Änderungshistorie
Verordnung des EDI vom 23. November 2005 über die Hygiene bei der Milchproduktion (VHyMP)
9 Versionen
· 2005-11-23
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2019-10-01
2017-06-01
2015-12-01
2013-01-01
Änderungen vom 2013-01-01
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# Verordnung des EDI vom 23. November 2005 über die Hygiene bei der Milchproduktion (VHyMP)
<sup>1</sup> gestützt auf Artikel 2 der Milchprüfungsverordnung vom 20. Oktober 2010
<sup>2</sup> und Artikel 7 Absatz 1 der Verordnung vom 23. November 2005
<sup>3</sup> über die Primärproduktion, verordnet:
<sup>1</sup> Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) ,
<sup>2</sup> gestützt auf Artikel <sup>2</sup> der Milchprüfungsverordnung vom 20. Oktober 2010
<sup>3</sup> und Artikel 7 Absatz 1 der Verordnung vom 23. November 2005
<sup>4</sup> über die Primärproduktion, verordnet:
#### 1. Abschnitt: Geltungsbereich
<sup>4</sup> Art. 1 Diese Verordnung gilt:
<sup>5</sup> Art. 1 Diese Verordnung gilt:
- a. für Tierhaltungen, in denen Milch zur Ablieferung als Lebensmittel produziert wird;
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<sup>1</sup> Wird Milch zur Käseherstellung nach Artikel 3 der Milchpreisstützungsverordnung
<sup>5</sup> vom 7. Dezember 1998 produziert, so darf den laktierenden Tieren keine Silage verfüttert werden. Anhang 2 Ziffer 1 legt die Anforderungen für die Umstellung auf Fütterung ohne Silage fest.
<sup>6</sup> vom 7. Dezember 1998 produziert, so darf den laktierenden Tieren keine Silage verfüttert werden. Anhang 2 Ziffer 1 legt die Anforderungen für die Umstellung auf Fütterung ohne Silage fest.
<sup>2</sup> Die Futtermittel nach Anhang <sup>2</sup> Ziffer <sup>2</sup> dürfen in den vier Wochen vor sowie während der Zeit der Käseherstellung nicht oder nur beschränkt verfüttert werden.
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<sup>4</sup> Die Ergebnisse der Kontrollen sind schriftlich festzuhalten und drei Jahre aufzu-
<sup>6</sup> bewahren.
<sup>7</sup> bewahren.
##### **Art. 7** Behandlung mit Arzneimitteln
<sup>1</sup> Bei der Behandlung mit Arzneimitteln müssen die Anforderungen der Tierarznei-
<sup>7</sup> mittelverordnung vom 18. August 2004 eingehalten werden.
<sup>8</sup> mittelverordnung vom 18. August 2004 eingehalten werden.
<sup>2</sup> Die Aufzeichnungen richten sich nach den Artikeln 25–29 der Tierarzneimittelverordnung vom 18. August 2004.
#### 4. Abschnitt: Anforderungen an die Milch
<sup>8</sup> Art. <sup>8</sup> Hygienische Anforderungen an die Milch
<sup>9</sup> Art. 8 Hygienische Anforderungen an die Milch
<sup>1</sup> Es darf nur einwandfreie Milch mit unverändertem Gehalt abgeliefert werden, die von Tieren stammt, deren allgemeiner Gesundheitszustand gut ist.
<sup>2</sup> Die Milch muss folgenden Anforderungen genügen, wobei die methodische
<sup>9</sup> Streuung berücksichtigt ist:
<sup>10</sup> Kuhmilch a. Kriterium Anforderung
<sup>11</sup> Milch von anderen Tierarten b. Kriterium Anforderung
<sup>10</sup> Streuung berücksichtigt ist:
<sup>11</sup> a. Kuhmilch Kriterium Anforderung
<sup>12</sup> b. Milch von anderen Tierarten Kriterium Anforderung
<sup>3</sup> In jedem Monat, in dem Milch produziert wird, muss die Milch mindestens zweimal
<sup>12</sup> darauf untersucht werden, ob sie die Anforderungen nach Absatz 2 erfüllt.
<sup>13</sup> darauf untersucht werden, ob sie die Anforderungen nach Absatz 2 erfüllt.
##### **Art. 9** Milch, die den Anforderungen nicht entspricht
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<sup>3</sup> Milch von Tieren mit klinischen Anzeichen einer Euterkrankheit darf nur nach Anweisung einer Tierärztin oder eines Tierarztes als Lebensmittel verwendet werden.
<sup>4</sup> <sup>13</sup> Kolostrum nach Artikel 66 a der Verordnung des EDI vom 23. November 2005 über Lebensmittel tierischer Herkunft, das bis maximal fünf Tage nach der Geburt gewonnen wurde, darf vermarktet werden. Kolostrum muss getrennt von der übrigen Milch und mit entsprechender Bezeichnung abgegeben werden. Eine Vermischung von Kolostrum mit Milch ist verboten. Die Hygieneanforderungen an die Milchpro-
<sup>14</sup> duktion gelten für Kolostrum sinngemäss. Abschnitt 5. : Milchgewinnung
<sup>4</sup> <sup>14</sup> Kolostrum nach Artikel 66 a der Verordnung des EDI vom 23. November 2005 über Lebensmittel tierischer Herkunft, das bis maximal fünf Tage nach der Geburt gewonnen wurde, darf vermarktet werden. Kolostrum muss getrennt von der übrigen Milch und mit entsprechender Bezeichnung abgegeben werden. Eine Vermischung von Kolostrum mit Milch ist verboten. Die Hygieneanforderungen an die Milchpro-
<sup>15</sup> duktion gelten für Kolostrum sinngemäss. Abschnitt 5. : Milchgewinnung
##### **Art. 11** Personalhygiene
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<sup>18</sup> °C betragen. Sofern die Lagertemperatur über 8 °C liegt, muss die Verarbeitung spätestens 24 Stunden nach der Gewinnung des ältesten Gemelkes erfolgen. Die
<sup>15</sup> Lebensmittelsicherheit ist jederzeit zu gewährleisten.
<sup>16</sup> Lebensmittelsicherheit ist jederzeit zu gewährleisten.
##### **Art. 15** Milchtransport
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<sup>2</sup> Die für die Reinigung der Milchgeräte bestimmten Hilfsmittel dürfen nicht anderweitig verwendet werden.
<sup>16</sup> Art. 21 Unterhalt Die Produzentinnen und Produzenten müssen für eine einwandfreie Funktionsweise der Melkanlagen sorgen. Die Servicearbeiten an den Melkanlagen müssen mindestens einmal pro Jahr und in Sömmerungsbetrieben mindestens einmal in zwei Jahren von einer Fachperson nach international anerkannten Normen durchgeführt werden. Die Serviceblätter sind drei Jahre aufzubewahren. n 8. Abschnitt: Gebäude, Anlage und Geräte
<sup>17</sup> Art. 21 Unterhalt Die Produzentinnen und Produzenten müssen für eine einwandfreie Funktionsweise der Melkanlagen sorgen. Die Servicearbeiten an den Melkanlagen müssen mindestens einmal pro Jahr und in Sömmerungsbetrieben mindestens einmal in zwei Jahren von einer Fachperson nach international anerkannten Normen durchgeführt werden. Die Serviceblätter sind drei Jahre aufzubewahren. n 8. Abschnitt: Gebäude, Anlage und Geräte
##### **Art. 22** Stall, Laufbereich und Melkplatz
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##### **Art. 26** Aufhebung bisherigen Rechts
<sup>17</sup> Die Verordnung des EVD vom 13. April 1999 über die Qualitätssicherung bei der Milchproduktion wird aufgehoben.
<sup>18</sup> Die Verordnung des EVD vom 13. April 1999 über die Qualitätssicherung bei der Milchproduktion wird aufgehoben.
##### **Art. 27** Inkrafttreten
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###### Fussnoten
[^1]: SR 916.351.0
[^2]: SR 916.020
[^3]: Fassung gemäss Ziff. I der V des EVD vom 20. Okt. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (AS 2010 5025).
[^4]: Fassung gemäss Ziff. I der V des EVD vom 20. Okt. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (AS 2010 5025).
[^5]: [AS 1999 1226, 2000 406, 2001 842, 2002 213 3050, 2003 5491, 2005 2545, 2006 893, 2007 1469 Anhang 4 Ziff. 57. AS 2008 3839 Art. 15 Ziff. 1]. Siehe heute: die Milchpreis- stützungsverordnung vom 25. Juni 2008 (SR 916.350.2 ).
[^1]: Die Bezeichnung der Verwaltungseinheit wurde in Anwendung von Art. 16 Abs. 3 der Publikationsverordnung vom 17. Nov. 2004 (SR 170.512.1 ) auf den 1. Jan. 2013 angepasst. Die Anpassung wurde im ganzen Text vorgenommen.
[^2]: SR 916.351.0
[^3]: SR 916.020
[^4]: Fassung gemäss Ziff. I der V des EDI vom 20. Okt. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (AS 2010 5025).
[^5]: Fassung gemäss Ziff. I der V des EDI vom 20. Okt. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (AS 2010 5025).
[^6]: [AS 1999 1226, 2000 406, 2001 842, 2002 213 3050, 2003 5491, 2005 2545, 2006 893, 2007 1469 Anhang 4 Ziff. 57. AS 2008 3839 Art. 15 Ziff. 1]. Siehe heute: die Milchpreis- stützungsverordnung vom 25. Juni 2008 (SR 916.350.2 ).
[^1]: Keimzahl bei 30 °C (pro ml) < 80000
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[^2]: Pro Monat ermittelter geometrischer Mittelwert bei mindestens zwei Proben je Kalendermonat
[^6]: Fassung gemäss Ziff. I des EVD vom 13. Febr. 2008 (AS 2008 567).
[^7]: SR 812.212.27
[^8]: Fassung gemäss Ziff. I der V des EVD vom 20. Okt. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (AS 2010 5025).
[^9]: Fassung gemäss Ziff. I der V des EVD vom 20. Okt. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (AS 2010 5025).
[^10]: Fassung gemäss Ziff. I der V des EVD vom 20. Okt. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (AS 2010 5025). Keimzahl bei 30 °C (pro ml) < 1 500 000 bzw. < 500 000, sofern die Milch zur Herstellung von Rohmilch- erzeugnissen ohne Hitzebehandlung bestimmt ist Hemmstoffe nicht nachweisbar.
[^11]: Fassung gemäss Ziff. I des EVD vom 13. Febr. 2008 (AS 2008 567).
[^12]: Eingefügt durch Ziff. I der V des EVD vom 20. Okt. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (AS 2010 5025).
[^13]: SR 817.022.108
[^14]: Eingefügt durch Ziff. I des EVD vom 13. Febr. 2008 (AS 2008 567).
[^15]: Fassung gemäss Ziff. I des EVD vom 13. Febr. 2008 (AS 2008 567).
[^16]: Fassung gemäss Ziff. I des EVD vom 13. Febr. 2008 (AS 2008 567).
[^17]: [AS 1999 1930, 2000 2707, 2003 343, 2004 4093]
[^7]: Fassung gemäss Ziff. I des EDI vom 13. Febr. 2008, in Kraft seit 1. März 2008 (AS 2008 567).
[^8]: SR 812.212.27
[^9]: Fassung gemäss Ziff. I der V des EDI vom 20. Okt. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (AS 2010 5025).
[^10]: Fassung gemäss Ziff. I der V des EDI vom 20. Okt. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (AS 2010 5025).
[^11]: Fassung gemäss Ziff. I der V des EDI vom 20. Okt. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (AS 2010 5025).
[^12]: Fassung gemäss Ziff. I des EDI vom 13. Febr. 2008, in Kraft seit 1. März 2008 (AS 2008 567). Keimzahl bei 30 °C (pro ml) < 1 500 000 bzw. < 500 000, sofern die Milch zur Herstellung von Rohmilch- erzeugnissen ohne Hitzebehandlung bestimmt ist Hemmstoffe nicht nachweisbar.
[^13]: Eingefügt durch Ziff. I der V des EDI vom 20. Okt. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (AS 2010 5025).
[^14]: SR 817.022.108
[^15]: Eingefügt durch Ziff. I des EDI vom 13. Febr. 2008, in Kraft seit 1. März 2008 (AS 2008 567).
[^16]: Fassung gemäss Ziff. I des EDI vom 13. Febr. 2008, in Kraft seit 1. März 2008 (AS 2008 567).
[^17]: Fassung gemäss Ziff. I des EDI vom 13. Febr. 2008, in Kraft seit 1. März 2008 (AS 2008 567).
[^18]: [AS 1999 1930, 2000 2707, 2003 343, 2004 4093]
2011-01-01
2008-03-01
2006-01-01
2005-11-23
VHyMP
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