen verantworteten Position in Bezug auf Religion befähigen. Angesichts globaler Herausforderungen und einer durch digitale Medien geprägten Welt bietet der Religionsunterricht Raum für die gesellschaftlichen Fragen und Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler.

Auf Basis der Auseinandersetzung mit Bibel und kirchlicher Tradition als einem sinnstiftenden Deutungshorizont für die persönliche Lebens- und Glaubensgestaltung fördert der Religionsunterricht den Erwerb religiöser und religiös-ethischer Fachkompetenzen sowie sozialer und personaler Kompetenzen. Er unterstützt die Entwicklung von Resilienz, ermutigt zu solidarischem, gewaltlosem und nachhaltigem Handeln und zur Bewältigung von Zukunftsaufgaben.

Der Religionsunterricht sensibilisiert für religiös deutbare Phänomene, schult das religiöse Sprach- und Symbolverständnis und erschließt Zugänge zu Kunst und Kultur. Er öffnet Räume für religiöse Erfahrungen, trägt zur Gestaltung des Schullebens bei und regt die Reflexion hinsichtlich einer Beteiligung am kirchlichen Leben an.

Der Religionsunterricht bietet in seiner Konfessionalität einen Zugang zur katholischen Tradition und ermöglicht die Begegnung mit religiöser und weltanschaulicher Pluralität. In einem pluralen und religiös heterogenen Kontext initiiert er Begegnungsmöglichkeiten und befähigt die Schülerinnen und Schüler die Perspektive des je Anderen wahrzunehmen, unterschiedliche Auffassungen und Einstellungen kritisch zu reflektieren und respektvoll über Weltanschauungen und Religionen zu kommunizieren.

Durch diese Konzeption leistet der Religionsunterricht einen Beitrag zur Realisierung der fachlehrplanübergreifenden Themen, vor allem der sprachlichen Bildung, der politischen Bildung, der Umweltbildung und der Medienbildung.

Didaktische Grundsätze (1. bis 4. Klasse):

In der Mitte des Religionsunterrichts stehen die Schülerinnen und Schüler, ihr Leben, ihr Glaube.

Für den katholischen Religionsunterricht sind das Prinzip der Korrelation, das die wechselseitige Erschließung von Glauben und Leben meint, und das Prinzip des „Ganzen im Fragment“, das sich der Elementarisierung und dem exemplarischen Lernen verpflichtet weiß, zentral.

Die didaktisch reflektierte Setzung von Schwerpunkten ist besonders bei einstündig geführten Klassen und im schulstufenübergreifenden Unterricht notwendig.

Bezugnehmend auf das Kompetenzmodell sind folgende religionsdidaktische Grundsätze hervorzuheben:

Fokus: Religiöse Sprache und Symbole

Die Alphabetisierung in religiöser Sprache umfasst das Erkennen und Verstehen religiöser Sprachformen und das Erschließen vielfältiger Symbole in ihrer Mehrdimensionalität. Eine individuelle und kreative Ausdrucksfähigkeit wird gefördert.

Fokus: Philosophieren und Theologisieren

Der Religionsunterricht fördert die Fragekompetenz, initiiert Suchbewegungen im religiös-existenziellen Kontext und schult die Argumentationsfähigkeit. Er verpflichtet nicht auf einen Glauben, vielmehr fördert er die Entscheidungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler in religiösen und ethischen Belangen.

Fokus: Actio und Contemplatio

Performatives Lernen zielt ab auf das reflektierende Erleben religiöser Vollzüge und ethischen Handelns. Die Erfahrungsbezogenheit des Religionsunterrichts wird in Gebet, Stille und Meditation sowie in gemeinsamen Feiern, Aktionen und Projekten erlebbar.

Fokus: Beziehung und Resonanz

Im Beziehungsgeschehen zwischen Gott, Mensch und Welt angelegt, umfasst schulische religiöse Bildung eine biografische und narrative Komponente und vollzieht sich besonders im Lernen voneinander, miteinander und übereinander.

Zentrale fachliche Konzepte (1. bis 4. Klasse):

Folgende Leitideen, strukturiert in Begriffspaaren, kennzeichnen die zentralen fachlichen Konzepte des katholischen Religionsunterrichts.

Lebensrealitäten und Transzendenz

Christlicher Glaube versteht den Menschen in seiner Biografie und in seinen Lebensbezügen als transzendentes Wesen und erschließt Wege der Sinnfindung durch Transzendenzbezug.

Gottesliebe und Menschenliebe

Das jüdisch-christliche Gottes- und Menschenbild steht für eine lebensbejahende Grundhaltung zu sich selbst, den Mitmenschen und der Welt. Das Beziehungsgeschehen zwischen Gott und Mensch und der Menschen untereinander ist getragen von der bedingungslosen Liebe Gottes. Unabhängig von Fähigkeiten und erbrachten Leistungen ist der Mensch in seiner Würde unantastbar.

Jesus der Christus

Das Christentum orientiert sich am Reden und Handeln Jesu, das die vergebende und heilende Zuwendung Gottes zu den Menschen zeigt. In seiner den Tod überwindenden Auferstehung kann in der Brüchigkeit des Lebens Versöhnung und Erlösung erfahrbar werden.

Freiheit und Offenbarung

Quellen der Offenbarung sind die Bibel und die kirchliche Tradition in ihrer Vielfalt. Auf der darin grundgelegten Freiheit des Menschen basiert die Achtung der Religionsfreiheit jeder Schülerin und jedes Schülers.

Zusage und Verantwortung

Ausgehend vom Verdankt-Sein allen Lebens wissen sich Christinnen und Christen beauftragt und befähigt Verantwortung in der Welt zu übernehmen. Dabei leiten sie Hoffnungsperspektiven, die auf biblischen Zusagen aufbauen.

Kompetenzmodell und Kompetenzbereiche (1. bis 4. Klasse):

Das Kompetenzmodell für den katholischen Religionsunterricht beinhaltet schulstufenübergreifend drei inhaltsbezogene Kompetenzbereiche und fünf handlungsorientierte Kompetenzdimensionen.

Kompetenzbereiche sind inhaltlich geprägte nähere Umschreibungen von Sachgebieten, in denen religiöse Kompetenzen erworben werden. Sie werden durch je zwei Leitkompetenzen konkretisiert.

Kompetenzbereich Menschen und ihre Lebensorientierungen

– Leitkompetenz 1: Beziehung verantwortungsvoll gestalten können – zu sich selbst, zu anderen, zur Schöpfung

– Leitkompetenz 2: Sich mit den großen Fragen der Menschen auseinandersetzen können

Kompetenzbereich Gelehrte und gelebte Bezugsreligion

– Leitkompetenz 3: Grundlagen und Leitmotive des christlichen Glaubens kennen und für das eigene Leben deuten können

– Leitkompetenz 4: Kirchliche Grundvollzüge kennen und religiös-spirituelle Ausdrucksformen gestalten können

Kompetenzbereich Religiöse und weltanschauliche Vielfalt in Gesellschaft und Kultur

– Leitkompetenz 5: Medien, Kunst und Kultur im Kontext religiöser Weltwahrnehmung interpretieren, beurteilen und gestalten können

– Leitkompetenz 6: Unterschiedlichen Lebensweisen und Glaubensformen reflexiv begegnen können

Kompetenzdimensionen beschreiben die Handlungsmodi der Aneignung der Kompetenzen und finden sich in den Kompetenzbeschreibungen wieder.

– Wahrnehmen und beschreiben religiös bedeutsamer Phänomene (Perzeption)

– Verstehen und deuten religiös bedeutsamer Sprache und Glaubenszeugnisse (Kognition)

– Gestalten und handeln in religiösen und ethischen Fragen (Performanz)

– Kommunizieren und (be)urteilen von Überzeugungen mit religiösen Argumenten und im Dialog (Interaktion)

– Teilhaben und entscheiden - begründete (Nicht-)Teilhabe an religiöser und gesellschaftlicher Praxis (Partizipation)

Primarstufe

Der Lehrplan für katholische Religion umfasst drei Kompetenzbereiche. Jeder dieser Bereiche wird jahrgangsübergreifend durch je zwei Leitkompetenzen konkretisiert. Diesen sind schulstufenspezifische Kompetenzbeschreibungen zugeordnet, die angeben, welche Kompetenzen von allen Schülerinnen und Schülern erworben werden sollen. In jedem Schuljahr sind alle im Kompetenzmodell genannten Kompetenzdimensionen (Perzeption, Kognition, Performanz, Interaktion, Partizipation) zu berücksichtigen.

Inhaltlich konkretisiert werden die Kompetenzbeschreibungen durch Anwendungsbereiche. Diese benennen repräsentative Beispiele für Themenfelder, anhand derer Kompetenzen erworben werden. Wo solche benannt sind, sind sie verbindlich zu behandeln. Weitere Anwendungsbereiche können frei gewählt werden. Wo keine Anwendungsbereiche benannt sind, ist es Aufgabe der Lehrerinnen und Lehrer Anwendungsbereiche zu definieren.

Kompetenzbeschreibungen und Anwendungsbereiche, Lehrstoff (1. bis 4. Klasse):

1.

Klasse:

Kompetenzbereich Menschen und ihre Lebensorientierungen

Leitkompetenz 1: Beziehung verantwortungsvoll gestalten können - zu sich selbst, zu anderen, zur Schöpfung

Kompetenzbeschreibung

Die Schülerinnen und Schüler

– können sich in ihrer Einmaligkeit als von Gott geliebt 8 wahrnehmen und sich und ihre Lebenswelt beschreiben.

– können verschiedene Ausdrucks- und Kommunikationsformen wahrnehmen und anwenden. 10

Leitkompetenz 2: Sich mit den großen Fragen der Menschen auseinandersetzen können

Kompetenzbeschreibung

Die Schülerinnen und Schüler

– können ihre Fragen und Gedanken über Gott und die Welt zum Ausdruck bringen 11 und sich mit biblischen Gottesvorstellungen auseinandersetzen.

Anwendungsbereiche

– Welt- und Gottesbilder der Schülerinnen und Schüler 5

– Selbstoffenbarung Gottes: Jahwe

Kompetenzbereich Gelehrte und gelebte Bezugsreligion

Leitkompetenz 3: Grundlagen und Leitmotive des christlichen Glaubens kennen und für das eigene Leben deuten können

Kompetenzbeschreibung

Die Schülerinnen und Schüler

– können über Begegnungen von Menschen mit Jesus erzählen.

Leitkompetenz 4: Kirchliche Grundvollzüge kennen und religiös-spirituelle Ausdrucksformen gestalten können

Kompetenzbeschreibung

Die Schülerinnen und Schüler

– kennen zentrale Feste im Kirchenjahr und können deren Inhalte gestalterisch zum Ausdruck bringen.

Anwendungsbereiche

– Advent- und Weihnachtszeit – die Kindheitsgeschichte nach Lukas

Kompetenzbeschreibung

Die Schülerinnen und Schüler

– kennen die Symbole und Zeichenhandlungen der Taufe und können das Fest beschreiben.

Kompetenzbereich Religiöse und weltanschauliche Vielfalt in Gesellschaft und Kultur

Leitkompetenz 5: Medien, Kunst und Kultur im Kontext religiöser Weltwahrnehmung interpretieren, beurteilen und gestalten können

Kompetenzbeschreibung

Die Schülerinnen und Schüler

– können Spuren des Christlichen in der Umgebung wahrnehmen und religiöse Motive deuten.

Anwendungsbereiche

– Heilige Räume, heilige Zeiten, heilige Menschen

Leitkompetenz 6: Unterschiedlichen Lebensweisen und Glaubensformen reflexiv begegnen können

Kompetenzbeschreibung

Die Schülerinnen und Schüler

– können erkennen, dass Gemeinschaft in Verschiedenheit gelebt wird und können zu einem guten Miteinander beitragen. 5

2.

Klasse:

Kompetenzbereich Menschen und ihre Lebensorientierungen

Leitkompetenz 1: Beziehung verantwortungsvoll gestalten können - zu sich selbst, zu anderen, zur Schöpfung

Kompetenzbeschreibung

Die Schülerinnen und Schüler

– können Leben und Feiern in Gemeinschaft als Kraftquelle entdecken und mitgestalten. 3, 5

Leitkompetenz 2: Sich mit den großen Fragen der Menschen auseinandersetzen können

Kompetenzbeschreibung

Die Schülerinnen und Schüler

– können Vielfalt und Widersprüchlichkeit des Lebens wahrnehmen und zum Ausdruck bringen. 7

Kompetenzbereich Gelehrte und gelebte Bezugsreligion

Leitkompetenz 3: Grundlagen und Leitmotive des christlichen Glaubens kennen und für das eigene Leben deuten können

Kompetenzbeschreibung

Die Schülerinnen und Schüler

– kennen biblische Erzählungen von Gottes Verheißungen und können sie für das eigene Leben deuten.

Anwendungsbereiche

– Ruf und Segen Gottes – Abraham, Sara, Hagar

Kompetenzbeschreibung

Die Schülerinnen und Schüler

– kennen biblische Erzählungen von Jesu Mahlgemeinschaften und können diese mit eigenen Erfahrungen in Verbindung bringen.

Anwendungsbereiche

– Sakrament: Eucharistie

Leitkompetenz 4: Kirchliche Grundvollzüge kennen und religiös-spirituelle Ausdrucksformen gestalten können

Kompetenzbeschreibung

Die Schülerinnen und Schüler

– kennen zentrale Feste im Kirchenjahr und können deren Inhalte gestalterisch zum Ausdruck bringen.

Anwendungsbereiche

– Umkehr und Versöhnung

– Neubeginn in der Fastenzeit und Osterzeit

Kompetenzbeschreibung

Die Schülerinnen und Schüler

– können sich mit unterschiedlichen Gebetsformen auseinandersetzen und eigene zum Ausdruck bringen. 10

Anwendungsbereiche

– Das Vater Unser

Kompetenzbereich Religiöse und weltanschauliche Vielfalt in Gesellschaft und Kultur

Leitkompetenz 5: Medien, Kunst und Kultur im Kontext religiöser Weltwahrnehmung interpretieren, beurteilen und gestalten können

Kompetenzbeschreibung

Die Schülerinnen und Schüler

– können Bild- und Symbolsprache wahrnehmen und ihre Bedeutung für Menschen reflektieren. 6

Anwendungsbereiche

– Religiöse Sprachkompetenz: Symbole und Rituale 10

Leitkompetenz 6: Unterschiedlichen Lebensweisen und Glaubensformen reflexiv begegnen können

Kompetenzbeschreibung

Die Schülerinnen und Schüler

– können die kulturelle, soziale und religiöse Vielfalt im Lebensumfeld wahrnehmen und über eigene Erfahrungen erzählen. 5

3.

Klasse:

Kompetenzbereich Menschen und ihre Lebensorientierungen

Leitkompetenz 1: Beziehung verantwortungsvoll gestalten können - zu sich selbst, zu anderen, zur Schöpfung

Kompetenzbeschreibung

Die Schülerinnen und Schüler

– können eigene Bedürfnisse und Bedürfnisse der Mitmenschen erkennen und reflektieren. 2, 9

Anwendungsbereiche

– Das Liebesgebot Jesu (Mk 12,28-34)

Kompetenzbeschreibung

Die Schülerinnen und Schüler

– können Kränkungen, Ungerechtigkeiten und Schuld wahrnehmen und von Möglichkeiten der Versöhnung erzählen. 7, 3

Anwendungsbereiche

– Versöhnung anhand biblischer Beispiele

Leitkompetenz 2: Sich mit den großen Fragen der Menschen auseinandersetzen können

Kompetenzbeschreibung

Die Schülerinnen und Schüler

– können sich über die existenziellen Fragen nach dem Woher, Wozu, Wohin des Lebens austauschen. 1

Kompetenzbereich Gelehrte und gelebte Bezugsreligion

Leitkompetenz 3: Grundlagen und Leitmotive des christlichen Glaubens kennen und für das eigene Leben deuten können

Kompetenzbeschreibung

Die Schülerinnen und Schüler

– kennen biblische Erzählungen von Gottes Rettung und können sie für das eigene Leben deuten.

Anwendungsbereiche

– Die Josefserzählung (Gen 37-50 in Auswahl)

Kompetenzbeschreibung

Die Schülerinnen und Schüler

– können Jesu Wirken auf dem Hintergrund der damaligen Lebenssituation beschreiben.

Anwendungsbereiche

– Biblisch-hermeneutische Kompetenz: Heilungs- und Wundererzählungen 10

Leitkompetenz 4: Kirchliche Grundvollzüge kennen und religiös-spirituelle Ausdrucksformen gestalten können

Kompetenzbeschreibung

Die Schülerinnen und Schüler

– kennen den biblischen Hintergrund von zentralen Festen im Kirchenjahr und können ihre Bedeutung erschließen.

Anwendungsbereiche

– Karwoche – Osterfest

Die Schülerinnen und Schüler

– kennen und gestalten Gebete aus Bibel, Tradition und Liturgie. 10

Kompetenzbereich Religiöse und weltanschauliche Vielfalt in Gesellschaft und Kultur

Leitkompetenz 5: Medien, Kunst und Kultur im Kontext religiöser Weltwahrnehmung interpretieren, beurteilen und gestalten können

Kompetenzbeschreibung

Die Schülerinnen und Schüler

– können anhand von Beispielen die Wirkung von Sprache erforschen und bewerten. 10

Anwendungsbereiche

– Biblisch-hermeneutische Kompetenz und religiöse Sprachkompetenz: Sprache in Medien 6 , Bibel und Liturgie 10

Leitkompetenz 6: Unterschiedlichen Lebensweisen und Glaubensformen reflexiv begegnen können

Kompetenzbeschreibung

Die Schülerinnen und Schüler

– können Elemente jüdischen Lebens und Glaubens beschreiben. 5

– können zu Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit in der Welt Stellung beziehen und Handlungsmöglichkeiten im Sinne Jesu benennen. 7, 13

Anwendungsbereiche

– Die Werke der Barmherzigkeit (Mt 25,31-40)

4.

Klasse:

Kompetenzbereich Menschen und ihre Lebensorientierungen

Leitkompetenz 1: Beziehung verantwortungsvoll gestalten können - zu sich selbst, zu anderen, zur Schöpfung

Kompetenzbeschreibung

Die Schülerinnen und Schüler

– können sich mit gemeinschaftsfördernden Werten auseinandersetzen und ihre Bedeutung in unterschiedlichen Lebenssituationen reflektieren. 7

Anwendungsbereiche

– Die Goldene Regel (Mt 7,12) 5

– Der Dekalog (Ex 20,2-17) 7

Kompetenzbeschreibung

Die Schülerinnen und Schüler

– können die Welt als Gottes Schöpfung deuten und kennen Möglichkeiten für verantwortungsbewusstes Handeln. 11

Leitkompetenz 2: Sich mit den großen Fragen der Menschen auseinandersetzen können

Kompetenzbeschreibung

Die Schülerinnen und Schüler

– können Leidsituationen benennen und Hoffnungsgeschichten erzählen. 13

Anwendungsbereiche

– Die Exoduserzählung in Auswahl

Kompetenzbeschreibung

Die Schülerinnen und Schüler

– können Bedeutsames und Heiliges in ihrem Leben entdecken und darüber erzählen.

Kompetenzbereich Gelehrte und gelebte Bezugsreligion

Leitkompetenz 3: Grundlagen und Leitmotive des christlichen Glaubens kennen und für das eigene Leben deuten können

Kompetenzbeschreibung

Die Schülerinnen und Schüler

– kennen biblische Schöpfungstexte und können sie mit naturwissenschaftlichen Aussagen in Beziehung setzen. 10

– können Würdetitel Jesu verstehen und sich mit seiner Botschaft vom Reich Gottes auseinandersetzen.

Anwendungsbereiche

– Biblisch-hermeneutische Kompetenz: Gleichnisse, Seligpreisungen (Mt 5,1-12) 10

Leitkompetenz 4: Kirchliche Grundvollzüge kennen und religiös-spirituelle Ausdrucksformen gestalten können

Kompetenzbeschreibung

Die Schülerinnen und Schüler

– kennen den biblischen Hintergrund von zentralen Festen im Kirchenjahr und können ihre Bedeutung erschließen.

Anwendungsbereiche

– Das Pfingstfest – das Wirken des Heiligen Geistes

Kompetenzbereich Religiöse und weltanschauliche Vielfalt in Gesellschaft und Kultur

Leitkompetenz 5: Medien, Kunst und Kultur im Kontext religiöser Weltwahrnehmung interpretieren, beurteilen und gestalten können

Kompetenzbeschreibung

Die Schülerinnen und Schüler

– können sich mit der Sprache der Kunst als Ausdruck für das Heilige auseinandersetzen.

Anwendungsbereiche

– Religiöse Motive in Geschichte und Gegenwart 6

Leitkompetenz 6 Unterschiedlichen Lebensweisen und Glaubensformen reflexiv begegnen können

Kompetenzbeschreibung

Die Schülerinnen und Schüler

– können Elemente muslimischen Lebens und Glaubens beschreiben und die monotheistischen Religionen zueinander in Beziehung setzen. 5

Anwendungsbereiche

– Haltungen für ein gelingendes interreligiöses Miteinander 7, 5

Kompetenzbeschreibung

Die Schülerinnen und Schüler

– kennen Ausdrucksformen des Glaubens in den Konfessionen und Religionen und können diese beschreiben. 5

1Bildungs-,Berufs- und Lebensorientierung 2Entrepreneurship Education 3Gesundheitsförderung
4Informatische Bildung 5Interkulturelle Bildung 6Medienbildung
7Politische Bildung 8Reflexive Geschlechterpädagogik und Gleichstellung 9Sexualpädagogik
10Sprachliche Bildung und Lesen 11Umweltbildung für nachhaltige Entwicklung 12Verkehrs- und Mobilitätsbildung
13Wirtschafts-, Finanz- und Verbraucher/innenbildung

Semesterweise gestaffeltes In-Kraft-Treten (§ 2 Z 3)

Anlage 3

LEHRPLAN FÜR DEN KATHOLISCHEN RELIGIONSUNTERRICHT AN SONDERFORMEN

DER BERUFSBILDENDEN HÖHEREN SCHULEN

(AUSGENOMMEN DEN LEHRPLAN FÜR KOLLEGS)

1.

Bildungs- und Lehraufgabe:

Es gilt die im ersten Abschnitt dieses Lehrplans angeführte Bildungs- und Lehraufgabe.

2.

Didaktische Grundsätze:

Es gelten sinngemäß und in analoger Interpretation die im zweiten Abschnitt dieses Lehrplans angeführten didaktischen Grundsätze. Diese sind auf die Situation von SchülerInnen, gegebenenfalls Studierenden, unter Einbeziehung der verschiedenen Arbeitweisen der Erwachsenenbildung anzuwenden.

An berufsbildenden höheren Schulen für Berufstätige soll auch die Familiensituation der Schülerinnen und Schüler/Studierenden, die zum Teil selbst schon Eltern sind, Beachtung finden.

3.

Ziele, Themenbereiche und an den Zielen orientierte Einzelthemen (Lehrstoff):

Es gelten die im dritten und vierten Abschnitt dieses Lehrplans angeführten Ziele, Themenbereiche und an den Zielen orientierte Einzelthemen.

Die Themenbereiche sind in Schulen für Berufstätige sowie in Sonderformen, in denen Religion nicht im Ausmaß von fünf Jahren unterrichtet wird, in einer der Schulart und der Schuldauer entsprechenden Lehrstoffverteilung auszuwählen und aufzuteilen.

Semesterweise gestaffeltes In-Kraft-Treten (§ 2 Z 3)

Anlage 3

LEHRPLAN FÜR DEN KATHOLISCHEN RELIGIONSUNTERRICHT AN SONDERFORMEN

DER BERUFSBILDENDEN HÖHEREN SCHULEN

(AUSGENOMMEN DEN LEHRPLAN FÜR KOLLEGS)

1.

Bildungs- und Lehraufgabe:

Siehe Anlage 2.

2.

Didaktische Grundsätze:

Es gelten sinngemäß und in analoger Interpretation die im zweiten Abschnitt dieses Lehrplans angeführten didaktischen Grundsätze. Diese sind auf die Situation von SchülerInnen, gegebenenfalls Studierenden, unter Einbeziehung der verschiedenen Arbeitweisen der Erwachsenenbildung anzuwenden.

An berufsbildenden höheren Schulen für Berufstätige soll auch die Familiensituation der Schülerinnen und Schüler/Studierenden, die zum Teil selbst schon Eltern sind, Beachtung finden.

3.

Ziele, Themenbereiche und an den Zielen orientierte Einzelthemen

(Lehrstoff):

Es gelten die im dritten und vierten Abschnitt dieses Lehrplans angeführten Ziele, Themenbereiche und an den Zielen orientierte Einzelthemen.

Die Themenbereiche sind in Schulen für Berufstätige sowie in Sonderformen, in denen Religion nicht im Ausmaß von fünf Jahren unterrichtet wird, in einer der Schulart und der Schuldauer entsprechenden Lehrstoffverteilung auszuwählen und aufzuteilen.

Anlage 3

Lehrplan für den katholischen Religionsunterricht an Sonderformen der berufsbildenden höheren Schulen(ausgenommen den Lehrplan für Kollegs)

1.

Bildungs- und Lehraufgabe

Siehe Anlage 2 Z 1.

2.

Didaktische Grundsätze

Die in Anlage 2 Z 2 angeführten didaktischen Grundsätze gelten sinngemäß und in analoger Interpretation. Diese sind auf die Situation von Schülerinnen und Schülern, gegebenenfalls Studierenden, unter Einbeziehung der verschiedenen Arbeitsweisen der Erwachsenenbildung anzuwenden.

An berufsbildenden höheren Schulen für Berufstätige soll auch die Familiensituation der Studierenden, die zum Teil selbst schon Eltern sind, Beachtung finden.

3.

Themenbereiche und an Kompetenzen orientierte Einzelthemen

Es gelten die in Anlage 2 Z 3 und 4 angeführten Kompetenzen, Themenbereiche und an den Kompetenzen orientierten Einzelthemen.

Die Themenbereiche sind in Schulen für Berufstätige sowie in Sonderformen, in denen Religion nicht im Ausmaß von fünf Jahren unterrichtet wird, in einer der Schulart und der Schuldauer entsprechenden Lehrstoffverteilung auszuwählen und aufzuteilen.

Anlage 3

LEHRPLAN FÜR DEN KATHOLISCHEN RELIGIONSUNTERRICHT AN SONDERFORMEN DER BERUFSBILDENDEN HÖHEREN SCHULEN (AUSGENOMMEN KOLLEGS UND SONDERFORMEN DER BILDUNGSANSTALTEN)

1.

Bildungs- und Lehraufgabe

Siehe Anlage 2 Z 1.

2.

Didaktische Grundsätze

Die in Anlage 2 Z 2 angeführten didaktischen Grundsätze gelten sinngemäß und in analoger Interpretation. Diese sind auf die Situation von Schülerinnen und Schülern, gegebenenfalls Studierenden, unter Einbeziehung der verschiedenen Arbeitsweisen der Erwachsenenbildung anzuwenden.

An berufsbildenden höheren Schulen für Berufstätige soll auch die Familiensituation der Studierenden, die zum Teil selbst schon Eltern sind, Beachtung finden.

3.

Themenbereiche und an Kompetenzen orientierte Einzelthemen

Es gelten die in Anlage 2 Z 3 und 4 angeführten Kompetenzen, Themenbereiche und an den Kompetenzen orientierten Einzelthemen.

Die Themenbereiche sind in Schulen für Berufstätige sowie in Sonderformen, in denen Religion nicht im Ausmaß von fünf Jahren unterrichtet wird, in einer der Schulart und der Schuldauer entsprechenden Lehrstoffverteilung auszuwählen und aufzuteilen.

Anlage 3

LEHRPLAN FÜR DEN KATHOLISCHEN RELIGIONSUNTERRICHT AN MITTELSCHULEN UND AN DER UNTERSTUFE ALLGEMEINBILDENDER HÖHERER SCHULEN

Bildungs- und Lehraufgabe (1. bis 4. Klasse):

Der katholische Religionsunterricht leistet einen wichtigen Beitrag zur reflexiven Grundbildung, indem er einen religiösen Weltzugang erschließt, der Orientierung in fundamentalen menschlichen Lebensfragen bietet. Er kann reflektierte Lebensbewältigung und gesellschaftliche Mitgestaltung unterstützen sowie zu einer eigenen verantworteten Position in Bezug auf Religion befähigen. Angesichts globaler Herausforderungen und einer durch digitale Medien geprägten Welt bietet der Religionsunterricht Raum für die gesellschaftlichen Fragen und Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler.

Auf Basis der Auseinandersetzung mit Bibel und kirchlicher Tradition als einem sinnstiftenden Deutungshorizont für die persönliche Lebens- und Glaubensgestaltung fördert der Religionsunterricht den Erwerb religiöser und religiös-ethischer Fachkompetenzen sowie sozialer und personaler Kompetenzen. Er unterstützt die Entwicklung von Resilienz, ermutigt zu solidarischem, gewaltlosem und nachhaltigem Handeln und zur Bewältigung von Zukunftsaufgaben.

Der Religionsunterricht sensibilisiert für religiös deutbare Phänomene, schult das religiöse Sprach- und Symbolverständnis und erschließt Zugänge zu Kunst und Kultur. Er öffnet Räume für religiöse Erfahrungen, trägt zur Gestaltung des Schullebens bei und regt die Reflexion hinsichtlich einer Beteiligung am kirchlichen Leben an.

Der Religionsunterricht bietet in seiner Konfessionalität einen Zugang zur katholischen Tradition und ermöglicht die Begegnung mit religiöser und weltanschaulicher Pluralität. In einem pluralen und religiös heterogenen Kontext initiiert er Begegnungsmöglichkeiten und befähigt die Schülerinnen und Schüler die Perspektive des je Anderen wahrzunehmen, unterschiedliche Auffassungen und Einstellungen kritisch zu reflektieren und respektvoll über Weltanschauungen und Religionen zu kommunizieren.

Durch diese Konzeption leistet der Religionsunterricht einen Beitrag zur Realisierung der fachlehrplanübergreifenden Themen, vor allem der sprachlichen Bildung, der politischen Bildung, der Umweltbildung und der Medienbildung.

Didaktische Grundsätze (1. bis 4. Klasse):

In der Mitte des Religionsunterrichts stehen die Schülerinnen und Schüler, ihr Leben, ihr Glaube.

Für den katholischen Religionsunterricht sind das Prinzip der Korrelation, das die wechselseitige Erschließung von Glauben und Leben meint, und das Prinzip des „Ganzen im Fragment“, das sich der Elementarisierung und dem exemplarischen Lernen verpflichtet weiß, zentral.

Die didaktisch reflektierte Setzung von Schwerpunkten ist besonders bei einstündig geführten Klassen und im schulstufenübergreifenden Unterricht notwendig.

Bezugnehmend auf das Kompetenzmodell sind folgende religionsdidaktische Grundsätze hervorzuheben:

Fokus: Religiöse Sprache und Symbole

Die Alphabetisierung in religiöser Sprache umfasst das Erkennen und Verstehen religiöser Sprachformen und das Erschließen vielfältiger Symbole in ihrer Mehrdimensionalität. Eine individuelle und kreative Ausdrucksfähigkeit wird gefördert.

Fokus: Philosophieren und Theologisieren

Der Religionsunterricht fördert die Fragekompetenz, initiiert Suchbewegungen im religiös-existenziellen Kontext und schult die Argumentationsfähigkeit. Er verpflichtet nicht auf einen Glauben, vielmehr fördert er die Entscheidungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler in religiösen und ethischen Belangen.

Fokus: Actio und Contemplatio

Performatives Lernen zielt ab auf das reflektierende Erleben religiöser Vollzüge und ethischen Handelns. Die Erfahrungsbezogenheit des Religionsunterrichts wird in Gebet, Stille und Meditation sowie in gemeinsamen Feiern, Aktionen und Projekten erlebbar.

Fokus: Beziehung und Resonanz

Im Beziehungsgeschehen zwischen Gott, Mensch und Welt angelegt, umfasst schulische religiöse Bildung eine biografische und narrative Komponente und vollzieht sich besonders im Lernen voneinander, miteinander und übereinander.

Zentrale fachliche Konzepte (1. bis 4. Klasse):

Folgende Leitideen, strukturiert in Begriffspaaren, kennzeichnen die zentralen fachlichen Konzepte des katholischen Religionsunterrichts.

Lebensrealitäten und Transzendenz

Christlicher Glaube versteht den Menschen in seiner Biografie und in seinen Lebensbezügen als transzendentes Wesen und erschließt Wege der Sinnfindung durch Transzendenzbezug.

Gottesliebe und Menschenliebe

Das jüdisch-christliche Gottes- und Menschenbild steht für eine lebensbejahende Grundhaltung zu sich selbst, den Mitmenschen und der Welt. Das Beziehungsgeschehen zwischen Gott und Mensch und der Menschen untereinander ist getragen von der bedingungslosen Liebe Gottes. Unabhängig von Fähigkeiten und erbrachten Leistungen ist der Mensch in seiner Würde unantastbar.

Jesus der Christus

Das Christentum orientiert sich am Reden und Handeln Jesu, das die vergebende und heilende Zuwendung Gottes zu den Menschen zeigt. In seiner den Tod überwindenden Auferstehung kann in der Brüchigkeit des Lebens Versöhnung und Erlösung erfahrbar werden.

Freiheit und Offenbarung

Quellen der Offenbarung sind die Bibel und die kirchliche Tradition in ihrer Vielfalt. Auf der darin grundgelegten Freiheit des Menschen basiert die Achtung der Religionsfreiheit jeder Schülerin und jedes Schülers.

Zusage und Verantwortung

Ausgehend vom Verdankt-Sein allen Lebens wissen sich Christinnen und Christen beauftragt und befähigt Verantwortung in der Welt zu übernehmen. Dabei leiten sie Hoffnungsperspektiven, die auf biblischen Zusagen aufbauen.

Kompetenzmodell und Kompetenzbereiche (1. bis 4. Klasse):

Das Kompetenzmodell für den katholischen Religionsunterricht beinhaltet schulstufenübergreifend drei inhaltsbezogene Kompetenzbereiche und fünf handlungsorientierte Kompetenzdimensionen.

Kompetenzbereiche sind inhaltlich geprägte nähere Umschreibungen von Sachgebieten, in denen religiöse Kompetenzen erworben werden. Sie werden durch je zwei Leitkompetenzen konkretisiert.

Kompetenzbereich Menschen und ihre Lebensorientierungen

– Leitkompetenz 1: Beziehung verantwortungsvoll gestalten können – zu sich selbst, zu anderen, zur Schöpfung

– Leitkompetenz 2: Sich mit den großen Fragen der Menschen auseinandersetzen können

Kompetenzbereich Gelehrte und gelebte Bezugsreligion

– Leitkompetenz 3: Grundlagen und Leitmotive des christlichen Glaubens kennen und für das eigene Leben deuten können

– Leitkompetenz 4: Kirchliche Grundvollzüge kennen und religiös-spirituelle Ausdrucksformen gestalten können

Kompetenzbereich Religiöse und weltanschauliche Vielfalt in Gesellschaft und Kultur

– Leitkompetenz 5: Medien, Kunst und Kultur im Kontext religiöser Weltwahrnehmung interpretieren, beurteilen und gestalten können

– Leitkompetenz 6: Unterschiedlichen Lebensweisen und Glaubensformen reflexiv begegnen können

Kompetenzdimensionen beschreiben die Handlungsmodi der Aneignung der Kompetenzen und finden sich in den Kompetenzbeschreibungen wieder.

– Wahrnehmen und beschreiben religiös bedeutsamer Phänomene (Perzeption)

– Verstehen und deuten religiös bedeutsamer Sprache und Glaubenszeugnisse (Kognition)

– Gestalten und handeln in religiösen und ethischen Fragen (Performanz)

– Kommunizieren und (be)urteilen von Überzeugungen mit religiösen Argumenten und im Dialog (Interaktion)

– Teilhaben und entscheiden - begründete (Nicht-)Teilhabe an religiöser und gesellschaftlicher Praxis (Partizipation)

Sekundarstufe I

Der Lehrplan für katholische Religion umfasst drei Kompetenzbereiche. Jeder dieser Bereiche wird jahrgangsübergreifend durch je zwei Leitkompetenzen konkretisiert. Diesen sind schulstufenspezifische Kompetenzbeschreibungen zugeordnet, die angeben, welche Kompetenzen von allen Schülerinnen und Schülern erworben werden sollen. In jedem Schuljahr sind alle im Kompetenzmodell genannten Kompetenzdimensionen (Perzeption, Kognition, Performanz, Interaktion, Partizipation) zu berücksichtigen.

Inhaltlich konkretisiert werden die Kompetenzbeschreibungen durch Anwendungsbereiche. Diese benennen repräsentative Beispiele für Themenfelder, anhand derer Kompetenzen erworben werden. Wo solche benannt sind, sind sie verbindlich zu behandeln. Weitere Anwendungsbereiche können frei gewählt werden. Wo keine Anwendungsbereiche benannt sind, ist es Aufgabe der Lehrerinnen und Lehrer Anwendungsbereiche zu definieren.

Kompetenzbeschreibungen und Anwendungsbereiche, Lehrstoff (1. bis 4. Klasse):

1.

Klasse:

Kompetenzbereich Menschen und ihre Lebensorientierungen

Leitkompetenz 1: Beziehung verantwortungsvoll gestalten können - zu sich selbst, zu anderen, zur Schöpfung

Kompetenzbeschreibung

Die Schülerinnen und Schüler

– können sich in ihrer gottgeschenkten Einzigartigkeit wahrnehmen und wissen um die Bedeutung von (Selbst-) Vertrauen für ein gelingendes (Zusammen-) Leben. 1, 9

Leitkompetenz 2: Sich mit den großen Fragen der Menschen auseinandersetzen können

Kompetenzbeschreibung

Die Schülerinnen und Schüler

– können für sie bedeutsame Fragen diskutieren und über existentielle Lebensfragen philosophieren und theologisieren. 1, 10

Kompetenzbereich Gelehrte und gelebte Bezugsreligion

Leitkompetenz 3: Grundlagen und Leitmotive des christlichen Glaubens kennen und für das eigene Leben deuten können

Kompetenzbeschreibung

Die Schülerinnen und Schüler

– verfügen über erweiterte Grundkenntnisse zur Bibel und können sie als inspiriertes Zeugnis des Dialogs Gottes mit den Menschen deuten.

Anwendungsbereiche

– Biblisch-hermeneutische Kompetenz: die biblischen Schriften und ihre Entstehung 10

– Zeugnisse der Lebensrelevanz der Bibel

Kompetenzbeschreibung

Die Schülerinnen und Schüler

– können Leben und Handeln Jesu in Grundlinien beschreiben und als Basis christlichen Glaubens kommunizieren.

Anwendungsbereiche

– Historischer Jesus – Christus des Glaubens

Leitkompetenz 4: Kirchliche Grundvollzüge kennen und religiös-spirituelle Ausdrucksformen gestalten können

Kompetenzbeschreibung

Die Schülerinnen und Schüler

– kennen Reichtum und Vielfalt spiritueller und liturgischer Ausdrucksformen und können sie in ihrer Bedeutung nachvollziehen und gestalten. 10

– können Taufe und Eucharistie als Ausdruck der Zugehörigkeit zur kirchlichen Gemeinschaft verstehen.

Anwendungsbereiche

– Das Glaubensbekenntnis

Kompetenzbereich Religiöse und weltanschauliche Vielfalt in Gesellschaft und Kultur

Leitkompetenz 5: Medien, Kunst und Kultur im Kontext religiöser Weltwahrnehmung interpretieren, beurteilen und gestalten können

Kompetenzbeschreibung

Die Schülerinnen und Schüler

– können das Kirchenjahr mit seinen Festen als Rhythmus des Lebens verstehen und mitgestalten.

Leitkompetenz 6: Unterschiedlichen Lebensweisen und Glaubensformen reflexiv begegnen können

Kompetenzbeschreibung

Die Schülerinnen und Schüler

– können Gemeinsames und Unterscheidendes, Verbindendes und Trennendes von Konfessionen und Religionen benennen und sich damit respektvoll auseinandersetzen. 5

2.

Klasse:

Kompetenzbereich Menschen und ihre Lebensorientierungen

Leitkompetenz 1: Beziehung verantwortungsvoll gestalten können - zu sich selbst, zu anderen, zur Schöpfung

Kompetenzbeschreibung

Die Schülerinnen und Schüler

– können sich in ihrer Interaktion mit der Mitwelt differenziert wahrnehmen und zu einem wertschätzenden Kommunizieren beitragen. 6

Anwendungsbereiche

– Kommunikationsformen 6

– Konflikt- und Streitkultur 3

Kompetenzbeschreibung

Die Schülerinnen und Schüler

– können vielfältige Formen von Liebe unterscheiden und sich mit der eigenen Geschlechtlichkeit auseinandersetzen. 8, 9

Anwendungsbereiche

– Eros - Agape / Caritas

Leitkompetenz 2: Sich mit den großen Fragen der Menschen auseinandersetzen können

Kompetenzbeschreibung

Die Schülerinnen und Schüler...

– können leidvolle Erfahrungen zum Ausdruck bringen und (christliche) Wege des Umgangs mit menschlicher Begrenztheit aufzeigen.

Anwendungsbereiche

– Angenommen-Sein in Erfahrungen von Trennung, Verlust, Misserfolg und Krankheit 1, 3

Kompetenzbeschreibung

Die Schülerinnen und Schüler

– können (strukturelle) Schuld wahrnehmen, (eigenes) schuldhaftes Verhalten erkennen und sich mit Möglichkeiten der Vergebung auseinandersetzen. 7

Kompetenzbereich Gelehrte und gelebte Bezugsreligion

Leitkompetenz 3: Grundlagen und Leitmotive des christlichen Glaubens kennen und für das eigene Leben deuten können

Kompetenzbeschreibung

Die Schülerinnen und Schüler

– verfügen über vertiefte Grundkenntnisse zum Alten Testament und zur Vielfalt der biblischen Sprachwelt. 10

Anwendungsbereiche

– Biblisch-hermeneutische Kompetenz: literarische Gattungen in der Bibel 10

– Geschichte des Volkes Israel im Überblick

Kompetenzbeschreibung

Die Schülerinnen und Schüler

– können Gottesvorstellungen aus Bibel und christlicher Tradition beschreiben und sie mit der eigenen Gottesvorstellung in Verbindung bringen.

Anwendungsbereiche

– Trinität – Gott in Beziehung

Leitkompetenz 4: Kirchliche Grundvollzüge kennen und religiös-spirituelle Ausdrucksformen gestalten können

Kompetenzbeschreibung

Die Schülerinnen und Schüler

– können Symbole deuten und entwerfen 6 und die Sakramente als Zeichen für die Nähe Gottes beschreiben.

Anwendungsbereiche

– Religiöse Sprachkompetenz: Symbolsprache und Metaphern 10

Kompetenzbereich Religiöse und weltanschauliche Vielfalt in Gesellschaft und Kultur

Leitkompetenz 5: Medien, Kunst und Kultur im Kontext religiöser Weltwahrnehmung interpretieren, beurteilen und gestalten können

Kompetenzbeschreibung

Die Schülerinnen und Schüler

– können christliche Motive in ihrer Lebenswelt wahrnehmen und sakrale Räume in ihrer Bedeutung für Menschen erschließen. 6

Leitkompetenz 6: Unterschiedlichen Lebensweisen und Glaubensformen reflexiv begegnen können

Kompetenzbeschreibung

Die Schülerinnen und Schüler

– können Grundzüge des Judentums beschreiben und die Nähe des Christentums zum Judentum darlegen. 5

3.

Klasse:

Kompetenzbereich Menschen und ihre Lebensorientierungen

Leitkompetenz 1: Beziehung verantwortungsvoll gestalten können - zu sich selbst, zu anderen, zur Schöpfung

Kompetenzbeschreibung

Die Schülerinnen und Schüler

– können sich als Teil der Schöpfung wahrnehmen und wissen zu ihrem Erhalt beizutragen. 11, 13

Leitkompetenz 2: Sich mit den großen Fragen der Menschen auseinandersetzen können

Kompetenzbeschreibung

Die Schülerinnen und Schüler

– können die Frage nach dem Woher anhand biblischer Schöpfungsvorstellungen und naturwissenschaftlicher Konzepte bearbeiten und deren Vereinbarkeit argumentativ darlegen.

Anwendungsbereiche

– Biblisch-hermeneutische Kompetenz: mythologische Sprache, Weltbilder 10

Kompetenzbeschreibung

Die Schülerinnen und Schüler

– können die Sehnsucht nach einem „Leben in Fülle“ zur Sprache bringen und vielfältige Sinnangebote bewerten.

Anwendungsbereiche

– Selbstentfaltung und Abhängigkeiten 3, 13

Kompetenzbereich Gelehrte und gelebte Bezugsreligion

Leitkompetenz 3: Grundlagen und Leitmotive des christlichen Glaubens kennen und für das eigene Leben deuten können

Kompetenzbeschreibung

Die Schülerinnen und Schüler

– können die Reich-Gottes-Botschaft erläutern und vom befreienden Handeln Gottes erzählen.

Anwendungsbereiche

– Reich Gottes-Gleichnisse

– Exoduserfahrungen in Geschichte und Gegenwart 7

– Der Dekalog 7

Kompetenzbeschreibung

Die Schülerinnen und Schüler

– kennen christliche Grundlagen des Zusammenlebens und können Ideen für ein gelingendes demokratisches Miteinander entwickeln. 7

Anwendungsbereiche

– Gottes- und Nächstenliebe

– Feindesliebe

Leitkompetenz 4: Kirchliche Grundvollzüge kennen und religiös-spirituelle Ausdrucksformen gestalten können

Kompetenzbeschreibung

Die Schülerinnen und Schüler

– können die Bedeutung des Sonntags für das Leben des Einzelnen und der Gesellschaft wahrnehmen und reflektieren. 1, 13

– können die Anfänge der Kirche und ihre Strukturen beschreiben und Einblick in das Leben der Orts- und Weltkirche geben.

Kompetenzbereich Religiöse und weltanschauliche Vielfalt in Gesellschaft und Kultur

Leitkompetenz 5: Medien, Kunst und Kultur im Kontext religiöser Weltwahrnehmung interpretieren, beurteilen und gestalten können

Kompetenzbeschreibung

Die Schülerinnen und Schüler

– können die Nutzung von Medien und deren Potential reflektieren. 3, 6

Anwendungsbereiche

– Religiosität in virtuellen Welten und Social Media 6

Leitkompetenz 6: Unterschiedlichen Lebensweisen und Glaubensformen reflexiv begegnen können

Kompetenzbeschreibung

Die Schülerinnen und Schüler

– können Grundzüge des Islam beschreiben und ausgehend von ihrem Wissen und ihren Erfahrungen Beiträge zu einem respektvollen Miteinander gestalten. 5

4.

Klasse:

Kompetenzbereich Menschen und ihre Lebensorientierungen

Leitkompetenz 1: Beziehung verantwortungsvoll gestalten können - zu sich selbst, zu anderen, zur Schöpfung

Kompetenzbeschreibung

Die Schülerinnen und Schüler

– können die Bedeutung eines Einsatzes für ein gerechtes Zusammenleben erkennen und konkrete Handlungsoptionen entwickeln. 7, 13

Anwendungsbereiche

– (Biblische) Propheten und Prophetinnen

– Chancen- und Verteilungsgerechtigkeit 8, 11

Kompetenzbeschreibung

Die Schülerinnen und Schüler

– können das Verhältnis von geltenden Normen und persönlichen Gewissensentscheidungen analysieren und anhand von Beispielen diskutieren. 7

Anwendungsbereiche

– Bildung des eigenen Gewissens

Leitkompetenz 2: Sich mit den großen Fragen der Menschen auseinandersetzen können

Kompetenzbeschreibung

Die Schülerinnen und Schüler

– können Perspektiven für ihr Leben entwickeln und Zukunftspläne entwerfen. 1, 2

– können die über den Tod hinausgehende christliche Hoffnung beschreiben.

Anwendungsbereiche

– Biblisch-hermeneutische Kompetenz: eschatologische Bilder 10

– Erlösungsglaube

Kompetenzbereich Gelehrte und gelebte Bezugsreligion

Leitkompetenz 3: Grundlagen und Leitmotive des christlichen Glaubens kennen und für das eigene Leben deuten können

Kompetenzbeschreibung

Die Schülerinnen und Schüler

– können Leiden, Sterben und Auferstehung Jesu Christi als Hoffnungsbild für Menschen reflektieren.

– können das vielfältige Wirken des Heiligen Geistes entdecken und charakterisieren.

Anwendungsbereiche

– Biblische Symbolik für den Geist Gottes

– Vielfalt der Charismen 1

Leitkompetenz 4: Kirchliche Grundvollzüge kennen und religiös-spirituelle Ausdrucksformen gestalten können

Kompetenzbeschreibung

Die Schülerinnen und Schüler

– können die Firmung als Befähigung und Beauftragung zum Mitwirken an den Grundvollzügen der Kirche erläutern.

Anwendungsbereiche

– Verkündigung – Liturgie – Diakonie – Gemeinschaft

Kompetenzbereich Religiöse und weltanschauliche Vielfalt in Gesellschaft und Kultur

Leitkompetenz 5: Medien, Kunst und Kultur im Kontext religiöser Weltwahrnehmung interpretieren, beurteilen und gestalten können

Kompetenzbeschreibung

Die Schülerinnen und Schüler

– können Kunst als Möglichkeit religiöser Weltdeutung verstehen und ihr eigenes kreatives Potential entfalten. 6

Leitkompetenz 6: Unterschiedlichen Lebensweisen und Glaubensformen reflexiv begegnen können

Kompetenzbeschreibung

Die Schülerinnen und Schüler

– kennen Charakteristika asiatischer Glaubenstraditionen und können diese mit dem christlichen Glaubensverständnis vergleichen. 5

– können lebensförderliche und lebensfeindliche Aspekte in Religionen und Weltanschauungen benennen und beurteilen. 3, 7

1Bildungs-, Berufs- und Lebensorientierung 2Entrepreneurship Education 3Gesundheitsförderung
4Informatische Bildung 5Interkulturelle Bildung 6Medienbildung
7Politische Bildung 8Reflexive Geschlechterpädagogik und Gleichstellung 9Sexualpädagogik
10Sprachliche Bildung und Lesen 11Umweltbildung für nachhaltige Entwicklung 12Verkehrs- und Mobilitätsbildung
13Wirtschafts-, Finanz- und Verbraucher/innenbildung

Klassenweise gestaffeltes In-Kraft-Treten (§ 2 Z 4)

Anlage 4

LEHRPLAN FÜR DEN KATHOLISCHEN RELIGIONSUNTERRICHT AN BERUFSSCHULEN

1.

Bildungs- und Lehraufgabe:

1.1 Katholischer Religionsunterricht im Rahmen der schulischen Bildung

„Die österreichische Schule hat die Aufgabe, an der Entwicklung der Anlagen der Jugend nach den sittlichen, religiösen und sozialen Werten sowie nach den Werten des Wahren, Guten und Schönen durch einen ihrer Entwicklungsstufe und ihrem Bildungsweg entsprechenden Unterricht mitzuwirken. Sie hat die Jugend mit dem für das Leben und den künftigen Beruf erforderlichen Wissen und Können auszustatten und zum selbsttätigen Bildungserwerb zu erziehen.

Die jungen Menschen sollen zu gesunden, arbeitstüchtigen, pflichttreuen und verantwortungsbewussten Gliedern der Gesellschaft und Bürgern der demokratischen und bundesstaatlichen Republik Österreich herangebildet werden. Sie sollen zu selbständigem Urteil und sozialem Verständnis geführt, dem politischen und weltanschaulichen Denken anderer aufgeschlossen sowie befähigt werden, am Wirtschafts- und Kulturleben Österreichs, Europas und der Welt Anteil zu nehmen und in Freiheits- und Friedensliebe an den gemeinsamen Aufgaben der Menschheit mitzuwirken.“ (§ 2 Schulorganisationsgesetz)

Im Religionsunterricht verwirklicht die Schule in Form eines eigenen Unterrichtsgegenstandes in besonderer Weise ihre Aufgabe, an der Entwicklung der Anlagen der Jugend nach den sittlichen, religiösen und sozialen Werten mitzuwirken (§ 2 Schulorganisationsgesetz). Der Religionsunterricht versteht sich als Dienst an den Schülerinnen und Schülern und an der Schule.

Der Religionsunterricht ist konfessionell geprägt und gewinnt aus seiner Orientierung an der biblischen Offenbarung und der kirchlichen Tradition seinen Standpunkt.

Er nimmt das unterschiedliche Ausmaß kirchlicher Sozialisation bzw. religiöser Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler durch Differenzierung und Individualisierung ernst und will alle Schülerinnen und Schüler ansprechen, wie unterschiedlich ihre religiösen Einstellungen auch sein mögen.

Im Sinne ganzheitlicher Bildung hat der Religionsunterricht kognitive, affektive und handlungsorientierte Ziele, die entsprechend dem christlichen Menschenbild davon ausgehen, dass der Mensch auf Transzendenz ausgerichtet ist. So erhalten die zu behandelnden Grundfragen des Menschen nach Herkunft, Zukunft und Sinn eine religiöse Dimension.

1.2 Inhalt und Anliegen des Religionsunterrichtes

In der Mitte des Religionsunterrichts stehen die Schülerinnen und Schüler, ihr Leben und ihr Glaube. Daher sind Inhalt des Religionsunterrichts sowohl das menschliche Leben als auch der christliche Glaube, wie er sich im Laufe der Geschichte entfaltet hat und in den christlichen Gemeinden gelebt wird. Lebens-, Glaubens- und Welterfahrungen der Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer werden dabei aus der Perspektive des christlichen Glaubens reflektiert und gedeutet. Dieser Glaube hat in Jesus Christus seine Mitte.

Der Religionsunterricht will dazu beitragen, dass die Schülerinnen und Schüler

– sich selbst besser verstehen,

– die Beziehungen, in denen sie leben, deutlicher wahrnehmen,

– sich in der Kultur und Gesellschaft zurechtfinden,

– sich auf die Wurzeln des christlichen Glaubens besinnen,

– Toleranz gegenüber Neuem und Fremdem entwickeln,

– ihren Glauben gemeinsam mit anderen leben und feiern.

Zugleich werden junge Menschen ermutigt, ihre persönlichen Glaubensentscheidungen zu treffen und dementsprechend ihr Leben und ihren Glauben zu gestalten. Damit leistet der Religionsunterricht einen wesentlichen Beitrag zur Sinnfindung, zu religiöser Sachkompetenz und zur Werteerziehung. So trägt er auch zur Gestaltung des Schullebens bei.

1.3 Bedeutung des Religionsunterrichtes für die Gesellschaft

Der Religionsunterricht zielt darauf ab, dass die Schülerinnen und Schüler besser mit sich selbst und mit der eigenen Religion und Konfession vertraut werden. Die Auseinandersetzung mit der eigenen Herkunft und der Zugehörigkeit zur katholischen Glaubensgemeinschaft soll einen Beitrag zur Bildung von Identität leisten, die eine unvoreingenommene und angstfreie Öffnung gegenüber dem Anderen erleichtert.

Das erfordert eine ausführliche Beschäftigung mit anderen Kulturen, Religionen, Weltanschauungen und Trends, die heute vielfach konkurrierend unsere pluralistische Welt prägen. Es geht sowohl um eine Befähigung zu Toleranz gegenüber Menschen mit unterschiedlichen Überzeugungen als auch gegebenenfalls um die Kompetenz zu sachlich begründetem Einspruch.

Die Thematisierung der gesellschaftlichen Bedeutung von christlichem Glauben soll zum Einsatz für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung ermutigen und befähigen. Damit verbunden ist die Einladung an die Schülerinnen und Schüler, sich in Kirche und Gesellschaft, sowie in ihrer Berufs- und Arbeitswelt zu engagieren.

1.4 Stellung des Religionsunterrichtes an Berufsschulen

Der Religionsunterricht ist Teil des Bildungs- und Erziehungsauftrages der Berufsschule. Religiöse Bildung ist Bestandteil der Allgemein- sowie der Persönlichkeitsbildung.

Der Religionsunterricht an Berufsschulen steht im Schnittpunkt verschiedener Interessen von Kirche, Gesellschaft und Wirtschaft. Voraussetzung für einen lebensnahen Religionsunterricht ist die angemessene Berücksichtigung der genannten Interessen. Das erfordert die verantwortungsvolle Zusammenarbeit aller Beteiligten.

Die Rahmenbedingungen, unter denen der Religionsunterricht an Berufsschulen stattfindet, sind sehr unterschiedlich: Es gibt ihn als Frei- oder Pflichtgegenstand, in Lehrgangs- oder Jahresklassen und mit verschiedenem Ausmaß an Jahresstunden.

Religionslehrerinnen und Religionslehrer können schulpastorale Aufgaben im Rahmen der schulischen und persönlichen Möglichkeiten wahrnehmen. Religiöse Übungen bieten im Rahmen der Schule einen Raum, der religiöse Erfahrungen ermöglicht, sowie Gemeinschaft und Solidarität fördert.

In Zusammenarbeit mit den anderen Fächern leistet der Religionsunterricht über die religiöse Bildung hinaus seinen Beitrag

– zur Persönlichkeitsbildung,

– zur Gemeinschaftsbildung,

– zur beruflichen Bildung,

– zur Allgemeinbildung.

Damit will er zu einem gelungenen und sinnvollen Leben hinführen.

2 Didaktische Grundsätze:

Da die Rahmenbedingungen für den Religionsunterricht an Berufsschulen sehr unterschiedlich sind, versteht sich dieser Lehrplan als Minimallehrplan. Er schreibt pro Lehrgang beziehungsweise Schuljahr zwei Richtziele verbindlich vor.

Die Auswahl der Themen muss den jeweiligen Richtzielen entsprechen. Für diese Auswahl sind Themen vorgeschlagen. Interessen der Schülerinnen und Schüler sowie besondere Fähigkeiten der Lehrerinnen und Lehrer sind bei der Unterrichtsplanung zu berücksichtigen.

Der Lehrplan ist für vier Jahrgänge beziehungsweise Schuljahre konzipiert. In Schulformen, in denen Religion nicht in diesem Ausmaß unterrichtet wird, sind die Richtziele in einer der Schuldauer entsprechenden Lehrstoffverteilung auszuwählen und aufzuteilen.

Aufbauend auf den bereits besuchten Religionsunterricht und bedingt durch das mitunter sehr geringe Stundenausmaß wird das Prinzip des exemplarischen Lernens ausdrücklich betont.

2.1 Allgemeindidaktische Prinzipien

Als Unterrichtsgegenstand der Berufsschule hat der Religionsunterricht seine spezifischen Beiträge zu den Erziehungs- und Bildungsaufgaben der österreichischen Schule zu leisten. Vor allem trifft dies für folgende Bereiche zu:

– Erziehung zur Gleichstellung von Frauen und Männern

– Gesundheitserziehung

– Lese- und Sprecherziehung

– Medienerziehung

– Sexualerziehung

– Erziehung zu Konfliktfähigkeit

– Friedenserziehung

– Umwelterziehung

– Politische Bildung

– Verkehrserziehung

– Lernerziehung und Lernmotivation

2.2 Religionsdidaktische Prinzipien

Darüber hinaus hat der Religionsunterricht spezifische religionsdidaktische Prinzipien zu beachten:

– die Lebens- und Berufserfahrung berücksichtigen

– wirtschaftsethische Fragen mitbedenken

– Glaubenserfahrungen reflektieren

– durch die Bibel lernen

– zu einem Leben aus dem Glauben in der kirchlichen Gemeinschaft hinführen

– die Feste des Kirchenjahres einbeziehen

– den ökumenischen, interreligiösen und interkulturellen Dialog fördern

– die Bilder- und Symbolsprache erschließen

– musisch-kreativen Ausdrucksformen Raum bieten

Diese Prinzipien sollen in Zusammenarbeit mit anderen Unterrichtsgegenständen umgesetzt werden, wobei inhaltliche Querverbindungen und gemeinsame Ziele genutzt werden können. Darüber hinaus kann es sinnvoll sein, außerschulische Fachleute heranzuziehen. Für die Umsetzung bieten sich auch projektorientierter Unterricht und Projekte an.

3 Ziele und Themen (Lehrstoff):

1.

Klasse:

Der Religionsunterricht soll dazu beitragen, dass die Schülerinnen und Schüler

– sich mit der Veränderung ihres Lebens durch den Eintritt in die Berufswelt auseinander setzen, Verantwortung übernehmen und dabei Interesse an einer christlichen Lebensorientierung entwickeln.

Themen: Neue private und berufliche Beziehungen und Rollenerwartungen

Verantwortung in neuer Lebensumgebung

Beruf und Freizeit

Konsumverhalten

Wert des Sonntags und der Feiertage

– sich selbst als wertvoll erkennen, als Mitglied der Gemeinschaft erleben und das Angenommensein durch Gott entdecken.

Themen: Jüdisch-christliches Menschenbild

Interreligiöser Dialog, Ökumene

Ringen um Identität

Freundschaft, Liebe, Sexualität

Ängste und die befreienden Antworten der Bibel

2.

Klasse:

Der Religionsunterricht soll dazu beitragen, dass die Schülerinnen und Schüler

– sich der Sinnfrage stellen und sich mit den Antworten des christlichen Glaubens auseinander setzen.

Themen: Krankheit, Leid, Tod und Auferstehung

Sucht – Sehnsucht – Glück

Schuld und Versöhnung

Verzweiflung, Suizid – christliche Hoffnungsperspektiven

Okkulte Phänomene

– die Chancen und Gefahren der modernen Medien- und Kommunikationswelt vor dem Hintergrund christlicher Werte einschätzen lernen.

Themen: Orientierung im weltanschaulichen Pluralismus

Religion in der Werbung

Faszination Gewalt

Manipulation

Religion in Film und Musik

3.

Klasse:

Der Religionsunterricht soll dazu beitragen, dass die Schülerinnen und Schüler

– Gott zur Sprache bringen und sensibel werden für Gotteserfahrungen im eigenen Leben.

Themen: Wege der Gotteserfahrungen

Person Jesu

Sakramente – Symbole – Rituale

Gebet und Liturgie

Erfahrungen der Nähe Gottes in biblischer Zeit und in der Geschichte der Kirche

– erkennen, welche Werte und Haltungen ihr Leben und unsere Gesellschaft bestimmen, und auf der Grundlage christlicher Werte urteilen und handeln lernen.

Themen: Dekalog, Bergpredigt

Menschenwürde – Menschenrechte

Gewissen

Friedenserziehung

Lebensmodelle – Heilige als Vorbilder

4.

Klasse:

Der Religionsunterricht soll dazu beitragen, dass die Schülerinnen und Schüler

– Verantwortung für ihre Mit- und Umwelt wahrnehmen und sich für Friede, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung engagieren.

Themen: Schwerpunkte der Katholischen Soziallehre

Soziale Gerechtigkeit und Umweltschutz

Arbeit – Arbeitslosigkeit

Caritatives Engagement der Kirche

Entwicklungspolitik

– im christlichen Glauben eine tragfähige Basis für ihre private und berufliche Lebensgestaltung erkennen.

Themen: Berufliche und familiäre Zukunftsvorstellungen

Partnerschaft – Sakrament der Ehe

Mann sein – Frau sein

Kirche, ihre Aufgaben und Ämter

Kirchenbeitrag

1.

Klassenweise gestaffeltes Inkrafttreten (vgl. § 2 Z 7):

1.9.2016 (1. Klasse)

1.9.2017 (2. Klasse)

1.9.2018 (3. Klasse)

1.9.2019 (4. Klasse)

2.

zum gestaffelten Außerkrafttreten vgl. § 2 Z 17, BGBl. II Nr. 92/2025

Anlage 4

LEHRPLAN FÜR DEN KATHOLISCHEN RELIGIONSUNTERRICHT AN BERUFSSCHULEN

1.

Bildungs- und Lehraufgabe:

1.1 Katholischer Religionsunterricht im Rahmen der schulischen Bildung

„Die österreichische Schule hat die Aufgabe, an der Entwicklung der Anlagen der Jugend nach den sittlichen, religiösen und sozialen Werten sowie nach den Werten des Wahren, Guten und Schönen durch einen ihrer Entwicklungsstufe und ihrem Bildungsweg entsprechenden Unterricht mitzuwirken. Sie hat die Jugend mit dem für das Leben und den künftigen Beruf erforderlichen Wissen und Können auszustatten und zum selbsttätigen Bildungserwerb zu erziehen.

Die jungen Menschen sollen zu gesunden, arbeitstüchtigen, pflichttreuen und verantwortungsbewussten Gliedern der Gesellschaft und Bürgern der demokratischen und bundesstaatlichen Republik Österreich herangebildet werden. Sie sollen zu selbständigem Urteil und sozialem Verständnis geführt, dem politischen und weltanschaulichen Denken anderer aufgeschlossen sowie befähigt werden, am Wirtschafts- und Kulturleben Österreichs, Europas und der Welt Anteil zu nehmen und in Freiheits- und Friedensliebe an den gemeinsamen Aufgaben der Menschheit mitzuwirken.“ (§ 2 Schulorganisationsgesetz)

Im Religionsunterricht verwirklicht die Schule in Form eines eigenen Unterrichtsgegenstandes in besonderer Weise ihre Aufgabe, an der Entwicklung der Anlagen der Jugend nach den sittlichen, religiösen und sozialen Werten mitzuwirken (§ 2 Schulorganisationsgesetz). Der Religionsunterricht versteht sich als Dienst an den Schülerinnen und Schülern und an der Schule.

Der Religionsunterricht ist konfessionell geprägt und gewinnt aus seiner Orientierung an der biblischen Offenbarung und der kirchlichen Tradition seinen Standpunkt.

Er nimmt das unterschiedliche Ausmaß kirchlicher Sozialisation bzw. religiöser Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler durch Differenzierung und Individualisierung ernst und will alle Schülerinnen und Schüler ansprechen, wie unterschiedlich ihre religiösen Einstellungen auch sein mögen.

Im Sinne ganzheitlicher Bildung hat der Religionsunterricht kognitive, affektive und handlungsorientierte Ziele, die entsprechend dem christlichen Menschenbild davon ausgehen, dass der Mensch auf Transzendenz ausgerichtet ist. So erhalten die zu behandelnden Grundfragen des Menschen nach Herkunft, Zukunft und Sinn eine religiöse Dimension.

1.2 Inhalt und Anliegen des Religionsunterrichtes

In der Mitte des Religionsunterrichts stehen die Schülerinnen und Schüler, ihr Leben und ihr Glaube. Daher sind Inhalt des Religionsunterrichts sowohl das menschliche Leben als auch der christliche Glaube, wie er sich im Laufe der Geschichte entfaltet hat und in den christlichen Gemeinden gelebt wird. Lebens-, Glaubens- und Welterfahrungen der Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer werden dabei aus der Perspektive des christlichen Glaubens reflektiert und gedeutet. Dieser Glaube hat in Jesus Christus seine Mitte.

Der Religionsunterricht trägt bei, dass die Schülerinnen und Schüler

– sich selbst besser verstehen,

– die Beziehungen, in denen sie leben, deutlicher wahrnehmen,

– sich in der Kultur und Gesellschaft zurechtfinden,

– sich auf die Wurzeln des christlichen Glaubens besinnen,

– Toleranz gegenüber Neuem und Fremdem entwickeln,

– ihren Glauben gemeinsam mit anderen leben und feiern.

Zugleich werden junge Menschen ermutigt, ihre persönlichen Glaubensentscheidungen zu treffen und dementsprechend ihr Leben und ihren Glauben zu gestalten. Damit leistet der Religionsunterricht einen wesentlichen Beitrag zur Sinnfindung, zu religiöser Sachkompetenz und zur Werteerziehung. So trägt er auch zur Gestaltung des Schullebens bei.

1.3 Bedeutung des Religionsunterrichtes für die Gesellschaft

Der Religionsunterricht zielt darauf ab, dass die Schülerinnen und Schüler besser mit sich selbst und mit der eigenen Religion und Konfession vertraut werden. Die Auseinandersetzung mit der eigenen Herkunft und der Zugehörigkeit zur katholischen Glaubensgemeinschaft leistet einen Beitrag zur Bildung von Identität, die eine unvoreingenommene und angstfreie Öffnung gegenüber dem Anderen erleichtert.

Das erfordert eine ausführliche Beschäftigung mit anderen Kulturen, Religionen, Weltanschauungen und Trends, die heute vielfach konkurrierend unsere pluralistische Welt prägen. Es geht sowohl um eine Befähigung zu Toleranz gegenüber Menschen mit unterschiedlichen Überzeugungen als auch gegebenenfalls um die Kompetenz zu sachlich begründetem Einspruch.

Die Thematisierung der gesellschaftlichen Bedeutung von christlichem Glauben ermutigt und befähigt zum Einsatz für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung. Damit verbunden ist die Einladung an die Schülerinnen und Schüler, sich in Kirche und Gesellschaft, sowie in ihrer Berufs- und Arbeitswelt zu engagieren.

1.4 Stellung des Religionsunterrichtes an Berufsschulen

Der Religionsunterricht ist Teil des Bildungs- und Erziehungsauftrages der Berufsschule. Religiöse Bildung ist Bestandteil der Allgemein- sowie der Persönlichkeitsbildung.

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