Verordnung des Bundesministers für Verkehr, Innovation und Technologie über das Zivilluftfahrt-Personal (Zivilluftfahrt-Personalverordnung 2006 – ZLPV 2006)
Die Abschnitte 1 und 2 bis 7 (soweit zutreffend) sind innerhalb von sechs Monaten durchzuführen; ein Abschnitt sollte jedoch, soweit möglich, jeweils an einem Tag abgeschlossen werden. Wird eine Übung der Abschnitte 2, 3 und 4 (soweit zutreffend) und 5/6 (soweit relevant) nicht bestanden, ist die Prüfung für alle Übungen zu wiederholen. Wird Abschnitt 1 nicht bestanden, kann dieser gesondert wiederholt werden.
Der Prüfer kann die Prüfung jederzeit abbrechen, wenn die Flugvorführung oder die Ausbildungsfähigkeiten des Bewerbers erkennen lassen, dass die Prüfung wiederholt werden muss.
Der Prüfer ist der verantwortliche Pilot, es sei denn, dass mit Zustimmung des Prüfers ein anderer FI(A) als verantwortlicher Pilot für den Flug bestimmt wird.
Die Prüfungsinhalte und -abschnitte gemäß Anhang 2 zu JAR-FCL 1.330 und 1.345 sind für die praktische Prüfung anzuwenden. Das Antragsformular für die praktische Prüfung ist von der zuständigen Behörde festzulegen.
Anhang 2 zu JAR-FCL 1.330 und 1.345
Inhalte der praktischen Prüfung, Befähigungsüberprüfung und
mündlichen theoretischen Prüfung für den Erwerb einer
Lehrberechtigung für Flugausbildung (FI(A))
(Siehe JAR-FCL 1.330, 1.345)
```
```
```
ABSCHNITT 1
```
Theoretische Kenntnisse (mündlich)
```
```
a Luftrecht
```
```
b Allgemeine Luftfahrzeugkenntnisse
```
```
c Flugleistung und Flugplanung
```
```
d Menschliches Leistungsvermögen und -grenzen
```
```
e Meteorologie
```
```
f Navigation
```
```
g Betriebliche Verfahren
```
```
h Aerodynamik
```
```
i Verwaltungsangelegenheiten bezüglich Ausbildung
```
```
AUSGEWÄHLTE HAUPTÜBUNG AUS DEN ABSCHNITTEN 2 UND 3
```
```
```
ABSCHNITT 2
```
Besprechung vor dem Flug
```
```
a Visuelle Präsentationstechniken
```
```
b Technische Richtigkeit
```
```
c Verständlichkeit der Erläuterungen
```
```
d Klarheit der Sprache
```
```
e Lehrmethodik
```
```
f Verwendung von Modellen und Hilfsmitteln
```
```
g Einbeziehung des Flugschülers
```
```
```
ABSCHNITT 3
```
Flug
```
```
a Anordnung der Demonstration
```
```
b Übereinstimmung von Sprache und Demonstration
```
```
c Fehlerkorrektur
```
```
d Handhabung des Flugzeuges
```
```
e Lehrmethodik
```
```
f Urteilsvermögen und Verhalten als Pilot/Sicherheit
```
```
g Positionsbestimmung, Luftraumnutzung
```
```
```
ABSCHNITT 4
```
Weitere Übungen
```
```
a
```
```
b
```
```
c
```
```
d
```
```
e
```
```
f
```
```
g
```
```
```
ABSCHNITT 5
```
Übungen für mehrmotorige Flugzeuge
```
```
a *1) Maßnahmen bei einem Triebwerksausfall unmittelbar nach
dem Start
```
```
b *1) Anflug und Durchstartverfahren mit einem Triebwerk
```
```
c *1) Anflug und Landung mit einem Triebwerk
```
```
d
```
```
e
```
```
f
```
```
g
```
```
```
ABSCHNITT 6
```
Übungen für Instrumentenflug
```
```
a
```
```
b
```
```
c
```
```
d
```
```
e
```
```
f
```
```
g
```
```
```
ABSCHNITT 7
```
Besprechung nach dem Flug
```
```
a Visuelle Präsentationstechniken
```
```
b Technische Richtigkeit
```
```
c Verständlichkeit der Erläuterungen
```
```
d Klarheit der Sprache
```
```
e Lehrmethodik
```
```
f Verwendung von Modellen und Hilfsmitteln
```
```
g Einbeziehung des Flugschülers
```
```
Anhang 1 zu JAR-FCL 1.340
Lehrgang für den Erwerb der Lehrberechtigung für Flugausbildung
(Flugzeug(FI(A))
(Siehe JAR-FCL 1.340)
ZIEL DES LEHRGANGES
Der FI(A)-Lehrgang hat zum Ziel, Inhabern von Pilotenlizenzen die notwendigen Fähigkeiten für den Erwerb einer FI(A)-Berechtigung zu vermitteln. Somit dient der Lehrgang dazu:
a. die technischen Kenntnisse des Lehrgangsteilnehmers aufzufrischen und auf den neuesten Stand zu bringen;
b. den Lehrgangsteilnehmer in der Durchführung des theoretischen und praktischen Unterrichtes auszubilden;
c. sicherzustellen, dass die fliegerischen Fähigkeiten des Lehrgangsteilnehmers einem ausreichend hohen Standard entsprechen; und
d. dem Lehrgangsteilnehmer die Grundlagen für die Durchführung der Grundausbildung sowie die Anwendung dieser für die Ausbildung zum Erwerb einer PPL zu vermitteln.
Bis auf den Abschnitt zu Lehrtätigkeit und Lernverhalten
Der FI(A)-Lehrgang sollte insbesondere die Rolle des Individuums im Hinblick auf die Bedeutung menschlicher Faktoren (Human Factors) beim Zusammenspiel von Mensch-Maschine und theoretischen Kenntnissen in den Vordergrund stellen. Besondere Aufmerksamkeit ist auf die Reife und das Urteilsvermögen des Lehrgangsteilnehmers zu richten, einschließlich seines Verständnisses für Erwachsene, ihre Verhaltensweisen und unterschiedlichen Bildungsniveaus.
Während des Lehrganges sind die Teilnehmer für die Bedeutung
Bei erfolgreichem Abschluss des Lehrgangs und der Abschlussprüfung kann dem Lehrgangsteilnehmer eine FI(A)-Berechtigung erteilt werden.
LEHRTÄTIGKEIT UND LERNVERHALTEN
Der Lehrplan ist unter Beachtung der Erfordernisse der Sicherheit der Luftfahrt von der zuständigen Behörde festzulegen und in luftfahrtüblicher Weise kundzumachen. Eine genehmigte Ausbildung für FI(A) muss mindestens 125 Stunden theoretische Ausbildung umfassen, einschließlich Zwischenprüfungen. Piloten, die im Besitz einer Lehrberechtigung für Hubschrauber (FI(H)) sind oder waren werden 75 Stunden auf die 125 Stunden des Ausbildungsteils 1 zu Lehrtätigkeit und Lernverhalten angerechnet.
FLUGAUSBILDUNG
Der Lehrplan für die Flugausbildung ist unter Beachtung der Erfordernisse der Sicherheit der Luftfahrt von der zuständigen Behörde festzulegen und in luftfahrtüblicher Weise kundzumachen. Eine genehmigte Ausbildung für FI(A) muss mindestens 30 Stunden Flugausbildung enthalten.
PRAKTISCHE PRÜFUNG
Bei Abschluss des Lehrgangs, muss der Lehrgangsteilnehmer die
Anhang 1 zu JAR-FCL 1.365
Lehrgang für den Erwerb der Lehrberechtigung für Musterberechtigungen für Flugzeuge mit zwei Piloten (TRI)(MPA) (Siehe JAR-FCL 1.365)
ZIEL DES LEHRGANGES
Der TRI(A)-Lehrganges hat zum Ziel, Inhabern von
LEHRTÄTIGKEIT UND LERNVERHALTEN
Der Lehrplan ist unter Beachtung der Erfordernisse der Sicherheit der Luftfahrt von der zuständigen Behörde festzulegen und in luftfahrtüblicher Weise kundzumachen. Ein genehmigter Lehrgang zu Lehrtätigkeit und Lernverhalten für den Erwerb einer TRI(A)- Berechtigung muss mindestens 25 Stunden umfassen. Piloten, die im Besitz einer der folgenden Lehrberechtigungen sind oder waren wird Teil 1 des TRI(A)-Lehrganges zu Lehrtätigkeit und Lernverhalten angerechnet:
FLUGAUSBILDUNG
Der Lehrplan für die Flugausbildung ist von der zuständigen
Anhang 1 zu JAR-FCL 1.380
Lehrgang für den Erwerb der Lehrberechtigung für Klassenberechtigung für mehrmotorige Flugzeuge mit einem Piloten (Flugzeug) (CRI(SPA)) (Siehe JAR-FCL 1.380)
Dieser Lehrgang hat zum Ziel, Inhabern von Pilotenlizenzen für
LEHRTÄTIGKEIT UND LERNVERHALTEN
Der Lehrplan ist unter Beachtung der Erfordernisse der Sicherheit der Luftfahrt von der zuständigen Behörde festzulegen und in luftfahrtüblicher Weise kundzumachen. Ein genehmigter Lehrgang zu Lehrtätigkeit und Lernverhalten für den Erwerb einer CRI(A)-Berechtigung muss mindestens 25 Stunden umfassen. Piloten, die im Besitz einer der folgenden Berechtigungen sind oder waren, wird Teil 1 des CRI(A)-Lehrganges zu Lehrtätigkeit und Lernverhalten angerechnet:
FLUGAUSBILDUNG
Der Bewerber für eine CRI(SPA)-Berechtigung für mehrmotorige
PRAKTISCHE PRÜFUNG
Nach Abschluss des Lehrganges muss der Bewerber die praktische
Anhang 2 zu JAR-FCL 1.380
Lehrgang für den Erwerb der Lehrberechtigung für Klassenberechtigungen für einmotorige Flugzeuge mit einem Piloten (Flugzeug) (CRI(SPA))
(Siehe JAR-FCL 1.380)
Dieser Lehrgang hat zum Ziel, Inhabern von Pilotenlizenzen für
LEHRTÄTIGKEIT UND LERNVERHALTEN
Ein genehmigter Lehrgang zu Lehrtätigkeit und Lernverhalten für
FLUGAUSBILDUNG
Der Bewerber für die CRI(SPA)-Berechtigung für einmotorige
PRAKTISCHE PRÜFUNG
Nach Abschluss des Lehrganges muss der Bewerber die praktische
Anhang 1 zu JAR-FCL 1.395
Lehrgang für den Erwerb der Lehrberechtigung für Instrumentenflug
(Flugzeug) (IRI(A))
(Siehe JAR-FCL 1.395)
Dieser Lehrgang hat zum Ziel, Inhabern von Pilotenlizenzen für
LEHRTÄTIGKEIT UND LERNVERHALTEN
Der Lehrplan ist unter Beachtung der Erfordernisse der Sicherheit der Luftfahrt von der zuständigen Behörde festzulegen und in luftfahrtüblicher Weise kundzumachen. Ein genehmigter Lehrgang zu Lehrtätigkeit und Lernverhalten für den Erwerb einer IRI(A)-Berechtigung muss mindestens 25 Stunden umfassen. Piloten, die im Besitz einer der folgenden Berechtigungen sind oder waren, wird Teil 1 des IRI(A)-Lehrganges zu Lehrtätigkeit und Lernverhalten angerechnet:
Piloten im Besitz einer IRI(H), die die Anforderungen gemäß JAR-FCL 1.395(a) erfüllen, wird der Lehrgang bis auf „Flugvorbesprechung 2“, „Flugübung 2“ und die praktische Prüfung angerechnet.
FLUGAUSBILDUNG
Ein genehmigter IRI(A)-Lehrgang muss mindestens zehn Stunden
PRAKTISCHE PRÜFUNG
Nach Abschluss des Lehrgangs muss der Bewerber die praktische
1.345 ablegen.
Abschnitt I - Prüfer (Flugzeug)
JAR-FCL 1.420 Prüfer - Kategorien
Es werden sechs Kategorien von Prüfern unterschieden:
(a) Flugprüfer (FE(A))
(b) Prüfer für Musterberechtigungen (TRE(A))
(c) Prüfer für Klassenberechtigungen (CRE(A))
(d) Prüfer für Instrumentenflug (IRE(A))
(e) Prüfer an synthetischen Flugübungsgeräten (SFE(A))
(f) Prüfer für Fluglehrer (FIE(A)).
JAR-FCL 1.425 Prüfer – Allgemeines
(Siehe Anhang 1 zu JAR-FCL 1.425)
(a) Voraussetzungen
(1) Prüfer müssen mindestens im Besitz der Lizenz und Berechtigung sein, für die sie ernannt sind, praktische Prüfungen und Befähigungsüberprüfungen durchzuführen und müssen, soweit nicht anders festgelegt, die entsprechende Lehrberechtigung besitzen.
(2) Prüfer müssen, soweit nicht anders festgelegt, qualifiziert sein, das Flugzeug während einer praktischen Prüfung oder Befähigungsüberprüfung als verantwortlicher Pilot zu führen und müssen die Flugerfahrung gemäß JAR-FCL 1.435 bis 1.460 nachweisen. In Fällen, in denen kein qualifizierter Prüfer verfügbar ist, können unter Beachtung der Erfordernisse der Sicherheit der Luftfahrt von der zuständigen Behörde auch Prüfer/Inspektoren ernannt werden, die die entsprechenden Anforderungen für Lehr-, Muster-, oder Klassenberechtigungen nicht erfüllen.
(3) Der Bewerber für eine Ernennung als Prüfer muss mindestens eine praktische Prüfung in der Rolle eines Prüfers durchgeführt haben, für die er eine Ernennung anstrebt. Die Prüfung muss die Besprechung vor dem Flug, die Beurteilung des zu prüfenden Bewerbers, die Besprechung nach dem Flug sowie Aufzeichnung und Dokumentation beinhalten. Die Überwachung dieser Prüfung erfolgt durch einen Inspektor der zuständigen Behörde oder einen erfahrenen Prüfer mit besonderer Ernennung der Behörde.
(b) Ernennung für mehrere Kategorien
Prüfer können für mehrere Kategorien anerkannt werden, wenn sie die entsprechenden Anforderungen erfüllen.
(c) Einhaltung der JAA-Bestimmungen
Prüfern wird eine Ernennung in Übereinstimmung mit JAR-FCL 1.030 erteilt. Sie müssen die von der zuständigen Behörde unter Beachtung der Erfordernisse der Sicherheit der Luftfahrt vorgegebenen Standardisierungsanforderungen gemäß Anhang 1 zu JAR-FCL 1.425 erfüllen.
(d) Eintragungen in die Lizenz
Werden von einem Prüfer Verlängerungsvermerke in der Lizenz
vorgenommen, so hat er:
(1) die Berechtigungen, das Datum der Überprüfung, die Gültigkeitsdauer, die Nummer der Ernennung und seine Unterschrift eintragen;
(2) das Original des Prüfungsformulars der ausstellenden Behörde übermitteln und eine Kopie aufbewahren.
JAR-FCL 1.430 Prüfer - Gültigkeitsdauer der Ermächtigung
Die Gültigkeitsdauer von Ernennungen beträgt längstens drei Jahre. Eine Verlängerung der Anerkennung erfolgt unter Beachtung der Erfordernisse der Sicherheit der Luftfahrt durch die zuständige Behörde und in Übereinstimmung mit Anhang 1 zu JAR-FCL 1.425.
JAR-FCL 1.435 Flugprüfer (Flugzeug) (FE(A)) - Rechte/Anforderungen
Ein FE(A) ist berechtigt:
(a) praktische Prüfungen für den Erwerb der PPL(A) sowie
praktische Prüfungen und Befähigungsüberprüfungen für die zugehörige Klassen-/Musterberechtigung für Flugzeuge mit einem Piloten durchzuführen, vorausgesetzt, er verfügt über mindestens 1000 Stunden als Pilot auf Flugzeugen, davon mindestens 250 Stunden Flugausbildungstätigkeit;
(b) praktische Prüfungen für den Erwerb der CPL(A) und Befähigungsüberprüfungen für die zugehörigen Klassen-/Musterberechtigungen für Flugzeuge mit einem Piloten, vorausgesetzt er verfügt über mindestens 2000 Stunden als Pilot auf Flugzeugen, davon mindestens 250 Stunden Flugausbildungstätigkeit
JAR-FCL 1.440 Prüfer für Musterberechtigungen (Flugzeug) (TRE(A)) - Rechte/Anforderungen
Ein TRE(A) ist berechtigt, folgendes durchzuführen:
(a) praktische Prüfungen für den Erwerb von Musterberechtigungen
für Flugzeuge mit zwei Piloten;
(b) Befähigungsüberprüfungen für die Verlängerung oder Erneuerung
von Musterberechtigungen für Flugzeuge mit zwei Piloten sowie von Instrumentenflugberechtigungen;
(c) praktische Prüfungen für den Erwerb der ATPL (A).Voraussetzung
ist, dass der Prüfer über mindestens 1500 Stunden als Pilot auf Flugzeugen mit zwei Piloten verfügt, von denen mindestens 500 Stunden als verantwortlicher Pilot durchgeführt worden sein müssen, sowie im Besitz einer Lehrberechtigung oder Anerkennung (TRI(A)) ist oder war.
JAR-FCL 1.445 Prüfer für Klassenberechtigungen (Flugzeug) (CRE(A)) - Rechte/Anforderungen
Ein CRE(A) ist berechtigt, folgendes durchzuführen:
(a) praktische Prüfungen für den Erwerb von Klassen- und Musterberechtigungen für Flugzeuge mit einem Piloten;
(b) Befähigungsüberprüfungen für die Verlängerung oder Erneuerung
von Klassen- und Musterberechtigungen für Flugzeuge mit einem Piloten sowie für die Verlängerung von Instrumentenflugberechtigungen. Voraussetzung ist, dass der Prüfer im Besitz einer CPL(A) oder ATPL(A) ist oder war und im Besitz einer PPL(A) ist sowie über mindestens 500 Stunden als Pilot auf Flugzeugen verfügt.
JAR-FCL 1.450 Prüfer für Instrumentenflug (Flugzeug) (IRE(A)) - Rechte/Anforderungen
Ein IRE(A) ist berechtigt, praktische Prüfungen für den Ersterwerb von Instrumentenflugberechtigungen und Befähigungsüberprüfungen für die Verlängerung oder Erneuerung solcher Berechtigungen durchzuführen, vorausgesetzt, dass er über mindestens 2000 Stunden als Pilot auf Flugzeugen verfügt, davon mindestens 450 Stunden nach Instrumentenflugregeln, von denen 250 Stunden als Fluglehrer durchgeführt worden sein müssen.
JAR-FCL 1.455 Prüfer an synthetischen Flugübungsgeräten (Flugzeug) (SFE(A)) - Rechte/Anforderungen
Ein SFE(A) ist berechtigt, in einem Flugsimulator:
(a) Prüfungen zur Erteilung von Musterberechtigungen für Flugzeuge
mit zwei Piloten;
(b) Befähigungsüberprüfungen zur Verlängerung oder Erneuerung von
Musterberechtigungen für Flugzeugen mit zwei Piloten und Instrumentenflugberechtigungen durchzuführen, vorausgesetzt, dass er im Besitz einer ATPL(A) ist, über mindestens 1500 Stunden als Pilot auf Flugzeugen mit zwei Piloten verfügt, berechtigt ist als SFI(A) tätig zu sein und für (a) im Besitz einer gültigen Musterberechtigung für das jeweilige Muster ist (siehe JAR-FCL 1.405).
JAR-FCL 1.460 Prüfer für Lehrberechtigte (Flugzeug) (FIE(A)) - Rechte/ Anforderungen
Ein FIE(A) ist berechtigt, praktische Prüfungen und Befähigungsüberprüfungen für den Erwerb, die Verlängerung oder Erneuerung von Lehrberechtigungen durchzuführen, vorausgesetzt, dass er über mindestens 2000 Stunden als Pilot auf Flugzeugen verfügt, davon mindestens 100 Stunden, in denen er Bewerber für eine Lehrberechtigung (FI(A)) ausgebildet hat.
Anhang 1 zu JAR-FCL 1.425
Standardisierung für Prüfer
(Siehe JAR-FCL 1.425 und 1.430)
ALLGEMEINES
Die zuständige Behörde veröffentlicht und legt der JAA eine Liste aller anerkannten Prüfer vor, aus der hervorgeht, für welche Kategorien die Prüfer eine Ernennung besitzen sowie alle zusätzlichen Befugnisse, die ihnen erteilt worden sind.
Während einer Prüfung/Überprüfung sind von den Prüfern die Standards der JAR-FCL durchgängig anzuwenden. Da jedoch die Umstände, unter denen ein Prüfer eine Prüfung/Überprüfung abnimmt, unterschiedlich sein können, ist ebenfalls von Bedeutung, dass der Prüfer bei der Beurteilung einer Prüfung/Überprüfung ungünstige Bedingungen, die während der Prüfung/Überprüfung eingetreten sind, berücksichtigt.
BESTIMMUNG UND ERNENNUNG VON PRÜFERN
Prüfer werden in Übereinstimmung mit dieser Anlage (JAR-FCL 1) ernannt und können sein:
Alle Prüfer müssen entsprechend der Kategorie, in der sie tätig sind, auf dem jeweiligen Muster oder der jeweiligen Klasse von Flugzeug über die geeignete Ausbildung, Qualifikation und Erfahrung verfügen. Hinsichtlich der Qualifikation können keine bestimmten Vorschriften erlassen werden, da jede Organisation bestimmten unterschiedlichen Bedingungen unterliegt. Wichtig ist jedoch, dass der Prüfer in jedem Fall aufgrund seines Werdeganges und seiner Erfahrung berufliches Ansehen in der Luftfahrt genießt.
VERLÄNGERUNG DER ERNENNUNG ALS PRÜFER
Eine Verlängerung der Ernennung als Prüfer kann durch die zuständige Behörde in Übereinstimmung mit JAR-FCL 1.430 erfolgen. Für eine Verlängerung muss der Prüfer mindestens zwei praktische Prüfungen oder Befähigungsüberprüfungen in jedem Jahr innerhalb der dreijährigen Gültigkeitsdauer der Ernennung abgenommen haben. Eine der von dem Prüfer innerhalb des Gültigkeitszeitraumes der Ernennung durchgeführten praktischen Prüfungen oder Befähigungsüberprüfungen, muss unter Beobachtung eines Inspektors der zuständigen Behörde oder eines erfahrenen Prüfers, der zu diesem Zweck besonders ernannt wurde, stattgefunden haben.
Abschnitt J - Erforderliche theoretische Kenntnisse und Verfahren für die Durchführung von theoretischen Prüfungen für CPL, ATPL und Instrumentenflugberechtigungen
JAR-FCL 1.465 Anforderungen
Der Bewerber für eine CPL, ATPL oder Instrumentenflugberechtigung muss Kenntnisse in Art und Umfang nachweisen, die den Rechten der angestrebten Lizenz oder Berechtigung entsprechen. Dazu muss er eine theoretische Prüfung in Übereinstimmung mit den Verfahren gemäß JAR-FCL 1.470 bis 1.495 bestehen.
JAR-FCL 1.470 Inhalt von theoretischen Prüfungen
(Siehe Anhang 1 zu JAR-FCL 1.470)
Der Bewerber für eine ATPL(A) hat in folgenden Fächern Kenntnisse in Art und Umfang nachzuweisen, die den Rechten der Lizenz entsprechen: Luftrecht; allgemeine Luftfahrzeugkunde;
JAR-FCL 1.475 Prüfungsfragen
(Siehe Anhang 1 zu JAR-FCL 1.470)
(a) Zentrale Datenbank für Prüfungsfragen
Den Lehrplänen (siehe Anhang 1 zu JAR-FCL 1.470) entsprechende Prüfungsfragen sind der zentralen JAA-Prüfungsfragendatenbank (CQB) zu entnehmen. Neueintragungen werden in englischer Sprache unter Verwendung von Abkürzungen vorgenommen und liegen in rechnerkompatibler Form vor. Die Fragen werden im Multiple-Choice-Format erstellt. Die zuständige Behörde kann die Präsentation der Prüfungsfragen für eine Prüfung gemäß JAR-FCL 1.480 unter Beachtung der Erfordernisse der Sicherheit der Luftfahrt und der Zweckmäßigkeit festlegen.
(b) nicht Bestandteil der Bestimmungen
JAR-FCL 1.480 Prüfungsverfahren
(Siehe Anhang 1 zu JAR-FCL 1.470)
(a) Häufigkeit
Die zuständige Behörde ermöglicht dem Bewerber, die geforderten Prüfungen in Übereinstimmung mit den in diesem Abschnitt aufgeführten Verfahren abzuschließen. Eine vollständige Prüfung für den Erwerb einer Lizenz oder Instrumentenflugberechtigung umfasst eine Prüfung in jedem der in Anhang 1 zu JAR-FCL 1.470 aufgeführten Gegenstände.
(b) Sprache
Die Prüfungen werden in einer oder mehreren Sprachen durchgeführt, die die zuständige Behörde festlegt. Die zuständige Behörde informiert den Bewerber, in welchen Sprachen Prüfungen durchgeführt werden.
(c) Inhalt
Die zuständige Behörde wählt nach einem gemeinsamen Verfahren Prüfungsfragen aus der zentralen Datenbank für Prüfungsfragen aus, damit jedes Prüfungsfach aus den Lehrplänen abgedeckt wird. Fragen können nur verändert werden, um die Übersetzung in die nationale(n) Sprache(n) zu erleichtern. Antworten auf Fragen, die eine Berechnung oder die Interpretation einer Graphik erfordern, können in veränderter Form abgefasst werden, wenn die zuständige Behörde dies für notwendig erachtet. Die zuständige Behörde entscheidet, ob die Sprechfunkprüfung als gesonderte Prüfung durchgeführt wird. Bewerber, die zuvor die Sprechfunkprüfung für Flüge nach Sichtflugregeln und/oder Flüge nach Instrumentenflugregeln bestanden haben, müssen in den entsprechenden Abschnitten keine Prüfung mehr ablegen.
(d) Mündliche Prüfungen
Mündliche Prüfungen werden nicht anstelle schriftlicher oder
rechnergestützter Prüfungen durchgeführt.
(e) Hilfsmittel
Die zuständige Behörde stellt das für die Beantwortung der Fragen erforderliche, geeignete Kartenmaterial sowie geeignete
Datenblätter zur Verfügung.
(f) Sicherheit
Vor Beginn der Prüfung wird die Identität des Bewerbers
überprüft.
(g) Vertraulichkeit
Der Inhalt der Prüfungen ist vertraulich.
JAR-FCL 1.485 Pflichten des Bewerbers
(a) Der Bewerber muss die gesamte Prüfung in einem JAA-Mitgliedstaat ablegen.
(b) Der Bewerber wird von der für die Ausbildung zuständigen FTO
zur Prüfung vorgeschlagen, wenn er die entsprechenden Teile des theoretischen Ausbildungslehrgangs in zufrieden stellender Weise abgeschlossen hat. Ein Bewerber, der die Prüfung nicht gemäß den Bewertungskriterien von JAR-FCL 1.490 abschließt, muss den Nachweis weiterer Ausbildungsmaßnahmen durch einer genehmigten Zivilluftfahrerschule erbringen.
(c) Ist die zuständige Behörde der Auffassung, dass sich der Bewerber während der Prüfung nicht an die Prüfungsverfahren hält, kann dies unter Umständen dazu führen, dass ein Prüfungsfach oder die gesamte Prüfung als nicht bestanden gewertet wird.
JAR-FCL 1.490 Bewertungskriterien
(a) Ein Prüfungsfach gilt als bestanden, wenn der Bewerber
mindestens 75% der möglichen Punktzahl erreicht hat. Strafpunkte sind nicht vorgesehen.
(b) Vorbehaltlich weiterer Vorschriften hat der Bewerber die für
den Erwerb der entsprechenden Lizenz oder Berechtigung erforderliche theoretische Prüfung erfolgreich abgelegt, wenn er innerhalb von 18 Monaten, beginnend mit dem Ende des Kalendermonats, in dem er zum ersten Mal zur Prüfung angetreten ist, alle geforderten Prüfungsgegenstände bestanden hat.
(c) Ein Bewerber muss die gesamte Prüfung wie einen Erstversuch
wiederholen, wenn er einen einzelnen Prüfungsgegenstand in vier Versuchen nicht bestanden hat oder nicht alle Prüfungsgegenstände in 6 Versuchen oder innerhalb des unter (b) genannten Zeitraumes bestanden hat. Bevor der Bewerber erneut zur Prüfung antritt, muss er an weiteren, von der zuständigen Behörde unter Beachtung der Erfordernisse der Sicherheit der Luftfahrt festzulegenden Ausbildungsmaßnahmen teilnehmen.
JAR-FCL 1.495 Gültigkeitszeitraum
(a) Eine in Übereinstimmung mit JAR-FCL 1.490 bestandene
theoretische Prüfung wird für einen Zeitraum von 36 Monaten, beginnend mit dem Datum, an dem alle geforderten Prüfungen bestanden wurden, für die Erteilung einer CPL(A) oder IR(A) anerkannt.
(b) Vorausgesetzt, dass eine IR(A) gemäß Absatz (a) erworben
wurde, ist eine bestandene theoretische ATPL(A) Prüfung ab dem letzten, in die CPL(A) eingetragenen Gültigkeitsdatum der IR(A) für einen Zeitraum von sieben Jahren gültig.
Anhang 1 zu JAR-FCL 1.470
Theoretische Prüfungsgegenstände - ATPL, CPL und IR
Die zuständige Behörde hat die Einzelheiten der Syllabi für ATPL, CPL und IR unter Beachtung der Erfordernisse der Sicherheit der Luftfahrt festzulegen und in luftfahrtüblicher Weise kundzumachen.
Anlage 1
Bestimmungen für Privatpiloten, Berufspiloten und Linienpiloten
(JAR-FCL 1)
Inhaltsverzeichnis
```
ABSCHNITT A - ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN
```
JAR-FCL 1.001 Begriffsbestimmungen und Abkürzungen
JAR-FCL 1.005 Geltungsbereich
JAR-FCL 1.010 Voraussetzungen für eine Tätigkeit als
Flugbesatzungsmitglied
JAR-FCL 1.015 Gleichstellung von Lizenzen, Berechtigungen,
Anerkennungen, Genehmigungen sowie Zeugnissen
JAR-FCL 1.016 Erleichterungen für Inhaber von Lizenzen, die von
Nicht-JAA-Mitgliedstaaten erteilt wurden
JAR-FCL 1.017 Anerkennungen/Berechtigungen für besondere Zwecke
JAR-FCL 1.020 Anrechnung von Tätigkeiten aus der militärischen
Luftfahrt
JAR-FCL 1.025 Gültigkeit von Lizenzen und Berechtigungen
JAR-FCL 1.026 Fortlaufende Flugerfahrung für Piloten, die nicht
gemäß den Bestimmungen der JAR-OPS 1 deutsch tätig
sind
JAR-FCL 1.030 Prüfungsangelegenheiten
JAR-FCL 1.035 Flugmedizinische Tauglichkeit
JAR-FCL 1.040 Eingeschränkte flugmedizinische Tauglichkeit
JAR-FCL 1.045 Sonderfälle
JAR-FCL 1.050 Anrechnung von Flugzeiten und theoretischen
Kenntnissen
JAR-FCL 1.055 Genehmigte und registrierte Zivilluftfahrerschulen
JAR-FCL 1.060 Beschränkungen für Lizenzinhaber nach Vollendung
des 60. Lebensjahres
JAR-FCL 1.065 Ausstellerstaat der Lizenz
JAR-FCL 1.070 Haupt-Wohnsitz
JAR-FCL 1.075 Form und Inhalt von Pilotenlizenzen
JAR-FCL 1.080 Aufzeichnung von Flugzeiten
Anhang 1 zu Mindestanforderungen für die Erteilung von
JAR-FCL 1.005 Lizenzen/Anerkennungen gemäß JAR-FCL auf der
Grundlage nationaler Lizenzen/Anerkennungen, die
von JAA-Mitgliedstaaten erteilt wurden
Anhang 1 zu Mindestanforderungen für die Anerkennung von
JAR-FCL 1.015 Pilotenlizenzen, die von Nicht-JAA-Mitgliedstaaten
erteilt wurden
Anhang 2 zu Umschreibung von PPL(A), die von
JAR-FCL 1.015 Nicht-JAA-Mitgliedstaaten erteilt wurden, in
PPL(A) gemäß JAR-FCL
Anhang 1 zu Anrechnung von theoretischen Kenntnissen –
JAR-FCL 1.050 Lehrplan für die ergänzende Ausbildung und Prüfung
Anhang 1a zu Zivilluftfahrerschulen für Flugausbildung zum
JAR-FCL 1.055 Erwerb von Pilotenlizenzen und Berechtigungen
(FTOs)
Anhang 1b zu Ausbildung außerhalb der JAA-Mitgliedstaaten
JAR-FCL 1.055
Anhang 1c zu Ergänzende Anforderungen für FTOs mit ständiger
JAR-FCL 1.055 Hauptniederlassung außerhalb der
JAA-Mitgliedstaaten
Anhang 2 zu Zivilluftfahrerschulen für den Erwerb von
JAR-FCL 1.055 Musterberechtigungen nur für Inhaber von
Pilotenlizenzen (TRTOs)
Anhang 3 zu Genehmigung von Fernlehrgängen für modulare
JAR-FCL 1.055 theoretische Ausbildung
Anhang 1 zu Form und Inhalt von Pilotenlizenzen
JAR-FCL 1.075
```
ABSCHNITT B – FLUGSCHÜLER (Flugzeug)
```
JAR-FCL 1.085 Anforderungen
JAR-FCL 1.090 Mindestalter
JAR-FCL 1.095 Flugmedizinische Tauglichkeit
```
ABSCHNITT C – PRIVATPILOTENLIZENZ (Flugzeug) - PPL(A)
```
JAR-FCL 1.100 Mindestalter
JAR-FCL 1.105 Flugmedizinische Tauglichkeit
JAR-FCL 1.110 Rechte und Voraussetzungen
JAR-FCL 1.115 Reserviert
JAR-FCL 1.120 Flugerfahrung und Anrechnung
JAR-FCL 1.125 Ausbildungslehrgang
JAR-FCL 1.130 Theoretische Prüfung
JAR-FCL 1.135 Praktische Fähigkeiten
Anhang 1 zu Ausbildungslehrgang für PPL(A) - Zusammenfassung
JAR-FCL 1.125
Anhang 2 zu Registrierung von Zivilluftfahrerschulen, die nur
JAR-FCL 1.125 für den Erwerb der PPL ausbilden
Anhang 3 zu Antragsformular für die Registrierung von
JAR-FCL 1.125 registrierten Zivilluftfahrerschulen für die
PPL-Ausbildung
Anhang 1 zu Theoretische und praktische Prüfung für den Erwerb
JAR-FCL 1.130 einer PPL(A)
und 1.135
Anhang 2 zu Praktische Prüfung für den Erwerb einer PPL(A)
JAR-FCL 1.135
```
ABSCHNITT D – BERUFSPILOTENLIZENZ (Flugzeug) - CPL(A)
```
JAR-FCL 1.140 Mindestalter
JAR-FCL 1.145 Flugmedizinische Tauglichkeit
JAR-FCL 1.150 Rechte und Voraussetzungen
JAR-FCL 1.155 Flugerfahrung und Anrechnung
JAR-FCL 1.160 Theoretische Kenntnisse
JAR-FCL 1.165 Flugausbildung
JAR-FCL 1.170 Praktische Fähigkeiten
Anhang 1 zu Durchgehende Ausbildung für ATP(A)
JAR-FCL 1.160
und 1.165 (a)(1)
Anhang 1 zu Durchgehende Ausbildung für CPL(A)/IR
JAR-FCL 1.160
und 1.165 (a)(2)
Anhang 1 zu Durchgehende Ausbildung für CPL(A)
JAR-FCL 1.160
und 1.165 (a)(3)
Anhang 1 zu Modulare Ausbildung für CPL(A)
JAR-FCL 1.160
und 1.165 (a)(4)
Anhang 1 zu Praktische Prüfung für den Erwerb einer CPL(A)
JAR-FCL 1.170
Anhang 2 zu Inhalt der praktischen Prüfung für den Erwerb
JAR-FCL 1.170 einer CPL(A)
```
ABSCHNITT E – INSTRUMENTENFLUGBERECHTIGUNG (Flugzeug) - IR(A)
```
JAR-FCL 1.174 Flugmedizinische Tauglichkeit
JAR-FCL 1.175 Erfordernis einer IR(A)
JAR-FCL 1.180 Rechte und Voraussetzungen
JAR-FCL 1.185 Gültigkeitsdauer, Verlängerung und Erneuerung
JAR-FCL 1.190 Flugerfahrung
JAR-FCL 1.195 Theoretische Kenntnisse
JAR-FCL 1.200 Kenntnisse der englischen Sprache
JAR-FCL 1.205 Flugausbildung
JAR-FCL 1.210 Praktische Fähigkeiten
Anhang 1 zu IR(A) – Kenntnisse der englischen Sprache
JAR-FCL 1.200
Anhang 1 zu Modulare Ausbildung für IR(A)
JAR-FCL 1.205
Anhang 1 zu Praktische Prüfung und Befähigungsüberprüfung für
JAR-FCL 1.210 den Erwerb einer IR(A)
Anhang 2 zu Inhalt der praktischen
JAR-FCL 1.210 Prüfung/Befähigungsüberprüfung für den Erwerb
einer IR(A)
```
ABSCHNITT F - KLASSEN- UND MUSTERBERECHTIGUNGEN (Flugzeug)
```
JAR-FCL 1.215 Klassenberechtigungen (A)
JAR-FCL 1.220 Musterberechtigungen (A)
JAR-FCL 1.221 Hochleistungsflugzeug mit einem Piloten
JAR-FCL 1.225 Erfordernis von Klassen- oder Musterberechtigungen
JAR-FCL 1.230 Sonderregelungen
JAR-FCL 1.235 Klassen- und Musterberechtigungen – Rechte, Anzahl
und Baureihen
JAR-FCL 1.240 Klassen- und Musterberechtigungen – Anforderungen
JAR-FCL 1.245 Klassen- und Musterberechtigungen – Gültigkeit,
Verlängerung und Erneuerung
JAR-FCL 1.246 Instrumentenflugberechtigung, Verlängerung und
Erneuerung
JAR-FCL 1.250 Musterberechtigung für Flugzeuge mit zwei Piloten
– Voraussetzungen
JAR-FCL 1.251 Klassen- und Musterberechtigungen für
Hochleistungsflugzeuge mit einem Piloten:
Voraussetzungen
JAR-FCL 1.255 Musterberechtigung für Flugzeuge mit einem Piloten
– Voraussetzungen
JAR-FCL 1.260 Klassenberechtigung – Voraussetzungen
JAR-FCL 1.261 Klassen- und Musterberechtigungen – Theoretische
Kenntnisse und Flugausbildung
JAR-FCL 1.262 Klassen- und ´Musterberechtigungen – Praktische
Fähigkeiten
Anhang 1 zu Aufstellung der Flugzeugklassen
JAR-FCL 1.215
Anhang 1 zu Aufstellung der Flugzeugmuster
JAR-FCL 1.220
Anhang 1 zu Praktische Prüfung und Befähigungsüberprüfung für
JAR-FCL 1.240 Klassen/Musterberechtigungen für Flugzeuge und ATPL
und 1.295
Anhang 1 zu Lehrgang zum Erwerb zusätzlicher theoretischer
JAR-FCL 1.251 Kenntnisse für eine Klassen- oder
Musterberechtigung für Hochleistungsflugzeuge mit
einem Piloten
Anhang 2 zu Inhalt der Ausbildung und der praktischen
JAR-FCL 1.240 Prüfung/Befähigungsüberprüfung für ATPL,
und 1.295 Musterberechtigungen auf Flugzeugen mit zwei
Piloten
Anhang 3 zu Inhalt der Ausbildung und der praktischen
JAR-FCL 1.240 Prüfung/Befähigungsüberprüfung für
Klassen/Musterberechtigungen auf ein- und
mehrmotorigen Flugzeugen mit einem Piloten
Anhang 1 zu Anrechnung des Instrumentenflugteiles einer
JAR-FCL 1.246 Befähigungsüberprüfung für eine Klassen- und
Musterberechtigung
Anhang 1 zu Lehrgang zum Erwerb zusätzlicher theoretischer
JAR-FCL 1.251 Kenntnisse für eine Klassen- oder
Musterberechtigung für Hochleistungsflugzeuge mit
einem Piloten
Anhang 1 zu Theoretische Ausbildungsanforderungen für
JAR-FCL praktische Prüfungen/Befähigungsüberprüfungen zum
1.261(a) Erwerb von Klassen/Musterberechtigungen
Anhang 1 zu Genehmigung von Lehrgängen für Musterberechtigungen
JAR-FCL ohne Flugzeiten im Flugzeug
1.261 (c)(2)
Anhang 1 zu Lehrgang für die Zusammenarbeit der Flugbesatzung
JAR-FCL (Flugzeug)
1.261(d)
```
ABSCHNITT G – LINIENPILOTENLIZENZ (Flugzeug) - ATPL(A)
```
JAR-FCL 1.265 Mindestalter
JAR-FCL 1.270 Flugmedizinische Tauglichkeit
JAR-FCL 1.275 Rechte und Voraussetzungen
JAR-FCL 1.280 Flugerfahrung und Anrechnung
JAR-FCL 1.285 Theoretische Kenntnisse
JAR-FCL 1.290 Flugausbildung
JAR-FCL 1.295 Praktische Fähigkeiten
Anhang 1 zu Modulare theoretische Ausbildung für ATPL(A)
JAR-FCL 1. 285
```
ABSCHNITT H – LEHRBERECHTIGUNGEN (Flugzeug)
```
JAR-FCL 1.300 Ausbildung – Allgemeines
JAR-FCL 1.305 Lehrberechtigungen und Ermächtigungen – Kategorien
JAR-FCL 1.310 Lehrberechtigungen - Allgemeines
JAR-FCL 1.315 Lehrberechtigungen und Anerkennungen -
Gültigkeitsdauer
JAR-FCL 1.320 Lehrberechtigung für Flugausbildung (Flugzeug)
(FI(A)) – Mindestalter
JAR-FCL 1.325 FI(A) – Eingeschränkte Rechte
JAR-FCL 1.330 FI(A) - Rechte und Anforderungen
JAR-FCL 1.335 FI(A) – Voraussetzungen
JAR-FCL 1.340 FI(A) – Lehrgang
JAR-FCL 1.345 FI(A) - Praktische Fähigkeiten
JAR-FCL 1.350 FI(A) - Erteilung der Berechtigung
JAR-FCL 1.355 FI(A) - Verlängerung und Erneuerung
JAR-FCL 1.360 Lehrberechtigung für Musterberechtigungen
(Flugzeuge mit zwei Piloten)(TRI(MPA)) – Rechte
JAR-FCL 1.365 TRI(MPA) – Anforderungen
JAR-FCL 1.370 TRI(MPA) – Verlängerung und Erneuerung
JAR-FCL 1.375 Lehrberechtigung für Klassenberechtigungen
(Flugzeuge mit einem Piloten)
(CRI(SPA)) – Rechte
JAR-FCL 1.380 CRI(SPA) – Anforderungen
JAR-FCL 1.385 CRI(SPA) – Verlängerung und Erneuerung
JAR-FCL 1.390 Lehrberechtigung für Instrumentenflug (Flugzeug)
(IRI(A)) – Rechte
JAR-FCL 1.395 IRI(A) – Anforderungen
JAR-FCL 1.400 IRI(A) – Verlängerung und Erneuerung
JAR-FCL 1.405 Anerkennung für die Ausbildung an synthetischen
Flugübungsgeräten (Flugzeug) (SFI(A)) – Rechte
JAR-FCL 1.410 SFI(A) – Anforderungen
JAR-FCL 1.415 SFI(A) – Verlängerung und Erneuerung
JAR-FCL 1.416 Anerkennung für die Ausbildung in der
Zusammenarbeit als Flugbesatzung (Flugzeug)
(MCCI(A)) – Rechte
JAR-FCL 1.417 MCCI(A) – Anforderungen
JAR-FCL 1.418 MCCI(A) – Verlängerung und Erneuerung
JAR-FCL 1.419 STI(A) Rechte, Anforderungen, Verlängerungen und
Erneuerungen
Anhang 1 zu Anforderungen an eine besondere
JAR-FCL 1.300 Berechtigung/Anerkennung für Lehrberechtigte die
keine JAR-FCL-Lizenz besitzen zur Durchführung von
Ausbildungen in FTOs oder TRTOs außerhalb von
JAA-Mitgliedstaaten
Anhang 1 zu Vereinbarungen für die praktische Prüfung,
JAR-FCL 1.330 Befähigungsüberprüfung und mündliche theoretische
und 1.345 Prüfung für den Erwerb einer Lehrberechtigung für
Flugausbildung (FI(A))
Anhang 2 zu Inhalte der praktischen Prüfung,
JAR-FCL 1.330 Befähigungsüberprüfung und mündlichen
und 1.345 theoretischen Prüfung für den Erwerb einer
Lehrberechtigung für Flugausbildung (FI(A))
Anhang 1 zu Lehrgang für den Erwerb der Lehrberechtigung für
JAR-FCL 1.340 Flugausbildung (Flugzeug) (FI(A))
Anhang 1 zu Lehrgang für den Erwerb der Lehrberechtigung für
JAR-FCL 1.365 Musterberechtigung für Flugzeuge mit zwei Piloten
(Flugzeug) (TRI(MPA))
Anhang 1 zu Lehrgang für den Erwerb der Lehrberechtigung für
JAR-FCL 1.380 Klassenberechtigung für mehrmotorige Flugzeuge mit
einem Piloten (Flugzeug) (CRI(SPA))
Anhang 2 zu Lehrgang für den Erwerb der Lehrberechtigung für
JAR-FCL 1.380 Klassenberechtigung für einmotorige Flugzeuge mit
einem Piloten (Flugzeug) (CRI(SPA))
Anhang 1 zu Lehrgang für den Erwerb der Lehrberechtigung für
JAR-FCL 1.395 Instrumentenflug (IRI(A))
```
ABSCHNITT I - PRÜFER (Flugzeug)
```
JAR-FCL 1.420 Prüfer - Kategorien
JAR-FCL 1.425 Prüfer - Allgemeines
JAR-FCL 1.430 Prüfer - Gültigkeitsdauer der Anerkennung
JAR-FCL 1.435 Flugprüfer (Flugzeug) (FE(A)) –
Rechte/Anforderungen
JAR-FCL 1.440 Prüfer für Musterberechtigungen (Flugzeug)(TRE(A))
- Rechte/Anforderungen
JAR-FCL 1.445 Prüfer für Klassenberechtigungen (Flugzeug)(CRE(A))
- Rechte/Anforderungen
JAR-FCL 1.450 Prüfer für Instrumentenflug (Flugzeug)(IRE(A)) –
Rechte/Anforderungen
JAR-FCL 1.455 Prüfer an synthetischen Flugübungsgeräten
(Flugzeug) (SFE(A)) – Rechte/Anforderungen
JAR-FCL 1.460 Prüfer für Lehrberechtigte (Flugzeug) (FIE(A)) –
Rechte/Anforderungen
Anhang 1 zu Standardisierungsvereinbarungen für Prüfer
JAR-FCL 1.425
ABSCHNITT J - ERFORDERLICHE THEORETISCHE KENNTNISSE UND VERFAHREN
FÜR DIE DURCHFÜHRUNG VON THEORETISCHEN PRÜFUNGEN FÜR CPL, ATPL UND
INSTRUMENTENFLUGBERECHTIGUNGEN
JAR-FCL 1.465 Anforderungen
JAR-FCL 1.470 Inhalt von theoretischen Prüfungen
JAR-FCL 1.475 Prüfungsfragen
JAR-FCL 1.480 Prüfungsverfahren
JAR-FCL 1.485 Pflichten des Bewerbers
JAR-FCL 1.490 Bewertungskriterien
JAR-FCL 1.495 Gültigkeitszeitraum
Anhang 1 zu Theoretische Prüfungsgegenstände; Syllabus ATPL,
JAR-FCL 1.470 CPL und IR
Abschnitt A - Allgemeine Bestimmungen
JAR-FCL 1.001 Begriffsbestimmungen und Abkürzungen
Alleinflugzeit:
Die Flugzeit, in der sich ein Flugschüler allein an Bord eines Luftfahrzeuges befindet.
Ausbildungszeit als verantwortlicher Pilot (Student Pilot-In-Command/SPIC):
Die Flugzeit, in der ein Flugschüler die Tätigkeit des verantwortlichen Piloten ausübt und der Lehrberechtigte ihn nur beobachtet und den Flug nicht beeinflusst.
Ausbildungszeit mit Lehrberechtigtem:
Die Flugzeit oder Instrumentenbodenzeit, in der eine Person von einem dazu ermächtigten Lehrer ausgebildet wird.
Befähigungsüberprüfungen:
Nachweis der weiteren fliegerischen Befähigung für die Verlängerung oder Erneuerung von Berechtigungen einschließlich mündlicher Prüfungen, die der Prüfer für erforderlich hält.
Berechtigung:
In eine Lizenz eingetragene besondere Bedingungen, Rechte oder Einschränkungen.
Beruflich tätiger Pilot:
Ein Pilot im Besitz einer Lizenz (CPL/ATPL), die eine fliegerische Tätigkeit im gewerblichen Luftverkehr zulässt.
Erneuerung (z.B. einer Berechtigung oder Genehmigung):
Das Verwaltungsverfahren zur Erneuerung einer abgelaufenen (ruhenden) Berechtigung oder Genehmigung für einen weiteren festgelegten Zeitraum unter Erfüllung bestimmter Voraussetzungen.
Flugzeit:
Flugzeit bezeichnet die Zeit zwischen dem erstmaligen Abrollen eines Luftfahrzeuges aus seiner Parkposition zum Zwecke des Startens bis zum Stillstand an der zugewiesenen Parkposition und bis alle Triebwerke abgestellt sind.
Flugzeuge mit einem Piloten (Single-pilot aeroplanes/SPA):
Flugzeuge, für die nicht durch die Musterzulassung eine Mindestflugbesatzung von zwei Piloten vorgeschrieben ist.
Flugzeuge mit zwei Piloten (Multi-pilot aeroplanes/MPA):
Flugzeuge mit einer durch die Musterzulassung vorgeschriebenen Mindestflugbesatzung von zwei Piloten.
Instrumentenbodenzeit:
Die Zeit, in der ein Pilot eine Ausbildung im simulierten Instrumentenflug in synthetischen Flugübungsgeräten (Synthetic Training Devices/STDs) erhält.
Instrumentenflugzeit:
Die Zeit, in der ein Pilot ein Luftfahrzeug ausschließlich nach Instrumenten führt.
Instrumentenzeit:
Instrumentenflugzeit oder Instrumentenbodenzeit.
JAA-Mitgliedstaat:
Im Sinne dieser Anlage (JAR-FCL 1) ein Staat, der Lizenzen, Berechtigungen und Zeugnisse gemäß § 41 LFG im Einklang mit den Bestimmungen der JAA ausstellt.
Kategorie (eines Luftfahrzeuges):
Die Einteilung von Luftfahrzeugen nach bestimmten grundlegenden Eigenschaften, z.B. Flugzeug, Hubschrauber, Segelflugzeug, Freiballon.
Kopilot
Ein Pilot, der nicht als verantwortlicher Pilot ein Luftfahrzeug führt, für das gemäß der Aufstellung von Flugzeugmuster (siehe Anhang 1 zu JAR-FCL 1.220) oder der Musterzulassung des Luftfahrzeuges oder den betrieblichen Vorschriften, nach denen der Flug durchgeführt wird, mehr als ein Pilot gefordert wird. Ausgenommen sind Piloten, die sich ausschließlich zu ihrer Flugausbildung für eine Lizenz oder Berechtigung an Bord befinden.
Lizenz:
Ein gemäß den Bestimmungen dieser Anlage (JAR-FCL 1) ausgestellter oder gemäß § 41 LFG gleichgestellter ausländischer Zivilluftfahrerschein.
Nacht:
Der Zeitraum zwischen dem Ende der bürgerlichen Abenddämmerung und dem Beginn der bürgerlichen Morgendämmerung.
Muster (eines Luftfahrzeuges):
Luftfahrzeuge desselben Grundtyps einschließlich sämtlicher Änderungen, die keine Auswirkungen auf die Handhabung, Flugeigenschaften oder Zusammensetzung der Flugbesatzung haben.
Praktische Prüfungen:
Nachweise der fliegerischen Befähigung für den Erwerb von Lizenzen oder Berechtigungen einschließlich mündlicher Prüfungen, die der Prüfer für erforderlich hält.
Privatpilot:
Ein Pilot mit einer Lizenz, die eine fliegerische Tätigkeit im gewerblichen Luftverkehr nicht zulässt.
Reisemotorsegler (Touring Motor Glider/TMG):
Ist ein Motorsegler, mit einem von einem JAA Mitgliedstaat ausgestellten oder anerkannten Lufttüchtigkeitszeugnis, der über ein fest eingebautes Triebwerk und einen nicht einklappbaren Propeller verfügt und zusätzlich gemäß Anhang 1 zu JAR-FCL 1.215 von der zuständigen Behörde bestimmten Motorsegler.
Der Reisemotorsegler muss gemäß den Bestimmungen des Flughandbuches eigenstartfähig sein und mit eigener Leistung steigen können.
Sonstige Übungsgeräte (Other Training Devices/OTDs):
Ausbildungshilfen außer Flugsimulatoren, Flugübungsgeräten oder Flug- und Navigationsverfahrensübungsgeräten, die zur Ausbildung eingesetzt werden können, wenn kein vollständiges Cockpit erforderlich ist.
Streckenabschnitt:
Ein Flug, der Start, Abflug, Reiseflug von nicht weniger als 15 Minuten, Anflug und Landephase umfasst.
Verlängerung (z.B. einer Berechtigung oder Genehmigung):
Das Verwaltungsverfahren zur Verlängerung der Gültigkeit einer noch gültigen Berechtigung oder Genehmigung für einen weiteren festgelegten Zeitraum unter Erfüllung bestimmter Voraussetzungen.
Zusammenarbeit der Flugbesatzung (Multi-Crew Co-Operation/MCC):
Die Zusammenarbeit der Flugbesatzung unter der Leitung des verantwortlichen Piloten.
JAR-FCL 1.005 Geltungsbereich
(a) Allgemeines
(1) Die Bestimmungen dieser Anlage (JAR-FCL 1) gelten für alle Ausbildungen, Prüfungen und Anträge für den Erwerb von Lizenzen, Berechtigungen, Anerkennungen, Genehmigungen oder Zeugnissen, wenn die Anträge ab dem 1. Juni 2006 bei der zuständigen Behörde eingehen.
(2) Werden in den Bestimmungen dieser Anlage (JAR-FCL 1) Lizenzen, Berechtigungen, Anerkennungen, Genehmigungen oder Zeugnisse genannt, so sind dabei solche gemäß JARFCL gemeint. In allen anderen Fällen werden diese Dokumente näher bestimmt, zum Beispiel als Lizenzen gemäß ICAO oder nationale Lizenzen.
(3) Wird im Hinblick auf die gegenseitige Anerkennung, Gleichstellung oder Umschreibung von Lizenzen, Berechtigungen, Anerkennungen, Genehmigungen oder Zeugnissen auf JAA-Mitgliedstaaten verwiesen, so sind damit Staaten gemeint, die Lizenzen, Berechtigungen, Anerkennungen, Genehmigungen und Zeugnisse im Einklang mit den Bestimmungen der JAR-FCL (§ 41 LFG) erteilen.
(4) Alle in JAR-FCL genannten synthetischen Flugübungsgeräte, die anstelle eines Luftfahrzeuges zu Ausbildungszwecken eingesetzt werden, müssen den Bestimmungen der JAR-STD entsprechen (§ 30 Abs. 6 Zivilluftfahrzeug- und Luftfahrtgerät-Verordnung (ZLLV), BGBl. II 424/2005, in der jeweils geltenden Fassung) und im Hinblick auf die durchzuführenden Übungen in Übereinstimmung mit JAR-FCL für den Nutzer durch die zuständige Behörde genehmigt sein.
(5) Wird in den Bestimmungen der JAR-FCL auf Flugzeuge verwiesen, so sind, soweit nicht anders festgelegt, Ultraleichtflugzeuge ausgeschlossen.
(6) Lizenzen, die auf der Grundlage einer außerhalb der JAA-Mitgliedstaaten durchgeführten Ausbildung erteilt wurden – ausgenommen Ausbildungen gem.
JAR-FCL 1.055(a)(1) - müssen mit einer Eintragung versehen sein, nach der die Rechte der Lizenz auf österreichische Flugzeuge beschränkt sind.
(7) Berechtigungen, die auf der Grundlage einer außerhalb der JAA-Mitgliedstaaten durchgeführten Ausbildung erworben wurden ausgenommen Ausbildungen gem. JAR-FCL 1.055(a)(1) – müssen auf österreichische Flugzeuge beschränkt sein.
(b) Übergangsbestimmungen
(1) Ausbildungen für den Erwerb von Lizenzen und Berechtigungen für Privatpiloten, Berufspiloten und Linienpiloten, die vor dem 1. Juni 2006 entsprechend den Bestimmungen der ZLPV begonnen wurden, berechtigen gemäß § 142 Abs. 3 zur Ausstellung von Lizenzen oder Berechtigungen unter der Bedingung, dass die Ausbildung und Prüfung vor dem 31. Dezember 2008 für die jeweilige Lizenz oder Berechtigung abgeschlossen wurde.
(2) Nationale Lizenzen, Berechtigungen, Ernennungen oder Genehmigungen, die entsprechend den Bestimmungen der ZLPV vor dem 1. Juni 2006 erworben oder entsprechend (b)(1) ausgestellt wurden, sind gemäß § 142 Abs. 1 weiterhin mit den inhaltlich entsprechenden Berechtigungen gültig. Ab dem 1. Dezember 2006 müssen alle Verlängerungen oder Erneuerungen solcher Lizenzen, Berechtigungen, Ernennungen, Genehmigungen oder Ausstellungen medizinischer Tauglichkeitszeugnisse in Übereinstimmung mit den Anforderungen von JAR-FCL – mit Ausnahme der in (b)(4) genannten - durchgeführt werden.
(3) Inhaber einer entsprechend den Bestimmungen der ZLPV vor dem 1. Juni 2006 erworbenen oder in Übereinstimmung mit (b)(1) ausgestellten Lizenz können bei der zuständigen Behörde die Erteilung einer gleichwertigen in dieser Anlage (JAR-FCL 1) spezifizierten Lizenz (A), beantragen. (Siehe JAR-FCL 1.015 (a)(1)). Für die Erteilung einer derartigen Lizenz muss der Inhaber die Anforderungen der Anhang 1 zu JAR-FCL 1.005 erfüllen.
(4) Inhaber einer entsprechend den Bestimmungen der ZLPV erteilten Lizenz, die die Voraussetzungen der Anlage 2 (JAR-FCL 3) nicht vollständig erfüllen, dürfen gemäß § 6 Abs. 1 weiterhin die Rechte dieser Lizenz ausüben.
(c) Fortbestand der nationalen Prüferernennung
Vor dem 1. Juni 2006 gemäß den Bestimmungen der ZLPV bestellte Mitglieder von Prüfungskommissionen für Privatpiloten, Berufspiloten und Linienpiloten können von der zuständigen Behörde als Prüfer gemäß dieser Anlage (JAR-FCL 1) ernannt werden, sofern sie der zuständigen Behörde Kenntnisse über die Bestimmungen der JAR-FCL und der JAR-OPS 1 nachgewiesen haben. Diese Ernennung gilt für einen Zeitraum von längstens drei Jahren. Danach unterliegt jede erneute Ernennung den Bestimmungen von JAR-FCL 1.425(a) und (b).
JAR-FCL 1.010 Voraussetzungen für eine Tätigkeit als Pilot
(a) (1) Lizenz und Berechtigung
Auf zivilen, in einem JAA-Mitgliedstaat eingetragenen Flugzeugen dürfen nur Personen als Flugbesatzungsmitglieder tätig werden, die eine gültige, den durchzuführenden Aufgaben entsprechende Lizenz und Berechtigung gemäß JAR-FCL 1 oder einen Flugauftrag gemäß JARFCL 1.085 und/oder eine besondere Anerkennung gemäß JAR-FCL 1.230 besitzen. Die Lizenz muss erteilt worden sein von:
(i) einem Mitgliedstaat der JAA; oder
(ii) einem anderen Mitgliedstaat der ICAO. In diesem Fall muss
die Lizenz gemäß JAR-FCL 1.015(b) oder (c) anerkannt worden sein.
(2) Nicht Bestandteil der Bestimmungen (vgl. § 61 Abs. 3 und § 24)
(3) Nicht Bestandteil der Bestimmungen (vgl. § 24)
(b) Ausübung der Rechte
Der Inhaber einer Lizenz, Berechtigung oder Anerkennung darf
nur die damit verbundenen Rechte ausüben.
(c) Widerruf und Untersagung
(1) Wird festgestellt, dass ein Bewerber oder Lizenzinhaber die Anforderungen dieser Verordnung oder des LFG nicht oder nicht mehr erfüllt, ist von der zuständigen Behörde gemäß § 43 LFG vorzugehen.
(2) Wird festgestellt, dass der Inhaber einer von einem anderen JAA-Mitgliedstaat erteilten Lizenz gemäß JAR-FCL oder Bewerber um eine solche die Anforderungen der JAR-FCL oder anderer Vorschriften des Staates, in dem das Luftfahrzeug geflogen wird, nicht oder nicht mehr erfüllt, ist der Ausstellerstaat von der zuständigen Behörde darüber zu informieren. In Entsprechung mit § 43 Abs. 3 LFG ist, wenn dies zur Wahrung der Sicherheit der Luftfahrt erforderlich ist, mittels Untersagung von der zuständigen Behörde anzuordnen, dass der Inhaber einer Lizenz oder der Bewerber um eine solche, der beim Ausstellerstaat aus den oben genannten Gründen gemeldet wurde, weder in Österreich eingetragene Luftfahrzeuge führt noch im Inland als Pilot tätig wird.
JAR-FCL 1.015 Gleichstellung von Lizenzen, Berechtigungen, Anerkennungen, Genehmigungen sowie Zeugnissen
(Siehe Anhang 1 zu JAR-FCL 1.015)
(Siehe Anhang 2 zu JAR-FCL 1.015)
(Siehe Anhang 3 zu JAR-FCL 1.015)
(a) Gemäß JAR-FCL von JAA-Mitgliedstaaten erteilte Lizenzen, Berechtigungen, Anerkennungen, Genehmigungen oder Zeugnisse
(1) Wenn jemand mit einer Lizenz, mit einer Berechtigung, oder mit einem Zeugnis eines JAA-Mitgliedstaates in Übereinstimmung mit den Bestimmungen der JAR-FCL und den zugehörigen Vorschriften ausgestattet ist, sind solche ausländischen Lizenzen, Berechtigungen oder Zeugnisse den entsprechenden österreichischen Lizenzen, Berechtigungen oder Zeugnissen gemäß § 41 LFG gleichgestellt.
(2) Ausbildungen, die nach dem 1. Juni 2005 gemäß den Bestimmungen dieser Anlage (JARFCL 1) durchgeführt wurden, können für die Ausstellung von JAR-FCL Lizenzen und Berechtigungen angerechnet werden.
(b) Von Nicht-JAA-Mitgliedstaaten erteilte Lizenzen
(1) Eine Lizenz, die von einem Nicht-JAA-Mitgliedstaat erteilt wurde, kann von der zuständigen Behörde entsprechend Anhang 1 zu JAR-FCL 1.015 anerkannt werden.
(2) Die Gültigkeitsdauer für die Anerkennung einer Lizenz für entgeltlich tätige Piloten und einer Privatpilotenlizenz mit Instrumentenflugberechtigung darf, beginnend mit dem Datum, an dem die Anerkennung erteilt wurde, längstens ein Jahr betragen, vorausgesetzt, die zugrunde liegende Lizenz ist weiterhin gültig. Die Anerkennung kann erneut für die Gültigkeitsdauer von einem Jahr nach Ablauf der vorhergehenden Anerkennung ausgestellt werden, vorausgesetzt, die Verlängerung/Erneuerung der zutreffenden Berechtigung und des Tauglichkeitszeugnisses erfolgte gemäß den Bestimmungen von JAR-FCL und die zugrunde liegende Lizenz ist immer noch gültig.
(3) Die Bestimmungen des Absatzes (1) und (2) sind nicht anzuwenden, wenn inländische Flugzeuge an einen Halter eines Nicht-JAA-Mitgliedstaates vermietet werden. Voraussetzung hierfür ist, dass der Halterstaat für den Zeitraum der Vermietung die Verantwortung für die technische und/oder betriebliche Überwachung nach den Bestimmungen von JAR-OPS 1.165 übernommen hat. Die Lizenzen der Flugbesatzung des Halters können von der zuständigen Behörde anerkannt werden, sofern die mit der Anerkennung erteilten Rechte auf den Vermietungszeitraum und auf bestimmte Flugzeuge in festgelegten betrieblichen Einsätzen beschränkt sind, an denen ein JAA-Luftfahrtunternehmen weder direkt noch indirekt durch Anmietung eines Flugzeuges mit Besatzung oder durch ein anderes wirtschaftliches Übereinkommen beteiligt ist.
(4) In den Fällen, in denen die Anerkennung eines nicht gemäß den Bestimmungen der JAR-FCL lizenzierten Piloten erforderlich ist, um spezielle, zeitlich begrenzte Aufgaben in Übereinstimmung mit Anhang 3 zu JAR-FCL 1.015 zu erfüllen, kann die Behörde eine derartige Lizenz für diese Aufgaben anerkennen, ohne dass der Inhaber die Voraussetzungen gem. Anhang 1 zu JAR-FCL 1.015 erfüllt.
(c) Umschreibung von Lizenzen, die von Nicht-JAA-Mitgliedstaaten erteilt wurden
(1) Eine Lizenz CPL(A) oder ATPL(A) und/oder eine Instrumentenflugberechtigung, die von einem Nicht-JAA-Mitgliedstaat erteilt wurde, kann in eine JAR-FCL-Lizenz umgeschrieben werden, sofern mit dem jeweiligen Staat eine zwischenstaatliche Vereinbarung besteht. Eine solche Vereinbarung ist auf der Grundlage der Gegenseitigkeit zu treffen und muss sicherstellen, dass ein gleichwertiger Sicherheitsstandard bezüglich Ausbildungs- und Prüfungsbestimmungen besteht. Jede getroffene Vereinbarung wird wie festgelegt in regelmäßigen Abständen von den beteiligten Staaten überprüft. Auf einer derart umgeschriebenen Lizenz ist der Nicht-JAA-Mitgliedstaat vermerkt. Andere JAA-Mitgliedstaaten sind nicht verpflichtet, eine solche Lizenz zu anzuerkennen.
(2) Eine Lizenz für Privatpiloten, die von einem Nicht-JAA-Mitgliedstaat erteilt wurde, kann in eine JAR-FCL-Lizenz mit Klassen-/Musterberechtigung(en) für Flugzeuge mit einem Piloten umgeschrieben werden, sofern die Anforderungen gemäß Anhang 2 zu JAR-FCL 1.015 erfüllt sind.
(d) Wenn die zuständige Behörde eine Lizenz ausstellt, die von den Bestimmungen der JAR-FCL abweicht, ist dies auf der Lizenz unter Punkt XIII zu vermerken.
JAR-FCL 1.016 Erleichterungen für Inhaber von Lizenzen, die von Nicht-JAA-Mitgliedstaaten erteilt wurden
(a) Ein Bewerber für eine JAR-FCL-Lizenz (A) oder eine JAR-FCL-Lizenz mit Instrumentenflugberechtigung (Instrument Rating/IR (A)), soweit zutreffend, der bereits im Besitz einer mindestens gleichwertigen, von einem Nicht-JAA-Mitgliedstaat gemäß ICAO Anhang 1 erteilten Lizenz ist, muss alle Bestimmungen der JAR-FCL erfüllen; die Anforderungen an die Dauer der Ausbildung, Anzahl der Unterrichtsstunden der theoretischen sowie der praktischen Ausbildung können jedoch geringer sein. Erleichterungen können von der zuständigen Behörde gewährt werden, sofern die Sicherheit der Luftfahrt gewährleistet ist und dies vom Antragsteller beziehungsweise von der ihn ausbildenden berechtigten Zivilluftfahrerschule gegenüber der zuständigen Behörde vor Beginn der Ausbildung dargelegt wurde.
(b) Der Inhaber einer gemäß ICAO Anhang 1 erteilten ATPL(A), der die Anforderungen an die Flugerfahrung von 1500 Stunden als verantwortlicher Pilot oder Kopilot auf Flugzeugen mit zwei Piloten gemäß Anhang 1 zu JAR-FCL 1.015 erfüllt, kann von der Forderung befreit werden, sich vor der theoretischen und praktischen Prüfung einer genehmigten Ausbildung zu unterziehen, vorausgesetzt, dass seine Lizenz eine gültige Musterberechtigung für Flugzeuge mit zwei Piloten für das in der praktischen Prüfung zum Erwerb der ATPL(A) zu verwendende Flugzeug beinhaltet.
JAR-FCL 1.017 Anerkennungen/Berechtigungen für besondere Zwecke
Berechtigungen für besondere Zwecke in Verbindung mit einer JAR-FCL Lizenz können von der zuständigen Behörde gemäß den §§ 21 (Schleppflug) und 22 (Kunstflug) für die ausschließliche Verwendung im Inland erteilt werden. Die Verwendung einer solchen Anerkennung/Berechtigung im Hoheitsgebiet eines anderen JAA-Mitgliedstaates bedarf der vorherigen Genehmigung des oder der betroffenen Staaten, es sei denn es besteht ein entsprechendes zwischenstaatliches Abkommen.
JAR-FCL 1.020 Anrechnung von Tätigkeiten aus der militärischen Luftfahrt
(Siehe Anhang 1 zu JAR-FCL 1.005)
Antrag auf Anrechnung:
Die Anrechnung von Kenntnissen, Erfahrungen und Fähigkeiten aus der militärischen Luftfahrt für den Erwerb einer Lizenz oder Berechtigung gemäß JAR-FCL erfolgt gemäß § 30 Abs. 2 LFG durch die zuständige Behörde. Die JAA wird von der zuständigen Behörde über die Kriterien für die Anrechnung in Kenntnis gesetzt. Die Rechte solcher Lizenzen sind bis zur Erfüllung der Anforderungen der Anhang 1 zu JAR-FCL 1.005 auf österreichische Flugzeuge zu beschränken.
JAR-FCL 1.025 Gültigkeit von Lizenzen und Berechtigungen
(a) Der Inhaber einer Lizenz darf die Rechte einer erteilten Lizenz oder Berechtigung nur dann ausüben, wenn er die entsprechenden Anforderungen der JAR-FCL erfüllt.
(b) Gültigkeit der Lizenz und Verlängerung einer Berechtigung
(1) Die Gültigkeit der Lizenz wird durch die Gültigkeit der eingetragenen Berechtigungen und des erforderlichen Tauglichkeitszeugnisses bestimmt.
(2) Bei der Ausstellung, Verlängerung oder Erneuerung einer Berechtigung kann die zuständige Behörde die Gültigkeitsdauer der Berechtigung bis zum Ende des Monats ausdehnen, in dem die Gültigkeit andernfalls ablaufen würde, dieses Datum bleibt das Ablaufdatum der Berechtigung.
(c) Die Lizenz wird für längstens fünf Jahre ausgestellt. Innerhalb dieses Zeitraumes wird die Lizenz von der zuständigen Behörde in folgenden Fällen verlängert:
(1) beim Ersterwerb sowie bei der Erneuerung einer Berechtigung;
(2) wenn unter Punkt XII der Lizenz kein Platz für weitere Eintragungen zur Verfügung steht;
(3) aus verwaltungstechnischen Gründen;
(4) bei der Verlängerung einer Berechtigung, wenn dies der zuständigen Behörde zweckmäßig erscheint.
Gültige Berechtigungen werden von der zuständigen Behörde in die verlängerte Lizenz übernommen. Der Lizenzinhaber hat, sofern nicht die zuständige Behörde von Amts wegen vorzugehen hat, bei der zuständigen Behörde einen Antrag auf Verlängerung der Lizenz zu stellen.
JAR-FCL 1.026 Fortlaufende Flugerfahrung für Piloten, die nicht gemäß den Bestimmungen der JAR-OPS 1 tätig sind
(a) Ein Pilot darf als verantwortlicher Pilot oder Kopilot auf Flugzeugen bei der Beförderung von Fluggästen nur tätig werden, wenn er innerhalb der vorangegangenen 90 Tage drei Starts und drei Landungen als steuernder Pilot auf einem Flugzeug desselben Musters/derselben Klasse oder in einem Flugsimulator des/der verwendeten Musters/Klasse durchgeführt hat.
(b) Der Inhaber einer Lizenz, die keine gültige Instrumentenflugberechtigung (Flugzeug) beinhaltet, darf als verantwortlicher Pilot auf Flugzeugen bei der Beförderung von Fluggästen bei Nacht nur tätig werden, wenn er innerhalb der vorangegangenen 90 Tage mindestens einen Start und eine Landung gemäß JAR-FCL 1.026(a) bei Nacht durchgeführt hat.
JAR-FCL 1.030 Prüfungsangelegenheiten
(a) Ernennung von Prüfern
Die zuständige Behörde ernennt mit Bescheid zuverlässige und entsprechend qualifizierte Personen, die praktische Prüfungen und Befähigungsüberprüfungen vorzunehmen haben. Die Mindestanforderungen für Prüfer sind in Abschnitt I dieser Anlage (JAR-FCL 1) enthalten. Jeder Prüfer wird von der zuständigen Behörde über seine Rechte und Pflichten schriftlich in Kenntnis gesetzt.
(b) Anzahl der Prüfer
Die zuständige Behörde hat in ausreichender Anzahl und unter
Berücksichtigung der Anzahl und geographischen Verteilung der Piloten die benötigten Prüfer zu bestimmen.
(c) Bekanntgabe der Prüfer
(1) Die zuständige Behörde hat eine öffentliche Liste aller Prüfer zu führen, aus der hervorgeht, für welche Kategorien diese eine Ernennung besitzen. Diese Liste wird den Zivilluftfahrerschulen für Flugausbildung (FTOs), Zivilluftfahrerschulen für Musterberechtigungen (TRTOs) und registrierten Zivilluftfahrerschulen zugänglich gemacht. Die zuständige Behörde weist den Bewerbern den entsprechenden Prüfer zur Abnahme einer Prüfung zu. Erfolgt die Prüfung für den Erwerb einer Klassen- oder Musterberechtigung im Rahmen des Betriebes eines Luftverkehrsunternehmens (§ 101 LFG), so kann die Prüfung von einem berechtigten Prüfer abgenommen werden, der dem Bewerber vom Luftverkehrsunternehmen zugewiesen wurde.
(2) Die zuständige Behörde informiert jeden Bewerber über den/die Prüfer, der/die von ihr für die Durchführung der praktischen Prüfung bestimmt wurde(n).
(d) Prüfer dürfen bei Bewerbern, die von ihnen selbst für die betreffende Lizenz oder Berechtigung praktisch ausgebildet wurden, keine Prüfung abnehmen. Erfolgt die Prüfung für den Erwerb einer Klassen- oder Musterberechtigung im Rahmen des Betriebes eines Luftverkehrsunternehmens (§ 101 LFG), so ist die Abnahme der Prüfung auch durch einen Prüfer möglich, der an der praktischen Ausbildung für die Berechtigung teilgenommen hat, falls die zuständige Behörde ausdrücklich und schriftlich zustimmt.
(e) Voraussetzungen für die Teilnahme an einer praktischen Prüfung
Vor der Teilnahme an einer praktischen Prüfung für den Erwerb einer Lizenz oder Berechtigung muss der Bewerber die zugehörige theoretische Prüfung bestanden haben. Für Bewerber, die an einem Lehrgang einer durchgehenden Ausbildung teilnehmen, kann die zuständige Behörde Ausnahmen gewähren. Die Ausbildung für die zugehörige theoretische Prüfung muss in jedem Fall vor der Teilnahme an der praktischen Prüfung abgeschlossen worden sein. Mit Ausnahme von praktischen Prüfungen für den Erwerb der ATPL(A) müssen Bewerber für die praktische Prüfung von dem/der für die Ausbildung verantwortlichen Zivilluftfahrerschule/Person vorgeschlagen werden.
JAR-FCL 1.035 Flugmedizinische Tauglichkeit
(a) Flugmedizinische Tauglichkeit
Der Inhaber eines Tauglichkeitszeugnisses muss geistig und
körperlich tauglich sein, um die Rechte der jeweiligen Lizenz sicher
auszuüben.
(b) Tauglichkeitszeugnis
Der Inhaber einer Lizenz oder Bewerber um eine solche muss im Besitz eines Tauglichkeitszeugnisses sein, das in Übereinstimmung mit den Bestimmungen der Anlage 2 (JAR-FCL 3) ausgestellt wurde und den Rechten der jeweiligen Lizenz entspricht.
(c) Flugmedizinische Verfahrensweisen
Nach der Untersuchung muss dem Bewerber mitgeteilt werden, ob er tauglich oder untauglich ist oder an die zuständige Behörde zur Entscheidung verwiesen werden muss. Der autorisierte flugmedizinische Sachverständige (Authorised Medical Examiner/AME) muss den Bewerber über alle medizinischen, flugbetrieblichen oder sonstigen Gründe informieren, die die Flugausbildung und/oder die Rechte einer erteilten Lizenz einschränken könnten.
(d) Einschränkung der Musterberechtigung (Operational Multicrew Limitation/OML – beschränkt auf Tauglichkeitszeugnisse Klasse 1)
(1) Die Einschränkung „gültig nur für eine Tätigkeit als oder mit qualifiziertem Kopiloten„ ist festzulegen, wenn der Inhaber einer CPL oder ATPL die Anforderungen für das Tauglichkeitszeugnis Klasse 1 nicht vollständig erfüllt, jedoch als tauglich im Rahmen des akzeptierten Ausfallrisikos (siehe JAR-FCL 3) eingestuft wird. Diese Einschränkung wird von der zuständigen Behörde im Rahmen des Flugbetriebes mit zwei Piloten festgelegt. Eine solche Einschränkung wird von der zuständigen Behörde festgelegt und kann nur von dieser wieder aufgehoben werden.
(2) Der andere Pilot muss über die entsprechende Qualifikation für das Muster verfügen, darf höchstens 60 Jahre alt sein und muss über ein Tauglichkeitszeugnis ohne OML-Einschränkung verfügen.
(e) Sicherheitspilot für Inhaber eines Tauglichkeitszeugnisses Klasse 2 (Operational Safety Pilot Limitation/OSL – beschränkt auf Tauglichkeitszeugnisse Klasse 2)
Ein Sicherheitspilot ist ein Pilot, der als verantwortlicher Pilot Flugzeuge der/des entsprechenden Klasse/Musters führen darf und an Bord eines mit Doppelsteuer ausgerüsteten Flugzeugs mitfliegt um das Steuer zu übernehmen, falls der verantwortliche Pilot, der im Besitz eines eingeschränkten Tauglichkeitszeugnisses ist, ausfallen sollte. Eine derartige Einschränkung kann nur von der zuständigen Behörde festgelegt oder aufgehoben werden.
JAR-FCL 1.040 Verminderung der flugmedizinischen Tauglichkeit
(a) Der Inhaber eines Tauglichkeitszeugnisses darf die mit seiner Lizenz verbundenen Berechtigungen nicht ausüben, wenn er eine Verminderung seiner flugmedizinischen Tauglichkeit feststellt, aus der sich Zweifel an einer sicheren Ausübung seiner Tätigkeit als Pilot ergeben.
(b) Der Inhaber eines Tauglichkeitszeugnisses darf nur dann verschreibungspflichtige oder nichtverschreibungspflichtige Arzneimittel zu sich nehmen oder sich einer andersartigen Behandlung unterziehen, wenn er absolut sicher ist, dass das betreffende Arzneimittel oder die Behandlung ihn in der sicheren Ausübung der mit seiner Lizenz verbundenen Berechtigungen nicht beeinträchtigt. Sollten in dieser Hinsicht Zweifel bestehen, ist der Rat der zuständigen Behörde oder einer flugmedizinischen Stelle einzuholen.
(c) Der Inhaber eines Tauglichkeitszeugnisses hat in folgenden Fällen unverzüglich den Rat der zuständigen Behörde oder einer flugmedizinischen Stelle einzuholen:
(1) nach einem stationären Klinik- oder Krankenhausaufenthalt von mehr als 12 Stunden Dauer; oder
(2) nach einem chirurgischen Eingriff oder einer invasiven Maßnahme, oder
(3) bei regelmäßiger Einnahme von Arzneimitteln, oder
(4) wenn festgestellt wird, dass das ständige Tragen einer korrigierenden Sehhilfe erforderlich ist.
(d) Der Inhaber eines flugmedizinischen Tauglichkeitszeugnisses, der
(1) unter einer erheblichen Verletzung leidet, die eine Tätigkeit als Flugbesatzungsmitglied nicht zulässt, oder
(2) unter einer Erkrankung leidet, die eine Tätigkeit als Flugbesatzungsmitglied für mindestens 21 Tage nicht zulässt, oder
(3) schwanger ist,
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